Nachdem wir in der letzten Woche Internet Explorer 9 als Betaversion vorgestellt haben, drehen sich viele Diskussionen in der Presse und im Netz um die Unterschiede zwischen aktuellen Browserversionen und hierbei natürlich ganz besonders um die Geschwindigkeit bei der Darstellung von HTML5-Webseiten. Microsoft setzt mit Internet Explorer 9 ganz auf den Grafikprozessor (GPU): GPU-powered HTML5 bedeutet die Nutzung moderner Grafikchips (GPU) bei der Berechnung der Darstellung von Internetseiten.
Um zu verstehen, wie die Grafikkarte bei der Darstellung helfen kann, muss man sich einmal die verschiedenen Schritte, die ein Browser zum Darstellen einer Internetseite durchführen muss, genauer anschauen. Mein Kollege Ted Johnson, Program Manager Lead for Web Graphics, erklärte in dem Artikel The Architecture of Full Hardware Acceleration of All Web Page Content auf dem englischsprachigen Internet Explorer Blog sehr ausführlich, welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gibt und wie die Architektur von Internet Explorer 9 ganz auf Geschwindigkeit ausgerichtet wurde. So beschleunigt Internet Explorer 9 alle drei Schritte vollständig, die zum Rendern einer Webseite notwendig sind:
Im Ergebnis fühlt sich Internet Explorer 9 schon in der Beta rasend schnell beim Seitenaufbau an. Unabhängig davon ob es sich um modernste HTML5-Webseiten handelt oder um Klassiker wie Facebook, Ebay, Heise.de oder Spiegel Online - ich habe immer das Gefühl, als wenn eine Handbremse gelöst worden wäre. IE9 beschleunigt gerade nicht nur speziell auf ihn optimierte Seiten. Je nach Struktur und Inhalt spürt man die hohe Geschwindigkeit auch auf allen bisher existierenden Webseiten.
Aber natürlich schlafen unsere Konkurrenten Marktbegleiter ;-) nicht. Koinzidenz begründet zwar keine Korrelation und ist kein Beweis für Kausalität, aber eine Woche vor dem Veröffentlichungstermin unserer Beta stellte das Mozilla-Team Firefox 4 beta 5 vor, in dem die GPU-beschleunigte Wiedergabe standardmäßig zum ersten Mal aktiviert wurde. Google bloggte wiederum am Vortag unserer Veröffentlichung über den ersten Chrome 7 Canary build, bei dem man die Hardwarebeschleunigung durch Übergabe von Parametern manuell einschalten kann: chrome.exe --enable-webgl --enable-accelerated-compositing --enable-accelerated-2d-canvas.
Damit stehen mittlerweile drei Browser zur Verfügung, die jeweils mit Hardwarebeschleunigung werben. Allerdings ist Hardwarebeschleunigung keine binäre Funktion wie ein Ein-/Ausschalter. Wie effizient sie ist, kommt ganz auf die gewählte Implementierung an. Ich habe daher einmal alle drei Browser verschiedene Aufgaben durchführen lassen, um die Unterschiede zwischen den neuen GPU-beschleunigtem Rendering-Techniken im Vergleich zum früheren Softwarerendering aufzuzeigen. Als Testmaschine nahm ich einen Demolaptop mit Windows 7 64-bit. Die Hardware umfasst eine Intel Core 2 Duo CPU, 8 GB RAM, NVIDIA Quadro FX 570M Grafikkarte und ein Full HD Display. Installiert wurden Internet Explorer 9 Beta, Firefox 4 beta 6 und Google Chrome 7.0.530.0 (canary build).
Alle Browserfenster wurden einheitlich auf eine Größe von 1024x768 Pixel eingestellt. Auf den Bildern kann man sehr schön sehen, wieviel Platz davon eine Webseite tatsächlich einnehmen kann. Internet Explorer 9 bietet mit 1008x700 Pixel die größte Fläche gefolgt von Chrome mit 1008x679 und Firefox mit 1008x646.
Zum Testen verwendete ich natürlich den als Windows 7 Beta Hintergrundbild berühmt gewordenen Betta-Fisch, der ein neues Zuhause als Javascript und HTML Canvas Demo in FishIE Tank gefunden hat. Mit Speed Reading als zweiten Test prüfe ich HTML5 Canvas und HTML5 Audio. Da ich bei der Verwendung dieser Beispiele aber schon kritisiert wurde, dass sie für Unternehmen praxisfern wären, kommt mit WebVizbench als dritter Test eine ausgewachsene HTML5-Webanwendung zum Einsatz. WebVizBench visualisiert mit Hilfe von HTML5 ohne jedes Plug-In historische Playlisten aus einer Dekade des Radiosenders KEXP.org in Seattle. Neben den komfortablen Such- und Steuerungsmöglichkeiten kann man die Anwendung gleichzeitig als HTML5-Benchmark nutzen.
Bei FishIE Tank erreichen alle Browser in der Standardeinstellung mit 20 Fischen mühelos eine Bildwiederholfrequenz von 60 FPS (englisch für Bilder pro Sekunde). Das ist das Maximum, was der Test erlaubt (Hintergründe dieser Begrenzung sind in Teds oben verlinktem Artikel beschrieben). Auch die Steigerung der Anzahl der Objekte ändert daran erst einmal nichts. Selbst bei 250 Objekten ist der Unterschied in der Bildwiederholfrequenz nur wenige Bilder pro Sekunde.
Ab 500 Objekten wird jedoch die Leistungsfähigkeit des Laptops langsam erreicht. Auf meiner Demohardware gibt bei 1.000 gleichzeitigen Objekten Internet Explorer 9 Beta leicht auf 45 FPS nach, während Google Chrome mit 27 FPS und Firefox mit 11 FPS deutlich langsamer werden.
Speed Reading stellt Text wie die Anzeigetechnik auf Flughäfen und Bahnhöfen im Webbrowser dar. Dabei werden in allen Feldern immer alle Zeichen, Zahlen und Buchstaben rotiert, bis der gewünschte Text angezeigt wird. Im unteren Bereich sieht man aktuelle Daten während des Tests. Gemessen wird in Summe die Zeit, die der Browser zum Anzeigen des gesamten Textes benötigt.
Auch hier sind deutliche Unterschiede zu erkennen. Internet Explorer 9 Beta liegt hier mit 11s vor Google Chrome (28s) und Firefox (540s). Google Chrome fiel mir übrigens mit einer etwas unsauberen Darstellung auf – einige Zeichen wurden zwischendrin nicht ganz bis zum Ende rotiert.
WebVizBench bietet zum Schluss den meiner Meinung nach bisher praxisrelevantesten Test. Hier kann man sehr schön sehen, was man in einer modernen Webanwendung heute realisieren kann. Die Effekte sind beeindruckend und super flüssig, wenn man sie mit modernen Browsern zu sehen bekommt. Die Auswertung gibt eine durchschnittliche Framerate an und summiert alle Teilergebnisse zu einem Gesamtpunktestand. Diesen Test habe ich in jeweils zweimal durchgeführt, um besonders die Unterschiede zwischen modernem, GPU-beschleunigtem Rendering und klassischem Softwarerendering aufzuzeigen.
IE9 rennt auf meiner Demohardware mit 26,93 FPS allen davon und erzielt dabei 5.660 Punkte. Schaltet man die Hardwarebeschleunigung aus, merkt man den Effekt deutlich: Er fällt auf 7,29 FPS (3.120 Punkte).
Startet man Chrome mit den entsprechenden Parametern zum Einschalten der Hardwarebeschleunigung, rendert er auf meiner Demohardware nur 10,33 FPS und erzielt dabei 3.380 Punkte. Startet man ihn ganz normal, sieht man mit 10,14 FPS (3.180 Punkte) auch nur einen geringfügig schlechteren Unterschied. Entweder bin ich hier auf einen Bug in Chrome gestoßen oder wir sehen, wie auch mein Kollege Ted Johnson in dem oben verlinkten Artikel annimmt, wie sich die Unterschiede zwischen vollständiger und teilweiser Hardwarebeschleunigung in der Praxis auswirken.
Da Firefox keine Wiedergabe von H.264-Videos unterstützt, hatte ich mit deutlichen Vorteilen für Firefox gerechnet. Immerhin muss er im Benchmark einen wichtigen Teil nicht berechnen und sollte dadurch eigentlich einen Vorteil haben. Es kam aber ganz anders. Ich habe den Test mehrfach durchlaufen lassen und bin immer wieder auf das gleiche Ergebnis gekommen: Die bisherige Softwarerenderfunktion ist bei Firefox bisher effektiver. Während mit aktivierter Hardwarebeschleunigung lediglich 0,7 FPS und 2.710 Punkte möglich sind, erzielt Firefox nach dem Deaktivieren 1,5 FPS und 2.780 Punkte. Entweder bin ich hier ebenfalls auf einen Bug gestoßen oder der Overhead bei der teilweisen Optimierung ist möglicherweise zu groß. Joe Drew schrieb zu Mozillas Konzept im May dieses Jahres im Artikel Hardware accelerating Firefox:
“In order to get the sort of benefit that’s possible from GPU acceleration, a lot of analysis of the document needs to be done to identify the parts that need to be separated into their own layers. Some of this is relatively easy, like background images; other parts are much harder. Also, layers is designed to accelerate only portions of the web; this means that, in the common case, we will render most of the web page using software, then do only the hardest/slowest part using the GPU directly.”
Um das Bild abzurunden, habe ich noch Opera und Safari außer der Reihe getestet. Beide verfügen (bisher?) nicht über Hardwarebeschleunigungsfunktionen und nutzen reine Softwarerenderer. Die Ergebnisse sind ebenfalls interessant: Opera erreicht 10,04 FPS und 3.670 Punkte, wobei hier ebenfalls keine H.264-Videos wiedergegeben werden, was natürlich einen Vorteil darstellt. Safari kommt auf 3,7 FPS und 2.910 Punkte.
Die Implementierung von GPU-powered HTML5 ist keine einfache Aufgabe. Die drei meistverbreitesten Browser arbeiten zwar mit Hochdruck an dieser Baustelle, weisen aber derzeit deutliche Unterschiede auf. Microsoft bietet meiner Ansicht nach mit Internet Explorer 9 Beta bisher das überzeugendste Gesamtergebnis.
Es gibt heute über eine Milliarde Windows-Anwender auf der Welt. Für sie haben wir mit Windows Internet Explorer 9 einen Browser entwickelt, der die moderne Betriebssystemumgebung komplettiert. Internet Explorer 9 sorgt dafür, dass Websites und Anwendungen so funktionieren und aussehen, als befänden sie sich direkt auf dem PC.
