Windows 7 Beta 1 auf Samsung P35
Nachdem ich in den ersten drei Installationsberichten aktuelle Hardware getestet habe, greife ich mal in die Kiste mit älterer Hardware. Dazu gehört bei mir zum Beispiel das Samsung P35 aus dem Jahr 2004 – ein Centrino-Notebook mit Mobility Radeon 9700 und SXGA+-Display. Mittlerweile ist das Gerät wohl schon so alt, dass man es nicht mehr als Produkt beim Hersteller Samsung auf dessen Website findet. Im Supportbereich verborgen lassen sich aber noch ältere Treiber für das Modell finden.
Mir liegt dieses Laptop immer noch sehr am Herzen, weil ich es während der Entwicklung von Windows Vista sehr viel benutzt hatte. Jeder Beta- und RC-Build sowie viele Daily-Builds wurden darauf installiert und getestet. Exchange Server 2007 lief auf der zweiten Festplatte im Mediabay direkt auf dieser Hardware und ich zeigte damit die Unified Messaging-Funktionen live auf den diversen Launchveranstaltungen. Das stabile Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung macht das Laptop sehr robust und wenig anfällig gegenüber den Strapazen durch meinen Beruf.
Weiterhin verfügt es noch über eine echte serielle Schnittstelle zum Ansteuern und Konfigurieren von Routern und Switches, was mir zum Beispiel bei der Konfiguration von Network Access Protection (NAP) mit 802.1x sehr hilft. Weiterhin kann ich darüber einen seriellen Smartcard-Reader (welcher durch die ebenfalls noch vorhandene PS2-Schnittstelle mit Strom versorgt wird), problemlos Smartcards in virtuellen Maschinen benutzen.
Technische Spezifikationen
- P35 XVM 1500
- 1,5-GHz-Pentium-M-Prozessor mit 1 MByte Level-2-Cache
- Mobility Radeon 9700 mit 64 MByte
- 512 MByte DDR333-SDRAM (2x 256 MByte, max. 2 GByte)
- 60-GByte-Festplatte
- Multiformat-DVD-Brenner (DVD-R/RW, DVD-RAM, CD-R/RW)
- 15-Zoll-TFT-Display mit 1.400x1.050 (SXGA+)
- 11MBit WLAN (IEEE 802.11b)
- Memory-Stick-/SD-Card-Leser
- PC-Card-Schacht (Typ I/II)
Die Hardware habe ich mit der Zeit ein wenig verändert. Mittlerweile sind 2 GB RAM (2x 1GB) und eine Pentium M-CPU mit 2 GHz verbaut. Ebenfalls ausgetauscht habe ich die drahtlose Netzwerkkarte und die Festplatte. Jetzt funkt eine 54MBit Intel-WLAN-Karte und die Daten liegen auf einer 80 GB HDD mit 7.200 Umdrehungen. Zusätzlich habe ich im Multibay einen Festplattenrahmen für eine zweite Festplatte eingebaut, auf dem Windows Vista und zukünftig Windows 7 automatisch Backups erzeugt und verwaltet.
Anschlüsse
- 2x USB 2.0
- 1x Firewire 400 (IEEE 1394)
- 1 x seriell
- 1 x parallel
- 1x PS/2
- 1x VGA-out
- 1x TV-out
- 1x Kopfhörer
- 1x Mikrofoneingang
- 1x Infrarot
- 1x Modem
- 1x 10/100-Mbps-Ethernet
Installation
Die Installation von Windows 7 ist sehr einfach. Ich habe für den Test auf die Internetverbindung verzichtet, so dass man wirklich die Out of the box (OOBE) Experience bekommt. Das BIOS unterstützt leider nicht das Booten von USB, so dass ich nicht von einem USB-Stick oder einer externen USB-Festplatte aus installieren konnte. Im Vergleich zur Installation von DVD sind diese beiden Methoden deutlich schneller (Beschreibung in Windows 7-Installation vom USB-Stick).
Mit dem Booten von der Installations-DVD geht es aber auch und nach der Sprachauswahl kann man sich entscheiden, ob man ein Upgrade, oder eine Neuinstallation durchführen möchte. Bei der Neuinstallation werden die bisherige Windows-Version und die eigenen Daten aus Dokumente und Einstellungen in Ordner mit der Endung .old verschoben, so dass sie erhalten bleibe. Mann kann diese Daten, wenn man sie nicht mehr benötigt, nachträglich mit der Datenträgerbereinigung (cleanmgr.exe) komfortabel entfernen.

Während des Setups kann man übrigens mit SHIFT+F10 ein cmd-Fenster öffnen, was einem auch komplexere Arbeiten wie die Verkleinerung von bestehenden Partitionen auf der Festplattte mit Hilfe von diskpart.exe erlaubt.
Da die Installation auch die drahtlose Netzwerkkarte automatisch erkennt, bietet das Windows 7 Setup eine Liste aller gefundenen, drahtlosen Netzwerke an und man kann die WLAN-Konfiguration gleich vornehmen. Nach der Installation ist die Mehrzahl der Geräte dann erkannt und einsatzbereit. Im Gerätemanager findet man aber noch einige Geräte, für die Treiber fehlen. Der Windows Experience Index ist auch noch nicht berauschend und dank dem Einsatz des generischen Grafikkartentreibers geht auch noch kein Aero Glass.

Da zumindest der drahtgebundene Netzwerkadapter erkannt und erfolgreich eingerichtet wurde, kann ich Kontakt zu Windows Update aufnehmen und prüfen lassen, ob es aktuellere Treiber online gibt. Dort werden mir Treiber für die Netzwerkkarten, für die Grafikkarte, Sound, Infrarot, etc. angeboten.


Damit ist dann die gesamte Hardware des Samsung P35 von Windows 7 Beta 1 erkannt und betriebsbereit.
Der Windows Experience Index liefert für den Rechner dann eine 2,0, wobei ich vermute, dass der Test für die Festplatte noch einen Bug hat.

Mir fiel bei einigen Modellen auf, dass die Festplatte nur mit 2,0 bewertet wurde, obwohl das Modell 7.200 Umdrehungen schnell ist und unter Windows Vista wesentlich besser bewertet wird. Aber das ist nur ein kosmetischer Fehler. Es stört nicht die Arbeit mit dem System, welches sich sehr reaktionsschnell und performant anfühlt.
Daniel Melanchthon arbeitet als Senior Security Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group bei der Microsoft Deutschland GmbH. Sein Aufgabenbereich umfasst neben den Spezialgebieten Security und Unified Communications die Windows Server- und Client-Plattform. Vor seinem Einstieg bei Microsoft im Februar 2005 arbeitete er mehr als zehn Jahre als Systemadministrator, Berater und IT-Projektleiter schwerpunktmäßig mit dem Windows Server System und Umgebungen im Unix-Umfeld.