Microsoft Produktveröffentlichungen - wie bleibt man auf dem Laufenden?
04 September 08 09:37 AM

Aufgrund der Vielfalt des Microsoft Produktportfolios werden eigentlich ständig neue Produkte bei Microsoft veröffentlicht. Hier den Überblick zu behalten ist nicht einfach. Zumal die Auswirkungen auf die IT Architekturen (nicht nur für die Infrastruktur) ja doch recht groß sein können, wie im vorherigen Beitrag beschrieben.

Um immer zu wissen was passiert, kann man nun regelmäßig die Presseveröffentlichungen von Microsoft lesen oder aber zusätzlich die Publikation "Directions on Microsoft" lesen. Hier wird aus gut unterichteter Quelle viermal im Jahr die Roadmap von Microsoft beschrieben. Eine elektronische Ausgabe der Directions können Sie über unser IT Manager Portal erhalten. In diesem Portal finden Sie auch weitere interessante Themen, welche nicht nur für IT Manager interessant sind. Denn Sie selber wissen am besten, wie fließend die Grenze zwischen einem IT Infrastrukturarchitekten und einem IT Manager ist, oder?

Neben der Roadmap bieten die Directions in Microsoft auch weitere Spezialausgaben. Unter http://www.directionsonmicrosoft.com/ finden Sie diese aufgelistet. Während im Juli vor allem der neue SQL Server 2008, Windows Mobile 7 und Microsofts Virtualisierungsangebote mit Hyper-V und SC VMM 2008 betrachtet wurden, finden sich in der Augustausgabe Themen wie Windows Embedded, Microsoft Business Applications und weiteres.

Viel Spaß beim Lesen!

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System Center Configuration Manager 2007 R2 released - Auswirkungen auf die IT Infrastrukturachitektur
03 September 08 07:15 PM

Wenn Microsoft ein Produkt veröffentlicht, ist der IT Infrastrukturarchitekt immer betroffen. Und sei es nur durch die Unterstützung des Produkte- Rollouts. In diesem Fall ist jedoch mit wesentlich mehr Einfluss auf die Architektur zu rechnen als vielleicht vermutet. Die Pressemitteilung lässt bereits einige Punkte erkennen. Schauen wir uns diese Punkte ein wenig im Detail an:

Application Virtualization. (For more information, see About Virtual Application Packages)

Anwendungen müssen mit SC ConfigMgr R2 nicht mehr zwingend installiert werden, sondern können mittels Virtualisierungstechnologie als Anwendungscontainer auf einem Rechner ausgeführt werden, ohne diesen Rechner groß zu verändern (lediglich das "Containerfile" muss abgelegt werden. Diese Conatiner können dabei auch über das Netz gestreamt werden. Das bedeutet, dass neue Anwendungen u.U. zu einer gewissen Netzlast führen können und man genau überlegen muss, ob das Streaming bereits vorab nachts ausgeführt werden soll oder erst bei Bedarf, wenn der Anwender die Applikation nutzen möchte. Auch muss genau geplant werden, wie mobile Anwender unterstützt werden sollen, damit die Applikation bereit ist, auch wenn der erste Zugriff vielleicht erst von zu Hause oder unterwegs erfolgt.

Forefront Client Security Integration. (For more information, see About Forefront Client Security Integration with Configuration Manager 2007 R2)

Dank diesem Feature kann die IT nun von zentraler Stelle auf einen noch größeren Datensatz zugreifen: neben detaillierter Hardware- und Softwareauskunft können nun auch die Sicherheitseinstellungen aller Rechner einfach in die Berichte integriert werden.

SQL Reporting Services Reporting (see SQL Reporting Services Reporting)

Während bisher nur HTML erichte zur Verfügung standen, können nun die SQL Reporting Services genutzt werden. Bessere Anpassung an das Corporate Identity und mehr Flexibilität stehen gegebenenfalls einer neuen Serverarchitektur (SQL RS) gegenüber. Dank SQL RS können jedoch noch leichter weitere Datenquellen integriert werden, sofern die Infrastrukturarchitektur keine Firewalls oder andere Sicherheitsbarrieren eingebaut hat.

Client Status Reporting. (See Client Status Reporting).

Diese Funktion lässt auf einen Blick erkennen, ob und welche Clients momentan Probleme aufweisen. Häufen sich gewisse Clienttypen, sollte man diese Modelle generell überprüfen und gegebenenfalls andere Hardware einsetzen oder die Benutezrschulungen überdenken.

Operating System Deployment Enhancements. (See Operating System Deployment and About Multicast for Operating System Deployment.for one specific subtopic in OS deployment)

Einer der ganz großen Funktionsschwerpunkte in SC ConfigMgr R2 ist die neue OS Verteilung. Hier kann nun endlich auch Multicast Technologie eingesetzt werden, wenn, ja wenn auch das Netzwerk Multicast fähig ist. Als Infrastrukturarchitekt der Zeitpunkt, hier sein Netzwerk erneut anzuschauen und gegebenenfalls Komponenten auszutauschen oder zu aktualisieren.

Aber es gibt noch mehr Auswirkungen. So kann SC ConfigMgr seit RTM schon Internetclients unterstützen, d.h. Systems Management Aufgaben über das Internet (ohne VPN Verbindungen etc) ausüben. Hierfür ist zwingend nötig, dass die Clients sich sicher am Server anmelden können, was mittels einer PKI Infrastruktur erfolgt. Diese Funktionalität ist zwar bereits im Windows Server enthalten und alle Windows Clients können diese automatisch problemlos nutzen, jedoch bleibt eine gewisse Planung nicht erspart: die Aufgabe des IT Infrastrukturarchitekten. Unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb680388.aspx finden sich entsprechende Unterlagen.

Als letztes sei noch die Integrationsmöglichkeit in Network Access Protection (NAP) erwähnt. NAP war bereist seit langem angekündigt. Wie Microsoft selber diese Integration angegangen ist, haben die Kollegen von Microsoft IT in einer guten, kompakten Übersicht beschrieben. Unter Using System Center Configuration Manager 2007 to Extend Network Health finden Sie diese Informationen.

Sie sehen also, was eine "kleine" Pressemitteilung alles an Arbeit für einen IT Infrastrukturarchitekten bedeuten kann.

