Windows 7

Blog von Microsoft Deutschland

February, 2011

  • Windows 7 Desktop Integration mit Internet Explorer 9: Sprunglisten

    Die nahtlose Integration von Webseiten in Windows 7 stellt eine Reihe von neuen Funktionen zur Verfügung. In meinem Artikel Anheften von Webseiten zeigte ich, wie sich mit Hilfe von Internet Explorer 9 Webseiten an die Taskleiste heften, auf den Desktop legen und in das Startmenü integrieren lassen. Als nächsten Schritt erweitern wir die angeheftete Webseite mit Aufgaben in der Sprungliste (Jump List Tasks), welche beim rechten Mausklick auf das Icon in der Taskleiste angeboten werden.

    Sprunglisten

    Über Aufgaben in der Sprungliste können angeheftete Webseiten spezifische Aktionen für die am häufigsten genutzten Funktionen anbieten. Basierend auf den Angeboten der Webseite kann man zum Beispiel die Hauptnavigation und/oder Elemente, die Besucher am häufigsten nutzen, integrieren. Anwender müssen dann nicht mehr den Webbrowser starten, die Webseite aufrufen und langwierig innerhalb der Webseite navigieren, um derartige Funktionen schnell nutzen zu können.

    IE9-Sprungliste-Xing

    Stattdessen reicht in Zukunft ein rechter Mausklick auf das Icon der an der Taskleiste angehefteten Webseite, um die gewünschte Funktion aufrufen zu können, ohne dass der Webbrowser vorher manuell geöffnet werden muss. Hier ein Screenshot der Implementierung unseres Partners XING:

    Aufgaben

    Alle Aufgaben einer Sprungliste können als statische URLs über einfache HTML Metatags innerhalb der .website Datei hinterlegt werden. Beim Anheften der Webseite werden diese ausgewertet und zwischengespeichert. Jedes Element lässt sich problemlos von der Webseite durch Verändern des jeweiligen Metatags beeinflussen, wobei die Änderung beim nächsten Start der angehefteten Webseite durch Klicken auf das Icon umgesetzt wird. Wir empfehlen daher, als Aufgaben nur Bereiche der Webseite zu integrieren, die sich nicht sehr häufig ändern, damit Anwender, welche sich an die Nutzung gewöhnt haben, eine konsistente Bedienung vorfinden.

    Die URLs sind dabei nicht beschränkt auf die jeweils zu der angehefteten Webseite gehörende Domain. Das folgende Beispiel illustriert die Nutzung durch Definition von zwei Aufgaben: Aufgabe 1 und Aufgabe 2. Wenn der Besucher Aufgabe 1 anwählt,  wird die angeheftete Webseite geöffnet und Seite1.html dargestellt. Bei der Anwahl von Aufgabe 2 wird dagegen eine Seite2.html einer anderen Domain (in diesem Beispiel microsoft.de) geöffnet.

       1:  <META name="msapplication-task" content="name=Aufgabe 1;action-uri=http://server/Seite1.html;icon-uri=http://server/icon1.ico"/>
       2:  <META name="msapplication-task" content="name=Aufgabe 2;action-uri=http://microsoft.de/Seite2.html;icon-uri=http://server/icon2.ico"/>

    Die angeheftete Webseite öffnet alle Aufgaben innerhalb der eigenen Registerkarte im aktuellen Fenster. Sollte noch keine Browserinstanz der angehefteten Webseite geöffnet sein, wird eine neue gestartet. Um die Sprungliste nicht zu unübersichtlich werden zu lassen, können maximal 5 Aufgaben pro Webseite definiert werden. Relative URLs im action-uri Feld werden zur Laufzeit aufgelöst mit dem URI der Webseite, welche die Metatags enthält.

    Zur Veranschaulichung des obigen Beispiels hier der Quellcode für die Implementierung der Aufgaben des obigen Beispiels von XING:

       1:  <meta name="msapplication-navbutton-color" content="#006567" />
       2:  <meta name="msapplication-starturl" content="https://www.xing.com" />
       3:  <meta name="msapplication-task" content="name=Nachrichten;action-uri=https://www.xing.com/app/message;icon-uri=https://www.xing.com/img/n/ie9/icn_messages.ico" />
       4:  <meta name="msapplication-task" content="name=Meine Kontakte;action-uri=https://www.xing.com/app/contact;icon-uri=https://www.xing.com/img/n/ie9/icn_requests.ico" />
       5:  <meta name="msapplication-task" content="name=Persönliche Jobangebote;action-uri=https://www.xing.com/jobs/personal_postings;icon-uri=https://www.xing.com/img/n/ie9/icn_jobs.ico" />
       6:  <meta name="msapplication-task" content="name=Meine Events;action-uri=https://www.xing.com/events/my_events;icon-uri=https://www.xing.com/img/n/ie9/icn_events.ico" />

    Eigene Kategorien

    Eine weitere Möglichkeit der Integration in Windows 7 ist die Nutzung einer eigenen Kategorie innerhalb der Sprunglisten. In obigem Beispiel von XING wird zum Beispiel die selbsterstellte Kategorie Benachrichtigungen verwendet. Eine eigene Kategorie erlaubt die dynamische Integration von Information für Besucher, die Internet Explorer 9 nutzen.

    Neue Einträge können einer eigenen Kategorie von jeder Webseite der gleichen Domain hinzugefügt werden. Sie werden visuell getrennt von den Aufgaben der Sprungliste dargestellt und können vom Besucher direkt beeinflusst werden. Er kann einzelne Einträge direkt über einen linken Mausklick öffnen, wobei dieser Eintrag dann in einer neuen Registerkarte innerhalb der gleichen Browserinstanz dargestellt wird. Mit Hilfe eines rechten Mausklicks kann er den Eintrag permanent an die Liste anheften oder auch aus der Liste entfernen.

    Die eigene Kategorie kann man innerhalb der Sprungliste als kontextabhängige Navigationshilfe in Form von Zielen oder Aktionen nutzen. Ziele können der Zugriff auf Dateien, Dokumente oder spezifische URLs sein, während Aktionen zum Beispiel auch kontextabhängige Interaktionen oder Benachrichtigungen mit dem Backend beinhalten können:

    • Neue empfangene Emails
    • Freunde, die online sind
    • Erinnerungen an anstehende Aufgaben und Termine
    • ...

    Dabei kann auch auf den bisherigen Verlauf zugegriffen werden. Einträge innerhalb der Kategorie stellen URLs mit nutzerspezifischen Inhalten dar. Das können – wie im obigen Beispiel – Elemente der Profilseite eines Social Networks sein. Es könnten aber genauso gut die Top 5 Radiostationen eines Musik Streaming-Angebots sein.

    Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung einer eigenen Kategorie ist die Tatsache, dass alle Einträge nach dem Schließen des Webbrowsers erhalten bleiben und Besuchern kontextsensitiven Zugriff auf Bereiche der Webseite anbieten, auch wenn die angeheftete Webseite nicht ausgeführt wird. Hier ein Screenshot der Implementierung unseres Partners XING:

    IE9-Sprungliste-Kategorien

    mit dem dazugehörigen Quellcode für die Implementierung der eigenen Kategorie Benachrichtigungen mit benutzerspezifischen Inhalten. XING hat den dafür notwendigen Quellcode in das Script sitemode.js ausgelagert, welches man mit Hilfe der Developer Tools über F12 im Internet Explorer 9 einsehen und mit Hilfe der Funktion JavaScript formatieren lesbar darstellen lässt:

