• Windows 7 Beta 1 Download

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    Die allgemeine Freigabe für Windows 7 Beta 1 ist heute Nacht erfolgt. Wer ein MSDN- oder TechNet-Abonnement besitzt, kann schon jetzt die Software direkt herunterladen (siehe Bild). Morgen wird es die Beta 1 für alle unter www.microsoft.com/windows7 (wenn nichts dazwischen kommt) für eine beschränkte Zeit zum freien Download geben. Wir werden insgesamt 2,5 Millionen Beta-Versionen zum Herunterladen anbieten, danach wird der Downloadserver für die Öffentlichkeit eingestellt. Die Begrenzung auf 2,5 Millionen ist aufgrund des überragenden Interesses vom Windows-Team aufgehoben worden. Bis zum 24.01.2007 kann jetzt jeder sich als Beta-Tester anmelden und Windows 7 Beta 1 herunterladen. Es gilt die Regel: First come, first serve! Es wird keine Möglichkeit der Bestellung einer DVD geben – Download ist der einzige Distributionsweg.

    Die Beta 1 wird als Ultimate-Version in 32-bit und 64-bit Version auf Englisch, Deutsch, Japanisch, Arabisch und Hindi inklusive der Sprachpakete veröffentlicht. Sie kann ohne Aktivierung 30 Tage genutzt werden, wobei der Zeitraum sich mit Hilfe von slmgr.exe –rearm verlängern läßt. Aber auch die Eingabe eines Beta 1-Keys lässt die Version nicht endlos lang funktionieren – die Beta 1 läuft am 1. August 2009 ab.

    Wer die Beta 1 installiert, sollte dies auf einem Testsystem oder in einer virtuellen Umgebung tun. Es handelt sich um Beta-Software mit allen Vor- und Nachteilen. Eine Datensicherung sollte selbstverständlich sein. Auch sollten keine betriebskritischen Dinge mit der Beta 1 durchgeführt werden. Obwohl ich (bis auf den nächsten Absatz) noch keine Probleme mit der Beta 1 kenne und sie sehr stabil läuft, ist Vorbeugen immer besser als “nach hinten Fallen”!

    image Ziel der Beta 1 sind Entwickler, Administratoren und Computerenthusiasten. Auf dem Windows 7 Tab der TechNet-Seiten kann man sich in Springboard - Die Ressource für IT-Professionals ab dem 9. Januar 2009 für die Windows 7 Beta anmelden und bekommt weitere Ressourcen zur Information angeboten. Wer Fehler in der Beta 1 findet oder weitere Informationen sucht, für den sind die Windows 7 Foren der guter erste Anlaufpunkt. Feedback kann man am Besten direkt über das Produkt geben. Wir haben dafür auf jedem Fenster einen Link zur Feedbackmöglichkeit eingebaut.

    ACHTUNG!

    Wir haben nach der Fertigstellung der Beta 1 einen Bug festgestellt, der in bestimmter Konstellation MP3-Dateien um wenige Sekunden kürzt. Sollte der Header einer MP3-Datei (zum Beispiel durch das Einbinden eines Coverbildes) größer als 16kB sein und man benutzt die Expresseinstellungen des Media Players, dann versucht der Media Player die Daten eine Datei, die man abspielt, mit Metadaten aus dem Internet zu vervollständigen. Beim Schreiben der Metadaten kommt es dann zum Abschneiden von 2 bis drei Sekunden Musik am Anfang des Stücks.

    Für die Behebung des Problems stellen wir einen Hotfix bereit, welcher als erstes nach der Installation eingespielt werden sollte. Abhilfe schafft auch die Konfiguration des Media Players, Mediendateien NICHT zu automatisch zu aktualisieren. Diese Einstellung bevorzuge ich schon seit Jahren, weil ich meine Medienbibliothek manuell gepflegt habe. Trotzdem sollte jeder diesen Patch einspielen. Er wird einem, wie in dem Bild oben ersichtlich, auch direkt mit angeboten.