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Virtualisierung - nicht für jeden strategisch
18 August 08 05:31 PM

Heutzutage kommt kein IT Infrastrukturarchitekt um Virtualisierung herum. Viele Vorteile lassen sich leicht für den IT Experten erkennen, z.B. die Konsolidierungsmöglichkeit von kaum ausgelasteten Servern. Oft bleibt jedoch die Frage, wie man auch die Geschäftsabteilungen dazu bringen kann, dieser Idee positiv gegenüber zu stehen. Dieses Problem hatte auch Microsofts eigene IT. Auch hier sah man großen Mehrwert in der Virtualisierung, jedoch sprangen nicht alle Abteilungen auf diese Idee auf. Erst durch sanften (finanziellen) Druck konnten einige Abteilungen überzeugt werden. Vielleicht finden Sie in der sehr guten Beschreibung, wie Microsoft IT hier vorgegangen ist, einige hilfreiche Punkte für Ihre eigene Begründungen. Den TechNet Artikel hierzu finden Sie unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc713312.aspx

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Interoperabilität - das A und O für jeden Architekten
12 August 08 09:44 AM

Interoperabilität ist mit das wichtigste für jeden Architekten. Nur so kann man sicherstellen, dass unterschiedliche Komponenten von verschiedenen Herstellern (problemlos) zusammenarbeiten. Für den IT Infrastrukturarchitekten geht es dabei jedoch eher um andere Bereiche als für die Anwendungsarchitekten. Während letztere sich vielleicht Gedanken darum machen, wie Java und .NET Applikationen zusammenarbeiten, geht es beim Infrastrukturarchitekten maximal noch darum, ob man Java und .NET zusammen auf der gleichen Maschine betreiben kann. Eher geht es jedoch um klassische Infrastrukturthemen.

So ist es wichtig zu wissen, ob unterschiedliche Server "interoperabel" sind: Während man vor einiger Zeit davon ausgehen konnte, dass man Server von unterschiedlichen Herstellern noch in ein gemeinsames Rack bekommen konnte, ist die bei Blades nicht mehr der Fall; hier werden maximal noch Blade-Frames mehrerer Hersteller in ein Rack geschraubt, wenn überhaupt. Mehr Interoperabilität gibt es bei den Netzwerkkarten, die Zeiten von Token Ring sind schon lange "vorbei", Ethernet hat sich durchgesetzt und man muss nur noch darüber nachdenken, ob man 100 MBit, 1GBit, 10 GBit (jeweils Half oder Full Duplex) einsetzen möchte. Zumal alle Karten entweder auf dem Board oder per PCI(e) nachgerüstet werden können (halbe oder ganze Höhe, mit oder ohne Riser-Karte?)

Sie sehen, selbst bei so einfachen Themen ist Interoperabilität nicht einfach zu definieren. Und für jeden dürfte dieser Begriff etwas anderes bedeuten. Um den jeweiligen Ansprüchen bestmöglich gerecht zu werden, hat Microsoft das Thema sehr umfangreich auf einer eigenen Webseite aufgearbeitet. Unter www.microsoft.de/interop finden Sie diese Informationen und auch eine Menge weiterführender Links. So können Sie schnell und einfach eine Übersicht für Sicherheits- und Identitätsintegration oder auch für die Unterstützung von Altsystemen inklusive einer Liste der jeweiligen Standards und Protokolle.

Eines der wichtigsten Tools für den IT Infrastrukturarchitekten sind dabei die Unix-Services in Windows. Je nach verwendeter Windows Version gibt es leicht unterschiedliche Namen, sie alle meinen aber das gleiche. So wird seit Windows Server 2003 R2 das Unix-Subsystem mit Windows ausgeliefert und muss nicht mehr (kostenlos) von den Microsoft Downloadseiten heruntergeladen werden. Mit den Unix-Services können nun unterschiedliche Aufgaben gelöst werden:

  • Zugriff auf und / oder Bereitstellungen von Dateidiensten für Unix-Systemen via NFS. Dies erlaubt einen einheitlichen, plattformübergreifenden  Dateiserverdienst.
  • Identitätsmanagement bzw. Einbindung von Unix / Linux Systemen in das Active Directory via NIS, nachtürlich inkl. Passwortsynchronisation
  • Native Applikationsausführung von Unix-Applikation (32 oder 64bit) mit minimalen Anpassungen, oft weniger als bei der Migration von Unix auf verschiedene Linuxderivate.

Die oft verschrieene Abhängigkeit, die sich Windows Anwender ausliefern würde, lässt sich durch die klaren Bekenntnisse zur Interoperabilität von Microsoft seit Windows 2000 und folgend nicht belegen.Sei es bei Server, Desktop oder sogar im Office, wo wir nun auch ODF direkt unterstützen, überall hat sich Microsoft geöffnet und arbeitet weltweit in Standardisierungsgremien um Interoperabilität für unsere Kunden zu gewährleisten. Und wer offenen Code und offene Standards immer noch nicht auseinander halten kann, sei noch einmal daran erinnert, dass weltweit Regierungen und Hochschulen sowie Partnerfimen im Rahmen von unterschiedlichen Programmen Zugriffe auf unseren Source Code haben. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum rund 1 Milliarde Menschen Erfahrungen mit unseren Produkten haben?

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Microsoft Rechenzentren, ein kleiner Überblick
11 August 08 04:09 PM

Microsoft Rechenzentren werden schon lange nicht mehr nur für uns Mitarbeiter genutzt, sonder vor allem für den Betrieb unserer Onlinedienste wie die Live-Seiten, Search oder eben Live Maps, wie es z.B. www.eyeonearth.eu nutzt. Im Sommer hatte ich die Gelegenheit, eines dieser Rechenzentren in Quincy, WA, USA zu besuchen.

imageAllein das Gebäude von Quincy ist bereits beeindruckend. Man geht rund 1,3 Meilen um das Gebäude, insgesamt befinden sich über 80,000 Server dort bereits im Betrieb und die Bestückung läuft noch. In diesem Rechenzentrum werden die unterschiedlichsten Dienste von Microsoft gehostet. "Chef" unserer Rechenzentren ist Mike Manos. Er stellt sicher, dass diese Rechenzentren so umweltfreundlich wie nur möglich betrieben werden, aber auch so kosteneffektiv wie es nur geht. Das heißt, dass der Betrieb so weit wie möglich automatisiert wurde und das ganze Rechenzentrum nur mit einer kleinen Mannschaft betrieben werden kann.  In der Regel kommt ein ganzer LKW mit vorbestückten Racks, welchen dann direkt in die Serverhallen gerollt und dort nur noch mit Netz und Strom versorgt werden. Durch standardisierte Hardware und Software und einem vollautomatischen Aufsetzen der Rechner entfallen alle weiteren manuellen Handgriffe. Ein nettes Interview mit Mike Manos finden Sie übrigens auf folgender Webseite: http://www.on10.net/blogs/tina/Microsoft-Data-Centers-getting-bigger-and-better/ , ein gutes Video zu unseren Rechenzentren finden Sie hier.