Da das Internet Explorer Entwicklungsteam auf das Feedback von Millionen unserer Kunden bauen konnte, die uns tagtäglich ihre Erwartungen an Windows und das Internet vermitteln, haben wir bei der Entwicklung des Browsers folgende grundlegenden Dinge priorisiert:
In den letzten Jahren gab es im Browserbereich und im Internet mehr Veränderungen als jemals zuvor. Das Internet hat sich für unsere Kunden von einem großen Werkzeug zu einer personalisierten Arbeitsumgebung gewandelt. Die steigende Nutzung sozialer Netzwerke, die zunehmende Verbreitung von Videos und die steigende Anzahl von umfangreichen Webanwendungen und mobilen Anwendungen, mit denen die Benutzer online sind, haben dafür gesorgt, dass die Menschen mehr vom Umgang mit dem Internet erwarten. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für Sicherheit und Datenschutz.
Da die Kunden auf Computern und mobilen Geräten immer mehr mit Webanwendungen arbeiten, steigt auch ihre Erwartungshaltung an diese Anwendungen. Die umfangreiche Grafik und die interaktiven Funktionalitäten, die die Benutzer früher exklusiv mit dem PC oder mit mobilen Anwendungen verbunden haben, werden sie bald auch von ihren bevorzugten E-Mail-Anwendungen im Internet, ihrer Foto-Website oder von jedem sozialen Netzwerk erwarten.
Das heutige Internet bietet solche Dinge jedoch nicht. Noch haben die Menschen höhere Erwartungen an Anwendungen, die auf ihren Computern installiert sind im Vergleich zu niedrigeren Erwartungen an Webanwendungen. Das Internet wird als „flach“ empfunden: Den Browser verbinden die Benutzer mit eingeschränkter Leistung und Navigationsmöglichkeit. Inhalte werden normalerweise in einem einfachen Format präsentiert. Das heutige Internet ist nicht so schnell, umfangreich oder intuitiv wie es sein könnte.
Das Nutzen des Internets ist jedoch Menschen beim Umgang mit ihrem Computer am wichtigsten. Als Antwort auf den Bedarf unserer Kunden für ein schnelleres, umfangreicheres und intuitiveres Arbeiten im Internet entwickeln wir Internet Explorer 9.
Ein moderner Browser kann jedoch die Anforderungen an das Internet von morgen nicht allein erfüllen – es braucht eine moderne Betriebssystemumgebung als Basis. Beides zusammen definiert die Arbeitsumgebung des Benutzers im Internet der Zukunft, welches auf HTML5 und anderen modernen Webstandards basiert und das auf die gesamte Leistung der Hardware und des Betriebssystems zugreifen kann.
Unsere Vision für Internet Explorer 9 basiert auf ein folgenden Thesen:
Mit Internet Explorer 9 hat unser Entwicklungsteam ein neues Modell für das Design und die Einführung von Internet Explorer in der Öffentlichkeit entworfen. Im März 2010 haben wir im Rahmen der Konferenz MIX10 die Internet Explorer Test Drive-Website (engl.) gestartet und die Internet Explorer 9 Platform Preview eingeführt. Seitdem haben wir alle acht Wochen eine aktualisierte Version der Internet Explorer 9-Plattform für interessierte Entwickler und die Browser-Community veröffentlicht.
Die Platform Preview stellt hierbei nur die zugrundeliegende Komponente des Browsers dar. Sie zeigt den Entwicklern die unterstützten Standards auf und demonstriert einige der neuen Funktionalitäten von Internet Explorer 9. Am wichtigsten ist es für uns, während der Arbeit an Internet Explorer 9 ein Feedback zu erhalten.
Dieses neue Platform-Preview-Modell wurde sehr gut aufgenommen. Die offene und transparente Entwicklung von Internet Explorer 9 hat zu viel Begeisterung geführt. Entwickler, Partner und die Browser-Community freuen sich über unsere frühzeitigen Veröffentlichungen, den konsistenten Veröffentlichungszeitplan, die klaren Informationen zur geplanten und laufenden Entwicklung und unser Engagement bei der Berücksichtigung des eingehenden Feedbacks. Seit der ersten Platform Preview im März 2010 gab es:
Mit der Veröffentlichung von Internet Explorer 9 Beta verschiebt sich die Diskussion nun von der neuen Internet Explorer 9-Plattform und seinen Funktionalitäten hin zu den Vorzügen für die Benutzer: Das bestmögliche Browsen unter Windows.
Internet Explorer 9 wurde so entworfen, dass die Hardware von Windows-Computern voll ausgenutzt wird. Den Benutzern steht daher eine grafisch umfangreiche und tiefgreifende Webumgebung zur Verfügung, die so schnell ist und so direkt reagiert wie Anwendungen, die lokal auf dem Computer installiert sind. Die folgenden neuen Funktionen sorgen dafür, dass Internet Explorer 9 so schnell ist.
Hardwarebeschleunigte Grafik: Ein gutes Beispiel dafür, dass Internet Explorer 9 die Leistung des gesamten Computers nutzt, ist die Darstellung von Grafiken und Text. Sie wird nicht mehr vom Prozessor, sondern stattdessen über Direct2D und DirectWrite von der Grafikkarte bearbeitet. Die Hardwarebeschleunigung für Text, Videos und Grafiken sorgt dafür, dass sich Ihre Websites so wie direkt auf dem Computer installierte Anwendungen verhalten.
Neues DOM und neue JavaScript-Engine Chakra: Das neu optimierte Document-Object Model (DOM) von Internet Explorer 9 sorgt durch eine effizientere Interaktion mit der neuen JavaScript-Engine für drastische Geschwindigkeitsvorteile. Das Interpretieren, Kompilieren und Ausführen von Programmcode durch die neue JavaScript-Engine Chakra funktioniert parallel und nutzt so die Vorteile von Mehrkernprozessoren.
Schnellere Installation: Im Vergleich mit Internet Explorer 8 stellt Internet Explorer 9 den Benutzer bei der Installation vor weniger Entscheidungen und steht viel schneller bereit. Zur Installation von Internet Explorer 9 sind nur vier Mausklicks erforderlich – während bei der Installation von Internet Explorer 8 noch 13 Klicks notwendig waren (mit Anpassung der Einstellungen waren es sogar bis zu 23 Mausklicks).
F12-Entwicklertools:
Internet Explorer 9 stellt integrierte Entwicklertools für das Prototyping, Testen und Debuggen von Webseiten im Browser bereit. Der Code kann direkt im Browser geändert und dann auch direkt wieder angezeigt werden. Neu in dieser Version sind ein User Agent Switching Tool, ein Network Traffic Inspector, ein verbesserter JavaScript-Profiler und die integrierte Unterstützung neuer, mit Internet Explorer 9 eingeführter Webstandards.
Aufgeräumte und direkte Benutzeroberfläche: Die neue Benutzeroberfläche des Browsers lenkt den Blick auf die Inhalte durch einen vergrößerten Anzeigebereich auf Ihre Websites und Anwendungen. Standardmäßig finden sich im Browserfenster nur noch die Elemente, die für das Browsen von grundlegender Bedeutung sind – nämlich die, die für die Benutzer am wichtigsten sind und am häufigsten genutzt werden. Da es weniger Elemente gibt, wird im Vergleich mit anderen Browsern weniger wertvoller Platz auf dem Bildschirm verbraucht. Die Benutzer können so mehr von dem sehen und nutzen, was die Websites anzubieten haben.
Benachrichtigungsleiste: Wenn Benachrichtigungen in Internet Explorer 9 angezeigt werden müssen, dann wird der Benutzer nicht durch diese unterbrochen. Er muss nicht mit seiner Arbeit im Internet aufhören, um sich erst mit den Benachrichtigungen zu befassen. Alle Nachrichten werden jetzt in der Benachrichtigungsleiste ganz unten im Browser angezeigt. Die Nachrichten in der Benachrichtigungsleiste sind außerdem klarer und aussagekräftiger. Statt der allgemeinen Nachricht „Internet Explorer reagiert nicht“ wird beispielsweise die Nachricht „Die Website reagiert nicht“ angezeigt.
Kombinierte Eingabeleiste: Mit der kombinierten Eingabeleiste steht den Benutzern ein Ort zur Verfügung, über den sie eine bestimmte Website aufrufen oder nach einer Website suchen können. Die kombinierte Eingabeleiste bezieht die Suchfunktionalität in die Adressleiste mit ein.
Mit der kombinierten Eingabeleiste können die Benutzer: zu einer Website navigieren, nach einer Website suchen, zwischen verschiedenen Suchanbietern wechseln und auf den Verlauf, die Favoriten oder auf Vorschläge von Suchanbietern zugreifen.
Ein wichtiger Teil von Internet Explorer 9 ist der Datenschutz in Bezug auf die Eingaben der Benutzer in die kombinierte Eingabeleiste. Der Benutzer behält die Kontrolle darüber, welche Informationen an den Suchanbieter weitergegeben werden. Er kann beispielsweise festlegen, ob er direkt bei der Eingabe von Text in die kombinierte Eingabeleiste Vorschläge von einem ausgewählten Suchanbieter erhalten möchte. Wenn er diese Funktion aktiviert, dann wird der eingegebenen Text direkt während der Eingabe an den Suchanbieter gesendet – und nicht erst dann, wenn der Benutzer abschließend die Eingabetaste drückt.
Anheften von Sites: Mit dem Anheften von Websites können die Benutzer direkt über die Windows-Taskleiste auf ihre Lieblingswebsites zugreifen – ohne das vorherige Öffnen von Internet Explorer. In Internet Explorer 8 gab es die Möglichkeit, über die Web Slices der Favoritenleiste schnell und einfach auf Websites zuzugreifen. Da diese Zugriffsmöglichkeit den Benutzern jedoch nicht ausgereicht hat, haben wir das Anheften von Sites in Internet Explorer 9 entwickelt.
So können die Benutzer ihre Lieblingswebsites direkt an der Windows-Taskleiste anheften und noch effizienter auf sie zugreifen. Das Anheften kann über das Ziehen des Website-Symbols aus der kombinierten Eingabeleiste in die Taskleiste durchgeführt werden. Wenn eine solche Website über die Taskleiste geöffnet wird, dann werden das Symbol der Website und ihre primäre Farbe in das Browserfenster und in die Navigationselemente einbezogen.
Navigation unter Windows 7: Mit Internet Explorer 9 wird die Navigation im Internet durch in die Navigation von Windows 7 integrierte Funktionen einfacher (beispielsweise Sprunglisten, Aero Snap und Vorschau-Steuerelemente).