    Details zum Build

    Windows 7 Beta (x64) - DVD (German)

    • Dateiname: de_windows_7_beta_dvd_x64_x15-29078.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/30/2008 4:26:49 PM
    • Download: 3,201.76 (MB)
    • SHA1: 05691C979E23ABE31F64B3725A03A4C4CE7A5DDF
    • ISO/CRC: 2412516C

    Windows 7 Beta (x86) - DVD (German)

    • Dateiname: de_windows_7_beta_dvd_x86_x15-29077.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/22/2008 2:41:15 PM
    • Download: 2,464.93 (MB)
    • SHA1: C14B313FD974E692DA9B265466897F4F7695F596
    • ISO/CRC: DE5C586D

    Windows 7 Beta Language Pack (x64) - DVD (German)

    • Dateiname: de_windows_7_beta_language_pack_dvd_x64_x15-29111.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/22/2008 2:41:17 PM
    • Download: 200.63 (MB)
    • SHA1: 1AD85A5BF6649CCCDC16AA4A0C1C3E76ED343B2E
    • ISO/CRC: 29744B81

    Windows 7 Beta Language Pack (x86) - DVD (German)

    • Dateiname: de_windows_7_beta_language_pack_dvd_x86_x15-29104.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/22/2008 2:41:13 PM
    • Download: 140.70 (MB)
    • SHA1: BA15324169E65158077B348AB67662272F05052A ISO/CRC: B8B06076

    Update for Windows 7 Beta (KB961367) (x64)

    Update for Windows 7 Beta (KB961367) (x86)

    Windows 7 Beta (x64) - DVD (English)

    • Dateiname: en_windows_7_beta_dvd_x64_x15-29074.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/30/2008 4:26:48 PM
    • Download: 3,230.10 (MB)
    • SHA1: E09FDBC1CB3A92CF6CC872040FDAF65553AB62A5
    • ISO/CRC: 8E2FAD39

    Windows 7 Beta (x86) - DVD (English)

    • Dateiname: en_windows_7_beta_dvd_x86_x15-29073.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/22/2008 2:41:15 PM
    • Download: 2,497.48 (MB)
    • SHA1: 6071184282B2156FF61CDC5260545C078CCA31EE
    • ISO/CRC: AABA5A48

    Windows 7 Beta Checked Build (x64) - DVD (English)

    • Dateiname: en_windows_7_beta_checked_build_dvd_x64_x15-29064.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/22/2008 2:41:13 PM
    • Download: 3,037.25 (MB)
    • SHA1: 3DED395A18F1F7F419B4BFF285B336AC414C5804
    • ISO/CRC: 0A40FF0B

    Windows 7 Beta Checked Build (x86) - DVD (English)

    • Dateiname: en_windows_7_beta_checked_build_dvd_x86_x15-29063.iso
    • Bereitstellungsdatum (UTC): 12/30/2008 4:26:48 PM
    • Download: 2,242.09 (MB)
    • SHA1: 6AF645A608436BB6A5437D172D72DDB93C688CC4
    • ISO/CRC: 3FCC277A

    Die heruntergeladenen ISO-Images sollten als erstes mit dem File Checksum Integrity Verifier (oder einem anderen geeigneten Hashtool für SHA1) auf Integrität überprüft werden. Der "File Checksum Integrity Verifier" (FCIV) ist ein Befehlszeilenprogramm, das kryptographische Hashwerte (MD5 oder SHA-1) berechnet und überprüft. Danach muss man das ISO-Image auf DVD brennen. Geeignete Tools findet man dafür auch kostenfrei im Internet. Dabei ist zu beachten, dass die Mehrzahl der Fehler, die man beim Installieren bekommt, auf schlechte DVD-Rohlinge zurückzuführen sind. Man sollte den gebrannten Rohling also ebenfalls auf Integrität überprüfen und im Zweifel einmal mit der langsamsten Geschwindigkeit brennen oder die Rohlingmarke wechseln.

    Have fun!

  • Windows 7 Family Pack - Familienfreuden auch bei uns

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von windowsblog.at.