Microsoft ist sich aber auch seiner Rolle als einer der größten Rechenzentrumsbetreiber weltweit bewusst und hat sich dazu verpflichtet, dies so umweltschonend wie nur möglich zu tun. Quincy wird z.B. ausschließlich mit Wasserkraft betrieben; die Notfallgeneratoren sind mit Biodiesel gefüllt. Für unsere Gebäude beachten wir daher die jeweiligen Vorgaben zum umweltgerechten Bauen wie LEED in den USA. Mehr dazu können Sie auf unseren Umweltseiten lesen unter http://www.microsoft.com/environment/our_commitment/articles/building_practices.aspx

Wenn Sie selber Ihre Rechenzentren optimieren möchten, so bietet Ihnen unsere Webseite eine Menge weiterführender Informationen.

Obwohl erst 1 Jahr alt und noch nicht voll bestückt, ist Quincy bereits nicht mehr die neueste Art von Rechenzentren für Microsoft. Nach Dublin (welches durch seine Lage fast das ganze Jahr ohne zusätzliche Kühlung auskommen kann) hat der "Chicago"-Typ erst vor einigen Monaten große Wellen in der Rechenzentrumsbranche hervorgerufen. In Chicago setzt Microsoft komplett auf Container-Bauweise. In der Vergangenheit oft angedacht und teilweise experimentell umgesetzt ist Microsoft der erste Betreiber, der diese Technologie im großen Stil einzusetzen gedenkt. Statt Racks mit Servern werden hier ganze Container geliefert, in denen zwischen 1-2000 Server eingebaut sind. Der Container wird nur noch an 3 Kabel angeschlossen für Netzwerk, Strom und Kühlung und arbeitet ansonsten autark. Das Prinzip klingt für viele zu abstrakt, nach dem Besuch in Quincy muss ich jedoch gestehen, dass dies einfach nur der nächste logische Schritt in einer lange Kette von kontinuierlichen Optimierungen ist. Mike Manos musste sich einigen Spot dazu anhören, welchen er jedoch stets zu kontern wusste. Chicago wird daher Maßstäbe setzen, keine Frage (hoffentlich auch im positiven Sinne). Aber erst der Praxisbetrieb wird am Ende aufzeigen, ob dies ein gangbarer Weg ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

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Green IT: Eye on Earth als Technologielösung
08 August 08 11:30 AM

Eye on Earth“ ist eine Zweiwege-Kommunikationsplattform zu Umweltthemen, in der wissenschaftliche Informationen mit Rückmeldungen und Beobachtungen von Millionen von Menschen aus der Öffentlichkeit zusammengeführt werden. Diese Plattform ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Microsoft und der Europäischen Umweltagentur (EUA). Derzeit enthält die Plattform Informationen zur Wasserqualität von mehr als 21 000 Badestellen in ganz Europa. Für diese Badestellen werden Informationen aus den Vorjahren zur Verfügung gestellt, und in einigen Fällen liegen auch schon Daten für 2008 vor. Die Lösung ist äußerst einfach zu bedienen und bei den jetzigen schwül-warmen Temperaturen ideal für das Wochenende geeignet (aber immer darauf achten: nicht bei Gewitter ins Wasser!). Sie können die Lösung nutzen unter http://www.eyeonearth.eu/DE/Map/Pages/default.aspx

image

Microsoft Virtual Earth wird übrigens in den Microsoft Rechenzentren gehostet. Als Infrastrukturarchitekt sind diese Rechenzentren ein Paradies, da sie den neuesten Stand der Technik widerspiegeln. In einigen späteren Artikeln werde ich darauf eingehen. Aber jetzt geht es erst einmal ins Wasser. Einen guten Badesee in meiner Nähe habe ich schon gefunden.

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Green IT - ein wichtiges Thema für Infrastrukturarchitekten
07 August 08 05:52 PM

Green IT - hinter diesen zwei Wörtern verbirgt sich für jeden Leser etwas anderes. Trotzdem ist dieser Themenbereich äußerst wichtig für jeden IT Infrastrukturarchitekten. Denn neben vielen Punkten geht es hierbei auch um Kosteneinsparungen in einem Bereich, welcher einen immer höheren Anteil am Gesamtbudget jeder Organisation ausmacht. Die stetig steigenden Energiekosten sind hier der Kern allen "Übels". In Zukunft werde ich ab und an dieses - zumindest für mich - spannende Thema immer wieder einmal aufgreifen, als Einstieg verweise ich auf einige von mir bereits veröffentlichte Informationen. So habe ich auf einigen Veranstaltungen im Frühjahr 2008 zu diesem Thema geredet, so auch auf den Techdays in der Schweiz in Zürich:

"Haben Sie gewusst, dass in den USA kommerzielle Rechenzentren bereits mehr Strom verbrauchen als alle Farbfernsehgeräte zusammen? Oder dass die Stromkosten für einen Server (über 3 Jahre gemessen) oft mehr betragen als dessen Kaufpreis? In der letzten 10 Jahren sind Server und PCs immer leistungsfähiger geworden, nehmen aber auch immer mehr Leistung auf. Lernen Sie in diesem Übersichtsvortrag interessante Grundlagen über den generellen Energieverbrauch in der IT und Optimierungsmöglichkeiten für Ihre Windows basierten Systeme z.B. durch Gruppenrichtlinien und Energieoptionen, welche Sie im Anschluss selber direkt praktisch anwenden können. Ein kurzer Ausblick auf die „dynamische IT“ mittels Microsoft System Center rundet den Vortrag ab."

Die Slides hierzu können Sie sich hier herunterladen: Green IT (Präsentation)

Aber auch auf dem Windows Server2008 Launch in Deutschland in Frankfurt konnte ich zu diesem Thema reden; die Session war damals als beste Session des Servertracks gewertet worden. Die Videoaufzeichnung der Session finden Sie nach einer kostenlosen Anmeldung unter http://www.microsoft.com/germany/msdn/launch2008/library.aspx?id=T09_MI_1100

Wenn Sie dieses Thema interessiert, so sei Ihnen auch das Blog meiner Kollegen ans Herz gelegt. Unter http://blogs.msdn.com/see/ finden Sie sehr interessante Gedanken zum Thema "Software Enabled Earth" (daher auch das Kürzel SEE). So finden Sie hier Links zu Tools, um Ihnen das Leben als "Energiesparer" leichter zu machen, in dem Sie zentral alle Ihre Clienteinstellungen mittels System Center Configuration Manager überwachen können. Für kleinere Umgebungen empfiehlt sich das kostenlose Tool von Verdiem, welches Sie ebenfalls hier finden.