    IE9-Sprungliste-sitemode,js

       1:  var xing=xing||{};
       2:  xing.controls=xing.controls||{};
       3:  xing.controls.SiteMode={
       4:      _ids:{
       5:          MESSAGES:"header-messages",REQUESTS:"header-contacts"
       6:      }
       7:      ,_icons:{
       8:          UPDATE:"/img/n/ie9/icn_updates.ico",MESSAGE:"/img/n/ie9/icn_messages.ico",REQUEST:"/img/n/ie9/icn_requests.ico"
       9:      }
      10:      ,_urls:{
      11:          INBOX:"/app/message?box=inbox",UNCONFIRMED_CONTACTS:"/app/contact?op=toconfirm"
      12:      }
      13:      ,initialize:function(a){
      14:          try{
      15:              var b=window.external.msIsSiteMode()
      16:          }
      17:          catch(c){
      18:              return
      19:          }
      20:          if(b){
      21:              this._options=a;
      22:              this._messagesWrapper=$(this._ids.MESSAGES);
      23:              this._requestsWrapper=$(this._ids.REQUESTS);
      24:              this._control();
      25:              this._observe()
      26:          }
      27:      }
      28:      ,
      29:      _observe:function(){
      30:          Event.Notifications.observe("my_xing.update_counter",this._control.bind(this))
      31:      }
      32:      ,_control:function(){
      33:          var a=this._messagesWrapper&&Number(this._messagesWrapper.innerHTML),b=this._requestsWrapper&&Number(this._requestsWrapper.innerHTML);
      34:          if(a||b){
      35:              this._displayOverlayIcon(this._icons.UPDATE);
      36:              this._createJumplist({
      37:                  messages:a,requests:b
      38:              })
      39:          }
      40:          else this._clear()
      41:      }
      42:      ,_displayOverlayIcon:function(a){
      43:          window.external.msSiteModeSetIconOverlay(a)
      44:      }
      45:      ,_createJumplist:function(a){
      46:          window.external.msSiteModeClearJumpList();
      47:          window.external.msSiteModeCreateJumpList(this._options.notifications);
      48:          a.messages&&window.external.msSiteModeAddJumpListItem(this._options.new_messages+" ("+a.messages+")",this._urls.INBOX,this._icons.MESSAGE);
      49:          a.requests&&window.external.msSiteModeAddJumpListItem(this._options.new_requests+" ("+a.requests+")",this._urls.UNCONFIRMED_CONTACTS,this._icons.REQUEST);
      50:          window.external.msSiteModeShowJumpList()
      51:      }
      52:      ,_clear:function(){
      53:          window.external.msSiteModeClearIconOverlay();
      54:          window.external.msSiteModeClearJumpList()
      55:      } 
      56:  };

    Umsetzung

    In meinem Artikel Anheften von Webseiten zeigte ich anhand der Beispielseite winfuture.de, wie die neuen Funktionen mit Hilfe von Internet Explorer 9 umgesetzt werden können. Das dort beschriebene Verfahren zum Anfeten der Webseite und die Integration eines Icons mit unterschiedlich hochauflösenden Bildern ist mittlerweile umgesetzt. Jetzt möchte ich anhand der gleichen Webseite zeigen, wie einfach sich Aufgaben in Sprunglisten mit einer eigenen Kategorie umsetzen lassen:

    Erstellen der Kategorie

    Mit Hilfe der Methode msSiteModeCreateJumplist wird im ersten Schritt eine neue Kategorie mit der Bezeichnung MyWinFuture erstellt:

       1:  window.external.msSiteModeCreateJumplist('MyWinFuture');

    Die neue Kategorie wird erst sichtbar, wenn mindestens ein Eintrag hinzugefügt wird. Jede weitere ersetzt die jeweils vorher erstellte Kategorie.

    Anlegen eines Eintrages

    Im zweiten Schritt füge ich die neuen Einträge MyWinFuture anzeigen und Öffentliches Profil hinzu. Der erste Parameter legt dabei den Namen, der zweite die URL fest, wenn der Eintrag ausgewählt wird. Über den dritten Parameter kann ein eigenes Icon angegeben werden, welches bei der Darstellung des Eintrages in der eigenen Kategorie der Sprungliste genutzt wird:

       1:  window.external.msSiteModeAddJumpListItem('MyWinFuture anzeigen', 'http://winfuture.de/mywinfuture.html', 'http://i.wfcdn.de/5/MyWinFuture.ico');
       2:  window.external.msSiteModeAddJumpListItem('Öffentliches Profil', 'http://winfuture.de/mywinfuture,115515.html', 'http://i.wfcdn.de/5/Profil.ico');

    Über einen optionalen vierten Parameter window-type kann die Darstellung beeinflusst werden:

    • tab – in einer neuen Registerkarte (default)
    • self – in der aktuellen Registerkarte
    • window – in einem neuen Fenster der angehefteten Webseite
    Anzeigen des Eintrages

    Nach dem Aufruf der Methode msSiteModeShowJumplist aktualisiert Windows automatisch die Sprungliste:

       1:  window.external.msSiteModeShowJumplist();
    Löschen der Liste

    Der Aufruf der Methode msSiteModeClearJumplist löscht sofort alle Einträge der eigenen Kategorie in der Sprungliste.

       1:  window.external.msSiteModeClearJumplist();

    Darstellung

    Die APIs der angehefteten Webseiten erlaubt die Darstellung von maximal 20 Einträgen gleichzeitig in einer eigenen Kategorie. Ab dem 21ten Eintrag werden die als erstes hinzugefügten Einträge überschrieben. Schon bestehende Einträge werden dabei nicht doppelt erzeugt, sondern an in der Sprungliste ganz nach oben geschoben. Dabei kann jede Webseite der gleichen Domain Einträge der Sprungliste über die JavaScript APIs modifizieren.

    In besonderen Fällen werden jedoch auch weniger Einträge angezeigt, wenn zum Bespiel die Bildschirmauflösung oder Schriftgröße die Darstellung aller Einträge nicht erlaubt. Dann wird die Liste von oben soweit gekürzt, bis die verbleibenden Einträge vollständig dargestellt werden können.

    Alle Webseiten sind prinzipiell für die Inhalte ihrer Sprunglisten selbst verantwortlich. Wie oben schon erwähnt können Besucher jedoch auch einzelne Einträge manuell entfernen. Über diesen Vorgang kann die Webseite sich benachrichtigen lassen, solange sie sich für eines der folgenden Events registriert:

       1:  document.addEventListener('mssitemodejumplistitemremoved', removed, false);
       2:  document.attachEvent('onmssitemodejumplistitemremoved', removed);

    Dadurch wird ein Callback mit einem URL-Parameter erzeugt:

       1:  function removed(url) { … }

    Allerdings kann dadurch nicht die Benutzeraktion abgefangen oder von Windows ein Shell Event zurückgeliefert werden. Das Event wird erst dann erstellt, wenn der Besucher einen Eintrag in der Sprungliste verändert und die Webseite die Methode msSiteModeShowJumplist aufruft. Danach wird die API die Sprungliste synchronisieren.

    Weitere Informationen

    1. Anheften von Webseiten
    2. Sprunglisten
    3. Benachrichtigungen und Steuerfunktionen

    Have fun!
    Daniel

  • W3C akzeptiert Microsofts neuen Sicherheitsstandard

    Wie vom World Wide Web Consortium (W3C) gestern bekannt gegeben, wurde unser Antrag für einen neuen HTML5 Sicherheitsstandard zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer im Internet akzeptiert. Diese Bekanntgabe durch das für HTML5 zuständige Gremium ist sowohl für Anwender, als auch für im Netz agierende Firmen ein wichtiger Schritt in Richtung Online-Sicherheit. Gleichzeitig ist diese Ankündigung ein klares Signal dafür, dass der Schutz der Privatsphäre im Internet anbieterübergreifend höchste Priorität hat.

    IE9RC-Tracking-Protection

    Lösungen zur Wahrung der Privatsphäre im Internet sind nicht nur für Anwender, sondern auch für Regierungsorganisationen ein wichtiges Thema. Als Teil von unserem stetigen Engagement im Bereich Online-Schutz steht die Funktion "Tracking-Schutz" im Internet Explorer 9 Release Candidate. Mit dieser Funktion können Anwender das Sammeln der über den Browser abgerufenen Daten durch die jeweiligen Websites kontrollieren und gegebenenfalls unterbinden.

    Die Bewilligung unseres Antrags an das W3C Gremium zum Schutz der Privatsphäre stellt sicher, dass der "Tracking-Schutz" mit dem neuen HTML5 Standard vollständig kompatibel und somit universell einsetzbar ist. Die Funktionsweise und die Hintergründe des Tracking Schutz und zum neuen HTML5 Sicherheitsstandard habe ich in meinem Blogposting Tracking Protection im Internet Explorer 9 näher beschrieben.

  • Windows 7 und Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 Cleanup

    Win7-SP1

    Nachdem ich heute Abend schon mehrere Rückfragen bezüglich der Verfügbarkeit des deutschen Windows 7 und Windows Server 2008 Service Pack 1 für TechNet-MSDN-Abonnenten erhalten habe, kann ich Entwarnung geben:

    Alle, die am Wochenende gern SP1 testen möchten, finden neben dem Paket “Windows 7 and Window Server 2008 R2 Service Pack 1 (x86 and x64) – DVD (Multilanguage)” (zu finden, wenn man als Sprachfilter englisch wählt) auch ISO-Dateien zur Erstellung von Installations-USB-Sticks mithilfe des USB/DVD-Downloadtools für Windows 7oder Installations–DVDs.

    Brennen

    Wer ein ISO-Image selbst auf DVDs brennt, sollte darauf achten, Rohlinge mit hoher Qualität zu nehmen und nicht mit der vollen Brenngeschwindigkeit zu brennen, falls bei der Nutzung der selbsterstellten DVD unerklärliche Probleme auftreten sollten. Oftmals ist ein Indiz auf einen fehlerhaften Brennvorgang, wenn von der DVD nicht gebootet werden kann, die Installationsroutine mit unterschiedlichsten Fehlermeldungen abbricht oder ein Treiber für das CD/DVD-Laufwerk verlangt wird.

