Sind Sie es nicht manchmal leid, E-Mail-Anhänge an sich selbst zu schicken? Oder sich zu überlegen, wo die letzte Version des Dokuments nun wirklich liegt? Oder dem Moment entgegen zu zittern, an dem Sie - endlich wieder auf festem Büroboden - Ihren übervollen und ungesicherten mobilen Datenspeicher leeren können? Oder die Schnappschüsse vom Wochenende Ihren Freunden nicht direkt Online zur Verfügung stellen zu können?

Bei Daniel Melanchthon lese ich, dass es mit Live Mesh einen neuen Online Dienst von  Microsoft gibt, der nun als Tech Preview einem begrenzten Benutzerkreis zugänglich gemacht wird.

Was die Anwendung bringt? Damit kann man Computer und mobile Geräte über das Internet synchronisieren UND fernsteuern. Also nicht nur klassischer Datenabgleich, sondern auch Remote-Verwaltung über einen virtuellen Desktop inkl. Cloud-Storage. Sie meinen, letzteres verlangt nach einer Begriffsklärung? Kein Problem. Cloud-Storage meint nichts anderes, als dass das Netz wieder mal zeigt, dass es eigentlich ein Computer ist, und einen Online-Speicherdienst anbietet, der ganz nebenbei die Datensicherung übernimmt.

Zur Zeit stehen 5 GByte kostenlos zur Verfügung, auf die man über den virtuellen Desktop von jedem Internetzugang zugreifen kann.

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Neugierig geworden? Dann probieren Sie es aus. Einziger "Catch" an der Sache ist, dass man die regionalen Einstellungen des Rechners auf Englisch setzen muss. (Achtung: Dabei handelt es sich nicht um die Spracheinstellung des Betriebssystems, sondern um die Einstellung "Sprache für Unicode-inkompatible Programme", wie Daniel Melanchthon kommentiert.)

Übrigens: "Mesh" heißt übersetzt "feinmaschiges Netz", das viele Knotenpunkte miteinander verwebt. Deshalb der Begriff Cloud-Computing: Das Internet wird damit zum Bindeglied und Datenspeicher zwischen den Geräten, die online zu einer Art Datenwolke verschmelzen.

posted by Wolfgang Tonninger