    Das ursprünglich nur für US & Kanada geplante Angebot “Family Pack” kommt nun auch zu uns – ja, auch nach Österreich, ebenso wie Schweiz und Deutschland. Das Family Pack sind 3 Upgrade Lizenzen im Packerl zu einem attraktiven Preis und damit wohl eine wirklich nette Art und Weise, den eigenen Haushalt zu beglücken. Immerhin haben mehr und mehr Haushalte mehr als einen PC.

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    Hier einige Fragen und Antworten zum Family Pack:

    Frage: Was wird es kosten?
    Ca. 150 EUR.

    Frage: Gibt es ein Limit, wie viele Family Packs darf ich kaufen?
    Man kann kaufen so viel man will, allerdings ist das Angebot selbst (Stückzahl) limitiert.

    Frage: Kann ich eine andere Version haben (Ultimate, Professional?)
    Nein, das Angebot gilt nur für Home Premium.

    Frage: Bekomme ich 32-Bit oder 64-Bit Datenträger?
    Beide. Man erhält einen Key, mit dem man insgesamt drei mal freischalten kann – egal ob 32 oder 64-Bit.

    Frage: Besteht das Family Pack aus Vollversionen?
    Nein, es sind Upgrade Versionen, d.h. für bestehende PCs mit entweder XP oder Vista.

    Frage: Wann gibt es das Angebot?
    Das Family Pack gibt es ab 22.10.2009 – “solange der Vorrat reicht”.

    Frage: Wie bekommt man das Family Pack?
    Über den lokalen Fachhandel/Retailer oder den Microsoft Store.

    Frage: In welchen Ländern ist das verfügbar?
    US, Kanada, UK, Irland, Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande, Schweiz und Schweden.

    Beschränkungen:
    Halb so dramatisch, das Angebot gilt für 3 Computer eines Haushalts und anders als bei Office Home & Student ist die kommerzielle Nutzung nicht ausgeschlossen.

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    Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen

    Die in diesem Blog dargestellten Informationen sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Produktlizenzierung verbessern sollen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Endnutzer-Lizenzverträgen (als Beilage zu Softwarepaketen) oder Produktbenutzungsrechten der Microsoft Volumenlizenzprogramme zu finden.

  • Was ist neu im Windows 7 RC aus Endanwendersicht?

    Im Januar 2009 stellten wir die erste Betaversion von Windows 7 der Allgemeinheit vor. Allein in der ersten Woche luden über eine Million Enthusiasten die Betaversion herunter. Seitdem ist die Zahl natürlich stark gestiegen. Über die eingebaute Feedback-Funktion erhielten wir in den ersten sechs Wochen nach Veröffentlichung der Beta >500.000 Antworten mit Verbesserungsvorschlägen. Das sind >500 pro Entwickler. So bekamen wir In der Spitzenwoche aller 15 Sekunden Feedback.

    Damit wurde es uns möglich, nicht nur das Produkt entscheidend zu verbessern und eine Unmenge von Fehlerbehebungen im Release Candidate (RC) zu integrieren, wir erhalten darüber auch wertvolle Informationen über die tatsächlich eingesetzte Hardware weltweit. In den ersten sechs Wochen bekamen wir Informatonen von >10 Mio Geräten mit >2.8 Mio Plug&Play Device Identifiers, von denen 75% direkt durch die mitgelieferten Treiber installiert werden konnten. Auf diese Weise können wir besser entscheiden, welche Treiber zum Beispiel in box (also im Installationsmedium) und welche über Windows Update zur Verfügung gestellt werden können. Zum Beispiel sind für jetzt Treiber für drahtlose und drahtgebundende Netzwerkkarten von Marvell, Atheros und RaLINK integriert.

    Basics

    Während in dem Windows 7 Reviewers Guide die Neuerungen in Windows 7 für die Betaversion beschrieben wurden, haben sich für den Release Candidate natürlich einige Änderungen ergeben. Neben Performanceverbesserungen beim Hoch- und Herunterfahren, Aufwachen aus dem Energiesparmodus, Suche, Indizierung und Plug&Play-Erkennung von Hardware sind viele Änderungen direkt auf das Feedback der Betateilnehmer zurückzuführen.