    In den meisten Fällen liegt es entweder an Bitfehlern beim Herunterladen der ISO-Datei (passiert bei TechNet/MSDN nicht, da der Microsoft® File Transfer Manager nach dem Fertigstellen des Downloads die Integrität automatisch prüft) oder an Fehlern, die beim Brennvorgang auftreten und daher der gebrannte Rohling nicht bitgenau mit dem ISO-Image übereinstimmt.

    Prüfen

    Deshalb gibt es bei TechNet/MSDN noch ein weiteres Tool CRC 3.05, mit dessen Hilfe man den gebrannten Rohling mit der ISO-Datei vergleichen kann:

    CRC

    Nutzung: CRC305.EXE { Dateiname | x: }

    CRC kann mit Dateinamen oder Laufwerkwerken (x:) arbeiten. Viele ISO-Dateien von Microsoft haben aus Komfortgründen schon die Prüfsumme im Image mit eingebunden, so dass man nur den gebrannten Rohling und nicht zusätzlich auch noch das ISO-Image testen muss. Zu erkennen ist das an der Zeile "AutoCRC", mit der angezeigt wird, ob die berechnete Prüfsumme mit dem im Image abgespeicherten Wert übereinstimmt.

    CRC 3.05 dient primär der einfachen Kontrolle, ob der Brennvorgang erfolgreich war und der gebrannte Rohling als Installationsquelle genutzt werden kann. Deswegen veröffentlichen wir auch die CRC-Werte im TechNet/MSDN-Downloadportal. Für die Absicherung gegen eine böswillige Manipulation des Quellimages sind diese Prüfsummen nicht geeignet. Dafür sollte man die SHA1-Hashes zum Beispiel mit dem "File Checksum Integrity Verifier" (FCIV) überprüfen.

    Aufräumen

    Wer eine RTM-Installation mit dem Service Pack 1 aktualisiert hat, möchte eventuell nicht mehr benötigte Setupdateien der ersetzten Patches aufräumen, um so ein wenig Platz zu sparen. Standardmäßig hält Windows 7 (wie auch Windows Vista) die ausgetauschten Dateien von jedem Patch und jedem Service Pack auf der Festplatte in Kopie vor, damit man sowohl Service Packs, als auch einzelne Patches in nahezu beliebiger Reihenfolge deinstallieren kann.

    Wer sich jedoch sicher ist, dass er das Service Pack *nie* mehr entfernen möchte, kann das System mit folgendem Kommando anweisen, einmal kräftig aufzuräumen:

    <Nur für alle, die wissen, was sie tun (wollen)!>

    SNAGHTML2b2f8a57

    dism.exe /online /cleanup-image /spsuperseded

    </Nur für alle, die wissen, was sie tun (wollen)!>

    Alternativ geht das Cleanup auch über die Datenträgerbereinigung. Zu erreichen unter diesem Namen direkt im Startmenü oder über einen Rechtsklick auf das Laufwerk C: und den Button Bereinigen > Systemdateien bereinigen.

    DiskCleanup DiskCleanup-SP1

    Ein Tool analog zu dem von Windows Vista Service Pack 1 bekannten Tool zum Entfernen von Dateien (VSP1CLN.exe) wird in Windows 7 nicht benötigt.

    Viel Erfolg beim Testen!
    Daniel

  • Windows 7 Desktop Integration mit Internet Explorer 9: Anheften von Webseiten

    Update am 28.02.2011: Ergänzung der Feature-Erkennung und Verlinkung weiterer Blogpostings sowie Neuformatieren der Codebeispiele mit Zeilennummern und –umbruch zwecks besserer Lesbarkeit.

    Internet Explorer 9 unterstützt die nahtlose Integration von Webseiten auf Computern unter Windows 7 durch das Anheften an der Taskleiste, auf den Desktop oder in das Startmenü. Untersuchungen von Microsoft haben ergeben, dass Anwender angeheftete Webseiten zwischen 15% und 50% häufiger besuchen.

    Diese nahtlose Integration von Webseiten in Windows 7 stellt eine Reihe von neuen Funktionen zur Verfügung, die ich in einer losen Artikelreihe anhand einer Beispielwebseite erklären möchte.

    Anheften von Webseiten

    Die Windows 7 Desktop Integration funktioniert bisher nur mit Internet Explorer 9. Das Mozilla-Team plant zur Zeit ähnliche Funktionen in der übernächsten Firefox-Version 5. Webseitenbetreiber sollten daher nicht mit Hilfe einer Browserweiche, sondern über Feature-Erkennung herausfinden, ob der Besucher einen Webbrowser nutzt, der die neuen Funktionen unterstützt.

    Das folgende Beispiel zeigt eine mögliche Abfrage, welche true zurückliefert, wenn das Feature im aktuell genutzten Browser unterstützt wird:

       1:  if (window.external.msIsSiteMode) {
       2:      // Check if the website was launched from a pinned site.
       3:      if (window.external.msIsSiteMode())
       4:      {
       5:          // TRUE
       6:      }
       7:      else
       8:      {
       9:          // FALSE
      10:      }
      11:  } 

    Möchte man Besucher einer Webseite dazu bewegen, mit Internet Explorer 9 die Webseite in Windows 7 zu integrieren, kann man mittels JavaScript über die Methode window.external.msIsSiteMode() ermitteln, ob die Webseite schon angeheftet wurde. In diesem Fall liefert die Methode true zurück. Diese Schnittstelle kann über jedes HTML-Element angesprochen werden, wie folgendes Codebeispiel zeigt:

       1:  <a onclick="window.external.msAddSiteMode();" href="#">Anheften</a><br />

    Sollte diese Abfrage jedoch false zurückliefern, kann man die Besucher darauf aufmerksam machen, dass sie die Webseite in Windows 7 direkt integrieren können.

    Um eine Webseite an die Taskleiste anzuheften, muss der Besucher nur eine Registerkarte aus dem Internet Explorer 9 per Drag und Drop auf die Taskleiste ziehen und dort fallen lassen. Alternativ kann man auch das Icon der Webseite aus der Adressleiste oder aus der Übersicht nach dem Öffnen einer neuen Reiterkarte zum Anheften nehmen.

    Angeheftete Webseite

    Neue Funktionen

    Nach dem Anheften können Anwender neue Funktionen nutzen, wenn der Entwickler die Webseite um die entsprechenden Funktionen erweitert hat:

    • Statische Liste von Elementen für schnelle Navigation zu oft genutzten Teilen der Webseite.
    • Dynamische Liste von Elementen für personalisierte Aufgaben (zum Beispiel aktuellste News).
    • Erzeugen von Aufmerksamkeit durch sanftes Blinken oder Überlagern der Webseite durch ein neues Icon (zum Beispiel zum Anzeigen der Anzahl ungelesener Emails in einem Webmailclient).
    • Hinzufügen von Steuerungsfunktionen in die Vorschau des Programms über der Taskleiste.
    • Anpassen des Look & Feel des Webbrowsers durch farbliche Anpassung des Zurück- und Vorwärtsbuttons.
    • Hervorheben der Webseite durch ein Icon in hoher Auflösung außerhalb des Webbrowsers.

    High-Res Icon

    Durch die Integration in die Taskleiste wird die Webseite wie ein Programm angezeigt und kann über diese Verknüpfung direkt gestartet werden. Als Icon wird das Favicon der Webseite genutzt. Sebastian Kuhbach von Winfuture.de hat mir freundlicherweise erlaubt, seine Webseite als Beispiel zu nehmen. So sieht das klassische Favicon von Winfuture in der Adressleiste und auf der Registerkarte aus:

    Favicon

    Wenn man aber die Webseite an die Taskleiste anheften möchte, benötigt Windows 7 ein Icon mit einer höheren Auflösung. Die Taskleiste ist um einiges größer als das klassische Favicon. Internet Explorer 9 nutzt Icons mit folgenden Auflösungen:

    • Adressleiste (16x16)
    • Neue Registerkarte (32x32)
    • Taskleiste (32x32)
    • Browser UI einer angehefteten Webseite (24x24)

    Angeheftete Webseiten nutzen darüberhinaus:

    • Aufgaben in Sprunglisten (16x16)
    • Vorschaubilder von Toolbar-Buttons (16x16)
    • Überlagernde Icons (16x16)

    Ein Favicon kann mehrere Bilder in unterschiedlicher Auflösung beherbergen. Für die beste Darstellung mit Internet Explorer 9 empfehlen wir folgende Auflösungen:

    • Empfehlung: 16x16, 32x32, 48x48
    • Optimal: 16x16, 24x24, 32x32, 64x64

    Wenn eine Webseite kein Icon in geeigneter Auflösung zur Verfügung stellt, wird das vorhandene nicht einfach hochskaliert. Dabei auftretende unschöne Pixelartefakte aufgrund der geringen Quellgröße würden das Gesamtbild deutlich trüben. Daher wird das bestehende Icon in Originalgröße eingebunden und mit einem weißen Rahmen umgeben.