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Projekte selber durchführen oder extern durchführen lassen?
07 July 08 02:42 PM

Für die lange Pause auf meinem Blog möchte ich mich kurz entschuldigen; Sie werden gleich verstehen, warum: Im Juni war ich nämlich mit meinem Umzug von der Schweiz nach Berlin beschäftigt. Und wie bei einem IT Projekt stellte sich die Frage, ob man solche Projekte selber durchführen soll oder doch lieber an Externe vergeben soll.

Für jedes erfolgreiche Projekt benötigt man Know-How. Da meine Frau und ich erfolgreich unseren letzten Umzug alleine durchgeführt hatten, brachten wir hierzu die Grundkenntnisse mit. Jedoch ging es hier um einen speziellen Umzug von der Schweiz in EU-Hoheitsgebiet mit anderen Zollbedingungen etc. Diese Kenntnisse fehlten uns, so dass mindestens hier extern eingekauft oder eigenes Know-How aufgebaut werden müsste. Da wir dieses Wissen jedoch nur einmal bräuchten und in den nächsten 20 Monaten (hoffentlich nicht wieder) anwenden würden, wären dies einmalige Kosten ohne späteren Nutzen.

Fazit 1: Man muss langfristig abwägen, ob nötiges Projektwissen wirklich aufgebaut werden soll, wenn man es mittelfristig nicht wieder verwenden kann. Ansonsten ist das Wissen in der Regel überholt.

Für den Transport von der Zentralschweiz nach Berlin benötigt man entsprechende Transportmittel. Privat haben wir kein passendes Transportmittel; und da wir nicht ständig zwischen Berlin und der Schweiz mit je 3 Kartons im Kofferraum pendeln wollten, haben wir uns in diesem Punkt für externe Hilfe entschieden. Einige Leute stehen auf Seecontainer, andere verwenden normale Umzugswagen. Durch den Überschuss an Speditionsunternehmen werden jedoch auch 40t LKW's, die man sonst eher im Großkundenbereich vermutet, erstaunlicherweise auch für Privatpersonen attraktiv. So ein großer LKW kam auch bei uns zum Einsatz, auch wenn er noch nicht einmal zu einem Drittel gefüllt wurde.

Fazit 2: Bei der Wahl von externen Hilfsmitteln auch außerhalb von klassischen Grenzen denken; nur so kann man interessante Alternativen berücksichtigen.

Das eigentliche Packen hingegen wurde zweigeteilt: vieles packten meine Frau und ich selber, anderes hingegen ließen wir packen (aus versicherungstechnischen Gründen ist dies teilweise sogar nötig). Der Hauptgrund fürs "outsourcen" war jedoch recht einfach: in der Schweiz war es zu den Umzugstagen unglaublich heiß und schwül und gleichzeitig lief die Endrunde der EM; da wollte man lieber mit einem kühlen Getränk die Spiele sehen anstatt schwere Kisten vom 4. Stock in den LKW tragen. Gleiches galt für das Ausräumen: vom LKW in den 6. Stock ließen wir tragen, das Auspacken hingegen mach(t)en wir selber.

Fazit 3: Selbst wenn man eigene Ressourcen hat, um Projekte selber durchzuführen, kann es gute Gründe geben, externe Unterstützung einzulaufen um seine eigenen Leute für wichtigere Arbeit freizustellen.

In unserem Fall ist der Umzug erfolgreich beendet. Zwar traten trotz sorgfältiger Planung einige Schäden auf, aber diese halten sich im Rahmen der Erwartungen. Unschön hingegen ist, dass in Berlin die Bürgerämter unbefristet streiken und wir uns so nicht anmelden können. Und damit können viele weitere Sachen nicht durchgeführt werden. Meine Frau und ich aber haben für uns entschieden, dass dies ein Problem Berlins sei, nicht unser.

Fazit 4: Jedes noch so gut geplante Projekt wird Überraschungen aufweisen, die man flexibel handhaben muss. Es ist zwingend nötig, ein entsprechendes Steuerungsgremium mit den nötigen Entscheidungsrechten einzusetzen, um auf solche Änderungen reagieren zu können.

Übrigens: Microsoft bietet Ihnen mit seinen Partnern und dem Microsoft Consulting Service umfangreiche Hilfe und Unterstützung bei Ihren IT Projekten an, und das zu attraktiven Preisen. Informieren Sie sich unverbindlich.

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Kennen Sie \\ice:2008? Treffen Sie uns dort persönlich
06 June 08 11:52 AM

ice2008

"Schon zum fünften Mal wird die ice ihre Türen öffnen. Auch 2008 werden wieder Developer, IT-Professionals und Community Mitglieder international vertreten sein. Von Windows Server 2008 über ITIL bis hin zur Virtualisierung wird die Elite der IT-Welt referieren."

Ebenso werde auch ich dort präsentieren. Wenn Sie also die Gelegenheit wahrnehmen wollen, mit mir einmal persönlich zu diskutieren, so schauen Sie doch vorbei; ich würde mich freuen. Die ice:2008 ist übrigens eine kostenlose Veranstaltung (nur mit Anmeldung). Die Veranstalter, allen voran Nicki Wruck, würden sich jedoch über eine Spende für die Organisation "com for children" freuen. Spenden können Sie natürlich auch ganz unabhängig von Ihrer Teilnahme. Vielleicht schauen Sie sich doch deren Webseite an und informieren sich, wie Sie mit geringem Aufwand viel bewirken können.

Com For Children

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Neue Produkte selber beeinflussen - prinzipiell möglich
06 June 08 11:24 AM

Beruflich bedingt bin ich öfters im Flieger unterwegs, ein idealer Ort zum Lesen. In der Juniausgabe des Lufthansa Magazins stieß ich dabei auf einen interessanten Artikel über Herrn Nico Buchholz, Chef des Lufthansa Flottenmanagements. Unter anderem beschreibt Herr Buchholz, wie Airlines als Kunden die Entwicklung der Flugzeughersteller beeinflussen und mit vorantreiben, da sie mit ihrem umfangreichem Praxiswissen hervorragend die Theorie der Lieferanten ergänzen.