    Energiesparmodus

    So wird zum Beispiel beim schnellen Wechsel des Energiesparmodus über das Icon im Benachrichtigungsbereich jetzt immer der Energiesparplan Höchstleistung mit angezeigt. Das Feedback deckt sich hier mit meinen eigenen Erfahrungen: Standardmäßig wird Windows 7 im Modus Ausbalanciert betrieben, was einen guten Kompromiss zwischen Akkulaufzeit und Performance darstellt. Immer wenn ich aber einen Vortrag halte, schalte ich auf Höchstleistung. Dieses Umschalten ist jetzt viel einfacher.

    Energiesparmodus

    Entfernen von Geräten

    Eine weitere Änderung betrifft das Verhalten beim Entfernen von Geräten. Bisher wurde zum Beispiel beim Löschen eines Druckers lediglich die Print Queue entfernt. Das Entfernen von Bluetoothgeräten löschte nur die Informationen über das Pairing. Im Release Candidate verhält sich die Aktion Entfernen konsistenter und deinstalliert das jeweilige Gerät komplett.

    Benutzerkontensteuerung

    Eines der meistdiskutierten Funktionen seit Windows Vista ist die Benutzerkontensteuerung, auf Englisch User Account Control (UAC) genannt. Rund um UAC entbrannte in der Betaversion eine Sicherheitsdebatte, die uns zu Änderungen im Release Candidate bewegte. Wen die Hintergründe interessieren, der sollte zum Beispiel den Artikel Windows 7 Beta: Sicherheitsprobleme mit UAC von Nils Kaczenski lesen (mit Nils verbindet mich nicht nur ein längerer Mailthread zu diesem Thema ;-)

    Im Release Candidate steuern wir hier um. Das UAC-Applet in der Systemsteuerung wird jetzt mit Hoher Integrität gestartet. Dadurch verhindern wir, dass dieses Applet durch Programme ferngesteuert werden kann, da diese standardmäßig mit Mittlerer Integrität laufen und dank Mandatory Integrity Control keinen Schreibzugriff auf Objekte mit höherer Integrität haben.

    Weiterhin erfordern jetzt Änderungen an der Konfiguration von UAC immer eine Bestätigung durch den Administrator, unabhängig davon, ob konfiguriert war, dass man keine Bestätigungsdialoge haben möchte, solange man selbst die Aktion initiiert hat (was das Standardverhalten ist).

    AutoPlay

    Mit Blick auf den aktuellen Wurm Conficker änderen wir auch das Verhalten von Windows 7 beim Einlegen von Wechseldatenträgern wie USB-Sticks. Bisher war es so, dass wir seit Windows Vista einen Dialog einblenden, der verschiedene Möglichkeiten beim Umgang mit dem neu eingesteckten (oder eingelegten) Medium anbietet. Conficker nutzt das aus, indem er ein trügerisches Icon einblendet, um Anwender dazu zu verführen, den Wurm zu installieren.

    Infected USB AutoPlay

    Beginnend mit dem Release Candidate werden für nicht-optische Wechseldatenträger Autorun-Einträge deaktiviert. Weitere Informationen dazu wurden auf Englisch in dem Artikel Improvements to AutoPlay auf dem Engineering Windows 7 Blog veröffentlicht.

    Infected USB AutoPlay after AutoPlay changes

    Taskbar

    Weitere Veränderungen haben wir auch an dem User Interface (UI) vorgenommen. Die Taskbar stellt eine Liste aller aktiven Fenster oder Tabs einer Anwendung zusammen, wenn mehr Fenster offen sind, als in der Vorschau live angezeigt werden können. Auch Taskbar Thumbnail Overflow unterstützt auch Aero Peek und blendet jetzt einen Schalter zum Schließen des jeweiligen Fensters oder Tab ein.

