• Inside Microsoft Premier Field Engineer PFE - Teil 2



    Heute würde ich gerne etwas über meine tägliche Arbeit erzählen. Als PFE in der Western Europe Organisation kann ich in ganz EMEA (Europa, mittlerer Osten und Afrika) eingesetzt werden. In der Tat habe ich auch schon einige Länder abgereist. Mit Blick auf die Weltkarte habe ich zwischen Schweden und Johannesburg auch schon das meiste besucht. Es hört sich nun leider viel spannender an als es ist.

    Im ersten Jahr bei PFE war ich praktisch jede Woche in einer anderen Stadt, in einem anderen Land. Ich war es mir gewohnt mich durch die Sicherheits- Checks an den Flughäfen zu zwängen. Man entwickelt da mit der Zeit eine rechte Abneigung gegen das Reisen, da es einfach Mühsam ist. Als Schweizer muss ich sagen, mit Zürich haben wir einen echt gut organisierten Flughafen und das Reisen über Zürich ist effizient und ohne Ärger. Da gibt es in Europa ganz andere Flughäfen wo es so richtig zur Qual wird. Dabei habe ich meine ganz persönliche Top 3 der schlimmsten Europäischen Flughäfen entwickelt…
    Mittlerweile bin ich viel in der Schweiz und im angrenzenden Ausland unterwegs und das Ganze ist in Sachen fliegen viel entspannter. Wobei man ja ehrlicherweise sagen muss dass man in Europa mit dem Flieger schneller ein anderes Land erreicht als wenn man von Zürich nach Bern oder Genf fahren muss.

    Doch ich erfülle diese Aufgabe nicht wegen dem Reisen, da gibt es wichtigere Gründe.

    Zum einen sind dies die Kunden. Es ist extrem spannend so viele unterschiedliche Kunden kennen zu lernen. In der Regel bin ich zwischen 1-5 Tagen vor Ort, je nach Aufgabe. Dadurch dass ich als technischer Spezialist für eine bestimmte Aufgabe vor Ort komme, kann man auch gleich loslegen und ist schon kurz nach Ankunft in den IT Eingeweiden des jeweiligen Kunden. Es ist dabei spannend zu verstehen wie der Kunde unsere Lösungen und Produkte anwendet, was er von diesen erwartet oder was er damit für Probleme hat.

    Der andere Grund wieso ich diese Aufgabe gerne mache, ist Microsoft als Mitarbeiter zu vertreten. Prinzipiell bin ich der festen Überzeugung dass es nicht reicht einfach nur einen Job zu machen. Man muss ihn gerne machen, man muss dahinter stehen was man macht und wie man es macht. Daher vertrete ich Microsoft auch mit Überzeugung. Ich kriege keinen Bonus wenn ich gut über meinen Arbeitgeber spreche- da klingelt keine Kasse am Abend. Ich glaube an die Werte die wir als Firma mit unseren Devices und Services an dem Markt bringen- ich glaube an unsere Story und bin auch gerne ein Vertreter dieser, mit allen Vor- und Nachteilen. Ich denke es geht um Integrität und Authentizität die man nur erreicht in dem man auch hinter dem steht was man macht.

    Man ist immer wieder bei Kunden in kritischen Diskussionen, da die Welt da draussen nicht immer der schönen blauen Microsoft Welt entspricht. Dies ist auch völlig normal, Kunden haben Anforderungen die vom Business her kommen und auch nicht immer das wiederspiegeln was wir als Microsoft machen würden. Da ist es unabdingbar dass man auch akzeptiert das wir nicht alleine sind und es ganz viele gute andere Sachen gibt- die für den Kunden vielleicht auch die bessere Lösung in seinem Umfeld sind.

    Klar versuche auch ich den Kunden von unseren Produkten und Services zu überzeugen- da wir natürlich auch die BESTEN sind ;-)

    Auch wenn es manchmal anstrengend ist, so erfüllt mich meine Aufgabe mit Stolz und viel Freude. Ich liebe es mit Kunden zu diskutieren, vor und Nachteile von etwas zu erörtern, Lösungen vor zu schlagen oder einfach zu zeigen dass wir sie als Hersteller nicht im Regen stehen lassen.

    Und so freue ich mich auch heute wieder auf die nächste Arbeitswoche…

  • 2012 Server Serie Storage Spaces


    Jeder der sich etwas mit unseren Produkten auseinander setzt, sieht den Trend das viele Empfehlungen von teurer SAN Storage weg gehen- hin zu lokal verbundender, oder local attached Storage. Um was es hier geht möchte ich in dem Post gerne an einem Beispiel der Technologie demonstrieren.

    Gehen wir davon aus dass wir einen Windows Server 2012 RTM oder R2 haben der local attached Storage in der Physik hat. Wenn wir den Server Manager aufmachen und dann zu den File Services gehen, finden wir einen Menüpunkt der nennt sich Storage Pools:




    Unter Physical Disks sehe ich nun meine local attached Disks, also Festplatten die direkt an meinen Server gebunden sind:



    Direct attached bedeutet das eine Disk direkt mit Windows verbunden wird und dies über einen SAS/SATA Adapter. Daher darf kein Raid Adpater dazwischen sein- oder dieser muss einen sogenannten "Pass through" Modus unterstützen, also die Disks direkt durchreicht ohne eben Raid Funktionalität dazwischen zu schalten.

    Ich kann nun hingehen und meine Fesplatten in einen Pool zusammen fassen. Ich kann hier Spindeldisks und SSD's nach Wunsch auch mischen- sie müssen dann einfach über SAS daher kommen:








    Wie bei einem Raid Adpater kann ich nun auch Hotspare Disks, also Disks die beim Ausfall einer anderen deren Platz übernehmen, einstellen:










    Anschliessend kann ich auf dem frisch gebildeten Pool virtuelle Disks erstellen:






    Hätte ich nun SSD und Spindeln gemischt, könnte ich hier das Stoarage Tiering aktivieren. Windows Server würde dann je nach Last entscheiden ob er auf die "langsamen" oder "schnellen" Disks schreibt. Dieses Feature ist nur in R2 verfügbar!




    Nun kann ich den Raid Level definieren, dies von Raid 0 (Stripe Set) über Mirror zu Parity (Raid 5). Selbstverständlich kann ich auch verschiedene Disks mit verschiedenen Raid Leveln herstellen.



    Auch habe ich die Möglichkeit zwischen Thin und Fixed Provisioning zu entscheiden, also mache ich eine Disk die dynamisch wächst oder eine die gleich die Grösse hat die ich definiere:









    Anschliessend wird ein weiterer Wizard geöffnet der die Disk formatiert und benennt. Ich habe nun eine Disk die diesem Server zur Verfügung steht und genutzt werden kann.

    Diese Technolgie soll nicht als Konkurrenz zu SAN Lösungen verstanden werden, es ist eine Erweiterung zu den bestehenden Storage Lösungen um schnell, günstig extrem performante Storage bereit zu stellen. Unterstützt werden daher auch nur die Anschlüsse: SAS / SATA / USB (USB wegen dem Windows 8 Client).

    Prinzipiell sollte alles was diese Bedingungen erfüllt, auch funktionieren. Es gibt jedoch auch getestete und supportete Konfigurationen, die findet man hier:

    http://www.windowsservercatalog.com/results.aspx?&chtext=&cstext=&csttext=&chbtext=&bCatID=1642&cpID=0&avc=10&ava=0&avq=0&OR=1&PGS=25&ready=0