    Webseiten anheften

    Um ein hochaufgelöstes Favicon zu erzeugen, nehme ich das Logo von Winfuture, entferne den Textanteil und zentriere den Grafikteil, so dass das Bild quadratisch mit der Auflösung von 1920x1920 Pixel vorliegt. Dann importiere ich das Bild in X-Icon Editor und wähle die gewünschten Zielauflösungen aus:

    X-Icon-Editor

    Ein Blick auf die Vorschau zeigt, wie das neue Icon an den verschiedenen Stellen in Internet Explorer 9 und Windows 7 dargestellt wird:

    X-Icon-Vorschau

    Wenn man zufrieden mit dem Ergebnis ist, exportiert man die fertige Datei ins ICO-Format und speichert sie auf der eigenen Webseite. Meistens platziert man das Favicon im Wurzelverzeichnis der Webseite und bindet es über ein Link-Element in der <head>-Bereich der Webseite als neues Favicon ein:

       1:  <link rel="shortcut icon" href="/favicon.ico" />

    Zu beachten ist dass das Favicon bei jedem Webseitenzugriff geladen wird. Bei populären Webseiten kann bei der Verwendung eines High-Res Icon durchaus der Traffic um Gigabytes zunehmen. Daher ist es ratsam, im Webserver das clientseitige Caching des Favicons über den HTTP-Header einzuschalten. Internet Explorer 9 beachtet hier die Elemente "max-age" und "expires date". Zusätzlich kann für die Datei die GZIP-Komprimierung aktivieren, so dass die Dateigröße während der Auslieferung um ungefähr die Hälfte verringert werden kann.

    Weitere Informationen rund um Favicons stellt Microsoft im Microsoft Developer Network zur Verfügung:

    Metadaten

    Neben dem Favicon können für das Anheften von Webseiten spezielle Metadaten im <head>-Bereich der Webseite übergeben werden, die die Darstellung der angehefteten Webseite beeinflussen. Diese Daten spielen während der Installation und zur Laufzeit eine Rolle.

    application-name

    "application-name" definiert den Namen der Anwendungsinstanz der angehefteten Seite. Der Begriff erscheint, sobald man über das Icon der angehefteten Seite auf der Taskleiste mit der Maus fährt sowie als Fenstertitel der Anwendungsinstanz der angehefteten Seite.

       1:  <meta name="application-name" content="WinFuture.de" />

    Wenn das Element nicht vorhanden ist, wird der Name des Dokuments an dieser Stelle verwendet.

    msapplication-tooltip

    "msapplication-tooltip" blendet einen zusätzlichen Hilfetext ein, wenn man mit der Maus über das Icon der angehefteten Seite im Startmenü oder auf dem Desktop fährt.

       1:  <meta name="msapplication-tooltip" content="WinFuture.de" />
    msapplication-starturl

    "msapplication-starturl" enthält die URL der Webanwendung. Die Startadresse kann der vollqualifizierte oder ein ein relativer Bezeichner der aktuellen Webseite sein. Es sind sowohl HTTP, als auch HTTPS als Protokoll erlaubt. Sollte die URL eine Umleitung auf eine andere Webseite sein, muss die Webseite komplett mit führendem "http://" und abschließendem "/" angegeben werden:

       1:  <meta name="msapplication-starturl" content="./" />

    Wenn dieses Element nicht vorhanden ist, wird die URL der aktuellen Webseite verwendet.

    msapplication-window

    "msapplication-window" legt die Startgröße der angehefteten Webseite fest, wenn sie vom Anwender zum ersten Mal aufgerufen wird. Sobald der Anwender jedoch das Fenster in der Größe verändert, gelten zukünftig die neuen Größen.

       1:  <meta name="msapplication-window" content="width=800;height=600" />

    Die minimale Größe für "width" sind 800 und für "height" 600 Pixel. Größere Werte sind natürlich auch möglich.

    msapplication-navbutton-color

    Über "msapplication-navbutton-color" kann man die Farbe des Vorwärts- und Zurückbuttons beeinflussen. Die Farbe kann als Name oder Hexwert angegeben werden.

       1:  <meta name="msapplication-navbutton-color" content="#016AB0" />

    Wenn dieses Element nicht vorhanden ist, wird die Farbe von der Palette des Favicons abgeleitet.

    Startmenü

    Webseiten lassen sich über die Methode window.external.msAddSiteMode() neben der Taskleiste auch in das Startmenü integrieren:

       1:  <a onclick="window.external.msAddSiteMode();" href="#">Startmenü</a><br />

    Danach blendet Windows 7 eine Sicherheitsabfrage ein, die der Anwender bestätigen muss, bevor die Webseite dem Startmenü hinzugefügt wird:

    Startmenue-hinzufuegen

    Wenn der Webentwickler diese Funktion auf der Webseite nicht integriert hat, kann jeder Anwender auch über die GUI den Vorgang selbst durchführen. Dazu muss er nur den Extras-Button (Tastaturkürzel ALT+X) anklicken und unter "Datei" die Option "Webseite dem Startmenü hinzufügen" auswählen:

    Startmenue-hinzufuegen-GUI

    Zusammenfassung

    Diese ersten Anpassungen und das Favicon schicke ich als nächstes Sebastian per Mail zu:

       1:  <meta name="msapplication-starturl" content="http://www.winfuture.de/" />
       2:  <meta name="msapplication-navbutton-color" content="#016AB0" />
       3:  <meta name="msapplication-tooltip" content="WinFuture" />

    Weitere Informationen zur Windows 7 Desktop Integration mit Internet Explorer 9 habe ich in folgenden Beiträgen zusammengestellt:

    1. Anheften von Webseiten
    2. Sprunglisten
    3. Benachrichtigungen und Steuerfunktionen

    Have fun!
    Daniel

  • Tracking Protection im Internet Explorer 9

    Bei den mit Internet Explorer 9 konkurrierenden Browsern Firefox und Chrome ist AdBlock das Add-on Nummer eins. Es wird primär genutzt, unerwünschte Werbung auf Webseiten zu blockieren. Mit Tracking Protection (auf Deutsch Tracking-Schutz) hat Internet Explorer 9 eine ähnliche Funktion zukünftig fest eingebaut, die sich jedoch nicht gegen Onlinewerbung richtet, sondern gegen das unerwünschte Nachverfolgen des eigenen Surfverhaltens durch Dritte, ohne dass der Anwender etwas davon weiß.

    Über die Auslieferung von Inhalten an den Webbrowser, die nicht von der ursprünglichen Domain stammen, die der Anwender im Browser aufgerufen hat, können Dritte das Surfverhalten protokollieren und analysieren. Auf der Internet Explorer Test Drive-Seite zeigt das Beispiel Tracking Protection, wie der Schutz funktioniert.

    image

    Wenn man die Test Drive-Seite aufruft, erwartet man Inhalte von der Domain microsoft.com. Zur leichteren Erkennung hebt Internet Explorer 9 den Domainnamen automatisch hervor (Domain Highlighting). Die Testseite enthält zusätzlich Inhalte von drei anderen Webseiten: greendomain.com, reddomain.com und bluedomain.com.

    Wenn Anwender also obige URL aufrufen, lädt ihr Browser weitere Inhalte von diesen drei anderen Webseiten nach. Dabei erhalten die Betreiber dieser Webseiten nicht nur Informationen über die aktuelle IP-Adresse des Surfers, sondern auch, woher dieser kam und auf welcher Seite er gerade surft. Kombiniert mit weiteren Techniken wie zum Beispiel Cookies, JavaScript und vielem mehr können somit Dritte das Surfverhalten von Anwendern mitprotokollieren.

    Mittlerweile existieren umfangreiche Netzwerke von hunderten Firmen, die derart das Surfverhalten von Anwendern protokollieren. Dahinter kann sich ein Dienstleister verbergen, der dem Webseitenbetreiber umfangreiche Auswertungen über die Nutzung seiner Webseite liefert, damit er zum Beispiel seine Seite attraktiver und erfolgreicher gestalten kann. Dahinter können sich aber auch Werbenetzwerke verbergen, die über das Protokollieren des Surfverhaltens Nutzervorlieben herausfinden wollen, um zum Beispiel Werbung effektiver platzieren zu können. Dahinter können sich genauso Marktplätze verbergen, auf denen derartige Daten als Ware gehandelt werden.