    Taskbar

    Man kann ja einzelne Programme auf die Taskbar pinnen. Mit dem Release Candidate passen bei gleicher Bildschirmauflösung jetzt wesentlich mehr Programme auf die Taskbar. So werden zum Beispiel bei 1024x768 15 große Programmicons darstellbar, was eine Verbesserung um 25% gegenüber der Betaversion bedeutet. Wem die Icons zu groß sind und wer deshalb auf die kleinere Darstellung umschaltet, wird sogar eine Verbesserung um 38% bemerken. Es passen jetzt 22 kleine Programmicons auf die Taskbar. Dadurch erhöhen wir deutlich die Funktionalität der neuen Taskbar und hoffen, die Akzeptanz des Standardverhaltens noch weiter steigern zu können.

    Eine Verbesserung erfährt auch das Verhalten, wenn man Dateien auf die Taskbar per Drag & Drop zieht. Bisher konnte man einzelne Dateien auf Programmicons in der Quickstartleiste ziehen und fallen lassen. Daraufhin startete Windows das entsprechende Programm und öffnete darin die Datei. Mit dem Wegfall der Quicklaunchleiste ist dieses Verhalten in der Betaversion nicht mehr möglich gewesen. Wer eine Datei oder eine Verknüpfung auf ein Programmicon zieht, sorgt dafür, dass diese Datei oder die Verknüpfung in die Sprungliste mit aufgenommen und das Programm auf die Taskleiste gepinned wird. Im Release Candidate kann man, wenn man zusätzlich die Shift-Taste gedrückt hält, das alte Verhalten nutzen. Es wird dann das Programm, auf das man die Datei fallen läßt, gestartet (selbst dann, wenn das Programm nicht für den Dateityp registriert ist).

    Neu installierte Programme können sich selbst nicht automatisch auf die Taskleiste pinnen. Das darf nur der Anwender selbst entscheiden. Damit wollen wir verhindern, dass Installationen von Programmen ungewollt die Taskleiste “zupflastern”. So wie wir die übermäßige Anzahl an Icons im Benachrichtigungsbereich links neben der Uhr ebenfalls minimiert haben. Dafür hebt das Startmenü neu installierte Programme hervor. In bisherigen Windowsversionen konnte man das nur sehen, wenn man im Startmenü navigierte. Mit dem Release Candidate stellt Windows neu installierte Programme direkt am Ende des Startmenüs in der ersten Hierarchieebene dar, so dass man mit einem Klick auf den Windows Pearl (den alten Startknopf) Zugriff auf das neue Programm hat.

    Tastatur-Shortcuts

    Windows 7 enthält weiterhin eine Reihe von neuen Tastatur-Shortcuts. Wer die Windowstaste gedrückt hält und dann eine Zahl von 0 bis 9 eingibt, startet das jeweilige Programm aus der Startleiste. Also <Win> + <1> startet das erste gepinnte Programm, <Win> + <2> das zweite und <Win> + <0> das zehnte. Ist das Programm schon gestartet, wechselt der Focus zu dem Programm und das Fenster kommt in den Vordergrund. Laufen schon mehrere Fenster oder Tabs von dem Programm, wird eine Vorschau des ersten Fensters mit Aero Peek angezeigt und mit jedem wiederholten Drücken auf die Zahl zwischen den einzelnen Fenstern oder Tabs hin- und hergewechselt. Ein <Alt> + <Tab> für Programme sozusagen.

    Sprunglisten

    Die Sprunglisten wurden auch überarbeitet. Standardmäßig werden pro Programm bis zu zehn Einträge vorgeschlagen, um die Navigation zu vereinfachen.

    Sprunglisten

    Die Systemsteuerung unterstützt jetzt auch Sprunglisten und innerhalb von Sprunglisten kann man auch Dateien hinterlegen, die nicht mit dem Programm selbst referenziert sind. So lassen sich zum Beispiel auch HTML-Dateien auf dem Notepad-Icon ablegen, so dass bei einem Klick auf den Dateinamen in der Sprungliste dann auch Notepad anstelle des Standardwebbrowsers zum Öffnen der Datei benutzt wird.

    Systemsteuerung

    Aero Peek

    Weitere Verbesserungen umfassen das Wechseln zwischen einzelnen Anwendungen. Ich habe ja schon Aero Peek als Funktion erwähnt. Beim Wechsel zwischen einzelnen Anwendungen mit <Alt> + <Tab> wird jetzt das jeweilige Programm in der Originalgröße und am Originalplatz dargestellt und alle anderen Fenster transparent geschaltet.