Sprunglisten: Sprunglisten sind eine schnelle Möglichkeit, regelmäßig besuchte Websites ohne Öffnen des Browsers aufzurufen. Um die Internet Explorer 9 Sprungliste zu öffnen, klickt der Benutzer einfach mit rechts auf das Symbol von Internet Explorer in der Taskleiste. Er bekommt die angehefteten Websites und die häufig besuchten Websites angezeigt. Er hat außerdem die Möglichkeit, das InPrivate®-Browsen zu starten, neue Registerkarten zu öffnen oder ein Fenster zu schließen.
Abtrennbare Registerkarten und Windows Aero Snap: Oft benötigt der Benutzer für eine Aufgabe mehr als eine Website und ein Fenster. Websites aus dem Browser herausziehen und sie mit Windows Aero Snap positionieren zu können, eröffnet eine neue Möglichkeit, mehrere Websites Seite an Seite anzuzeigen – beispielsweise, um Produkte auf unterschiedlichen Websites zu vergleichen, gleichzeitig ein Video anzusehen und E-Mails zu lesen oder einen Stadtplan anzuzeigen und gleichzeitig eine Reiseroute nachzulesen. Um eine Registerkarte aus dem Browser herauszuziehen, klickt der Benutzer auf die Registerkarte und zieht sie an den Rand des Bildschirms. Die Inhalte der entsprechenden Website werden während dieses Vorgangs ohne Unterbrechung weiter dargestellt. Ein Video wird also beispielsweise auch beim Ziehen der Registerkarte weiter abgespielt.
Vorschau-Steuerelemente: Die Vorschau-Steuerelemente aus der Taskleiste von Windows 7 ermöglichen eine schnelle Navigation zu den gewünschten Websites. Über die Internet Explorer 9-Sprunglisten können die Benutzer auf regelmäßig besuchte Websites zugreifen und Aktivitäten wie das Starten einer InPrivate-Browsersitzung und das Öffnen einer neuen Registerkarte durchführen. Wenn eine Website an die Windows-Taskleiste angeheftet wird, dann können die Benutzer ganz einfach auf die Vorschau der Website klicken und so ohne das Öffnen des Browsers auf die Website zugreifen.
Verbesserte Registerkartenseite: Internet Explorer 9 umfasst Verbesserungen für neue Registerkarten und die Möglichkeit, eine Registerkarte aus einer Browsing-Sitzung herauszuziehen.
Seite für neue Registerkarten: Internet Explorer 9 nutzt Windows Direct User Interface (DUI) zur Erstellung einer grafisch neu gestalteten Registerkartenseite, die schnell geladen ist und mit aussagekräftigen Grafiken arbeitet. Uns ist bewusst, dass die Benutzer neue Registerkarten öffnen, um zu einer gewünschten Website zu navigieren. Internet Explorer 9 macht diesen Vorgang durch das visuelle Vorschlagen von Websites schneller. Die Seite für neue Registerkarten zeigt Kacheln für die Websites an, die der Benutzer regelmäßig besucht. Sie unterstützt die Benutzer so darin, schnell und ohne Verzögerung an ihr Ziel zu gelangen. Jede Website wird durch eine Kachel mit dem Symbol und dem Titel der Website angezeigt. Der Benutzer kann außerdem über eine Anzeige auf den einzelnen Kacheln sehen, wie oft er die jeweilige Website besucht. Über die Seite für neue Registerkarten kann der Benutzer außerdem geschlossene Registerkarten erneut öffnen, die letzte Browsersitzung wiederherstellen und eine InPrivate-Browsersitzung starten.
Top-Ergebnisse der kombinierten Eingabeleiste: Die Top-Ergebnisse der kombinierten Eingabeleiste unterstützen die Benutzer, die sich die Adressen alltäglicher Websites nicht merken können – beispielsweise die ihrer Bank oder ihres E-Mail-Anbieters. Die entsprechenden Websites werden direkt über den Suchergebnissen angezeigt. Damit diese Funktion verfügbar ist, muss der entsprechende Dienst vom Suchanbieter aktiviert werden.
Download-Manager: Immer mehr Benutzer laden Dateien aus dem Internet herunter. Sie wünschen sich eine Möglichkeit, dies zu vereinfachen und die heruntergeladenen Daten besser zu verwalten. Internet Explorer 9 stellt daher einen integrierten Download-Manager mit einer vereinfachten Benutzeroberfläche und einer hervorragenden Sicherheit für die heruntergeladenen Inhalte bereit. Der neue Download-Manager ersetzt das Öffnen, Speichern, Abbrechen-Dialogfenster aus den bisherigen Versionen von Internet Explorer. Mit der neuen Benutzeroberfläche können die Benutzer den Fortschritt des Downloads anzeigen lassen, bereits heruntergeladene Inhalte öffnen oder aber einen laufenden Download beenden. Zur Speicherung der heruntergeladenen Inhalte wird ein Standardordner genutzt. Natürlich haben die Benutzer die Möglichkeit, diesen Standardordner zu ändern und im Ordner nach bereits heruntergeladenen Inhalten zu suchen.
Da Dateidownloads das hauptsächliche Einfallstor für schädliche Malware auf den Computern der Benutzer darstellen, führt der Download-Manager verschiedene sicherheitsbezogene Prüfungen für die Downloads durch:
Zuverlässigkeitsfunktionen: Die Zuverlässigkeitsfunktionen wie das Wiederherstellen von nicht reagierenden Registerkarten und der Add-On-Leistungsratgeber stellen sicher, dass keine Informationen verloren gehen und das Browsen auch bei nicht korrekt funktionierenden Websites möglich bleibt.
Kompatibilitätsansicht: Genau wie Internet Explorer 8 erkennt auch Internet Explorer 9 Websites ohne Angabe eines Anzeigemodus. In diesem Fall wird eine Schaltfläche für die Kompatibilitätsansicht direkt neben der Aktualisieren-Schaltfläche in der kombinierten Eingabeleiste angezeigt. Klickt der Benutzer auf diese Schaltfläche, dann wechselt Internet Explorer 9 in den Kompatibilitätsmodus. Dieser Vorgang wird für die entsprechende Website gespeichert. Der Benutzer muss daher bei einem erneuten Besuch der Seite nicht noch einmal auf die Schaltfläche klicken. Die Benutzer können außerdem eine Liste mit Websites abrufen, die am besten in der Kompatibilitätsansicht angezeigt werden. Wenn eine Website aus der Liste aufgerufen wird, dann wechselt Internet Explorer 9 automatisch in die Kompatibilitätsansicht – ohne dass der Benutzer auf die entsprechende Schaltfläche klicken muss.
Automatische Updates: Die aktuellsten Browser-Updates sorgen dafür, dass die Benutzer auch langfristig geschützt sind. Die Benutzer können wichtige Updates automatisch installieren lassen, sobald diese verfügbar sind. Zu den automatisch installierten Updates gehören Sicherheitsupdates, kritische Updates, Updates der Definitionen und Service Packs aus Windows Update.
Gruppenrichtlinienunterstützung: Internet Explorer 9 bietet auch weiterhin eine hervorragende Unterstützung von Gruppenrichtlinien für IT-Experten. Mit über 1.500 Einstellungen – inklusive neuer Einstellungen für die Funktionen von Internet Explorer 9 – steht IT-Experten die zur Verwaltung der Installation von Internet Explorer erforderliche Kontrolle zur Verfügung.
HTML5: Internet Explorer 9 baut auf der Arbeit an der Implementierung von HTML5-Funktionen aus Internet Explorer 8 auf und implementiert verschiedene neue, interessante Funktionen. Die Unterstützung der Elemente video und audio ermöglichen native hardwarebeschleunigte Video- und Audio-Inhalte auf Webseiten – und zwar ohne dass ein Plug-in erforderlich ist. Die Entwickler können Videos und Audio-Clips jetzt genau so einfach wie beispielsweise ein Bild in ihre Webseite integrieren. Die Unterstützung des canvas-Elements ermöglicht dynamisch dargestellte Grafiken inklusive einer Hardwarebeschleunigung durch Windows und die Grafikkarte.
Die Unterstützung der Selection-APIs sorgt des Weiteren für die programmgesteuerte Auswahl von Text in Webseiten, und die Verbesserungen des HTML-Parsers gestalten die Erstellung von HTML-Code vielfältiger.
DOM Level 2 und Level 3: Internet Explorer 9 verbessert die Unterstützung von DOM L2 (Document Object Model Level 2 und DOM L3 (Level 3) gegenüber bestehenden Implementierungen. Die entsprechenden Verbesserungen wurden aus verschiedensten DOM-Spezifikationen abgeleitet (unter anderem DOM L2 und L3 Core, DOM L2 Views, DOM Element Traversal, DOM L2 und L3 Events, DOM L2 HTML, DOM L2 Style, DOM L2 Traversal and Range und WebIDL).
SVG: Seit der Entwicklung des SVG-Standards (Scalable Vector Graphics) wünschen sich die Entwickler eine native Unterstützung durch Internet Explorer. Diese steht nun in Internet Explorer 9 zur Verfügung und ermöglicht leistungsstarke und spannende grafische Elemente, ohne dass ein separates Plug-in erforderlich ist. Wie die neuen Media-Funktionen von HTML5 nutzt auch SVG in Internet Explorer 9 die Vorteile der Hardwarebeschleunigung.
CSS3: Aufbauend auf der Arbeit in Internet Explorer 8, die eine vollständige Unterstützung der CSS2.1-Spezifikationen (Cascading Style Sheets, Level 2.1) implementierte, führt Internet Explorer 9 eine Unterstützung vieler CSS3-Komponenten ein. Dies sorgt für mehr Flexibilität und Funktionalität für Webdesigner und Entwickler. Internet Explorer 9 implementiert Funktionen aus verschiedensten CSS3-Modulen (unter anderem aus den Modulen Backgrounds & Borders, Color, Fonts, Media Queries, Namespaces, Selectors und Values and Units).
ECMAScript 5: Die JavaScript-Implementierung in Internet Explorer 9 wurde um viele Funktionen aus der aktuellsten Version des ECMAScript-Standards erweitert. Die neuen ECMAScript 5-Funktionen fördern die Standardisierung vieler erheblicher Verbesserungen der Sprache JavaScript und sorgen für produktivere Entwickler. DOM in Internet Explorer 9 unterstützt ECMAScript 5 und bietet so ein konsistentes und natürliches Programmiermodell zur Programmierung des Internet Explorer 9-DOM über JavaScript.
