• Wireless LAN mit Windows 7

    Bisher war das Verbinden mit drahtlosen Netzwerken bei Windows XP und Windows Vista eine etwas komplizierte Angelegenheit. Mit Windows 7 will Microsoft die dazugehörigen Schritte deutlich vereinfachen und intuitiver gestalten. Wenn mann mit einem Laptop zum Beispiel einem drahtlosen Netzwerk beitreten möchte, klickt man einfach auf das Netzwerksymbol im Systemtray und kann auf dem dann eingeblendeten Fenster sofort alle verfügbaren Netzwerke sehen und sich mit dem gewünschten verbinden:

    Wireless_1 Wireless_2 Wireless_3 Wireless_4

    Sollte das Netzwerk ein Hotspot sein, bei dem man sich über einen Webbrowser anmelden muss, bekommt Windows 7 das auch mit und informiert den Benutzer entsprechend:

    Wireless_5

    Sollte ein Netzwerkinterface nicht benutzt werden (egal ob drahtlos oder drahtgebunden), dann kann Windows 7 diesem den Strom abschalten, um den Energieverbrauch zu minimieren und die Batterielaufzeit mobiler Computer zu erhöhen. Sobald man ein Netzwerkkabel einsteckt, wird dann die Netzwerkschnittstelle wieder automatisch mit Strom versorgt.

    BTW: Windows 7 wird übrigens auch Unterstützung für Wake on LAN über drahtlose Netzwerkschnittstellen!

  • Neue Taskleiste in Windows 7

    Mit Windows 7 designed Microsoft zum ersten Mal nach Windows 95 die Taskleiste neu. Die Schnellstartleiste entfällt in der Zukunft und macht Platz für mehr Programmicons. Genauso wird der Systemtray-Bereich rechts neben der Uhr in der Breite begrenzt. Ich habe schon viele Rechner gesehen, die so viel Software installiert hatten, dass die Icons im Systray mehr als die Hälfte der Taskleiste belegt hatten.

    NewTaskbar

    Als erstes fällt die Vergrößerung der neuen Taskleiste um ca. 50% auf. Da der Trend zu immer größeren Displays und immer höheren Auflösungen geht, wird der Darstellung mit höherer DPI-Skalierung in Windows 7 sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Der Pre-Beta-Build zum Beispiel aktiviert auf Touch-aktivierten PCs automatisch 125 DPI, so dass man das System wesentlich einfacher mit den Fingern bedienen kann.

    Die Icons in der Taskleiste können jetzt beliebig angeordnet werden. Sie repräsentieren sowohl laufende, als auch noch nicht gestartete Programme. Wenn man mit der Maus über die einzelnen Icons fährt, werden darüber alle Programme mit Single Document Interface (SDI) in einer Vorschau sanft eingeblendet. Programme mit Multiple Document Interface (MDI) und Tabbed Document Interface (TDI) wie zum Beispiel Internet Explorer 8 werden alle einzelnen Instanzen, Fenster oder Tabs in einem eigenen Vorschaufenster dargestellt.

    NewTaskbar_2

    Falls der Platz in der Breite nicht ausreicht, alle Fenster in der Vorschau einblenden zu können, wird auf eine Listendarstellung umgestellt. Geht man jetzt mit der Maus über ein Vorschaufenster, werden alle eingeblendeten Fenster mit Ausnahme des ausgewählten Programms transparent, so dass man sehr einfach das gewünschte Programm finden kann.

    Das Startmenü wird ebenfalls überarbeitet. Man sieht schon Unterschiede wie die höhere Transparenz und den größeren Abstand der einzelnen Einträge im Pre-Beta Build:

    Startmenu_4 Startmenu_5

    Beide Screenshots zeigen große Icons (links bei 100 DPI, rechts bei 125 DPI). Wie man sieht, ist in der Pre-beta die neue Taskleiste noch nicht enthalten. Sie hielt erst in den nachfolgenden Builds Einzug. Hier ein Screenshot von einem HP TouchSmart auf der PDC:

    CIMG4775

    Die bisher separaten Schaltflächen Sperren und Energie sparen wachsen zusammen und werden, so die Pläne bisher, durch einen Knopf  Herunterfahren ersetzt, da >50% der Anwender in Windows Vista an der Stelle nach der Aktion Herunterfahren suchen. Hier ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen, weil Energie sparen meines Erachtens mit dem hybriden Modus wirklich die sinnvollere Alternative ist. Heutige Rechner sind nicht wirklich stromlos, wenn man sie herunterfährt. Ich habe bei meinen Rechnern selbst Messungen durchgeführt und war erstaunt, dass es keinen Unterschied gab zwischen dem Energieverbrauch in Energie sparen gegenüber Herunterfahren. Ein HP TouchSmart verbraucht in beiden Modi ca. 8W.

    Startmenu_6

    Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Jump Lists. Wenn man mit einem rechten Mausklick auf ein Icon in der Taskleiste klickt, wird zum Beispiel die Liste der zuletzt geöffneten Dateien von diesem Programm (MRU-Liste) eingeblendet. Ein Programm kann auch weitere Aktionen in der Jump List einblenden. Im Startmenü finden sich die Listen ebenfalls wieder.

