Windows 7

Published 20 October 08 09:23 AM | dmelanchthon 

Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework

"8 mal werden wir noch wach," ... dann werden die ersten Versionen von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 öffentlich verfügbar sein. Die werden nämlich auf der Professional Developers Conference vorgestellt, die vom 27. - 30.10 2008 in Los Angeles stattfindet. Das ist schon seit einer ganzen Weile kein Geheimnis mehr, und so werde ich zunehmend häufiger gefragt, ob denn Windows 7 nun wirklich so ganz anders ist als Windows Vista.

Details kann ich natürlich noch keine nennen (dazu müßte ich Windows 7 ja erst mal selbst ausführlich testen können). Aber die wesentlichen Punkte sind ja ohnehin schon lange bekannt: Windows 7 wird auf dem Kernel aufbauen, den Vista und Windows Server 2008 gemeinsam haben. Ist das gut oder schlecht? Um das zu beantworten, müssen wir uns vor Augen führen, welche Vorteile bzw. Nachteile Vista hat. Und ich meine: wirklich hat. Einmal tief ausatmen, bitte, und möglichst objektiv darüber nachdenken, wann Sie das letzte Mal einen Bluescreen bei Vista gesehen haben. Oder einen Vista-Rechner mit Virus oder Trojaner. Oder jemanden getroffen haben, der fand, Vista sieht einfach doof aus.

Tatsache ist: Vista hat viele Stärken und insbesondere eine Schwäche. Die Stärken sind z.B.: Sicherheit, Stabilität, Administration, Design (spätestens seit Erscheinen des iPhone streitet ja niemand mehr ab, daß Software auch gut aussehen darf). Die Schwäche ist: Performanz. Präziser formuliert: Vista benötigt eine schnelle Festplatte, um performant zu sein. CPU und RAM sind meist nicht das Problem. Aber einige der Sicherheits-Funktionen in Vista, und auch einige andere Dinge wie die Indizierung von Dokumenten, arbeiten sehr intensiv auf der Festplatte. Das kann zu recht langen Boot-Zeiten führen, oder zu einem insgesamt trägen Systemverhalten.

Wenn man also die guten Eigenschaften von Vista beibehält und das eine große Problem (Performanz) löst, dann wäre das doch eine gute Sache, oder? Genau das ist der Plan. Macht auch Sinn: würden wir jetzt schon wieder einen komplett neuen Kernel programmieren, dann müßten Sie wieder neue Treiber für sämtliche Hardware suchen gehen. Oder neue Hardware kaufen.

Ob der Plan funktioniert oder nicht, werden wir in wenigen Tagen sehen. Und auch, was sonst noch so an neuen Funktionen enthalten sein wird. Ich freue mich schon darauf, mit Ihnen intensiv über die neuen Betriebssysteme zu diskutieren!

Ralf M. Schnell

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About dmelanchthon

Daniel Melanchthon arbeitet als Senior Security Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group bei der Microsoft Deutschland GmbH. Sein Aufgabenbereich umfasst neben den Spezialgebieten Security und Unified Communications die Windows Server- und Client-Plattform. Vor seinem Einstieg bei Microsoft im Februar 2005 arbeitete er mehr als zehn Jahre als Systemadministrator, Berater und IT-Projektleiter schwerpunktmäßig mit dem Windows Server System und Umgebungen im Unix-Umfeld.

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