    Aero Peek

    Weiterhin nutzen wir Color Hot-tracking nicht nur zum Einfärben der aktiven Programmicons, wenn man mit der Maus über das Programicon selbst gleitet, sondern auch bei den einzelnen Fenster in der Vorschau.

    Color Hot-track stays active when the mouse hovers over taskbar thumbnails

    Windows Explorer

    Im Windows Explorer wurde uns vor allem Feedback zur einfacheren Navigation gegeben. Viele wünschten sich den Nach oben-Schalter wieder, der in Windows XP in den jeweiligen Elternordner eine Ebene höher wechselt. Wir wollen jedoch die UI nicht durch noch mehr Schalter verkomplizieren. Die Adressleiste bietet schon seit Windows Vista die Möglichkeit, auf den Elternordner direkt zugreifen zu können. Darüber hinaus kann man auch zwei oder drei Ebenen sowie auch in die jeweiligen Unterebenen mit einem Mausklick zurück schalten.

    Windows Explorer

    Allerdings war das immer eine Frage des zur Verfügung stehenden Platzes. Mit dem Relese Candidate wird der Elternordner immer angezeigt werden, so dass ein zusätzlicher Schalter nicht mehr notwendig sein wird.

    Bibliotheken

    Die Navigation in Bibliotheken wird ebenso vereinfacht wie die Nutzung der neuen Ansichtsoptionen. Dateien lassen sich aufgrund von Metadaten sortiert darstellen. Damit kann man durch die Ablage in verschiedenen Ansichten navigieren. Der Wechsel zwischen den einzelnen Ansichten ist jetzt über das Kontextmenü möglich.

    Während die Ansicht nach Monat oder Tag jetzt Bilder und Videos auch zusammen darstellt, werden in der Musikbibliothek bei der Ansicht nach Interpret oder Genre mehr Alben gleichzeitig angezeigt und die Ansicht der Videos um die eine Sortiermöglichkeit nach der Länge der Filme erweitert. Der Windows Explorer unterstützt darüber hinaus jetzt auch die Multi-touch Zoomfunktion.

    Wer einmal Ordner in eine Bibliothek per Drag & Drop gezogen hat, wird im Release Candidate noch eine Änderung merken. Diese Funktion ist nicht mehr unterstützt, da sie zu Verwirrung und Datenverlust führen kann. Wer per Drag & Drop Ordner in die Bibliothek verknüpft hat, glaubt vielleicht, dass die Daten kopiert wurden und löscht danach die Quelle. Das ist bei Bibliotheken aber gerade nicht der Fall. Daher wurde die Funktion herausgenommen.

    Suche

    Zusätzlich überarbeitet wurde der Suchdialog. Neben einer besseren grafischen Darstellung der Suchergebnisse enthält die Ansicht jetzt auch alle vergebenen Labels und längere Auszüge aus den gefundenen Dokumenten.

    Suche

    Geräteunterstützung

    Device Stage ist eine neue Funktion in Windows 7. Bisher war die Unterstützung nur für wenige Geräte in Windows 7 implementiert. Mit dem Release Candidate machen wir es Hardwareherstellern einfacher, zumindest Basisinformationen für jedes Gerät zur Verfügung stellen zu können.

    Baseline device stage experienceAuch Computerhersteller können jetzt Device Stage nutzen, um Informationen zu dem Computer insgesamt einfacher anzeigen lassen zu können.

    Device Stage experience for a PC

    Internet Explorer

    Windows 7 RC enthält nicht nur den finalen Internet Explorer 8, sondern auch einige Windows 7-spezifische Erweiterungen. So unterstützt der Internet Explorer jetzt direkt Aufgaben aus der Sprungliste. Die Multi-touch-Steuerung wurde ebenfalls verbessert.

