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Steffen Krause - Microsoft Technical Evangelist

Lights Out - Strom sparen für Home Server

Lights Out - Strom sparen für Home Server

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Nachdem mein Stromverbrauch wieder mal zu hoch ist (ich habe eine schöne Excel-Tabelle mit Grafik, Momentan- und kumuliertem Verbrauch für Strom, Gas und Wasser) war es an der Zeit, sich mehr mit dem Thema Stromverbrauch meines Home Servers zu beschäftigen.

Wie ich schon schrieb ist mein Homeserver ein Laptop mit einer per USB angeschlossenen WD MyBook Essentials 500GB  Festplatte. Die MyBook Platten haben den entscheidenden Vorteil, dass sie sich ausschalten wenn der Computer aus ist, an dem sie angeschlossen sind.

Bisher hatte ich zum Thema Strom sparen nur das Energieschema (unter Systemsteuerung - Energieoptionen) so eingestellt, dass der Prozessortakt automatisch heruntergesetzt wird.

Exkurs: Windows Server 2003 ist eines der wenigen Serverbetriebssysteme mit vernünftigem Power Management. Dafür gibt es in Systemsteuerung - Energieoptionen das Energieschema "Durch Server ausgewogene Prozessorleistung und Energieverbrauch". Dieses sorgt dafür, dass der Prozessor heruntergetaktet wird, wenn der Server nicht voll ausgelastet ist. Das spart locker 10 Watt pro Serverprozessor und kostet keine Leistung. Voraussetzung ist nur, dass der Prozessor Power Management unterstützt (aktuelle Serverprozessoren können das) und dass der entsprechende Treiber installiert ist. Für Intel-Prozessoren wird dieser Treiber bereits mitgeliefert, für AMD Opteron muss er von der AMD-Website heruntergeladen und installiert werden. Bei Windows Server 2008 ist Power Management standardmäßig aktiviert und die Treiber werden auch mitgeliefert.

Ein automatisches Herunterfahren oder Standby des Homeservers hatte ich bisher nicht aktiviert, denn wie sorge ich dafür, dass er an ist wenn ich ihn brauche?

Die Lösung erschien Anfang März: LightsOut. Dieses Addin ermöglicht Stromsparen ohne Komfortverlust. Man kann den Homeserver kalendergesteuert aufwecken und schlafen schicken und/oder man kann einstellen, dass er schlafen geht wenn keine Clientcomputer mehr aktiv sind. Während der Sicherungszeiten schaltet das Addin den Server aber nie in Standby (also: Sicherungszeiten sparsam einstellen!). Der Konfigurationsdialog sieht so aus:

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Wie aber wird der Server aktiviert, wenn er im Standby oder Ruhezustand ist und man ihn braucht? Die Lösung heißt Wake on LAN. Die Netzwerkkarte im Homeserver muss so konfiguriert werden, dass sie den Server beim Empfang eines "Magic Packet" weckt:

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LightsOut wird mit einem kleinen Dienst geliefert, der dieses Magic Packet an den Server sendet, sobald der Client aktiv wird (startet oder aus Standby oder Ruhezustand aufwacht). Effekt: Sobald ein Client (auf dem dieser Dienst installiert ist) startet der Homeserver, und er bleibt so lange aktiv bis kein Client mehr aktiv ist. Einfach und wirkungsvoll.

Leider kann meine SoundBridge und auch die XBOX 360 kein Magic Packet senden. Um Musik außerhalb der Sicherungszeiten zu hören muss ich also einen Laptop aktivieren. Aber das ist besser, als wenn der Server die ganze Zeit läuft.

LightsOut stellt die Laufzeiten von Clients und Server auch schön grafisch dar:

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Danke an Martin Rothschink für dieses Addin! (Update: zuerst den falschen Autor genannt. Entschuldigung an Martin Rothschink dafür, dass ich ihn zuerst nicht genannt habe)

Mehr Informationen hier, bitte unbedingt die Installationsanleitung beachten.

Gruß,
Steffen

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  • Green IT ist in aller Munde. Man redet gerne und viel darüber - vielleicht auch deshalb, weil es ein

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