Um das Thema Startmenü ranken sich verschiedene Gerüchte und hier möchte ich versuchen damit aufzuräumen:

Natürlich hat sich das Startmenü seit Windows 95 weiterentwickelt und insb. seit Windows Vista ist die Suche nach Programmen, Dokumenten und Dateien deutlich schneller geworden – einfach Startmenü öffnen, lostippen und blind ENTER drücken.


Ich hoffe, jeder findet sich in der Funktionsbeschreibung des Startmenüs wieder, so dass ich nun die Funktionen des Startmenüs in Windows 8 beleuchten kann:

  1. Der Zugriff auf das Startmenü erfolgt nach wie vor über Strg+Esc, die Windows Taste und den Startbutton (ist übrigens ausgeblendet um mehr Platz für Anwendungen zu lassen, da ja eh jeder weiß, dass der Startbutton ganz unten Links ist und nur bei Bedarf eingeblendet wird):
    Der Start-Button bei der Arbeit
  2. Dass das Startmenü von Windows 8 den Zugriff auf Programme ermöglicht ist glaub ich unstrittig:
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    Im Bild sind ein paar Apps mit Live-Kacheln und z.B. Microsoft Office Programme zu sehen
  3. Kommen wir zur Suche:
    bei Windows Vista/7 öffnet man das Startmenü über den Startbutton, Strg+ESC oder die Windows Taste und fängt einfach an zu tippen.
    Bei Windows 8 auch! Einfach den Startbutton, Strg+Esc oder die Windows Taste drücken und anfangen zu tippen:
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    D.h., dass sich Windows 8 hier identisch zu Windows Vista / 7 verhält und noch zusätzliche Features anbietet.

Natürlich gibt es neue Features:

  1. Anstelle von wenigen Zentimeter wird nun der volle Bildschirm verwendet. Da ein Mensch typischerweise seine Augen nur auf einen Fleck fokussieren kann ist es unerheblich, ob das Startmenü Platz für den Desktop lässt oder nicht, denn wenn das Startmenü aufgerufen wird, dann hat der Benutzer (meistens) damit einen Zweck verfolgt. Wenn nicht, dann wird das Startmenü wieder geschlossen. Dies hat sich auch bei Windows 8 nicht verändert, nur eben, dass der Anzeigebereich nun deutlich mehr Treffer gleichzeitig zeigen kann und man so in der Lage ist ggf. schneller seine Anwendung/Dokument zu finden.
    Außerdem ist es bei Multi-Monitor Betrieb so, dass das Startmenü nur auf dem Hauptmonitor dargestellt wird und somit auch nicht “zu groß” wird.
  2. Apps haben die Möglichkeit aus ihrer Sandbox “auszubrechen” und eine Suche anzubieten (Stw.: Contract). D.h. wenn ich vielleicht gar nicht auf der Suche nach einem Programm oder Dokument bin, dass ich sehr schnell zu der gewünschten Information (z.B. Wetter) komme, und das ohne, dass ich vorher die entsprechende App öffnen muss. Dies beschleunigt das Finden von notwendigen Informationen.
  3. Es kann über die Systemsteuerung pro Benutzer eingestellt werden, welche Apps, eine Suche anbieten sollen:
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  4. In der Suche kann der sog. Semantische Zoom eingesetzt werden und dort sieht man auch sehr schön die Umsetzung des "Programme-Ordners" aus Windows XP/Vista/7:
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  5. Schnellzugriff der Suche auf Settings oder Dateien:
    Mittels Windows+W können direkt Einstellungen gesucht werden und mit Windows+F wird direkt nach Dateien gesucht. (Anm.: So langsam werden die möglichen Tastenkombinationen knapp!)

     

     

    Vgl.

    Designing the Start screen
    Designing search for the Start screen.

     

    Das Jahrhundert ist vorgerückt; jeder einzelne aber fängt doch von vorne an. J.W. von Goethe

    -Stephanus