    SystemTrayAuf der rechten Seite wurde der Systemtray gründlich überarbeitet. Zukünftig wird der Platz begrenzt, der dort von Programmen belegt werden darf. Standardmäßig gibt es nur vier eingeblendete Icons - alle weiteren Icons werden nicht eingeblendet. Wenn man mit der Maus über ein Icon fährt, wird es von unten sanft beleuchtet:

    SysTray_1 SysTray_2 SysTray_3 SysTray_4

    Die anderne Icons findet man in einem eigenen Fenster, wenn man den Pfeil nach oben gefunden und einmal gedrückt hat. WindowsSolutionCenter_1Hier kann diese Icons genauso benutzen, wie früher und ein Menü erreichen, in welchem man pro Icon festlegen kann, ob es erscheinen und/oder Informationen einblenden darf. Standardmäßig werden alle Informationen, die von den verschiedenen Subsystemen von Windows erzeugt werden, gesammelt und in im Windows Solution Center dargestellt. Im Windows Solution Center selbst sind jetzt die bisher über verschiedenste Bereiche verteilten Einstellungen aus den Bereichen Security und Maintenance zusammengeführt.

    WindowsSolutionCenter_2 WindowsSolutionCenter_3 WindowsSolutionCenter_4

  • Power Management mit Windows 7

    In meinem letzten Blogpost habe ich über den verringerten Ressourcenverbrauch von Windows 7 geschrieben. Für Microsoft stehen aber nicht nur Speicherbedarf, Prozessorauslastung und Disk I/O im Mittelpunkt. Insbesondere schauen wir auch auf die Akkulaufzeit, die wir mit neuen Energiesparmethoden verlängern wollen.

    Man kann zum Beispiel in dem Screenshot des vorherigen Postings sehen, dass die Prozessorauslastung im Idlebetrieb lediglich zwischen 0% und 3% pendelt. Dadurch können die Energiesparmechanismen moderner CPUs erst richtig genutzt werden.

    Windows 7 wird eine ganze Reihe verschiedener Neuerungen für besseres Energiesparmanagement mitbringen. Zwei davon möchte ich hier näher vorstellen: System Cooling Policies und Core Parking.

    Eine Verbesserungen im Bereich der Power Policies ist die Unterstützung von System Cooling Policies. Damit kann man zum Beispiel das Verhalten des Lüfters zusammen mit der Steuerung der Energiesparmodi Prozessors gestalten.

    Je nach Wunsch des Anwenders dreht der Lüfter schneller (lauter) oder langsamer (leiser) und . In portablen Computern, die eine Batterie beinhalten, kann man dann die System Cooling Policy getrennt für den Akku- und den Netzbetrieb einstellen.

    PowerManagement

    Die zweite Neuerung entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit den Prozessorherstellern. Windows 7 wird zukünftig bis zu 256 Prozessoren insbesondere als Cores unterstützen. Diese massive Anzahl von Prozessoren führt zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Energie, obwohl man sie die ganze Zeit nicht benötigt. Mit Core Parking wird Windows 7 in der Lage sein, die aktuelle CPU-Auslastung pro CPU zu überwachen und dynamisch einzelne Cores abschalten zu können. Wir versprechen uns davon eine deutliche Energieeinsparung im Vergleich zum herömmlichen Betrieb, bei dem jeder Kern möglichst gleichmäßig belastet werden würde.

  • Windows 7 Highlights: Default Printers pro Netzwerk

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework

    Nu isses also da. Und jetzt kann ich's ja auch zugeben: ich arbeite schon seit einigen Wochen mit Windows 7. Und bin beeindruckt - vor allem von der Performanz. Auf der gleichen Hardware mit den gleichen Applikationen und Einstellungen läuft Windows 7 deutlich schneller als Windows Vista!

    Nur die Druckereinstellungen haben mich ein wenig genervt, genauer gesagt die Festlegung des Default Printer. Bis ich dann mal genauer hingeschaut habe (wer lesen kann, ist klar im Vorteil ...). Bei Windows 7 ist es jetzt möglich, den Default Printer gezielt für einzelne Netzwerke einzustellen. Das heißt: in meinem WLAN zuhause benutze ich automatisch als Drucker mein privates Gerät, in der Firma den Drucker vor Ort usw.

    Unter 'Printers' im Control Panel findet sich neben 'Add a printer' auch 'Manage default printers':

    image

    Hier bekomme ich eine Liste meiner Netzwerke angezeigt:

    image

    Unter 'Select Networks' kann ich alle Netzwerke auswählen, die ich jemals benutzt bzw. konfiguriert habe, und dafür individuell einen Default Printer auswählen.

    image

    Die Zuordnung des zu verwendenden Druckers erfolgt dann automatisch - ich muß nur ganz normal in der Applikation die Schaltfläche 'Drucken' (oder z.B. <Strg>-<P>) benutzen ...

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • Resourcenverbrauch in Windows 7

    Mit der Vorstellung von Windows 7 heizt Microsoft natürlich auch die Spekulation rund um die neue Version von Windows an. Eine häufig zu lesende Befürchtung ist der steigende Ressourcenverbrauch von neueren Windows-Versionen. Da wird schon prophezeit, dass Windows 7 mindestens einen Quad Core Prozessor und 4 GB RAM aufwärts benötigen würde.

    Das ist natürlich reine Spekulation - in Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Microsoft investiert bei der Entwicklung von Windows 7 sehr viel in die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Jede Stelle des Betriebsystems wird vom Performanceteam unter die Lupe genommen, um die Arbeit schneller zu machen und die Antwotgeschwindigkeit des Systems zu erhöhen. Steve Sinofsky, Senior Vice President Windows and Windows Live Engineering Group, zeigte auf der PDC Windows 7 auf einem Netbook mit 1 GHz CPU und 1 GB RAM und sagte, dass die Hälfte des Hauptspeichers nach dem Booten unter Windows 7 noch frei sei.

    Taskmanager

    Ich habe das mal nachgestellt auf einem Rechner mit 1 GB RAM und bei mir ist sogar noch mehr frei. Anbei ein Screenshot vom Taskmanager von Windows 7. Es arbeitet sich übrigens sehr performant - insbesondere für eine Beta finde ich es erstaunlich schnell.