Internet Explorer 9 wurde entwickelt, um die Vorteile des Betriebssystems und der modernen Hardware voll auszunutzen und so neue Möglichkeiten für das Internet zu schaffen. Mit Windows und Internet Explorer 9 haben wir die Rolle des Browser neu definiert. Das Internet fühlt sich nun genauso an wie Anwendungen direkt auf dem PC. Internet Explorer 9 sorgt für eine attraktivere, tiefgreifendere und faszinierende Webumgebung und wendet sich an die Benutzer, die sich umfangreiche Webanwendungen wünschen, und die Entwickler, die diese Anwendungen erstellen möchten. Internet Explorer 9 ermöglicht ein Internet, das schneller, übersichtlicher und zuverlässiger ist, und bildet die Basis für eine Welle von tiefgreifenden und attraktiven Websites und Anwendungen, die sich für die Benutzer genau so darstellen wie Anwendungen, die direkt unter Windows ausgeführt werden.
Ab dem 21.09.2010 ist es wieder soweit: Meine Kollegen stellen zusammen mit Experten von Citrix und Intel auf dem nächsten Microsoft TechDay Lösungen rund um den optimierten Desktop vor. Neben technischen Vorträgen unter anderem auch zum SP1 für den Windows Server 2008 R2 oder dem Identity Management sind auch ein Überblick zur Microsoft Cloud-Strategie sowie Informationen zur Lizenzierung enthalten.
Termine und Orte
Die Anmeldung ist direkt auf der Microsoft TechDay-Eventseite möglich.
Inhalte
Der erste Teil in diesem Anhang vergleicht die Funktionen und Funktionalitäten von Internet Explorer 7, Internet Explorer 8 und Internet Explorer 9 Beta. Die zweite Tabelle vergleicht die Funktionen und Funktionalitäten von Firefox 4 Beta 5, Chrome 6 und Internet Explorer 9 Beta.
Abkürzungen:
Leistung
IE 7
IE 8
IE 9 Beta
Schnelleres Starten und Beenden
-
V
Schnelles Laden populärer Websites
H
Vollständig hardwarebeschleunigtes HTML5 für zukünftige umfangreiche Webumgebungen
Schnelles JavaScript-Modul für bessere Leistung
JavaScript-Engine, die Code für mehr Leistung sowohl kompiliert als auch ausführt
Kompilierung von JavaScript im Hintergrund über einen zweiten Kern
Anzeigen und Verwalten der Add-On-Leistung
Automatische Benachrichtigung zu Add-Ons, die die Browserleistung beeinträchtigen
Sicherheit und Datenschutz
Pop-up-Blocker
Schutz vor Phishing-Angriffen
Schutz vor Social-Engineering-Malware
Schutz vor Cross-Site Scripting Typ-1 Reflection-Angriffen
Sandbox-Modus, um die Auswirkungen von böswilligen Add-Ons einzugrenzen (ab Windows Vista)
DEP/NX-Unterstützung
Löschen des Browserverlaufs (mit genauer Kontrolle über die Cookies, Kennwörter etc.)
Datenschutzmodus, bei dem keine Daten auf dem PC verbleiben
Kontrolle darüber, wie Drittwebsites die Aktivitäten des Benutzers verfolgen können
Hervorhebung von Domänennamen in der Adressleiste, um betrügerische Websites erkennen zu können
Interoperabilität, Unterstützung von Standards und Kompatibilität
IE7
Quirks-Modus für sehr alte Websites
Unterstützung der aktueller Standards (HTML 4.01, CSS 2.1)
Unterstützung kommender Standards (HTML5, CSS3 und ECMAScript 5)
Q
Kompatibilitätsmodus für ältere Websites
NV
Umfassende Entwicklertools als Standardkomponente des Browsers
Zuverlässigkeit
Benachrichtigung bei neuen Add-On-Versionen
Registerkarten in separatem Prozess isoliert, um Auswirkungen durch Abstürze einzugrenzen
Automatische Wiederherstellung abgestürzter Registerkarten
Wiederherstellung nach Hängen der Registerkarte bei nicht reagierenden Websites
Benutzerumgebung
Vereinfachtes Surfen mit weniger Steuerelementen und einem größeren Bereich zur Anzeige der Webseite
An der Website ausgerichtete Benutzerumgebung, die die Website in den Mittelpunkt stellt
Umfangreiche Funktionalität für Registerkarten (Farbcodierung, Gruppierung, Abtrennbare Registerkarten, Aero Snap)
Seite für neue Registerkarten umfasst häufig durchgeführte Aufgaben und beliebteste Websites
Umfangreiche Adressleiste (schlägt Websites aus Favoriten und Historie vor, visuelle Ergebnisse)
Kombinierte Such- und Adressleiste mit optionaler Möglichkeit, den Suchtext bereits bei Eingabe an den Suchanbieter zu senden
Einfache Änderung des Suchanbieters über das Suchfeld
Möglichkeit eines separaten Suchfeldes (klassischer Modus)
Schnellzugriff auf allgemeine Services wie beispielsweise Kartendienste
F*
Anheften von Websites unter Windows 7
Sprunglisten und Vorschau für den Browser unter Windows 7
Sprunglisten und Vorschau für angeheftete Websites unter Windows 7
Diskrete Benachrichtigungen
Download-Manager
Kennwort-Manager
Rechtschreibprüfung
A
Erneutes Öffnen versehentlich geschlossener Registerkarten
Speichern der geöffneten Websites beim Beenden
*Über Schnellinfos
Chrome 6
Firefox 4 Beta 5
Vollständig hardwarebeschleunigtes HTML5 für zukünftige umfassende Webumgebungen
H*
*Hardwarebeschleunigung zurzeit in einigen Fällen nicht standardmäßig aktiviert.
F**
Q**
H**
*Basierend auf dem NSS Labs-Bericht (engl.) zu den Erkennungsraten der Phishing- und Malware-Dienste hinter den großen Browsern (Chrome 26%, Firefox 80%, Internet Explorer 83%) ** Basierend auf dem NSS Labs-Bericht (engl.) zu den Erkennungsraten der Phishing- und Malware-Dienste hinter den großen Browsern (Internet Explorer 85%, Firefox 29%, Chrome 17%)
A+
H++
H***
Schnellzugriff auf allgemeine Services wie beispielsweise Stadtpläne
F#
Q****
Q##
# Über Schnellinfos. ## Speichern einzelner Kennwörter. Löschen jedoch nur für alle Kennwörter zusammen. * Gruppierung, Abtrennbare Registerkarten und Aero Snap werden unterstützt. Video-Frame wird während des Verschiebens nicht aktualisiert. ** Keine visuellen Ergebnisse. *** Standardkonfiguration sendet Text während der Eingabe an Suchanbieter. **** Nur Suche. + Unterstützt Gruppierung und Abtrennbare Registerkarten standardmäßig. Benötigt jedoch ein Add-On für die Farbcodierung. Keine Unterstützung von Aero Snap. ++ Keine visuellen Ergebnisse.
Populäre aktuelle Browser nutzen einen am Browser ausgerichteten Ansatz für ihre Benutzeroberfläche. Wörter wie „Minimal“, „Schnell“, „Anpassbar“, „Offen“ und „Einfach“ werden gern in Beschreibungen von Browsern verwendet. Mit Internet Explorer 9 haben wir die Rolle der Benutzeroberfläche unter Windows jedoch neu definiert. Warum ist dies passiert? Die meisten Menschen interessieren sich heute nicht für den Browser als solches. Sie interessieren sich für ihre Lieblingswebsites und -anwendungen. Genau diese Websites und Anwendungen werden heute jedoch in Bezug auf die Benutzerumgebung und Interaktivität bei weitem zu oft als zweitrangig angesehen.
Ein Teil der Beseitigung der unsichtbaren Barrieren im Internet sind die Investitionen in Internet Explorer 9, über die wir im Rahmen dieses Dokuments bereits berichtet haben – die einfachere Erstellung von interaktiven Websites durch Entwickler, die Verbesserung der Leistung und die Nutzung der Leistung des gesamten PCs. Ein anderer wichtiger Teil ist unser Ansatz, das Internet als den Teil von Windows zu behandeln, den die Menschen am häufigsten nutzen, und die Möglichkeiten zu nutzen, über die die Menschen normalerweise mit Windows interagieren.
Viele Aufgaben sind den Menschen, besonders unter Windows 7, bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Beispielsweise das Andocken von Fenstern mit Aero Snap, die Personalisierung der Taskleiste und das Wechseln zwischen Fenstern. Wir haben uns mit unseren Kunden unterhalten, und es wurde klar, dass sich der Browser nicht anders verhalten soll. Er soll die Webumgebung einfach nahtlos in die vorhandene und vertraute Umgebung integrieren. Er soll sich so verhalten und so mit dem Benutzer interagieren, wie dieser es bereits von der Arbeit mit seinem Computer kennt und erwartet. In einem Satz: Der Browser soll die Benutzer dort abholen, wo sie stehen.
Wir haben uns also zu Beginn damit befasst, was die Menschen an ihren Anwendungen unter Windows in Bezug auf die Benutzeroberfläche am besten finden (vor allem im Rahmen von Windows 7 und seiner aufgeräumten und einfachen Umgebung, mit der die Aufgaben und Anwendungen im Mittelpunkt stehen, die die Benutzer nutzen möchten). Hier treten Anwendungen hervor, auf die direkt und einfach zugegriffen werden kann – egal, ob über die Taskleiste oder über Sprunglisten. Das ganze Konzept ist aufgeräumt und tiefgreifend; die Anwendungen stehen im Vordergrund – sonst nichts. Es ist intuitiv interaktiv – genau das, was der Benutzer erwartet, passiert auch – Aero Snap, Drag-and-Drop usw.
Also haben wir diese Erkenntnisse in die Benutzerumgebung für Internet Explorer 9 einfließen lassen. Wir haben die besten Elemente aus Windows 7 genommen und einen Designansatz genutzt, der sich an Websites ausrichtet und sich darauf konzentriert, Websites über Windows attraktiv darzustellen. Auf diese Art und Weise macht das Internet unter Windows einen übersichtlichen, einfachen und natürlichen Eindruck.
Genau wie beim Design der Benutzeroberfläche von Windows 7 sind wir auch bei Internet Explorer 9 einfach einen großen Schritt zurückgetreten und haben uns selbst gefragt, was die Menschen eigentlich tagtäglich machen (und was sie machen wollen), wenn sie ihren PC starten und ihren Browser öffnen. Im Verlauf dieser Einschätzung haben wir einige Dinge darüber gelernt, wie die Menschen ihre Computer, ihren Browser und das Internet nutzen:
Die Menschen verbringen 57 Prozent ihrer Zeit mit Windows online im Browser. Die meisten Menschen nutzen im Internet jedoch nur eine zentrale Gruppe von Funktionen. Tatsächlich gibt es nur zwölf Aktionen, die von mehr als der Hälfte der Benutzer durchgeführt wird. Zu diesen Aktionen gehören so grundlegende Dinge wie das Schließen eines Fensters, das Klicken auf einen Link, das Nutzen der Zurück-Schaltfläche und das Navigieren über die Adressleiste. Diese Dinge zählen zu den grundlegenden Sachen, die Menschen in einem Browser machen.