    Ohne diese Techniken jetzt zu bewerten sind wir der Ansicht, dass es jedem Anwender selbst überlassen sein sollte, darüber entscheiden zu können, ob er möchte, dass seine Daten auf diese Art und Weise Dritten zugänglich gemacht werden oder nicht. Heute ist es aber für Anwender sehr schwierig bis nahezu unmöglich, zu erfahren, wer welche Daten von ihm speichert, verarbeitet, auswertet und möglicherweise weiterverkauft. Dazu ein paar Beispiele aus der Praxis:

    Ich habe mir einmal mehrere deutsche Tech-Webseiten angesehen um herauszufinden, ob und wenn ja welche Drittanbieter von meinem Besuch auf der jeweiligen Seite erfahren. Dazu lassen sich in Internet Explorer 9 sehr gut die Developer Tools nutzen, welche mit F12 aufgerufen werden können.

    SNAGHTML1c98fd86

    Angefangen habe ich mit dem Windows 7-Blog von Microsoft. Ein Aufruf von blogs.technet.com/b/sieben sieht in etwa so aus (die Timing-Spalte kann ignoriert werden, das Konferenz-WLAN war ein wenig überlastet):

    TPL-sieben

    In Summe nach dem Erstkontakt mit blogs.technet.com werden 77 Elemente heruntergeladen, von denen 69 von der Domain blogs.technet.com (zu erkennen an dem führenden / in der URL) und anderen Microsoft-Servern stammen . Die verbleibenden 8 Elemente (~10%) stammen von 2 verschiedenen Seiten:

    • microsoftsto.112.2o7.net (Omniture Webanalyse)
    • twimg.com (Twitter-Widget)
    • twitter.com (Twitter-Widget) 

    Von meinen Blogbesuchern erfahren also noch zwei weitere Parteien etwas: Twitter (über das eingebundene Widget) und in gewisser Art und Weise der Webstatistik-Dienstleister Omniture. Wenn man die Seite insgesamt betrachtet, erhält man in Summe Informationen von der Quelle, die man aufgerufen hat.

    Schauen wir jetzt auf andere, exemplarisch ausgesuchte Webseiten. Ich habe einmal computerbild.de, golem.de, heise.de, stadt-bremerhaven.de und winfuture.de ausgewählt, wobei die Auswahl keinerlei Wertung enthält. Im Ergebnis teilen diese Webseiten Daten ihrer Kunden mit einer Vielzahl von Onlinewerbung, -marketing und –trackingdiensten (die diese Daten teilweise weiterverkaufen) und auch mit Facebook, einer Immobilienvermarktung, einer Jobbörse und C&A (richtig gelesen, dem Textil-Einzelhändler):

    TPL-computerbild TPL-golem TPL-heise TPL-stadt-bremerhaven TPL-winfuture

    computerbild.de
    • 173 Elemente insgesamt
    • 38% stammen nicht von *.computerbild.de oder *.computer-bild.de (67/173)
      • 1x nuggad.net (Predictive Behavioral Targeting Webtracking)
      • 2x facebook.com (Facebook)
      • 33x fbcdn.net (Facebook)
      • 4x doubleclick.net (Google Doubleclick Onlinewerbung und Webtracking)
      • 2x google-analytics.com (Google Webanalyse und Webtracking)
      • 5x googlesyndication.com (Google Webtracking)
      • 1x immonet.de (Tochterunternehmen von Axel Springer zur crossmedialen Immobilienvermarktung)
      • 2x ivwbox.de (Organisation zur Ermittlung unabhängiger Nutzungszahlen)
      • 17x smartadserver.com (Onlinewerbung, Onlinemarketing und Webtracking)
    golem.de
    • 81 Elemente insgesamt
    • 29% stammen nicht von *.golem.de (24/81)
      • 10x doubleclick.net (Google Doubleclick Onlinewerbung und Webtracking)
      • 6x ivwbox.de (Organisation zur Ermittlung unabhängiger Nutzungszahlen)
      • 1x jobware.de (Online Jobbörse)
      • 4x nuggad.net (Predictive Behavioral Targeting Webtracking)
      • 3x serverkompetenz.net (Webanalyse beim Hoster?)
    heise.de
    • 104 Elemente insgesamt
    • 42% stammen nicht von *.heise.de (44/104)
      • 1x 2mdn.net (Google DoubleClick Advertising Server)
      • 2x atdmt.com (Atlas Institut Webtracking)
      • 17x doubleclick.net (Google Doubleclick Onlinewerbung und Webtracking)
      • 8x googlesyndication.com (Google Webtracking)
      • 2x ivwbox.de(Organisation zur Ermittlung unabhängiger Nutzungszahlen)
      • 1x just4business.de (Icon vom Onlinepublishing-Martplatz hijacked)
      • 13x ligatus.com (Ligatus Onlinewerbung und Webtracking)
    stadt-bremerhaven.de
    • 135 Elemente insgesamt
    • 64% stammen nicht von *.stadt-bremerhaven.de (87/135)
      • 1x 2mdn.net (Google DoubleClick Advertising Server)
      • 4x afy11.net (Cox Digital Solutions Onlinewerbung und Webtracking)
      • 4x atdmt.com (Atlas Institut Webtracking)
      • 1x bernd-distler.net (RSS-Icon von fremdem Blog hijacked)
      • 1x bloggerei.de (Icon vom Blogverzeichnis hijacked)
      • 1x bluekai.com (Marktplatz für Webtracking-Daten)
      • 7x collective-media.net (Contentprovider für NetShelter Onlinewerbung und Webtracking)
      • 2x crowdscience.com (Crowd Science Webtracking)
      • 14x doubleclick.net (Google Doubleclick Onlinewerbung)
      • 1x feedburner.com(Google Doubleclick Webanalyse und Webtracking)
      • 2x google.com (Google Suchmaschine)
      • 3x googleadservices.com (Google Onlinewerbung und Webtracking)
      • 2x google-analytics.com (Google Webanalyse und Webtracking)
      • 1x googleapis.com (Google Content Delivery Network
      • 9x googlesyndication.com (Google Webtracking)
      • 2x gyazo.com (Online Screen-Grabbing)
      • 1x hosteurope.de (Werbung vom Hoster)
      • 2x imrworldwide.com (Nielsen Onlinewerbung und Webtracking)
      • 7x mediaplex.com (Valueclick Onlinewerbung und Webtracking)
      • 7x netshelter.net (NetShelter Onlinewerbung und Webtracking)
      • 1x nexac.com (NextAction Onlinewerbung und Webtracking)
      • 5x quantserve.com (Quantcast Onlinewerbung und Webtracking)
      • 2x scorecardresearch.com (Full Circle Studies, Inc Webtracking)
      • 1x wikio.de (WIKIO S.A. Webtracking)
      • 2x wordpress.com (WordPress Webtracking)
      • 1x youtube.com (Google Videoportal und Webtracking)
      • 3x ytimg.com (Google YouTube IMaGe server Webtracking)
    winfuture.de
    • 61 Elemente insgesamt
    • 57% stammen nicht von *.winfuture.de oder *.wfcdn.de (35/61)
      • 2x 2mdn.net (Google DoubleClick Advertising Server)
      • 1x cunda.de (C&A Textileinzelhandel)
      • 3x doubleclick.net (Google Doubleclick Onlinewerbung)
      • 7x freenet.de (FreeNet Onlinewerbung und Webtracking)
      • 5x google-analytics.com (Google Webanalyse und Webtracking)
      • 3x googlesyndication.com (Google Webtracking)
      • 2x ivwbox.de (Organisation zur Ermittlung unabhängiger Nutzungszahlen)
      • 1x metalyzer.com (Metapeople Webtracking)
      • 1x microsoft.com (IE Infobar)
      • 1x nuggad.net (Predictive Behavioral Targeting Webtracking)
      • 5x onad.eu (ON|AD GmbH Onlinemarketing, –werbung und Webtracking
      • 4x wunderloop.net (Tomorrow Focus Onlinewerbung und Webtracking)

    Allein die Menge der zusätzlich eingebundenen Drittwebseiten spricht Bände. Ist hier wirklich jederzeit gewährleistet, dass der Webseitenbetreiber die Verantwortung über den Umgang mit den Daten seiner Besucher trägt oder wird diese an eine Vielzahl weiterer Firmen delegiert, zu denen der Anwender keinerlei Beziehung hat und von denen er beim Besuch der Seite noch nicht einmal etwas ahnt?

    Microsoft bietet im Internet Explorer 9 mit Tracking Protection erstmals eine effektive Möglichkeit für Anwender, dafür zu sorgen, dass beim Besuch von Webseite A Anfragen an andere Webseiten nicht ausgeführt werden. Dazu muss der Anwender keine zusätzliche Software oder Add-ons installieren. Er muss lediglich sich für den Einsatz der Funktion entscheiden und sie aktivieren – von Haus aus ist sie nicht eingeschaltet.

