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Wer trinkt schon fast 10 Jahre alte Milch?

Wer trinkt schon fast 10 Jahre alte Milch?

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Obwohl der Marktanteil von Internet Explorer 6 (IE6) stetig sinkt, bewegen sich heutzutage immer noch zu viele Anwender mit der veralteten Version des Internet Explorers im Netz. Oftmals sind sie sich der zusätzlichen Gefahr, der sie sich dadurch aussetzen, nicht bewusst. Unsere australischen Kollegen hatten in diesem Jahr eine geniale Werbekampagne gestartet, die Nutzer des veralteten Internet Explorer 6 zum Umstieg auf Internet Explorer 8 bewegen sollte. Das Motto lautete: Sie trinken keine neun Jahre alte Milch, warum also einen neun Jahre alten Browser nutzen?

IE8-Milk

Internet Explorer 6 ist rund 10 Jahre alt, was in der IT-Brache mehr als eine Ewigkeit darstellt. Ihm folgten bereits die Versionen Internet Explorer 7 (IE7) und Internet Explorer 8 (IE8, ist derzeit die aktuelle finale Version für den Produktiv- und Heimeinsatz). Derzeit ist sogar deren Nachfolger, der Internet Explorer 9 (IE9) in der Beta-Phase.

Microsoft ermutigt alle Anwender von IE6 und IE7 insbesondere auf Grund der Sicherheit und Standardkonformität, auf eine aktuelle Version des Internet Explorers zu aktualisieren. Internet Explorer 8 enthält modernste Sicherheitstechnologien, stellt aktuelle, moderne Webseiten korrekt und besser dar als IE6 oder IE7 und bietet ein deutlich höheres Schutzniveau als alle vorangegangenen Versionen.

Um eine möglichst breite Unterstützung bei der Ansprache von Anwendern der alten Browserversionen zu erreiche, unterstützt Microsoft Webseitenbetreiber mit einem Detection Script, so dass diese auf einfache Art und Weise ihre eigenen Besucher darauf aufmerksam machen können, wenn sie noch die veralteten Browserversionen IE6 oder IE7 einsetzen.

Das Microsoft Developer Network (MSDN) entwickelte ein Script, das der eine oder andere in den letzten Wochen vielleicht hier auf diesem Blog schon im Einsatz gesehen hat. Es gibt Webseitenbetreibern eine einfache, schnell umsetzbare und gezielte Möglichkeit, Besucher auf die Nutzung veralteter Internet Explorer-Versionen hinzuweisen. Das Script erkennt und unterscheidet die unterschiedlichen Internet Explorer-Versionen nicht wie eine klassische Browserweiche anhand des User Agent Strings, sondern ermittelt, die Versionsnummer aufgrund der Funktionsunterschiede der jeweiligen JavaScript-Engines (Nutzer von Browsern anderer Hersteller werden von dem Script nicht berührt).

Erkennt das Script eine veraltete Internet Explorer-Version, erzeugt es eine Hinweis-Meldung, die ausschließlich Internet Explorer-Benutzern angezeigt wird. Die Einblendungsfrequenz wird dabei über einen Cookie zeitlich gesteuert, so dass der Hinweis nur einmal pro definierten Zeitraum dargestellt wird. Die Einbindung dieses Scripts in die eigene Webseite kann sehr einfach innerhalb weniger Sekunden umgesetzt werden.
Das Script ist zur Zeit schon auf verschiedenen Blogs und Webseiten aktiv.

Details zur Implementierung, die Bedingungen für den Einsatz und natürlich das Script selbst sind auf dem Blog meines Kollegens Kay Giza in dem Blogartikel IE6 und IE7 Detection Script zur Einbindung auf der eigenen Webseite zu finden. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Webseiten-Betreiber und Blogger das Script in ihren Webauftritt integrieren, um uns dabei zu helfen, den Nutzungsanteil der veralteten Browserversionen zu senken.

Comments
  • Ist ja schön, dass Microsoft das Problem inzwischen auch erkannt hat. Aber so lange große Firmen nicht in der Lage sind ihre internen Webanwendungen anzupassen (oder sinnvollerweise mal neuentwickeln zu lassen, schließlich ist inzwischen ja genug im Bereich der Usability passiert), wird sich auch nichts ändern. Vielleicht hätte man den Übergang sogar erheblich einfacher gestalten können, wenn da nicht so eine große Lücke zwischen IE6 und IE7 geklafft hätte und die Implementierungen von Webstandards nicht inkompatibel wären.

    Dass Microsoft sich nun für allgemeingültige Webstandards interessiert ist sicher löblich, nur blöd, dass einige Administratoren die Fähigkeiten des Kompatibilitätsmodus nicht erkannt haben (sollte er wirklich korrekt arbeiten) und somit weiterhin auf dem veralteten Zeug sitzen bleiben. Aber vielleicht erreichen Sie die Hinterwädler ja doch noch..