Es gibt außerdem eine Menge Verhaltensweisen, die möglicherweise sogar Leute mit echter Begeisterung für Browser überraschen:
Überraschend ist vielleicht auch, dass die Benutzer einige erweiterte Funktionen von Windows konsistenter nutzen als Funktionen, die die meisten Menschen wohl als Kernbestandteile des Browsers ansehen würden (beispielsweise die Favoriten oder die Startseite).
Die größte Erkenntnis ist, dass Anwender in ihrem Feedback neben dem Wunsch nach einem besseren Browser am häufigsten Wünsche äußerten, die sich darauf bezogen, das Internet selbst besser zu gestalten. In Internet Explorer 9 haben wir also die gleichen Designprinzipien wie in Windows 7 angewandt: Die Anwendungen und Aufgaben der Benutzer in den Vordergrund zu stellen. Das Beste, was wir mit dem Browser anstellen konnten, war, diesen so gut wie unsichtbar zu machen. Das Beste, was wir für die Kunden machen konnten, war, das Internet auf ihren Computern unter Windows attraktiver zu machen. Die meisten Menschen wollen sich nicht damit beschäftigen, ihren Browser anzupassen. Personalisierung passiert stattdessen auf Computern unter Windows ganz natürlich.
Nehmen wir beispielsweise eine interne Studie zu den Möglichkeiten der Nutzung von Websites als „Angeheftete Sites“. Eines der wichtigsten Resultate der Studie waren die veränderten Erwartungen. Die Befragten gingen davon aus, dass die Website über die gleiche Funktionalität verfügen würde wie eine Client-Anwendung mit Suchmöglichkeiten oder eine native Anwendung des Betriebssystems selbst, wie beispielsweise die Sprunglisten.
Bei einer genaueren Untersuchung stellten wir fest, dass die Benutzer nach dem Öffnen einer neuen Registerkarte in 47 Prozent aller Fälle zur Registerkarte wechselten und zu einer der am häufigsten besuchten Seiten navigierten. Aus diesem Grund haben wir eine Seite für neue Registerkarten entwickelt, die dieses Verhalten berücksichtigt. Auf ihr werden die wichtigsten Seiten ganz vorne angezeigt. Der Benutzer bekommt so die Website angezeigt, nach der er wahrscheinlich sucht, und kann mit einem Mausklick zu dieser Website navigieren.
Wir haben uns darin engagiert, mehr Leistung zu bieten und die Websites in den Vordergrund zu stellen. Leistung definiert sich jedoch nicht allein durch nackte Geschwindigkeit – sie umfasst auch den Zeitaufwand, der für Aufgaben erforderlich wird, die nichts mit dem direkten Aufrufen von Websites zu tun haben.
In Bezug auf die Benachrichtigungen haben wir beispielsweise feststellen können, dass unser Modell die Leistung verschlechtert. Wir haben uns daher dazu entschlossen, dieses Modell zu verwerfen und es stattdessen flüssiger zu gestalten – was sich jedoch als recht schwierig erwies. Jeder Dialog, jede Statusanzeige und jede Benachrichtigung hat einen Grund und ist in bestimmten Situationen von Nutzen.
Wir haben uns daher dazu entschlossen, das Problem nicht von einem technischen Standpunkt aus, sondern aus Perspektive des Benutzers anzugehen. Zu diesem Zweck haben wir alle Benachrichtigungselemente in eine von vier möglichen Benutzeraussagen kategorisiert:
Durch die Betrachtung der Benachrichtigungen aus diesem Blickwinkel waren wir in der Lage, ihren tatsächlichen Nutzen für die Benutzer zu bewerten, und konnten so feststellen, welche Benachrichtigungen weniger wichtig waren und welche im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bleiben sollten (beispielsweise Sicherheitswarnungen zu Phishing-Seiten). Durch die Priorisierung in die oben genannten vier „Bereiche“ konnten wir viele Benachrichtigungen entfernen, relativieren und vereinfachen – was letztendlich zu einem schnelleren und flüssigeren Umgang mit dem Browser führte.
Durch die Weiterentwicklung des Internets von simplen Websites, auf denen die Menschen nach Informationen suchen, hin zu Anwendungen für Aufgaben wie die Kommunikation mit Freunden oder das Anhören von Musik haben sich auch die Erwartungen der Benutzer an das Internet verändert. Die Menschen setzen einfach voraus, dass sie Microsoft Office Outlook in die Taskleiste aufnehmen können.
Warum ist dies mit Windows Live Hotmail nicht auch möglich? Oder warum kann die Lieblings-Musikwebsite des Benutzers nicht auch dort sein? Bei der Beobachtung von Benutzern in Testumgebungen und der Analyse der entsprechenden Daten stellten wir zwei Dinge fest:
Aus diesem Grund haben wir uns gefragt, wie Internet Explorer 9 Websites noch besser gestalten kann. Das Ergebnis war die Möglichkeit, Websites in die Taskleiste aufzunehmen und mit den Websites über Sprunglisten interagieren zu können – genauso wie mit nativen Windows-Anwendungen.
Als wir uns das erste Mal damit beschäftigten, was die Menschen im Browser am häufigsten nutzen, haben wir uns gefragt, was das Internet für die Menschen überhaupt bedeutet. In diesem Rahmen kam eine Analogie zu einem Kinofilm auf. Genau wie ein Kinoregisseur Licht und Farbe dazu nutzt, den wichtigsten Teil einer Szene herauszustellen, haben wir den größten Teil der Oberfläche entfernt und nur die Teile erhalten, die eine Website aufwerten. So sorgt die Oberfläche von Internet Explorer 9 dafür, die Website herauszustellen. Dies hat uns zur Transparenz des Browserfensters und zur Ausweitung des Brandings einer Website auf die Symbole und die Zurück-Schaltfläche (über die Nutzung der Primärfarben der Website) geführt. Auf diese Art und Weise kommt die Website nach vorn und der Browser tritt in den Hintergrund.
Die Tests zu der neuen Umgebung waren sehr positiv. Die Benutzer fanden sie nützlich, deutlich aufgeräumter und moderner. Sie hatten das Gefühlt, dass die neue Umgebung mehr Raum für die Website selbst schafft. Dieses an Websites ausgerichtete Design sorgt somit dafür, dass nicht der Browser, sondern die Website im Mittelpunkt steht. Die Benutzer wünschen sich mehr Internet und weniger Browser – und genau das bietet Internet Explorer 9.
Die Leistung eine Browsers hängt von mehreren Faktoren ab. Um eine Website anzuzeigen und dem Benutzer eine Interaktion zu ermöglichen, müssen viele Subsysteme des Browsers zusammenarbeiten. Die Optimierung für einen einzelnen Benchmark, der nur eines dieser Subsysteme testet (etwas, was bei einigen Browsern der Fall ist), ist ein vollkommen unzureichender Ansatz für die umfassende Geschwindigkeitsoptimierung eines Browsers. In der folgenden Abbildung sehen Sie beispielsweise, wofür bei der Anzeige fünf verschiedener Nachrichtenseiten in Internet Explorer 8 wie viel Zeit benötigt wurde.
Jede der fünf Seiten hat in Bezug auf die Leistung eine ganz unterschiedliche Charakteristik. Einige Seiten benötigen viel Zeit für das Ausführen von JavaScript-Code, andere für das Marshaling und wieder andere für das Layout und das Rendering. Um einen Browser insgesamt schnell zu machen, muss man sich zunächst bewusst machen, wie echte Websites aufgebaut sind. Für Internet Explorer 9 haben wir daher die Entwicklungsmuster von über 7.000 echten Websites analysiert. Hierbei haben wir uns ganz besonders mit den 1.000 weltweit wichtigsten Websites befasst. Die entsprechenden Analysen deckten über 50 verschiedene Aspekte ab und ermöglichten uns so ein tiefgreifendes Verständnis der Strukturen der entsprechenden Websites. Die Analysen deckten verschiedenste Leistungscharakteristiken ab – beispielsweise den Zeitaufwand für die unterschiedlichen Subsysteme, den Einsatz von Entwicklungsframeworks wie jQuery und DOJO, den Einsatz von Analysen, die Anzahl der verwendeten Skript-Dateien, den Umfang des Quellcodes und die verwendeten Funktionen.
Mithilfe dieser tiefgreifenden Analysen waren wir in der Lage, häufig vorkommende Entwicklungsmuster zu ermitteln. Um ein bessere Verständnis der Muster zu entwickeln, die in zukünftigen Webanwendungen zu finden sein werden, haben wir uns zusätzlich HTML5-Anwendungen angesehen. Mit den gewonnenen Mustern waren wir in der Lage, alle Subsysteme von Internet Explorer 9 sorgfältig für die aktuellen und kommenden Websites entsprechend zu optimieren.
Laut unserer Windows Experience Index-Daten haben moderne PCs unter Windows Vista und Windows 7 im Schnitt CPUs mit 2,42 Kernen. Chakra wurde optimiert, um die Vorteile dieser Kerne zu nutzen, und kompiliert im Hintergrund JavaScript zu hocheffizientem Maschinencode, während im Vordergrund JavaScript interpretiert wird. Nach Abschluss der Kompilierung wechselt Chakra zum kompilierten und erheblich schnelleren Maschinencode, der für den jeweiligen PC optimiert ist. Dies führt dazu, dass Internet Explorer 9 bei populären JavaScript-Benchmarks wie Webkit-SunSpider hervorragende Werte erreicht.
Viele sogenannte „moderne“ Browser nutzen in Bezug auf die Geschwindigkeit einen kleinsten gemeinsamen Nenner. Sie ignorieren den größten Teil der Möglichkeiten, die das Betriebssystem und die Hardware des PCs bieten. Internet Explorer 9 nutzt dagegen beides zur schnelleren Darstellung von Webseiten voll aus.
Wir nutzen beispielsweise zur der Darstellung von Text, Grafiken und neuen HTML5-Technologien wie Video-, SVG- und Canvas-Elementen die GPU (Graphics Processing Unit). Die Rechenleistung der GPUs ist in den letzten zehn Jahren exponentiell gewachsen. Moderne GPUs erreichen heute mehr als ein Teraflop (Floating Point Operations Per Second – Fließkommaberechnungen pro Sekunde) Rechenleistung. Im Vergleich mit modernen CPUs, die mit Mühe und Not 100 Gigaflops (0,1 Teraflop) erreichen, sehen Sie, wie viel ungenutzte Rechenleistung in moderner Hardware steckt.