    Dazu kann er entweder eine intern automatisch erstellte Liste aktivieren und nutzen oder eine sogenannte Tracking Protection List (TPL) von einem vertrauenswürdigen Anbieter installieren. Die interne Liste entsteht automatisch beim Surfen im Netz durch eine lokale Analyse der Webseitenaufrufe von Drittwebseiten aus den besuchten Webseiten heraus. Werden hier Drittwebseiten so oft eingebunden, dass sie einen Schwellwert von 10 überschreiten (Wert kann von 3 – 30 angepasst werden), werden sie vom Browser in der Zukunft ignoriert. Die Seiten werden jedoch nicht blockiert – man kann sie jederzeit über die jeweilige URL direkt aufrufen. Lediglich indirekte Aufrufe durch das Einbinden in Seiten, die der Anwender eigentlich besuchen möchte, werden nicht mehr ausgeführt.

    Natürlich können bei der automatisch erstellten Liste auch Webseiten in den Filter geraten, die Anwender dort nicht haben möchten. Deswegen können sie die Liste problemlos einsehen und die Einträge selbst ändern:

    Bei der Installation von TPLs dagegen gibt man als Anwender die Verantwortung für die Entscheidung, welche Drittwebseiten als Trackingseiten erlaubt oder geblockt werden sollen, an eine vertrauenswürdige Organisation weiter. Die Listen können von jedermann erstellt und angeboten werden. Das Format wurde von uns offengelegt und freigegeben. Wir arbeiten mit dem W3C daran, diese Technologie bei der HTML5-Standardisierung mit aufzunehmen.

    Wir gehen davon aus, dass hier verantwortungsbewusste Firmen und Organisationen, die sich bisher schon dem Schutz der Privatsphäre gewidmet haben, als vertrauenswürdige Anbieter solcher Listen auftreten werden. Da die Listen im Browser im Klartext eingesehen werden können, ist eine Community-basierende Kontrolle leicht möglich.

    Microsoft arbeitet zum Start von Internet Explorer 9 Release Candidate mit vier Firmen zusammen und stellt deren Listen unter http://ie.microsoft.com/testdrive/Browser/TrackingProtectionLists/Default.html zur Verfügung. Zur Installation muss man lediglich den Link anklicken und das Abonnieren der Liste bestätigen. Die Inhalte werden dann von Internet Explorer 9 automatisch aktualisiert.

    TPLs können nicht nur als Blacklist fungieren, sondern auch Daten für Whitelisting enthalten. Während die TPLs von Abine, EasyList (AdBlock) und PrivacyChoice fast ausschließlich Tracking-URLs als Blacklist führen, führt TRUSTe® die von ihnen zertifizierten und überprüften Webtracking-Firmen in einer Whitelist. Man sollte daher bei der Entscheidung, welche Listen man selbst nutzen möchte, beachten, dass Whitelisting gegenüber Blacklisting Vorrang hat.

    In Zukunft hoffen wir, dass diese Technologie unseren Kunden ein Mittel an die Hand gibt, die eigene Privatsphäre in diesem Punkt besser schützen zu können und Webseitenbetreiber dadurch ermuntert werden, mehr Verantwortung zu übernehmen.

  • Internet Explorer 9 Release Candidate (RC)

    Nach der Veröffentlichung der Betaversion von Internet Explorer 9 (IE9) im September letzten Jahres folgt nun der nächste große Schritt. Auf dem Weg zur Fertigstellung des neuen Webbrowsers von Microsoft hat Internet Explorer den Status RC (Release Candidate - auf Deutsch: Freigabekandidat) erreicht.

    Internet Explorer 9 RC ist die letzte Testversion vor der endgültigen Fertigstellung des Browser. Er enthält alle Funktionen des endgültigen Produkts (feature complete) und steht ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung:

    IE9RC-1024x768

    Installation

    Internet Explorer 9 RC steht für Windows Vista, Windows 7 und Windows Server 2008 in einer Version für 32- und 64-Bit sowie für und Windows Server 2008 R2 in 64-Bit zur Verfügung. Nach dem Herunterladen des richtigen Installationspakets gestaltet sich die Installation sehr einfach. Internet Explorer 9 RC überprüft die Systemumgebung und lädt bei Bedarf notwendige Updates aus dem Internet direkt herunter:

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    Unter Windows 7 Service Pack 1 kann Internet Explorer 9 auch ohne Reboot installiert werden. Hierzu wird lediglich der Windows Explorer beendet und nach erfolgter Installation automatisch neu gestartet. So läßt sich Internet Explorer 9 RC in weniger als zwei Minuten installieren:

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    Geschwindigkeit

    Schon mit frühen Preview-Versionen des Internet Explorer 9 hat Microsoft aufgezeigt, welche enormen Geschwindigkeitssteigerungen durch die Nutzung eines geeigneten Grafikprozessors (GPU) zum hardwarebeschleunigten Darstellen von Webseiten erreichbar sind. Auch bei der Javascript-Performance liegen mittlerweile Lichtjahre zwischen Internet Explorer 9 und seinen Vorgängerversionen.

    Während Internet Explorer 6, 7, 8 und 9 Beta zum Beispiel lediglich 64 Callbacks/sec in JavaScript unterstützten, ermöglicht Internet Explorer 9 RC gemäß der HTML5-Spezifikation jetzt 250 Callbacks/sec, wodurch Webanwendungen weiter beschleunigt werden. Konnte IE9 erstmals mit der Platform Preview 7 die Führung im populären SunSpider JavaScript Benchmark übernehmen, behauptet IE9 RC diese Stellung und baut sie noch etwas weiter aus:

    SunSpiderResultsPPB8RC

    Man sollte jedoch nicht den Fehler machen, die Geschwindigkeit allein anhand von derartigen synthetischen Benchmarks zu beurteilen. Die JavaScript-Engine ist nur eine von 11 Browser-Subsystemen, die zwischen Internet Explorer 9 Beta und Internet Explorer 9 RC über 2.000 Verbesserungen erfahren haben.

    Dadurch steigern wir die Geschwindigkeit vor allem in realen Kundenszenarien: Internet Explorer 9 RC verkürzt die Startzeit, lädt Webseiten schneller und erlaubt Anwendern schneller mit Webseiten zu interagieren als je zuvor.

    Dynamische GPU-Nutzung

    Mit der Beta-Version haben wir von einigen Kunden das Feedback bekommen, dass die hardwarebeschleunigte Darstellung mit ihrer Kombination aus Hardware und Treiber nicht zufriedenstellend funktionierte. Teilweise stürzte der Browser direkt nach dem Aufruf bei Aktivieren der Hardwarebeschleunigung ab. Abhilfe schuf das Ausschalten der Hardwarebeschleunigung:

    Softwarerendering

    Mit dem RC haben wir Änderungen vorgenommen, so dass die GPU abhängig von Modell und Treiberversion dynamisch ein- oder ausgeschaltet wird.

    Netzwerkcache und Cache Heuristik

    Frühere Versionen von Internet Explorer begrenzten den Speicherplatz für die temporären Internetdateien auf 50MB. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass moderne Webseiten mittlerweile deutlich an Größe zugenommen haben. Daher erhöhen wir mit dem RC die Cachegröße auf 250MB. Zusätzlich haben wir durch die Nutzung durch mehr als 20 Millionen Betatester die Cache Heuristik deutlich verbessern können, so dass der Internet Explorer 9 ein verbessertes Cachehandling zeigen wird.

    Stromverbrauch

    Ein wichtiger Punkt bei der Nutzung eines Computers ist natürlich auch der Stromverbrauch. Während bei Desktop-Computern hier Green IT eine Rolle spielt, sind vor allem mobile Geräte wie Laptops und Netbooks darauf angewiesen, dass Programme möglichst batterieschonend arbeiten. Webbrowser haben hier einen signifikanten Einfluss auf die Batterielaufzeit. Sie sind die mit am häufigsten eingesetzte Anwendung und werden die meiste Zeit von Anwendern auch im Hintergrund laufen gelassen.

    Eine Untersuchung von AnandTech hatte schon vor knapp zwei Jahren deutliche Unterschiede beim gleichem Lastprofil zu Tage gefördert. Einige Browserhersteller setzen den Intervall des System Timers von Windows drastisch herunter, um damit allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit des Browsers zu erhöhen. Dies geht jedoch zu Kosten der Batterielaufzeit. So kann eine Änderung des System Timers von 15,6ms auf bis zu 1ms (wie von Google Chrome am Anfang praktiziert) die Batterielaufzeit um 25% verringern.

    Mit Hilfe von ClockRes kann man selbst überprüfen, wie unterschiedlich Browserhersteller den System Timer verändern. Mit Hilfe von "powercfg /energy" kann man sich unter Windows 7 sogar einen Bericht erstellen lassen, der zum Beispiel auch aufzeigt, welche Anwendungen Einfluss auf die System Timer Auflösung nehmen.

