Monday, August 29, 2005 1:51 PM
by
mkorp
Virtual Server (VSMT) - Migration von Windows Server 2003 SP1
Eine mehrfach gestellte Frage möchte ich dann doch endlich mal beantworten: Wie migriere ich physische Server, die mit dem SP1 des Windows Server 2003 installiert sind?
Eigentlich ist es ganz einfach, wenn man die Online Dokumentation liest, aber leider auch nicht ganz vollständig...
Nach Analyse der existierenden Verzeichnisstruktur, findet man im Verzeichnis "%ProgramFiles%\Microsoft VSMT\Patches\Source" Unterverzeichnisse für die jeweiligen "Hauptversionen" der verschiedenen Betriebsysteme. Dort, wo schon ein Service Pack für das jeweilige Betriebsystem existiert, gibt es entsprechende Unterverzeichnisse für die unterstützten Versionen. Bei Windows 2000 sind dies SP3 und SP4, bei Windows NT 4.0 ist es nur SP6. Zur Zeit der Freigabe des VSMT gab es nur die "SP0" oder RTM Version von Windows Server 2003. Daher gibt es dort kein entsprechendes Unterverzeichnis, sondern alle benötigten Dateien liegen direkt im Verzeichnis der "Hauptversion" (5.2.3790). Um SP1 zu unterstützen, muss jetzt nur das Verzeichnis SP1 angelegt werden und die gleichen Dateien dort verfügbar gemacht werden, wie im Hauptverzeichnis. Die XML Dateien etc., werden einfach kopiert. Alle anderen Dateien besorgt man sich von der SP1 CD. Die Dateien müssen gegebenenfalls "expandiert" werden, wenn sie auf einen Unterstrich enden ("expand -r quelle\datei.xx_ ziel"). Aktuell, d.h. in meiner Installation, gibt es zwei Dateien nicht in einer aktualisierten Version (aic78xx.sys und pciide.sys). Hier nimmt man also die aktuelle (SP0) Version.
Dies ist Teil 1 des Prozesses. Hierzu gibt es noch ein paar Anmerkungen zu "unschönen" Eigenschaften des Prozesses: Alle Dateien in dem Verzeichnis "Source" liegen in englisch vor. Wenn man damit einen deutschen Server migriert, werden auf jeden Fall englische Dateien in das Image gepatcht. Jetzt habe ich gerade kein deutsches System da, um zu prüfen, inwieweit die einzelnen Dateien möglicherweise sprachunabhängig sind und nur in den Dateieigenschaften als "englisch" geflaggt sind - dies werde ich bei Gelegenheit mal nachholen. Im Zweifelsfall sollte man in den jeweiligen Verzeichnissen die entsprechenden Dateien der deutschen Installationen hinterlegen.
Teil 2 des Prozesses ist jetzt wieder ziemlich einfach und geradlienig. Wie in der Online Dokumentation beschrieben, verwendet man das Tool VMPatch.exe ("vmpatch -?" zwecks Hilfe, "vmpatch /source:<Pfad zu den Dateien>" zum Bereitstellen der Dateien). Als Quelle dienen hier die Produkt CD, die Service Pack CD (oder der jeweilige Pfad zu einem Repository), aber auch ausgepackte Hotfix Verzeichnisse.
Die Dateien werden dann unter "%ProgramFiles%\Microsoft VSMT\Patches\Cached" abgelegt. Zumindest diese Verzeichnisstruktur impliziert die Berücksichtigung von unterschiedlichen Sprachen ("1033" für englisch auf meinem Test Rechner).
Alles klar soweit? Feedback und Rückmeldungen würden mich schon interessieren - getestet (live) habe ich das nämlich bisher noch nicht... :-)