Internet Explorer 9 nutzt die Leistungsfähigkeit der GPU mithilfe der DirectX-, Direct2D- und DirectWrite-APIs und sorgt so dafür, dass Text, Grafiken und Animationen flüssig und scharf dargestellt werden und dass hochauflösende Videos umwerfend aussehen.
Wenn Entwickler bestimmte Bereiche einer Website verändern und so interaktiv gestalten möchten, dann nutzen sie JavaScript, um das Document Object Model (DOM) der Seite zu bearbeiten. In Internet Explorer 8 gibt es eine „Marshalling“-Schicht zwischen JavaScript und dem DOM. Ganz simpel gesagt arbeitet diese Marshalling-Schicht als Übersetzer zwischen JavaScript und DOM – denn diese beiden Elemente sprechen nicht dieselbe Sprache. Die „Übersetzung“ kann jedoch eine erhebliche Menge an Zeit in Anspruch nehmen. In Internet Explorer 9 ist unsere neue JavaScript-Engine Chakra nun ein nativer Teil des Browsers. Somit sprechen nun beide Elemente dieselbe „Sprache“, und es ist keine Übersetzung (Marshalling) mehr erforderlich – was zu einer erheblichen Leistungsverbesserung führt.
Eine moderne Website beansprucht nicht nur den Prozessor, sondern benötigt auch eine erhebliche Menge an Arbeitsspeicher. In einigen Fällen sind zwischen zehn und mehreren hundert Megabyte erforderlich. Wenn die Benutzer mehrere Webseiten geöffnet halten, dann kann dies einen bedeutenden Teil des gesamten Arbeitsspeichers des PCs belegen. Internet Explorer 9 nutzt ein neues Layout-System, das für einen geringeren Arbeitsspeicherbedarf optimiert ist (besonders mit Blick auf HTML5-Websites, die noch mehr Anforderungen an den Browser stellen). Im Rahmen der Entwicklung haben wir bei großen und optisch komplexen Websites festgestellt, dass unsere neue Layout-Engine den erforderlichen Arbeitsspeicherbedarf in einigen Fällen um bis zu 50 Prozent reduziert.
Das neue Layout-System bildet außerdem die Basis für die grafisch umfangreichen HTML5-Anwendungen von morgen. Es stellt sicher, dass HTML5-Funktionalitäten wie SVG nicht nur schnell sind, sondern sich den Anforderungen der Entwickler anpassen.
Es gibt noch viele weitere Leistungsoptimierungen in Internet Explorer 9. Von den Verbesserungen in den Algorithmen für das Netzwerk-Caching (engl.) zur schnelleren Formatierung von Webseiten mit CSS bis hin zur größtmöglichen Geschwindigkeitsoptimierung der wichtigsten APIs wie document.getElementByID. Der zentrale Kern von Internet Explorer 9 wurde grundlegend mit Blick auf die Leistungsfähigkeit entworfen.
Was bringt unsere Leistungsverbesserung?
Die Resultate unserer Leistungsverbesserungen können Sie beim tagtäglichen Browsen sehen. Seiten laden und reagieren fast augenblicklich. Unter www.ietestdrive.com (engl.) finden Sie Beispiele für die nächste Welle von HTML5-Anwendungen mit umfangreichen und tiefgreifenden HTML5-Umgebungen in einem Browser, der von Grund auf für hohe Geschwindigkeiten entworfen wurde. Vergleichen Sie die Demo-Sites in Internet Explorer 9 und in anderen Browsern – dann erhalten Sie ein Gefühl dafür, was ein umfassend schneller Browser ist.
Windows Internet Explorer 9 unterstützt die Webentwickler-Community darin, umfangreiche, interoperable und standardkonforme Webanwendungen zu erstellen, und bietet die für das Internet der Zukunft erforderlichen Tools und Funktionen. Die aktuellste Version von Internet Explorer demonstriert mit der Unterstützung von HTML5 und modernen Standards das Engagement für ein interoperables Internet. Sie ermöglicht es Entwicklern zudem, nur einen Markup-Code für alle Browser zu nutzen.
Internet Explorer 9 integriert mehr Ressourcen des Betriebssystems und nutzt die Leistung des gesamten Computers – und sorgt so dafür, dass den Webentwicklern die Vorteile der erheblichen Hardwareinnovationen aus dem Windows-Umfeld zur Verfügung stehen.
Schnell, übersichtlich, sicher und zuverlässig – auf diesen Grundsätzen basiert Internet Explorer 9. Der folgende Abschnitt beginnt mit einer kurzen Übersicht zur Umsetzung der Grundsätze in den für Entwickler wichtigen Funktionen. Danach erhalten Sie tiefergehende Informationen zu einigen Erweiterungen für Entwickler. Sehen Sie sich die entsprechenden Funktionen für Entwickler zusätzlich in Aktion an – auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Durch von der GPU unterstütztes HTML5 ist Internet Explorer rundherum schnell und gibt Entwicklern die Möglichkeit, über Windows von der Leistungsfähigkeit des Computers zu profitieren. Leistungsverbesserungen auf Plattformebene, beispielsweise die neue JavaScript-Engine Chakra mit kompiliertem JavaScript und das neue Document Object Model (DOM), ermöglichen eine grafisch umfangreichere und ansprechende Umgebung.
Ein Beispiel für die Nutzung der Leistungsfähigkeit des gesamten Computers durch Internet Explorer 9 ist die Darstellung von Grafik und Text – sie wurde von der CPU auf die Grafikkarte (GPU - Graphics Processing Unit) ausgelagert und nutzt die Direct2D®- und DirectWrite®-Windows-APIs (Application Programming Interface). Hardwarebeschleunigung für Grafik und Text heißt, dass die Website die gleiche Leistung bietet wie lokal auf dem Windows-Computer installierte Anwendungen. Grafisch umfangreicher und reaktionsschneller, schärferer und klarerer Text und hochauflösende und flüssigere Videos – dies alles ermöglicht der Computer. Das Beste daran ist, dass sich die gesamten Änderungen intern im Browser ergeben können und die Entwickler diese Funktionen automatisch nutzen – und zwar mit den gleichen Standards, mit denen sie normalerweise arbeiten.
Lernen Sie Internet Explorer 9 und die verbesserte Grafikleistung auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.) kennen. Klicken Sie auf eines der Beispiele unter „Graphics Demos.“
Die Layout- und Script-Leistung sind zwei für die Gesamtleistung des Browser sehr bedeutende Elemente. Mit dem neuen DOM, der optimierten Layout-Engine und der neuen JavaScript-Engine (Interpretation, Kompilierung und Ausführung von Code wird mit Mehrkernprozessoren parallel durchgeführt) werden Websites und Anwendungen erheblich schneller geladen.
Die Leistungsverbesserungen durch die neuen Layout- und Scripting-Engines in Internet Explorer 9 sind offensichtlich. Auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.) finden Sie einige detaillierte Beispiele, die die volle Leistungsfähigkeit aufzeigen. Klicken Sie hierzu auf eines der Beispiele unter „Speed Demos.“
Mit Internet Explorer 8 wurden standardmäßig verfügbare Entwicklertools eingeführt – beispielsweise für das Prototyping, Testing und Debuggen von Webseiten. Die Entwickler konnten Quellcode-Änderungen im Browser testen, bevor sie diese im Back-End in die Seiten implementiert haben. Die Tools zur Bearbeitung und für das Debuggen von CSS und HTML, zum Testen und Debuggen von Scripts, zur Überprüfung der Script-Performance, zur Anzeige und Änderungen von DOM, zur Überprüfung angewandter Regeln und zur Nachverfolgung von Style-Werten sind für Entwickler für Internet Explorer unverzichtbar geworden. Internet Explorer 9 führt zusätzlich einige neue Funktionen ein – beispielsweise den verbesserten JavaScript-Profiler, ein Tool zum Wechseln des User-Agents und einige weitere Leistungsverbesserungen für die bestehenden Tools.
Mit den F12-Entwicklertools in Internet Explorer 9 können die Entwickler nun mehr Aspekte der Leistung einer Website erfassen als in den bisherigen Versionen. Sie können jedoch trotzdem nicht feststellen, wie die Leistung für den Benutzer aussehen wird. Um dieses Problem zu lösen, entwickeln einige Sites eigene Bibliotheken zur Messung der Leistung von Webseiten. Dies kann jedoch zu Mehraufwand führen und die Seiten für die Benutzer verlangsamen. Wir sind der Meinung, dass die W3C WebTiming-Spezifikation – die sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments noch im Status „Working Draft“ befindet – eine gute konzeptionelle Basis zur Lösung dieses Problems darstellt. Die WebTiming-Funktionalität kann in Internet Explorer 9 über die window.msPerformance-Schnittstelle (engl.) im DOM angesprochen werden. In den Developer Tools kann außerdem über die JavaScript-Konsole das Objekt window.msPerformance genutzt werden.
Mit der übersichtlicheren, aufgeräumteren und schnelleren Benutzeroberfläche lenkt Internet Explorer 9 den Blick des Benutzers auf die Websites anstatt auf den Browser.
In Internet Explorer 9 lenkt die vereinfachte und doch erweiterte Benutzeroberfläche und -umgebung den Blick des Benutzers dahin, wo er hin soll: auf die Inhalte der jeweiligen Website.
Internet Explorer 9 ermöglicht durch die Hardwarebeschleunigung für Grafiken eine grafisch umfangreiche und tiefgreifende Umgebung. Die native Unterstützung des video-Tags von HTML5 sorgt für flüssige und hochauflösende (HD – High-Definition) Videos. Das canvas-Tag von HTML5 ermöglicht interaktive Grafiken. Die SVG-Unterstützung sorgt außerdem für schärfere Grafiken – und zwar auf jeder Vergrößerungsstufe.
Die Dekodierung der Grafiken wird durch die WIC (Windows Imaging Component) erledigt. Diese arbeitet schneller als der alte Internet Explorer Image Dekoder und sorgt für die Unterstützung eingebetteter Farbprofile. Die neue native Unterstützung von ICC (International Color Consortium) v2 und v3 Farbprofilen ermöglicht Echtfarben und macht Internet Explorer 9 zu einem Browser mit Farbverwaltung.