Auch als IT Infrastruktur-Architekt hat man über viele Jahre umfangreiches Wissen aufgebaut. Und dieses Wissen ist für auch für Microsoft sehr interessant. Daher bietet Microsoft für neue Produkte schon am Anfang der Entwicklung die Möglichkeit für interessierte Kunden, aktiv an der Gestaltung der Software mitzuarbeiten. Dies findet in der Regel in Form von besonderen Beta-Programmen statt: während es zum einen die "normalen" öffentlichen Beta-Programme gibt, bei denen jeder interessierte sich die Software kostenlos herunterladen und testen kann und meistens über ein eigenes Forum bzw. Newsgroup Kommentare und Feedback geben darf, gibt es zusätzlich auch noch die Möglichkeit, an betreuten Beta-Programmen teilzunehmen. Hier wird in einer kleineren Kundengruppe sehr eng mit Microsoft zusammengearbeitet. Jeder Teilnehmer verpflichtet sich dabei, eine gewisse Mindestanzahl an Installationen vorzunehmen, um auch genügend Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig ist das Geben von Feedback Pflicht. Denn nur so kommt Microsoft zu den benötigten Praxiswerten, um eine qualitativ hochwertige Software auszuliefern. Microsoft hingegen unterstützt diesen kleinen Kundenkreis durch direkte Ansprechpartner und Betreuer sowie durch häufigere Produktupgrades, je nach Feedback und Bedarf.  Man darf jedoch den eigenen Aufwand hierbei nicht unterschätzen; ein echtes betreutes Betaprogramm verlangt in der Regel eine dedizierte Person die sich darum kümmert.

Sollte dies zu aufwendig für Sie sein, bietet Microsoft auch noch einen Kompromiss zwischen öffentlicher und betreuter Beta: Die Microsoft IT Pro Momentum Programme. Hier gibt es exklusiven Zugriff auf Software & Informationsforen, als Gegenleistung erzählen Sie von Ihren Erfahrungen. Letztes Jahr haben wir einige Kunden erfolgreich im IT Pro Momentum betreuen können; von kleineren Schulumgebungen bis hin zur Großbank. Warum nicht dieses Jahr auch Sie? Interessiert? Dann sprechen Sie mich an oder kontaktieren Sie Ihren Microsoft Ansprechpartner. Es gibt immer einige Programme, die getestet werden können.

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Fazit: Der IT Infrastruktur-Architekt, das wandelnde IT Fachbuch und der große Stratege
24 May 08 09:14 AM

Hiermit möchte ich den generellen Einstieg in die Thematik: "Anforderungen an einen IT Infrastruktur-Architekten" beenden. Es sollte inzwischen erkennbar sein, dass die Anforderung bei der Zertifizierung mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung nicht aus der Luft gegriffen ist. Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, in diesem spannenden Bereich tätig zu werden. Zum einen muss jeder einmal klein anfangen. Zum anderen hat man in dieser Rolle die (oft einzigartige) Möglichkeit, das große Bild im Auge zu behalten und es aktiv zu beeinflussen. Und die Vielfalt der Verantwortung ist für viele IT Infrastruktur-Architekten auch der Reiz der Arbeit. Natürlich konnte ich längst nicht alle Bereiche auflisten. So wurden z.B. sämtliche Bereiche fortgelassen, die zwischen Infrastruktur und Anwendungsebene liegen:

  • Webserver
  • Datenbankserver
  • Orchestrierungen wie BizTalk Server
  • Einbindung von Web Services
  • Authentisieren (von unterschiedlichen Plattformen als auch Einbindung von externen Verzeichnisdiensten)
  • Einbindung von Windows und Office Online zur sicheren Dokumentenübergabe mit und an externe
  • ...

Auch wurden einige Bereiche kürzer beschrieben als anderen oder sogar komplett weggelassen. Aber keine Angst, wir werden noch viele Bereiche auf diesem Blog gezielt behandeln und deren Auswirkungen auf klassische Infrastrukturarchitekturen betrachten. So wird das erste Thema NAP sein, um beim Netzwerk zu bleiben. Was Network Access Protection für Auswirkungen nicht nur auf die Netzwerkarchitektur hat und wie man sich auf diese Neuerung vorbereiten sollte, stelle ich Ihnen beim nächsten Mal vor.

Wenn Sie übrigens selber Ideen für ein Thema haben, würde ich mich sehr über Feedback von Ihnen freuen. Nehmen Sie doch einfach mit mir Kontakt auf oder schreiben Sie einen Kommentar zum Blogeintrag. Gerne gehe ich auf Wünsche von Ihnen ein.

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Das Netzwerk, ein weiterer Bereich für den IT Infrastruktur-Architekten
23 May 08 05:41 PM

Bevor wir zum letzten großen Wissensbereich für den IT Infrastruktur-Architekten kommen, möchte ich noch kurz einen Nachschub zum Thema Storage bringen: Der Artikel http://www.enterprisestorageforum.com/management/news/article.php/3730116 stellt sehr schön die wichtigsten Neuerungen und Funktionen der aktuellen Microsoft Storage Lösungen dar, inklusive des Storage Managers, welcher das gesamte Management inkl. LUNs und TCP/IP Settings erlaubt. Und damit wären wir wieder beim Netzwerk.

Auch hier gilt, dass dieser Bereich natürlich weit über das reine Microsoft Softwareangebot hinausgeht: denn im Netzwerk gibt es mehr als DNS & DHCP. Für den IT Infrastruktur-Architekten sind alle Komponenten wichtig und müssen auch bei der Erstellung einer Lösung im Auge behalten werden. Nur durch wohl aufeinander abgestimmte Komponenten und Konfigurationen wird die Umgebung so sicher und sauber laufen wie erhofft. Was ist damit z.B. gemeint:

Der Zugriff von Clients auf (zentrale) Server erfolgt über das Netzwerk; nur ist dieses für die zu erwartenden Belastungen ausgelegt? "Stören" sich Backendserver gegenseitig, weil sie im "falschen" Netzwerksegment stehen? Kann die Namensauflösung wie geplant funktionieren, oder stehen die DNS / WINS Server falsch und replizieren nicht sauber? Sind vielleicht falsche Zonen eingetragen, so dass DMZ Server immer erst im Backendbereich nachfragen, wenn sie untereinander kommunizieren wollen? Auch wenn die eigentlichen technischen Details unter Umständen nicht mehr durch die Infrastruktur-Architekten umgesetzt werden, so muss er sie doch im Kopf haben, damit das große Bild stimmt.

