Endlich ist sie da: die Unterstützung für bis zu 4 virtuelle Prozessoren für Linux-Gastsysteme in Hyper-V. Dafür gibt es seit kurzem die Linux Integration Services v2.1. die Sie kostenlos herunterladen können.

Neben der SMP-Unterstützung sind weitere neue Funktionen enthalten:

  • Synthetische Gerätetreiber: Diese neue Geräteklasse in Hyper-V ist für die Virtualisierung optimiert und benutzt spezielle Treiber, die den Durchsatz sehr deutlich steigern. Insbesondere Netzwerkverbindungen in das physikalische Netzwerk profitieren hiervon.
  • Fastpath Boot Support: Diese besondere Treiber-Architektur beschleunigt den Boot-Vorgang des Gastsystems von der virtuellen IDE-Festplatte, indem ein großer Teil des üblichen IDE-Stacks im Gastsystem umgangen wird.
  • Timesync: Das Linux-Gastsystem kann nun vom Hyper-V Host ein Zeitsignal empfangen und verarbeiten. (Interessanterweise bekomme ich viel häufiger die Frage, wie man das denn abschalten könne … Antwort: in den Einstellungen der VM in der Hyper-V MMC.)
  • Integrated Shutdown: Linux-Gastsysteme können nun per GUI oder PowerShell kontrolliert heruntergefahren werden. (Und bevor Sie fragen: starten konnte man sie auch vorher schon, denn das ist ja kein Befehl an das Gastsystem, sondern an Hyper-V …)
  • Heartbeat: Der Hyper-V Host kann nun feststellen, ob das Linux-Gastsystem tatsächlich läuft und reagiert. Damit kann nun auch die Failover Cluster-Funktionalität im vollen Umfang genutzt werden, um die Verfügbarkeit des Gastsystems sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen!

 

Ralf M. Schnell