Die Darstellung von Text wird von den DirectWrite®-APIs übernommen. Diese sorgen für glatte und scharfe Texte und Animationen in allen Schriftgrößen und Vergrößerungsstufen des Browsers. Beispiele zur Textdarstellung von Internet Explorer 9 finden Sie in der Text Size Animated-Demo (engl.) auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Weitere Beispiele zu den neuen nativen Grafikfunktionalitäten finden Sie unter „Graphics Demos“ auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Durch die Nutzung des Anheftens von Websites durch die Entwickler stärken sie die Bindung der Benutzer an ihre Websites. Beim Anheften von Sites wird dem Benutzer eine an die Website angepasste Benutzeroberfläche mit einem größeren Symbol sowie Navigationselemente, die an die Gestaltung der Website angepasst sind, angezeigt. Die Integration mit Windows 7 eröffnet neue Möglichkeiten, die Websites zu nutzen. Mit den aktuellsten Windows-APIs können die Entwickler Sprunglisten und Vorschau-Steuerelemente für ihre Websites erstellen.
Durch die aktive Teilnahme an der Entwicklung von Standards in den CSS3 und SVG Working Groups (Scalable Vector Graphics), den Beisitz in der HTML5 Working Group und die Führung der HTML5 Testing Task Force sorgen wir aktiv für die Entwicklung moderner Webstandards im Internet. Da wir mehr Testfälle erstellen und an das W3C (World Wide Web Consortium) übermitteln als jeder andere Browser-Hersteller, hat die Standardkonsistenz höchste Priorität. So ist sichergestellt, dass sich Browser und Anwendungen bei der Implementierung moderner Webstandards und deren Nutzung durch Entwickler konsistent verhalten.
Webbrowser sollten ein und denselben Markup-Code – HTML, CSS und Scripte – gleich darstellen. Dies ist heute in vielen Browsern und mit vielen Elementen des Markup-Codes ganz einfach nicht der Fall. Windows® Internet Explorer® 9 nutzt die aktuellsten Webstandards. Diese werden sich nicht über Nacht ändern. Unsere Investitionen in Standards und in die Interoperabilität sorgen dafür, dass der gleiche Markup-Code in allen Browsern funktioniert. Wenn Entwickler weniger Zeit dafür aufwenden müssen, ihre Websites für die verschiedenen Browser umzuschreiben, dann haben sie mehr Zeit, fantastische Anwendungen zu erstellen.
Internet Explorer 9 führt die Unterstützung moderner Webstandards ein:
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick zu den Standards in Internet Explorer 9. Eine tiefgreifendere Besprechung finden Sie im Internet Explorer 9 Developer Guide (engl.) und im Internet Explorer Developer Center (engl.) im MSDN. Auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.) können Sie die neuen Standards in Aktion sehen.
Internet Explorer 9 unterstützt mehr CSS als alle bisherigen Versionen des Microsoft-Browsers. Aufbauend auf der Arbeit an Internet Explorer 8, die zur vollständigen Unterstützung der CSS2.1-Spezifikationen führte, implementiert Internet Explorer 9 die Unterstützung vieler CSS3-Komponenten. Viele CSS3-Module befinden sich im Moment noch im Status Working Draft oder Last Call. Bis zum Erreichen des Status Candidate Recommendation können sich erhebliche Veränderungen ergeben. Weitere Informationen finden Sie in den aktuellsten CSS3-Draft-Modulen (engl.). Im Rest dieses Abschnitts finden Sie Beschreibungen einiger der wichtigeren CSS-Neuerungen. Detaillierte Informationen zu allen neuen CSS-Funktionen finden Sie im Internet Explorer 9 Developer Guide (engl.) und im Internet Explorer Developer Center (engl.) des MSDN.
Internet Explorer 9 unterstützt eines der am meisten geforderten CSS-Border-Funktionen: die Eigenschaft border-radius (engl.). Um abgerundete Ecken für Layout-Boxen zu erstellen, waren bisher komplizierte Techniken erforderlich. Mit den border-radius-Eigenschaften werden die Ecken durch eine Viertel-Ellipse mit einem festgelegten Radius ersetzt. In Aktion sehen Sie das Funktionen auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Ein weiteres wichtiges Element aus diesem Modul ist die Unterstützung der Eigenschaften background-clip (engl.), background-origin (engl.), background-size (engl.) und box-shadow (engl.).
Weitere Informationen finden Sie in der Color and Background-Referenz (engl.) im MSDN.
Internet Explorer 9 unterstützt verschiedene, durch das CSS3 Color-Modul definierte Farbmodelle – inklusive der neuen Alpha-Modelle (Transparenz). Des Weiteren unterstützt Internet Explorer 9 die opacity-Eigenschaft des CSS3 Color-Moduls, mit dem die Entwickler die Transparenz auf Elementebene festlegen können. Ein Beispiel finden Sie auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Internet Explorer 9 bietet außerdem eine erweiterte Unterstützung für die transparency-Eigenschaft (engl.). Weitere Informationen finden Sie in der Color and Background-Referenz (engl.) im MSDN.
Jede neue CSS-Version sorgte regelmäßig für bessere typografische Kontrollen. Das CSS3 Fonts-Modul weitet die Möglichkeiten von CSS2.1 aus und definiert das Verhalten bestimmter Funktionen neu. Internet Explorer 9 erweitert die bestehende Unterstützung für CSS und ist vollständig mit dem CSS3 Fonts-Modul konform – inklusive der interoperablen Implementierungen für die @font-face-Regel (engl.), für das font-weight-Mapping (engl.) und das font-size-Mapping (engl.) und die font-stretch-Eigenschaft (engl.).
Internet Explorer 9 unterstützt außerdem das Web Open Font Format (WOFF) für das Repackaging Spline Font-basierter (sfnt) Font-Dateien (TrueType, OpenType und Open Font Format) durch das Komprimieren jeder einzelnen Tabelle mithilfe des ZIP-Komprimierungsformats. Raw-Fonts (Fonts, bei denen das Embedded-Permission-Bit nicht gesetzt ist) werden nicht unterstützt.
Beispiele finden Sie auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.). Weitere Informationen finden Sie in der Font and Text-Referenz (engl.) im MSDN.
Das CSS3 Media Queries-Modul definiert Methoden, mit denen Entwickler Bereiche eines Style-Sheets für bestimmte Gerätefunktionalitäten festlegen können. Ein Entwickler möchte beispielsweise die Seiten für die Benutzer mit mobilen Geräten (kleinerer Bildschirm, eingeschränkte Farbpalette, geringe Auflösung usw.) anders gestalten als die Seiten für kompakte Notebooks (kleiner Bildschirm, vollständige Farbpalette, hohe Auflösung usw.) und die Seiten für ganz normale Computer (großer Bildschirm, vollständige Farbpalette, hohe Auflösung usw.). Zu den von CSS3-Media-Queries unterstützten Media-Eigenschaften gehören unter anderem width, height, device-width, device-height, orientation, aspect-ratio, device-aspect-ratio, color, color-index, monochrome und resolution.
Internet Explorer 9 führt die Unterstützung für Media-Queries in CSS, HTML, XML und XHTML ein. Entwickler können ihre Designs so besser an die Anforderungen und Geräte der Benutzer anpassen. Beispiele zu Media-Queries in Aktion finden Sie Internet Explorer Test Drive-Website (engl.). Weitere Informationen finden Sie in der @media-Referenz (engl.) im MSDN.
Internet Explorer 9 führt die Unterstützung von XML-Namespaces in CSS-Selektoren ein. Selektoren ermöglichen es Entwicklern, Style-Regeln auf ein oder mehrere Elemente eines Dokumentes anzuwenden. Über @namespace (engl.) deklarierte Namespaces (entweder für den Default-Namespace oder einen angepassten Namespace) erweitern die Funktionalität der Selektoren für XML-Dokumente (inklusive in XHTML eingebettetes SVG). Weitere Informationen finden Sie in der CSS Namespaces-Referenz (engl.) im MSDN.
Das CSS3 Selectors-Modul spezifiziert verschiedene zusätzliche Elemente zum CSS-Selector-Syntax. Diese werden von Internet Explorer 9 vollständig unterstützt. Die neuen Selektoren in Internet Explorer 9 ermöglichen es Entwicklern, Style-Regeln genauer auf Elemente eines Dokumentes anzuwenden. Sie umfassen strukturelle Pseudoklassen, die Pseudoklasse :target (engl.), Pseudoklassen für den Zustand von UI-Elementen, die Negation-Pseudoklasse und die UI Pseudoelement. Ein Beispiel zu den CSS3-Selektoren in Aktion finden Sie auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.). Weitere Informationen finden Sie in der CSS Selector-Referenz (engl.) im MSDN.
Internet Explorer 9 unterstützt mehr Elemente des Document Object Model Level 2 (DOM L2) und Level 3 (DOM L3) und verbessert die Unterstützung der bestehenden Implementierungen in Internet Explorer.
In diesem Abschnitt finden Sie die DOM-Spezifikationen, die entweder vollständig oder teilweise in Internet Explorer 9 unterstützt werden. Detaillierte Informationen zu allen neuen DOM-Funktionen finden Sie im Internet Explorer 9 Developer Guide (engl.) und im Internet Explorer Developer Center (engl.) des MSDN.
Internet Explorer 9 unterstützt viele neue DOM L2 Core-APIs (engl.). Des Weiteren werden interoperable DOM-Namespaces, beispielsweise die *NS-Methoden, und Namespace-bezogene Eigenschaften unterstützt. Internet Explorer 9 unterstützt außerdem viele der am häufigsten genutzten DOM L3 Core-Methoden (engl.) und -Eigenschaften und beide DOM L2 Views-Eigenschaften (engl.) komplett. Weitere Informationen finden Sie in der DOM Core and Views-Referenz (engl.) im MSDN.
Die Element Traversal-Spezifikation (engl.) definiert die ElementTraversal-Schnittstelle. Diese Schnittstelle ermöglicht die Navigation im DOM-Baum (beispielsweise Elementknoten in HTML, XML oder SVG-Dokumenten) über Skripte. Internet Explorer 9 führt die Unterstützung der ElementTraversal-Schnittstelle und ihrer fünf Eigenschaften ein.
Die DOM Events-Spezifikationen (Level 2 und Level 3 – beide engl.) beschreiben das DOM-Event-System zur Registrierung von Event-Handlern.
Primäres Ziel für das Event-System in Internet Explorer 9 ist die Ausrichtung an dem durch die W3C spezifizierten interoperablen Modell. Entwickler können so vom proprietären attachEvent-Modell (engl.) von Internet Explorer wechseln und brauchen keinen Code für verschiedene Browser schreiben. Weitere Informationen finden Sie in der DOM Events-Referenz (engl.) im MSDN.