    Internet Explorer

    Windows Touch

    Auf der CeBIT 2009 übernahm ich unter anderem auch die Vorbereitung der Multi-touch-fähigen Hardware. Die Geräte waren die ganze Woche immer von einer Menschentraube umlagert. Ganz klar: Multi-toch weckt Begeisterung bei jedem Publikum. Vielleicht liegt meine eigene Begeisterung an Mutli-touch auch daran, dass ich die Fähigkeiten mit meinem Tablet-PC HP tx2 unter Windows 7 direkt nutzen kann.

    Mit dem Release Candidate gibt es eine Reihe von Verbesserungen bei der Bedienung mit Multi-touch. So kann man jetzt mit dem Finger über die Taskbar fahren und bekommt mit Thumbnail Peek das gleiche Ergebnis wie mit der Maus. Zoom wird vom Windows Explorer unterstützt und kann zum Wechsel zwischen verschiedenen Ansichten genutzt werden (kleine Symbole vs. extra große Symbole). Auch läßt sich jetzt Text aus Webseiten markieren, kopieren und einfügen, wenn der Browser horizontales und vertikales Scrollen aktiviert hat.

    Die Bildschirmtastatur unterstützt jetzt auch Multi-touch. Es liegt nahe, dass man darauf vielleicht auch mehrere Tasten gleichzeitig drücken möchte. <Shift> +  ein Buchstabe zum Schreiben von einem Großbuchstaben ist eine natürliche Geste.

    Daneben wurde aber auch eine Funktion wie die Simulation des rechten Mausklicks verbessert. Musste man bisher noch den Finger eine Weile auf das Objekt gedrückt halten, gibt es jetzt eine Zwei-Finger-Geste. Einfach mit einem Finger das Objekt auswählen und mit einem zweiten gleichzeitig antippen.

    Windows Touch

    Windows Media Player

    In Windows 7 ist Windows Media Player in der Version 12 enthalten. Verbesserungen im Release Candidate sieht man zum Beispiel im Now Playing Mode, in dem die grafische Umsetzung optimiert wurde.

    Media Player

    Neben der direkten Unterstützung für .MOV Dateien, die von vielen digitalen Kameras erzeugt werden, filtert der Media Player jetzt Dateien heraus, die er nicht wiedergeben kann. So können zum Beispiel Apples lossless .M4A oder H.263 MPEG-4 nicht direkt abgespielt werden. Derartig kodierte Dateien werden zukünftig nicht mehr in der Übersicht mit angezeigt.

    Weiterhin lässt sich der Media Player auch aus der Ferne steuern, wenn man die entsprechende Funktion aktiviert hat. Darüber kann man quasi Windows 7 als Fernbedienung nutzen.

    Remote_Stream_2

    Remote Media Streaming

    Für den Schluss des Artikels habe ich mir dann noch eine Neuerung aufgehoben. Remote Media Streaming im Windows Media Player 12 erlaubt die Nutzung der eigenen Musik, Bilder und Videos als Stream direkt über das Internet.

    Remote_Stream_4

    Dazu muss man einmalig das Medienstreaming aktivieren, damit in den Firewalleinstellungen des lokalen Systems die entsprechenden Ports freigeschaltet werden.

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    Danach kann man dann den Internetzugriff auf die eigenen Mediendateien aus dem Internet erlauben.

    Remote_Stream_1

    Das war erst einmal ein Überblick über die Änderungen für Endanwender. In meinem nächsten Posting gehe ich dann auf die Änderungen für Administratoren ein. Bis dahin noch drei Links zu englischsprachigen Artikel vom Engineering Windows 7 Blog, die weitere Änderungen beschreiben:

  • Windows 7 Upgrade Teil 2

    Nachdem ich in Teil 1 auf die Upgrademöglichkeiten von einem installiertem Windows 7 asgegangen bin, beleuchte ich in diesem Artikel die Möglichkeiten des Upgrades von früheren Windows-Versionen. Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang ist Step-by-Step: Windows 7 Upgrade and Migration in Microsoft TechNet.

