Tuesday, January 29, 2008 11:34 AM
Ready Blog Austria
Innovation Killers und andere Dinge, vor denen man sich in acht nehmen sollte
Michel Foucault, der große französische Soziologe, sagte einmal, dass in unserer Gesellschaft der Sex überall ist nur nicht im Sex. Mir scheint, man könnte ähnliches über die Innovation behaupten. Denn kaum ein Wort wird so oft gebraucht und gleichermaßen gefürchtet, wie dieses. An jeder Ecke lauern die Innovationskiller, die uns auslachen, wenn wir neue Ideen haben, uns den Mut nehmen oder einfach nicht zuhören wollen.
Vielleicht, weil das Neue immer das Unerhörte ist, das Andere. Vielleicht, weil Innovation und Assimilation zusammengehören - es also letztlich eine Kulturfrage ist, ob man über das Neue lacht und das Andere, das vor der Tür steht, ablehnt.
Vielleicht ist es aber auch so, dass sich viele ganz einfach vor dem Nachspiel fürchten. Denn mit dem Geistesblitz ist es im Normalfall nicht getan: Innovation is not about alchemy. In fact, innovation is not about invention. An idea may well start with an invention, but the bulk of the work and creativity is in that idea's augmentation and refinement.
Was uns Bill Buxton in seinem Artikel The Long Nose of Innovation erzählt, ist eigentlich nichts anderes als eine Variante der Geschichte über
die
Transpirationsarbeit, die einer Innovation folgen muss - Sie kennen das Verhältnis? 10% Inspiration, 90% Transpiration -, wenn sie erfolgreich sein will. Wer versteht, wie die Gartner Hype Cycles funktionieren, weiß wovon die Rede ist und wie langwierig der Reifeprozess einer Technologie
manchmal sein kann.
Ein Danke an Harry Leitenmüller, der die Fährte legte.
posted by Wolfgang Tonninger