  • Vielen Dank für diesen höchst aktuellen Honweis aus dem Mai 2010 (windowsblog.freenet.de/.../verfallsdatum-ie6-ueberschritten-microsoft-kampagne )

  • @Ernstl: Kann es sein, dass Du den Artikel nicht bis zum Ende gelesen hast?

  • ...genau die armen Schweine die sich mit dem, nur im IE6 vorhandenen Code-Schrott plagen mussten!!! Nun leidet MS an seiner eigenen Doktrin und dem Versuch einen De-facto-Standard in den Markt zu pressen und allen die lange Nase zu zeigen.

    Kein Wunder das Unternehmenssoftware für IE6 etwas spezieller ist, für MS ist es eben Schade das der IE6 im Grunde seines Wesens so kommunikativ ist!

    Mit leiser Schadenfreude

    Viele Grüße

    Plusbit

  • ... ist der Fakt dass MS Jahrelang versucht hat. sogenannte 'Standards' zu verkaufen.

    Das ging bis vor vielen Jahren noch gut, mittlerweile hat sich die Browserlandschaft - sehr zur Freude der Benutzer - Positiv entwickelt.

    Was MS mit dem IE6 damals gemacht hat, fällt MS (und leider auch vielen Anderen) jetzt böse 'aufs Haupt'!

    Und durch die seinerzeitige Politik den Browser im System zu verankern, ist es nicht gerade leichter IE6 zu aktualisieren!

    Letzter Punkt ist die Preispolitik von MS!

    Alle diese Punkte führen letztendlich dazu, dass der IE6 - leider!!- noch relativ lange im Einsatz bleiben wird!

    Die jetzigen Bemühungen von MS auf neue (MS) Technologien umzusteigen rührt wohl eher daher als dass MS im Vergleich zu 10 Jahren 'nur' mehr Einer von Mehreren ist und diesen Verlust wettmachen möchte.

    Wie man aber auch bei IE9 sehen kann: eigene Suppen kochen, etablierte Standards zu missachten ist auf Dauer nicht gut!

  • MS glaubt mit dem IE9 das Rad neu erfunden zu haben.Ist aber in Wirklichkeit der unbrauchbarste Browser den MS den Usern zumutet.Von der propagierten Geschwindigkeit ist nichts zu sehen,der Browser ist der klägliche Versuch User zurückzugewinnen.Einmal installiert lässt sich das Zeug nicht mehr deinstallieren und die vorherige Version lässt sich nicht mehr installieren mit dem Hinweis dass diese Version in Win 7 nicht läuft.Lief aber vorher problemlos unter Win7.Gottseidank habe ich eine SSD-Platte fürs System eingebaut und den PC neu aufgesetzt.Damit habe ich mir diese Krücke wieder vom Gerät geschafft.Ich arbeite mit IE(nun IE8) und bin äusserst zufrieden damit.Der Versuch,andere Browser zu testen,brachte auch nicht die Erfüllung und so bleibe ich halt bei MS.

  • Schade, dass Deine erste Erfahrung nicht so positiv war. IE9 läßt sich aber problemlos deinstallieren - dazu mußt Du nicht den Rechner neu aufsetzen. In der Internet Explorer 9 Beta FAQ habe ich es auch beschrieben: 

    Bei der IE9-Betaversion handelt es sich um eine Vorabversion der Software, die eventuell wieder völlig entfernt werden muss, um zur Produktionsumgebung zurückzukehren. Wenn man bei der Deinstallation versucht, die Option Programme und Funktionen in der Systemsteuerung zu verwenden, wird der IE9 nicht in der Programmliste angezeigt. Stattdessen wird das Programm im Bereich Installierte Updates angezeigt.

    Viele Grüße,
    Daniel

  • Ich weiß nicht was ihr alle habt. Ich verwende noch den IE6 auf meinem alten Laptop und werde das auch dabei belassen. Diesen Zwang, immer und immer wieder die Software zu aktualisieren nervt mich. Die Standardkonformität interessiert mich in diesem Fall nicht, da ich persönlich als User alle Websites zufriedenstellend öffnen und anzeigen lassen kann. Was will man mehr? Ich steh auch nicht auf den ganzen Schnickschnack. Mir genügt es, wenn der Browser einfach die Website darstellt, mehr muss er für mich nicht tun. Ich sehe das genauso mit dem Mobiltelefonen, meins muss nur telefonieren und höchstens noch SMS'en können, aber das ist ein anderes Thema.

    Zum Thema Sicherheit: Mein alter Laptop ist jetzt knapp 6 Jahre alt + IE6 und wird trotzdem recht häufig benutzt. Bisher hatte ich keinen Wurm, Trojaner oder sonstwas, also las ich mir da auch keine Angst bzgl. der Sicherheit machen. Und ehrlich gesagt ist es mir auch scheißegal, wenn ich dann mal einen Wurm/Trojaner oder Virus bekomme. Wenn ich den bemerke, dann lösch ich den und gut ist.

    Diese Panikmacherei und wie schlimm doch die ganzen Viren und co sind, stehe ich mit einem lächeln gegenüber.

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