    Windows Vista und Windows XP berechtigen zum Einsatz der Windows 7 Upgradeversion, wobei nur Windows Vista ab SP1 installationstechnisch auf Windows 7 aktualisiert werden kann, solange man die gleiche Betriebssystemarchitektur (32-bit oder 64-bit) einsetzt. Wer noch Windows 2000 oder Windows Me, 98 SE, 98, 95a+b+c, etc. im Einsatz hat, benötigt eine Windows 7 Vollversion als Lizenz.

    Ich habe der Übersichtlichkeit halber die Möglichkeiten einmal in einer Matrix zusammengestellt, so dass jeder seine Spalte finden kann:

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    Custom Install

    Die Installation erfolgt als neues Betriebssystem ohne Übernahme früherer Daten oder Programme. Man benötigt auf jeden Fall alle Treiber für die verwendete Hardware, falls Windows 7 diese nicht out-of-the-box unterstützt und sich über Windows Update auch nicht Treiber für alle Geräte finden lassen. Der Windows 7 Upgrade Advisor hilft hier vor der Installation weiter.

    Während Daten mit Windows Easy Transfer migriert werden können, sind alle vorher installierten Programme neu aufzuspielen. Auf diese Weise bekommt man ein sauberes System ohne frühere Altlasten.

    Die vorherige Installation wird, solange man die Festplatte während des Windows 7 Setups nicht komplett repartitioniert oder formatiert, in den Ordner Windows.old geschoben. Daraus kann man auch später noch Daten herauskopieren, die man vielleicht bei der Migration übersehen hatte. Endgültig löschen lassen sich diese Ordner am einfachsten mit dem mitgelieferten Programm Datenträgerbereinigung.

    In-Place Upgrade

    Der Start des Windows 7 Setups muss aus einer laufenden Windows Vista SP1 oder höher) Installation erfolgen. Während des Upgrades werden alle installierten Programme und vorhandenen Daten 1:1 übernommen. Auch hier hilft der Windows 7 Upgrade Advisor vor der eigentlichen Installation bei der Erkennung möglicher inkompatibler Soft- oder Hardware weiter.

    Zusammenfassung 

    Man kann die kompliziert anmutende Matrix in vier Punkten zusammenfassen:

    1. Ein In-Place Upgrade auf eine Windows 7 Version geht nur von Windows Vista SP1 oder SP2.
    2. Ein In-Place Upgrade auf eine Windows 7 Version geht nur auf der gleichen Betriebssystemarchitektur.
    3. Ein In-Place Upgrade mit einem Sprachwechsel (z.B. von Windows Vista Business Englisch auf Windows 7 Professional Deutsch) ist nicht supported.
    4. Ein In-Place Upgrade geht nur auf eine gleichwertige oder höhere Windows 7 Version.
  • Windows 7 Upgrade für Studenten

    Viele Studenten haben heute schon Windows 7 im Einstaz, wenn sie an einer technischen Fakultät eingeschrieben sind, die am MSDN AA-Programm teilnimmt. Für alle anderen Studenten in Deutschland gibt es jetzt eine gute Nachricht: Sie können Windows 7 als Upgrade-Version zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 35 Euro erwerben. Zur Auswahl stehen die 32- oder 64-Bit-Variante von Windows 7 Home Premium oder Windows 7 Professional. Man muß sich für eine Version entscheiden und kann diese dann online herunterladen. Das Angebot ist bis 28. Februar 2010 befristet.

    Studenten, die bei einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder Universität in Deutschland eingeschrieben sind, erhalten dieses Angebot voraussichtlich ab morgen unter www.windows7fuerstudenten.de. Dort akkreditieren sie sich durch einfache und schnelle Verifizierung ihrer Hochschul-E-Mail-Adresse. Der Kauf ist per Kreditkarte, ClickandBuy oder Banküberweisung möglich.

    Die Studenten benötigen auch einen PC, auf dem bereits eine Original-Lizenz von Windows XP oder Windows Vista installiert sowie die ausgewählte Windows 7-Version lauffähig ist. Um dies herauszufinden, empfehlen wir die Nutzung des Windows 7 Upgrade Advisor. Eine Bestellung als DVD ist zu einem Aufpreis von 13 Euro möglich.