Bereits angesprochen ist die Netzwerksegmentierung hier sicherlich der wichtigste aber auch umstrittenste Bereich. Wie viele Zonen man benötigt, wie sie getrennt und überwacht werden sollen und welche Geräte und Hersteller man hierfür einsetzt ist genauso einfach zu beantworten wie die Frage nach dem besten Familienwagen. In der Windows Server System Reference Architecture WSSRA und auf den TechNet Seiten allgemein finden sich dazu etliche Hinweise.

network

Schlussendlich werden aber auch im Netzwerkbereich ähnliche Kriterien wie bei anderer Hardware auch entscheidend sein: welche Konditionen bietet der Hersteller, passen die Geräte in meine Gesamtstrategie (vom Einkauf wie auch vom Betrieb), kennt man sich bereits mit einigen Geräten aus oder hat man schon solche Geräte im Einsatz.

Nicht vergessen darf man dabei die gewaltigen Fortschritte im Netzwerkbereich: waren vor nicht allzu langer Zeit noch 10MBit Standard, so hat man heute oft schon GBit am Arbeitsplatz (jeder Laptop wird mit so einer Karte heutzutage ausgeliefert) und 10 GBit am Server. Token ring findet man dagegen heute eigentlich nur noch im Museum, obwohl es seine berechtigten Einsatzszenarien gibt (aber VHS hat sich ja auch durchgesetzt...).

Nur wird der Fortschritt dabei vom gestiegenen Bedarf bereits aufgezehrt: Netzbackup, vermehrte Serveranwendungen, Streaming Media, Internetnutzung und vor allem auch Voice over IP führen dazu, dass verfügbare Netzbandbreite weiterhin knapp bleibt. Ein Infrastruktur-Architekt muss dies im Auge behalten, wenn er seine Architekturempfehlungen gibt. Mittels QoS lassen sich dabei bereits einige gute Ergebnisse erzielen, leistungsfähige Hardware und neue Funktionen im Windows wie die neuen "Mega-frames" zwischen Windows Vista und Windows Server 2008 Systemen unterstützen diese Bemühungen. Hier bleibt dem Architekten nichts anderes übrig, als sich regelmäßig auf dem Laufenden zu halten (was diese Blog nach den langen Einleitungsartikeln z.B. erreichen möchte).

Als letztes darf beim Thema Netzwerk der Bereich Netzwerksicherheit nicht unerwähnt bleiben. Hier sind sowohl die Möglichkeiten des sicheren Netzzugriffs als auch die reine Absicherung des Netzwerks gemeint, wobei die Unterscheidung sicherlich nicht einfach ist: Für den Zugriff aufs Netzwerk von außen können z.B. Firewalls wie der Microsoft ISA Server unterstützend helfen als auch Gateway Server. Bei Gateway Servern und Microsoft kann man sogar einige solcher Server identifizieren, die man teilweise wiederum durch den ISA Server schützen kann. So gibt es

  • Terminal Server Gateways im Windows Server 2008 für den sicheren Zugriff via https
  • Exchange Client Connection Server für sicheren Exchange Active Sync oder Outlook Web Access Zugriff
  • System Center Mobilde Device Manager Gateway Server für den sicheren Zugriff von mobilen Geräten auf das Firmennetzwerk
  • Intelligent Application Gateway Server als "SSL VPN Server on steroids"

Deren Einbindung in die Gesamtarchitektur muss wohl überlegt sein und hat entscheidende Auswirkungen auf Performance, Sicherheit und Verfügbarkeit für die Endbenutzer. Beispiele und Überlegungen findet man hierzu wiederum auf den Microsoft TechNet Seiten.

Zum Thema Netzwerksicherheit gehört aber auch die Sicherung von WLANs, welche heutzutage immer mehr eingesetzt werden. Für den Alltag im (Großraum-)büro bieten WLANs viele Vorteile, entfällt doch die starre Verkabelung der Arbeitsplätze. Jedoch sollte der Zugriff auf das WLAN nicht für jede Person möglich sein. Vorschläge und Vorgehensweisen zum sicheren Zugriff werden wiederum auf den Microsoft TechNet Seiten ausführlich behandelt. Ähnliches gilt aber für WLAN Hotspots, also die Möglichkeit für mobile Anwender, von solchen öffentlichen WLANs ins Firmennetzwerk zu gelangen, wobei wir wieder bei den Gateway Servern wären.

Als vorlertzter Punkt sei noch kurz vielleicht die wichtigste Neuheit im Netzwerkbereich erwähnt, IPv6 und die damit verbundenen Fragen: Lohnt sich der Umstieg, muss ich umsteigen und was bedeutet so ein Umstieg? Mit Windows Vista und Windows Server 2008 wird IPv6 nun direkt aktiv genutzt, ohne dass man es wie bei den bisherigen Windows Versionen nachträglich aktivieren muss. Für den Einsatz sollten natürlich auch alle anderen Komponenten IPv6 fähig sein; eventuell sogar die eigene Internetverbindung. Während es inzwischen einige Internetprovider im IPv6 Umfeld gibt, ist der eigentliche Nutzen im Internet heute noch sehr fragwürdig, da fast keine Dienste über IPv6 heutzutage angeboten werden. Im Intranet kann es unter Umständen jedoch schon sehr interessant sein. Informationen zum Thema findet sich wie schon erwartet unter den TechNet Seiten unter http://www.microsoft.com/technet/network/ipv6/ipv6faq.mspx Dies ist zwar nicht die Homepage zum Thema, aber die Fragen sollten einen schnelleren und gezielten Einstieg erlauben.

Fasst man den Bereich Netzwerk zusammen, so erkennt man schnell, dass die Anforderungen an den It Infrastruktur-Architekten enorm sind: Von Performance und Bandbreitenabschätzugen über Sicherheit und Segmentierung bis hin zu neuen Technologien und damit andersartigen Architekturen wie WLAN und IPv6 ist die Bandbreite hier noch einmal so groß wie bei allen anderen Bereichen. Und auch wenn ich nur kurz an der Oberfläche kratzen konnte, waren hoffentlich der eine oder andere Punkt für einige Leser Anregung genug, sich mehr mit diesem wichtigen Punkt auseinanderzusetzen.

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Wissensgrundlagen für den Architekten: Storage-Systeme
21 May 08 11:56 AM

Langsam haben wir alle wichtigen Themengebiete für die IT Infrastruktur-Architekten angerissen:

  • Softwarebeschreibungen & Beispielimplementierungen von den TechNet Seiten
  • Betriebshandbücher und Prozessbeschreibungen vom Microsoft Operations Framework MOF
  • Schulungs- und Weiterbildungsangebote
  • Hardwarezertifizierungen für Server und PCs
  • Supportangebote von Microsoft

Unerwähnt blieben noch die "Peripheriesysteme" (aus der Sicht eines Softwarevertreters) wie Storage und Netzwerksysteme. Auch in diesen Bereichen sollte sich ein IT Infrastruktur-Architekt hinreichend gut auskennen, um die richtigen Entscheidungen für seine Organisation zu treffen. Betrachten wir in diesem Artikel zunächst die wichtigsten Storage Grundlagen.