    Internet Explorer 9 verändert im laufenden Betrieb den System Timer nur bei Bedarf. Wir achten dabei auch, ob der Computer mit dem Stromnetz verbunden ist oder ob er auf Batterie läuft und passen den System Timer optimal an:

    Internet Explorer 9 auf Batterie vs. am Stromnetz

    IE9RC-Powermeter-IE9-battery  IE9RC-Powermeter-IE9

    Andere Browser

    IE9RC-Powermeter-Chrome-battery  IE9RC-Powermeter-Firefox-battery  IE9RC-Powermeter-Opera-battery  IE9RC-Powermeter-Safari-battery

    Übersichtlich

    Im Vergleich zur Betaversion haben sich eine Reihe von Änderungen an der Benutzeroberfläche und der Funktionalität des Browsers ergeben, auf die ich im Rahmen dieses Artikels etwas näher eingehen möchte. So haben wir zum Beispiel sehr viel Feedback von Testern bezüglich der Platzierung der Tabs bekommen. Ganz deutlich wurde der Wunsch ausgedrückt, soviel Bildschirmfläche wie möglich für die Webseite zur Verfügung gestellt zu bekommen.

    Bildschirmfläche

    Ich habe mir daher einmal angeschaut, welche Möglichkeiten unsere Wettbewerber anbieten und wie sich Internet Explorer 9 RC im Vergleich dazu schlägt. IE9 RC unterstützt jetzt das Platzieren der Tabs auch unter die URL-Leiste – eine Bitte, die wir sehr oft gehört haben. Chrome (via about:flags), Opera (via rechten Mausklick auf einen Tab) und Firefox (mit dem Add-on Tree Style Tab ) erlauben zusätzlich, Tabs auch seitlich zu platzieren.

    IE9RC-Tabs-nach-unten

    Dadurch erhoffen sich viele mehr Bildschirmfläche zum Arbeiten zu erhalten, da die aktuell üblichen Notebookdisplays mit einer Auflösung von 1366x768 oder auch Netbooks mit 1024x600 in der Höhe stark limitiert sind.

    IE9RC-Tabs-unten

    Ich habe diese Diskussion in der Vergangenheit schon oft geführt und immer wieder festgestellt, dass sich hier Meinungen oft aufgrund subjektiver Wahrnehmung bilden. Um die Diskussion auf eine objektive Grundlage zu stellen, habe ich einmal die aktuellen Browser vermessen und die Ergebnisse ausgewertet:

    1024x768 (Fenster)

    Fenster

    1024x768 (maximiert)

    Vollbild

    Das Ergebnis mag den einen oder anderen überraschen: Der Release Candidate von Internet Explorer 9 bietet gegenüber allen anderen Wettbewerbern in der Standardkonfiguration die größte nutzbare Bildschirmfläche! Selbst gegenüber der seitlichen Anordnung der Tabs bietet IE9 RC mehr Platz sowohl in der Breite, als auch in der Höhe. Wenn man die gesamte nutzbare Fläche berechnet, liegt IE9 RC damit auch an der Spitze:

    1024x768 Breite x Höhe

    Fenster Vollbild

    Wer selber nachschauen will, findet hier die den Berechnungen zugrundeliegenden Screenshots:

    Fenster

    F-IE9 F-IE9-unten F-Chrome F-Chrome-links F-Firefox F-Firefox-links F-Opera F-Opera-links F-Safari

    Maximiert

    M-IE9 M-IE9-unten M-Chrome M-Chrome-links M-Firefox M-Firefox-links M-Opera M-Opera-links M-Safari

    One Box

    IE9RC-Search-Glyph-1 Ebenfalls überarbeitet wurde die sogenannte One Box. Mit diesem Begriff bezeichnen wir die URL-Leiste, die gleichzeitig als Suchleiste dient. Bisher war es schwierig, wenn man eine Suche eingegeben hatte, diese im Eingabefenster nachträglich zu modifizieren oder auch die gleiche Suche an eine andere Suchmaschine zu übergeben. Jetzt gibt es mit der Lupe ein neues Icon, welches nach einem Klick die ursprüngliche Sucheingabe in der One Box wiederherstellt, so dass man sie sehr einfach verändern kann:

    IE9RC-Search-Glyph-2  IE9RC-Search-Glyph-3

    Benachrichtigungen

    Nachdem wir in der Betaversion zum ersten Mal die Benachrichtigungen am unteren Bildschirmrand zusammengefasst haben, wird das Handling im RC weiter verbessert. Weniger wichtige Benachrichtigungen werden zukünftig automatisch ausgeblendet, wenn sie nicht beachtet werden.

    IE9RC-Downloads-1

    Die Darstellung beim Datei herunterladen wurde ebenfalls verändert – hier fängt die Benachrichtigung nach kurzer zeit zu aufzuleuchten, um den Benutzer darauf aufmerksam zu machen.

    IE9RC-Downloads-2

    Wenn der SmartScreen Reputationsdienst eine Datei als gefährlich einstuft, enthält die Benachrichtigung jetzt auch einen direkten Löschbutton. Ich habe dazu zwei kurze Videos aufgezeichnet, die das neue Verhalten am Beispiel der SmartScreen Application Reputation illustrieren:

    SmartScreen Application Reputation bei verdächtigem Download

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    SmartScreen Application Reputation bei unverdächtigem Download

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    Der Downloadmanager wurde ebenfalls überarbeitet und zeigt jetzt auch die Geschwindigkeit beim Herunterladen direkt an.

    Angeheftete Webseiten

    IE9RC-Anheften Eine der großen Neuerungen im Internet Explorer 9 ist die direkte Integration von Webseiten in Windows 7. Die Möglichkeit, Webseiten direkt an die Startseite heften und von dort mit ihnen interagieren zu können, fand sehr großes Interesse. Neu im RC ist die Unterstützung für mehrere Homepages mit einer angehefteten Webseite. Weiterhin kann man nun auch problemlos Webseiten an die Taskbar anheften, wenn diese vom unteren Bildschirmrand zum Beispiel an eine der Seiten verschoben wurde. Bisher kollidierte diese Aktion mit Aero Snap – jetzt hat das Anheften Vorrang.

    Schließlich unterstützt Internet Explorer 9 RC auch angeheftete Webseiten im InPrivate-Modus. Seiten, die in diesem Modus angeheftet werden, werden beim erneuten Aufruf automatisch in InPrivate gestartet.

    Zur kopierter Adresse wechseln

    Eine Kleinigkeit hat noch Eingang in den Release Candidate gefunden. Wer zum Beispiel in einer anderen Anwendung eine URL in die Zwischenablage kopiert, muss diese nicht mehr in die URL-Leiste eingeben, sondern kann einfach mit einem rechten Mausklick über das Kontextmenü das Kommando Zur kopierten Adresse wechseln nutzen (für die Tastaturjunkies STRG+Shift+L):

    IE9RC-Zu-kopierter-Adresse-wechseln

    Sicher und zuverlässig

    Ende letzten Jahres hatte ich im Artikel IE9 Tracking Protection angekündigt, dass Internet Explorer 9 im Release Candidate erweiterte Schutzmaßnahmen für Sicherheit und Privatsphäre mitbringen wird. Tracking Protection , ersetzt InPrivate Filtering und blockiert auf Wunsch Drittanbieter, die möglicherweise das eigene Surfverhalten beobachten wollen. Dazu wird man als Anwender zukünftig Inhalte von jeder Webseite anhand von Tracking Protection -Listen (TPL) automatisiert herausfiltern lassen können. Diese Listen benötigen nicht wie bei der Konkurrenz ein extra Add-on - sie können direkt aus dem Browser heraus abonniert werden. Einfach die gewünschte Liste anklicken. Zum Start des Release Candidate stehen Listen von Abine, TRUSTe, PrivacyChoice und AdBlock Plus (EasyList)  zur Verfügung. Eine interne Liste kann vom Browser zusätzlich auch selbst dynamisch erzeugt werden:

    IE9RC-Tracking-Protection

    Das Prinzip dieser Listen ähnelt in gewisser Weise zum Beispiel der deutschen Robinsonliste für eMail, Mobilfunk und Telefon . Wenn man eine TPL zu seinem Browser hinzufügt, verhindert Internet Explorer 9 zukünftig zuverlässig das Senden von Daten an Webseiten, die auf der Liste stehen. Zur Standardisierung des Aufbaus einer TPL schlagen wir folgendes vorläufige Dateiformat vor. Es enthält sowohl Elemente mit “Do Not Call” (blockieren) und “OK to Call” (erlauben) Charakter:

      1: <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
    
      2: <rss version="2.0" xmlns:wf="http://www.microsoft.com/schemas/webfilter/2008">
    
      3:   <channel>
    
      4:     <title>Demo</title>
    
      5:     <description>Tracking Protection List from ietestdrive.com </description>
    
      6:     <item><wf:blockRegex><![CDATA[msdn\.com/.*\.js]]></wf:blockRegex></item>
    
      7:     <item><wf:allowRegex><![CDATA[strikestrike\.com/.*\.js]]></wf:allowRegex></item>
    
      8:   </channel>
    
      9: </rss>

    Derartige Listen können somit sehr einfach erstellt und somit von verschiedensten Stellen angeboten werden. Wir stellen dafür das vorgeschlagene Format zusätzlich unter Creative Commons Attribution Lizenz und Microsoft Open Specification Promise . Anwender könnten zukünftig sowohl Listen von Datenschutzorganisationen, als auch von Werbefirmen nutzen, um besser selbst bestimmen zu können, welche Daten sie zur Verfügung stellen wollen, um möglicherweise auch im Gegenzug Dienste kostenfrei nutzen zu können.

