Am 02.07. wurde in der ARD in der Sendung “hartaberfair” das Thema “Mit dem Handy noch ins Bett – wenn der Job die Freizeit frisst” behandelt.

Teaser der ARD: Der Chef schickt Mails nach Dienstschluss, Kunden rufen am Wochenende an. Alle wollen Antworten – am besten sofort. Ketten uns Handys und Mails bald 24 Stunden an den Job? Wer schützt unser Privatleben - vor dem Chef und unserem eigenen Drang, dauernd verfügbar zu sein?

Der gesammte Artikel: http://bit.ly/HaFARD20120702 

Ein kurze Einführung zu “Flexibles Arbeiten mit Windows” habe ich auf der Cebit gehalten:

D.h., mittels Microsoft Produkte (Windows, Office, Lync, …) ist es heute möglich diese flexible Arbeitswelt zu ermöglichen.

Allerdings – und das ist mir ein wichtiges Anliegen – mit steigender Flexibilität/Freiheit steigt auch die Verantwortung. Und das nicht nur bei dem Arbeitnehmer, sondern grade auch bei dem Arbeitgeber, bzw. bei den Vorgesetzten.

Es hilft niemandem, wenn die Arbeitnehmer durch die neue “Flexibilität” einfach nur länger und mehr arbeiten müssen, dann aber nach 5 Jahren körperlich nicht mehr in der Lage dazu sind.

Flexibles Arbeiten bedeutet hingegen, dass die vertraglich vereinbarte Arbeitslast (z.B. 40h/Woche) nicht mehr in 5 abgeschlossenen und fest definierten Teilen zu erbringen ist, sondern dass diese flexibel über 7 Tage verteilt werden können, so dass beide (!!) Seiten den größt möglichen Benefit daraus ziehen können.

Und insb. sollten die Vorgesetzen auch ein “Nein” des Arbeitnehmers akzeptieren können und grade auch selber ein Interesse daran haben, dass die Arbeitnehmer nicht durch die neue Freiheit zusätzlich belastet werden. Nicht umsonst heißt es ja “Human Resources” – und Resourcen sind in aller Regel endlich und müssen daher mit Bedacht genutzt werden.

Wir bei Microsoft leben “flexibles Arbeiten” schon seit einiger Zeit und wenn man sich auf das Konzept einlässt, dann wird man feststellen, dass sowohl ein Handy als auch ein Notebook durchaus einen “Aus” Schalter haben und man diese auch nutzen kann und sollte!

Und btw. nur, weil ein Arbeitnehmer 10 Stunden vor dem Rechner sitzt, heißt das noch lange nicht, dass er/sie auch 10 Stunden produktiv ist. Oftmals ist es durchaus sinnvoll, dem Arbeitnehmer auch mal ein bisschen Pause und Luft zum Atmen zu lassen! Winking smile

Wenn all dies berücksichtigt wird und damit durch das flexible Arbeiten die Motivation und Lebensumstände des Arbeitnehmers verbessert wird, wird auch dessen Effektivität steigen und das Unternehmen davon profitieren.

Wenn Unternehmen allerdings das Konzept des flexiblen Arbeitens dazu nutzen, mehr Arbeitslast pro Mittarbeiter zu erreichen und damit einzig das Ziel verfolgt Lohnkosten zu sparen, der wird mittel bis langfristig scheitern, denn einerseits werden die existierenden Mitarbeiter ausbrennen und/oder flüchten und andererseits werden keine neuen Mitarbeiter das Bedürfnis verspüren bei einem ausbeutenden Unternehmen anzufangen!

Um die Frage aus der Überschrift zu beantworten: Ich glaube, dass flexibles Arbeiten von allem etwas hat, es ist heute sicher bei vielen ein Problem, da das Verantwortungsbewusstsein noch nicht bei jedem vorhanden ist.
Es ist außerdem ein Risiko, insb. bei denen, die sich noch nicht intensiv mit den Gefahren (Stw. Burnout) beschäftigt haben und “einfach mal machen”.


Aber für mich ist es vor allem eine Chance den Wandel der Gesellschaft auch in der Arbeitswelt abzubilden und so den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen!

 

Weitere Links zu dem Thema:

 

Das zu diesem Artikel passende Zitat ist mir hier besonders schwer gefallen, nicht, weil ich keins parat hätte, sondern weil es viele passende gibt, daher heute ausnahmsweise mal zwei:

Rationalität ist der Sieg der Vernunft über die Arbeitswut. H. Nahr

So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig, man muß sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das Mögliche getan hat. J.W. v. Goethe

-Stephanus