StorageWas viele Leute nicht wissen ist die Tatsache, dass Microsoft inzwischen ein wichtiger Anbieter im Bereich Storage geworden ist. Auf der Homepage für den Bereich Storage finden sich dazu alle wichtigen Informationen. Prinzipiell handelt es sich dabei um die Produkte Storage Server und Windows Easy SAN (oft als OEM Geräte verkauft und dementsprechend wie supported?), System Center Data Protection Manager 2007 als Backup & Recovery Lösung sowie Technologien in unseren Betriebssystemen wie die iSCSI Lösungen.

Aber Storage ist natürlich immer noch mehr als nur Produktlösungen. Wichtig ist zunächst einmal die Entscheidung zu treffen, ob man nun lokale Platten nutzen möchte (DAS = direct attached storage), Platten im SAN oder auch Platten übers Netz (NAS) nutzen will. Das hat zum Einen mit Kosten und Performance tun, zum Anderen aber auch mit Auslastung und Verfügbarkeit der Platten. Pauschalaussagen lassen sich nicht treffen, hier hängt es immer von den jeweiligen Applikationen und Einsatzszenarien ab. Viele Whitepaper auf den Microsoft Storage-Seiten und im TechNet Portal geben hier Hilfe. Aber auch die Microsoft Support-Seiten sollte man nicht vergessen: denn nicht jede Applikation von Microsoft wird auf jedem Storage-System unterstützt. Grade bei NAS muss man sehr genau schauen, ob die Performance ausreicht und ob das NAS System für die jeweilige Anwendung zertifiziert ist, um im Betrieb anschließend auch Support zu bekommen. Denn ansonsten hat man viel Geld ausgegeben für eine Lösung, die Microsoft so nicht unterstützen kann. Hier kann man wie bei jeder Hardwarekomponente nicht vom Hersteller alleine auf den Support schließen, sondern das jeweilige Modell für die jeweilige Anwendung muss überprüft werden. Ihr Vertriebspartner hilft Ihnen hier weiter.

Heutzutage immer wichtiger wird auch der Strombedarf von IT Komponenten. Im Storagebereich sind dies vor allem die Festplatten in den jeweiligen Lösungen. Auch hier gibt es große Unterschiede je nach Modell & Hersteller der Festplatten. Hat man früher rund 18W pro Platte als Daumenregel angesetzt, kommt man bei modernen Platten eher auf 9W. Geht man in den Bereich von 2,5 Zoll Platten, so kann man auch auf noch weniger Leistungsaufnahme kommen. Und die schon lang versprochenen Solid State Disks (SSD) stehen dort noch besser dar. Ihr Nachteil heutzutage ist dabei immer noch der wesentlich höhere Anschaffungspreis und die deutlich kleineren Kapazitäten. Dafür bieten professionelle SSD Lösungen eine hervorragende IO Leistung. Für IO-lastige Anwendungen (wie Datenanalysesysteme) kann daher eine SSD Lösung interessant sein, da die hohen Anschaffungskosten durch deutlich geringere Stromkosten im Betrieb (gegenüber einer Lösung mit sehr vielen, kaum ausgelasteten Festplatten mit gleicher IO Leistung) schon über kürzere Laufzeiten ausgeglichen werden kann. Für speicherlastige Systeme wie Archivdatenbanken stellen klassische Platten sicherlich noch die bessere Wahl dar. Besonders mit den MAID Systemen (große Plattensysteme für die Archivierung, bei denen gezielt Platten abgeschaltet werden, wenn sie nicht verwendet werden: Massive Array of Idle Disks) lassen sich so sehr viel Energiekosten sparen.

Als letztes möchte ich noch kurz den Bereich Storage-Virtualisierung ansprechen. Wie bei Servervirtualisierung geht es darum, die Datenschicht von der Hardwareschicht zu trennen. Die Implementierungen sind dabei unterschiedlich; aber oft vergessen wird dabei die Lösung die wir seit vielen Jahren anbieten DFS oder Distributed File System. Auch hier wird nichts anderes gemacht als bei jeder Storage Virtualisierung: ein logischer Name (der DFS Name) wird an unterschiedliche Speicherfreigaben (Server Shares etc.) gebunden. Der Zugriff erfolgt dabei nicht mehr direkt sondern über den logischen Namen. Das Ersetzen (und Umbenennen) sowie die Lastverteilung und Skalierung wird somit zur einfachsten Sache der Welt. Das ganze gibt es als kostenloses Feature in jedem Windows Server, in den Varianten Windows Server 2003 R2 und Windows Server 2008 sogar mit einer sehr intelligenten Replikation bei der Verwendung von mehreren Hardwaresystemen.

Wie bei den Architektur-Blueprints, der Hardwareübersicht oder den Softwareempfehlungen kann hier nur ein sehr kurzer Anriss des Storage Themas erfolgen. Die wichtigsten Punkte für jeden IT Infrastruktur-Architekten sollten aber immer im Hinterkopf sein:

  • Welche Speicherarchitektur soll verwendet werden: DAS, SAN, NAS?
  • Was sind das wichtigere Kriterium IO oder Speicherplatz?
  • Wie hoch sind die Anschaffungskosten und die Betriebskosten, vor allem der Energiebedarf?
  • Sind die Lösungen für die jeweiligen Anwendungen supportet?
  • Soll Virtualisierung eingesetzt werden und kann DFS hier nicht schon die Lösung sein?

Bei all diesen Punkten ist natürlich auch immer das große Bild nicht zu vergessen: Storage ist nur ein Teil der Gesamtlösung mit Auswirkung auf alle anderen Bereiche, vor allem das Netzwerk. Was es zum Netzwerk ansonsten noch zu sagen gibt, erfahren Sie im nächsten Artikel.

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Support von Microsoft: was, wo, wie
20 May 08 05:04 PM

Beim letzten Eintrag habe ich das Thema Hardware-Zertifizierung angesprochen und darauf hingewiesen, dass es - besonders bei Clustern - nur vollen Support geben kann, wenn man zertifizierte Hardware einsetzt. Wie sieht denn aber nun das Supportangebot von Microsoft aus?