    ActiveX Filterung

    ActiveX als Technologie erlaubt Webentwicklern einen sehr weitgehenden Zugriff auf den lokalen Computer und ermöglicht damit sehr interaktive Webanwendungen. Allerdings führen fehlerhafte ActiveX-Controls immer wieder zu Sicherheitsproblemen. Als Konsequenz enthält Internet Explorer 9 RC nun einen neuen ActiveX-Filter.

    IE9RC-ActiveX-Filterung

    IE9RC-Neue-Icons Wenn er eingeschaltet wird, surft der Anwender standardmäßig im Internet, ohne dass ActiveX aktiv ist. Wenn auf einer Webseite ein ActiveX-Control aufgerufen wird, erscheint ein neues Icon in der URL-Leiste, mit Hilfe dessen man nur für diese Seite die Verwendung von ActiveX-Controls aktivieren kann:

    IE9RC-Protection-Konfiguration-1

    IE9RC-Protection-Konfiguration-2

    Interoperabilität

    In Internet Explorer 9 Release Candidate sind einige weitere Neuerungen eingeflossen, die die Interoperabilität betreffen. So unterstützt IE9 RC jetzt auch CSS2D Transforms sowie HTML5 Semantic Tags, WebM und Geolocation:

    IE9RC-Geolocation

    Sprachunterstützung

    Internet Explorer 9 Beta unterstützte bisher 33 Sprachen. Mit dem Release Candidate erhöht Microsoft diese Zahl auf folgende 40 Sprachen: Arabisch, Katalanisch, Chinesisch (Hong Kong), Chinesisch (Simplified), Chinesisch (Traditional), Tschechisch, Dänisch, Holländisch, Englisch (US), Finnisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Hebräisch, Hindi (Indien), Ungarisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch(Bokmål), Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Portugiesisch (Portugal), Rumänisch, Russisch, Slowenisch,
    Spanisch (Spanien), Schwedisch, Thai, Türkisch, Ukrainisch, Vietnamesisch, Bulgarisch, Kroatisch, Estnisch, Lettisch, Lithauisch, Serbisch (Latein) und Slowakisch.

  • Windows 7 und Windows Server 2008 R2 Service Pack 1

    SNAGHTMLb0cbd9

    Auf dem Windows Server Division WebLog wurde es jetzt offiziell verkündet: am 09.02.2011 wurde das Service Pack 1 für Windows Server 2008 R2 und Windows 7 fertig gestellt. Für TechNet- und MSDN-Abonnenten und Volume Licensing-Kunden wird es ab dem 16.02. verfügbar sein, am 22.02. findet es sich dann auch in Windows Update und dem Microsoft Download Center.

    Insbesondere für das virtualisierte Rechenzentrum und für Hosted Desktops ist das Service Pack 1 ein wichtiger Meilenstein, denn mit Dynamic Memory kann man die virtuelle Maschinendichte auf einem Hyper-V Host im Vergleich zur RTM-Version um bis zu 40% erhöhen, ohne auch nur fragwürdige Tipps wie das Deaktivieren von ASLR in Betracht ziehen zu müssen. Mit RemoteFX wiederrum können auch anspruchsvolle Grafik-Arbeitsplätze in der Zukunft voll virtualisiert werden.

    Als weitere Neuerung bringt Service Pack 1 die Unterstützung für das neue Instruktionsset Advanced Vector Extensions (AVX) von Intels Sandy Bridge-Prozessoren und AMDs kommender Bulldozer-Plattform mit. Von AVX können neu kompilierte Versionen von Anwendungen im Audio-/Video- sowie Unified Communications-Bereich besonders profitieren.

    Seit der Ankündigung der ersten Betaversion haben wir zahlreiche Ressourcen erarbeitet, mit deren Hilfe man die neuen Funktionen Dynamic Memory und RemoteFX kennenlernen und das Deployment des Service Pack genau planen kann. Einen ersten Überblick verschafft mein Kollege Ralf Schnell mit seinem Webcast Überblick über das Service Pack 1 für Windows Server 2008 R2 und Windows 7, technischer wird es dann mit Dynamic Memory Deep Dive und RemoteFX Deep Dive.

    Eine Liste aller sonstigen Hotfixes und Updates im Service Pack 1 findet man in Documentation for Windows 7 and Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 Release Candidate (KB976932). Für Fragen und möglicherweise auftretende Probleme haben wir das TechNet Forum zum Service Pack 1 (engl.) als erste Anlaufstelle eingerichtet.

    Weitere SP1-Ressourcen stehen im TechNet Evaluierungscenter, dem Deutschen Windows Server Blog, dem German Virtualization Blog und den englischsprachigen Blogs zu Virtualisierung und Optimized Desktop zur Verfügung.

  • Neue Workshops zu Windows 7 Deployment und Internet Explorer 9

    Aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr bietet Microsoft auch 2011 wieder kostenfreie Windows 7 Deployment und Internet Explorer 9-Workshops an. Bitte beachten Sie die frühzeitige Anmeldung und dass wir bei Überbuchung - der besseren Chancengleichheit geschuldet und aufgrund der erwartet hohen Nachfrage - maximal 2 Teilnehmer pro Unternehmen und anderer Organisationen zulassen können, weitere Kollegen aber gerne auf die Warteliste nehmen.

    Windows 7 Deployment

    Inhalte sind die Optimierung der Desktopbereitstellung mit kostenfreien Tools und Anwendungen von Microsoft zur Steuerung von unbeaufsichtigten und angepassten Windows-Installationen. Wir gehen insbesondere ein auf

    • User State Migration Tool (USMT) 4.0
    • Windows Automated Installation Kit (WAIK)
    • Microsoft Deployment Toolkit 2010

    Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, von unserem erfahrenen Trainer Antworten auf Ihre Fragen zu bekommen. Diese Veranstaltung vermittelt die Inhalte durch Vorträge und Labs.

    Internet Explorer 9

    Microsoft meldet sich gerade mit Internet Explorer 9 im Browsermarkt eindrucksvoll zurück. Schnell, übersichtlich, standardkonform und bestens in Windows 7 integriert – so zeigt sich die neue Browserversion. Nachdem die Beta-Version allein am ersten Tag über eine Millionen Mal heruntergeladen wurde, testen mittlerweile über 20 Millionen Anwender weltweit Internet Explorer 9. In den Sessions zeigen wir die Neuerungen in IE9. Inhalte der Sessions sind:

    • Neues im Internet Explorer 9
    • Verteilung und Verwaltung von Internet Explorer 9
    • Möglichkeiten der Anpassung des Internet Explorer 9
    • Abwärtskompatibilität mit Internet Explorer
    • Internet Explorer 9 Sicherheit
  • Windows 7 die Nummer 1 in Deutschland

    In vielen Diskussionen mit Kunden bekomme ich die Frage gestellt, warum Microsoft in neuen Produkten wie zum Beispiel Windows Live Wave 4 oder Internet Explorer 9 nicht mehr Windows XP unterstützt. Immerhin würde man damit ~60% der Anwender ausschließen. Diese Zahl scheint in den Köpfen vieler fest verdrahtet zu sein. Sie entspricht aber nicht der Wahrheit, denn der Marktanteil von Windows XP fällt rapide.

    Wenn man StatCounter als Messmethode heranzieht, bekommt man einen Eindruck, wie dramatisch sich die Anteile am Betriebssystemmarkt in Deutschland in den letzten Monaten verschoben haben. Der Marktanteil von Windows XP sank von >70% im Jahre 2008 auf mittlerweile <35%. Tendenz weiter fallend. Windows 7 brauchte nur eine Woche, um an Mac OS X vorbeizuziehen. Windows Vista war nach neun Monaten im Juli 2010 überholt und Windows XP fiel schließlich Weihnachten 2010 hinter Windows 7 zurück. Mittlerweile ist Windows 7 das am häufigsten eingesetzte Betriebssystem in Deutschland.

    StatCounter-os-DE-monthly-200907-201101

    Source: StatCounter Global Stats - Operating System Market Share