Prinzipiell haben Sie für alle Produkte von Microsoft zwei für Sie kostenlose Supportanfragen frei. Dies gilt vor allem auch für Produkte, welche Sie als Privatperson kaufen, also z.B. den Microsoft Flugsimulator oder als Selbständiger wie Microsoft Visual Studio. Für Windows Vista und Office 2007 gilt hingegen, dass Sie 90 Tage kostenlos Support bekommen, egal wie viele Anfragen Sie haben sollten. So kann eine Umstellung mit geringem Risiko durchgeführt werden, da innerhalb der ersten drei Monate sicherlich alle Schwierigkeiten auftreten sollten, die im Alltag so anfallen werden oder würden. Unter http://support.microsoft.com/ finden Sie eine Anleitung, wie Sie Anfragen an Microsoft richten können.

Wichtig hierbei jedoch ist es, dass dies nur für Produkte gilt, die Sie als sogenannte Full Price Products (FPP) kaufen. Die beliebten System Builder Versionen oder OEM Versionen hingegen werden von Microsoft nicht direkt unterstützt, hier ist immer der jeweilige Händler bzw. OEM Partner zuständig. Kaufen Sie also einen PC mit Betriebssystem und Office bei HP oder Dell oder sonstwo, ist in der Regel HP, Dell bzw. der jeweilige Händler für Sie der Ansprechpartner. Diese Informationen finden Sie ausführlich erläutert auf den Microsoft Support Seiten unter http://support.microsoft.com/gp/services 

Und was bedeutet das nun für einen IT Infrastruktur-Architekten? Eine ganze Menge. Schließlich muss diese Person (mit-)entscheiden, wo welche Produkte eingekauft werden sollen: Werden alle PCs bei einem Hardwarehändler mit Betriebssystem gekauft, so kann dies preislich sehr attraktiv sein, jedoch ist man beim Support dann an diesen Händler gebunden. Und das nicht nur für die PCs oder Server, sondern auch für die Microsoft OEM Software darauf.

Um nun Firmenkunden einen Kompromiss zwischen kostengünstigen OEM Produkten und vollem Microsoft Support anzubieten, kann man spezielle Support-Verträge mit Microsoft abschließen. Diese heben nicht die OEM Unterstützung auf sondern bieten zusätzlich auch von Microsoft Support für bestimmte Problemstellungen. Während das Angebot für Großkunden seit Jahren (unter dem Namen Premier Support) existiert, können nun auch kleinere Kunden ohne großen finanziellen Aufwand auf sie abgestimmte Verträge abschließen. Der Name hierfür lautet Essentials Support und existiert in zwei Varianten. Unter http://support.microsoft.com/gp/essesup finden Sie alle wichtigen Informationen hierzu. Und auch wenn einem die Kosten anfangs etwas hoch vorkommen sollten: ein Produktionsausfall durch einen IT Fehler kostet sicherlich mehr. Aber hier muss jeder IT Infrastruktur-Architekt für seine Umgebung abwägen, welche Risiken und Kosten auftreten, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

Als Fazit bleibt: Nicht nur IT Wissen ist wichtig, sondern auch das Wissen rund um Support-Leistungen. Nur so kann man schon beim Kauf von vermeindlichen Schnäppchen erkennen, dass die Risiken, irgendwann einmal ohne Support dazustehen den geringen Aufpreis für renommierte Händler nicht wett machen. Denn als IT Infrastruktur-Architekt sind am Ende Sie verantwortlich, dass Ihre IT alle hat, um sauber zu funktionieren, inklusive Support-Unterstützung für den Fall der Fälle.

Und was der Microsoft Support mit Ihren Speicherlösungen zu tun hat, erfahren Sie im nächsten Artikel.

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Zertifizierungen, nicht nur für das eigene Wissen, sondern auch für die Hardware
13 May 08 05:10 PM

Unisys ES7000 Orion 560 ServerSo wie ein IT Infrastruktur-Architekt über eigene Zertifizierungen sein Wissen nachweisen kann, wird über Hardware-Zertifizierungen nachgewiesen, dass gewisse Produkte mit einer Software zusammenarbeitet. Das heißt zwar nicht, dass andere Software Probleme bereiten würde oder dass nicht-zertifizierte Hardware nicht genauso sauber funktionieren würde. Jedoch wird durch das Zertifikat nachgewiesen, dass eine unabhängige Prüfstelle einige Tests durchgeführt hat und somit schon jemand anderes festgestellt hat, dass das ganze zusammen funktioniert. Die Ergebnisse der Zertifizierungen kann man in der Regel auf der Packung der Hardware finden oder in den Katalogen unserer Hardware-Übersichten. Für Windows Server 2008 lautet die Seite http://www.windowsservercatalog.com/ für die Clients unter Windows Vista lautet sie http://winqual.microsoft.com/hcl/Default.aspx

Warum das für einen IT Infrastruktur-Architekten wichtig ist? Neben dem Wissen über Softwarefunktionen und Architektur-Blueprints muss ein Architekt auch Wissen über die Hardware haben, auf der die Software laufen soll. Hier ist nicht nur wichtig, wie leistungsstark die Hardware sein sollte (was man z.B. durch den System Center Capacity Planner herausfinden kann), sondern auch welcher Hardwareanbieter man wählen sollte. Ein wichtiges Kriterium sollte hierbei die Zertifizierung sein: zertifizierte Hardware wird von Microsoft direkt supportet; im Falle eines Problems weiß der Microsoft Support Service, dass es prinzipiell laufen sollte und kann damit gewisse Probleme bereits ausschließen. So kommt man generell schneller zur Lösung (mehr zum Microsoft Support in einem späteren Artikel).

HP Compaq ProLiant Enterprise Server - blade Was man im Katalog nicht findet, sind jedoch noch weitere Kriterien für die Wahl der Hardware: Preis, Support vom Hardwarehersteller, lokale Konditionen (nicht jeder Hersteller ist in jedem Land gleich gut vertreten) oder auch eigenes Vorwissen zu gewissen Produkten. Auch spezielle Firmenkonditionen und strategische Ausrichtungen gehen in die Auswahl mit ein. Damit bleibt es einem IT Infrastruktur-Architekten somit nicht erspart, sich mit mehreren Lieferanten auseinanderzusetzen, um die beste Wahl für sein Umfeld treffen zu können. Die klassischen Vertreter wie Dell, HP, FSC und IBM/Lenovo gehören sicherlich für alle zur Pflicht, aber auch Intel, Sun und andere Anbieter sollte man betrachten. Ein jährliches Wissensupdate, z.B. im Rahmen der Cebit, sollte dann nicht fehlen. Denn wie bei Autos gilt auch bei Servern: Sie tun alle das gleiche aber auch sehr unterschiedliche Weise; es gilt die beste für sich zu finden.

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