Internet Explorer 9 unterstützt die DOM L2 HTML-APIs (engl.), die in den vorherigen Versionen von Internet Explorer noch nicht verfügbar waren – inklusive HTML5-APIs wie getElementsByClassName (engl.) und characterSet (engl.). Internet Explorer 9 hat das Objektmodell in Tabellen verbessert (besonders in Bezug auf DOM-Operationen zum Hinzufügen und Entfernen von Elementen).
Die DOM L2 Style-Spezifikationen definieren APIs für den programmgesteuerten Zugriff und das Ändern der Styles einzelner Elemente und ganzes Style-Sheets durch das Hinzufügen oder Verändern von Regeln. In den vorherigen Versionen von Internet Explorer war es möglich, diese Aufgaben über proprietäre Methoden durchzuführen. Internet Explorer 9 unterstützt nun die standardisierten APIs der DOM L2 Style-Spezifikationen. Darüber hinaus werden standardisierte APIs unterstützt, für die es keine Entsprechungen in Internet Explorer gab (zum Beispiel getComputedStyle – engl.). Ein Beispiel zur getComputedStyle-Methode in Aktion finden Sie auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.). Weitere Informationen finden Sie in der DOM Style-Referenz (engl.) im MSDN.
Der DOM Range-Teil (engl.) der DOM L2 Traversal and Range-Spezifikation (engl.) definiert eine allgemeine Möglichkeit, Dokumentinhalte über zwei Bereichsangaben auszuwählen. Diese beiden Bereichsangaben werden durch einen Container (das übergeordnete Element, in dem sich der Punkt befindet) und einen Offset (der Ort im Container, an dem der Endpunkt liegt) definiert. Gemeinsam mit der HTML5-Selection-Schnittstelle (engl.) ermöglicht DOM-Range Funktionalitäten wie das programmgesteuerte Abrufen eines Bereiches, die Auswahl untergeordneter Elemente und das Löschen einer Auswahl. Die Selection-API wurde bereits weiter oben in diesem Dokument besprochen.
Internet Explorer 9 unterstützt alle DOM L2 Range-APIs sowie alle HTML5-Selection-APIs – beispielsweise die schon heute häufig genutzte Methode setSelectionRange (engl.). Weitere Informationen finden Sie in der DOM Range-Referenz (engl.) im MSDN.
Der DOM-Traversal-Teil (engl.) der DOM L2 Traversal and Range-Spezifikation (engl.) definiert eine programmgesteuerte Möglichkeit, Informationen aus dem aktuellen Dokument abzurufen. Internet Explorer 9 unterstützt beide DOM-Zugriffsmöglichkeiten (NodeIterator und TreeWalker, beide engl.) und beide Möglichkeiten zur Filterung von Knoten (whatToShow und NodeFilter, beide engl.) aus der W3C-Spezifikation. Weitere Informationen finden Sie in der DOM Traversal-Referenz (engl.) im MSDN.
Der Umgang mit Whitespace-Zeichen im DOM war in Internet Explorer bislang anders als in anderen Browsern. Diese fehlende Interoperabilität war für die Entwickler sehr frustrierend. In den bisherigen Versionen von Internet Explorer wurden Whitespace-Zeichen verborgen. Sie wurden im DOM nicht in Textknoten dargestellt. In Internet Explorer 9 bleiben Whitespace-Zeichen erhalten und werden, wie erwartet, in Textknoten im DOM platziert. Dies Verhalten entspricht dem anderer Browser.
Internet Explorer 9 führt Erweiterungen für JavaScript ein und verbessert die Leistung von JavaScript. Im Dezember 2009 gab ECMA die fünfte ECMA-262-Edition (engl.) heraus. Im selben Jahr führte Microsoft mit der Unterstützung von JSON in Internet Explorer 8 (engl.) ECMAScript 5-Elemente (ES 5) ein. ES 5 standardisiert darüber hinaus viele wichtige Erweiterungen für JavaScript.
Zu den vielen wichtigen, von Internet Explorer 9 implementierten ECMAScript 5-Funktionen gehören:
Internet Explorer 9 behebt außerdem verschiedene Probleme aus vorherigen JavaScript-Implementierungen. Weitere Informationen finden Sie im Internet Explorer Team-Blog (engl.).
In Internet Explorer 9 wurden einige Funktionen aus der HTML5 Working Draft-Specification (engl.) eingeführt. Diese waren unter anderem:
Internet Explorer 9 baut auf diesen in Internet Explorer 8 implementierten HTML5-Funktionen auf und fügt die folgenden neuen Funktionen hinzu:
Anmerkung: Sie sollten bedenken, dass sich die HTML5-Spezifiktion noch immer im Status Working Draft befindet. Bis zum Erreichen des Status Candidate Recommendation können sich erhebliche Veränderungen ergeben. Weitere Informationen finden Sie im aktuellsten HTML5 Working Draft (engl.).
Zwei der am sehnlichsten erwarteten HTML5-Funktionen werden nun in Internet Explorer 9 unterstützt: die Elemente video (engl.) und audio (engl.). Diese beiden Elemente werden im Abschnitt Embedded Content (engl.) der HTML5-Spezifikationen definiert und dort ohne ein bestimmtes Videoformat beschrieben. Internet Explorer 9 unterstützt das Abspielen von H.264-Videos über das HTML5-Tag video sowie das Abspielen von VP8-Videos, wenn der Benutzer einen VP8-Codec unter Windows installiert hat.
Die Elemente video und audio betten Video- und Audioinhalte in HTML-Seiten ein – ohne dass ein Plug-in erforderlich ist. Entwickler können für die beiden Elemente verschiedene Attribute angeben. Ein entsprechender Markup-Code könnte beispielsweise so aussehen:
<video width="400" height="300" src="video.avi" poster="frame.png" autoplay controls loop> Dieser Text wird angezeigt, wenn das Video-Tag oder der Codec nicht unterstützt wird. </video>
<video width="400" height="300" src="video.avi" poster="frame.png" autoplay controls loop>
Dieser Text wird angezeigt, wenn das Video-Tag oder der Codec nicht unterstützt wird.
</video>
In Internet Explorer 9 wird mit diesem Markup-Code ein Bereich von 400 x 300 Pixeln (Attribute width und height) angezeigt. Während das Video geladen wird, ist das Bild "frame.png" zu sehen (Attribut poster). Die Videodatei "video.avi" (Attribut src) wird beim Laden der Seite automatisch abgespielt (Attribut autoplay), und es werden Steuerelemente für das Video angezeigt (Attribut controls). Wenn das Video sein Ende erreicht, wird es wiederholt (Attribut loop). Wenn das Videoformat nicht unterstützt wird, dann wird der Text innerhalb des video-Elements („Dieser Text wird …“) statt des Videos angezeigt. Das video-Element unterstützt außerdem das Element preload. Dieses Element teilt dem Browser mit, wie sich der Entwickler die bestmögliche Anzeige vorstellt. Ein Beispiel zum video-Element in Aktion finden Sie auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Internet Explorer 9 unterstützt außerdem video-Elemente mit mehreren Quellen. Die Quellen werden jeweils durch das Unterelement source angegeben. Dies kann besonders bei der Entwicklung für mehrere Browser oder Dateiformate hilfreich sein. Das audio-Element ist genau wie das video-Element definiert. Die Attribute width, height und poster fehlen jedoch. Ein Beispiel zum audio-Element in Aktion finden Sie auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.).
Internet Explorer 9 unterstützt die folgenden Formate:
Element
Unterstützte Formate
video
MP4-Container, h.264-Video, alle Profile; Audio im AAC- oder MP3-Format VP8-video (wenn der Benutzer den VP8-Codec installiert hat)
audio
AAC- oder MP3-Format
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite HTML5-Video und -Audio (engl.) im MSDN.
Eine weitere lang erwartete HTML5-Funktion ist das neue canvas-Element (engl.). Es wird zusammen mit der Canvas 2D-API genutzt. Das canvas-Element wird in der HTML5-Spezifizikation (engl.) definiert und ermöglicht die Darstellung von Grafiken über auflösungsabhängige Bitmap-Canvas. Zur Darstellung im Canvas werden „Kontexte“ genutzt – beispielsweise der Canvas 2D-Kontext aus der W3C Canvas 2D API-Spezifikation (engl.). Internet Explorer 9 führt die canvas-Elemente mit der 2D Canvas-API als einzigen unterstützten Kontext ein. Wie für alle Grafiken in Internet Explorer 9 wird auch für das canvas-Element die Hardwarebeschleunigung über Windows und die GPU genutzt.
Canvas-Elemente bieten eine Möglichkeit, Grafiken im Internet zu programmieren. Das canvas-Tag stellt eine sofort umgesetzte, zweidimensionale Zeichenoberfläche dar, mit der Entwickler Dinge wie Echtzeit-Kurven, Animationen oder interaktive Spiele realisieren können – und zwar ohne dass ein separates Plug-in heruntergeladen werden muss. Über die in der HTML Canvas 2D Context-Spezifikation (engl.) definierten APIs ermöglichen Canvas-Elemente unter anderem die folgenden Szenarien:
Entwickler können JavaScript zur Animation von Canvas-Elementen oder für interaktive Umgebungen, die auf Tastendrucke, Mausklicks oder ein beliebiges Browser-Ereignis reagieren, einsetzen. In diesem Beispiel (engl.) der Internet Explorer Test Drive-Website werden beispielsweise mit nur ein paar Zeilen JavaScript zufällig platzierte farbige Linien platziert.
Eine tiefere Einführung in das canvas-Element von HTML5 in Internet Explorer 9 finden Sie im Internet Explorer Team-Blog (engl.). Sehen Sie sich außerdem die verschiedenen Demos auf der Internet Explorer Test Drive-Website (engl.) an. Technische Informationen zum canvas-Element in Internet Explorer 9 finden Sie auf der Referenzseite zum Canvas-Element (engl.) im MSDN.
Internet Explorer 9 unterstützt die HTML5-APIs zur Auswahl von Text (engl.). Das Selection-Objekt (engl.) stellt eine Liste von Range-Objekten (engl.) bereit (das Range-Objekt und das Konzept der programmgesteuerten Textauswahl wird im Abschnitt DOM L2 Traversal und Range dieses Dokuments besprochen). Das Selection-Objekt bietet eine deutlich zuverlässigere Möglichkeit, Inhalte auszuwählen, als die bisher verfügbare und proprietäre Lösung in Internet Explorer (document.selection, engl.).
Das Parsen von HTML in Internet Explorer 9 wurde verbessert und verhält sich nun exakt so wie in der HTML5 Draft Specification beschrieben. Speziell die folgenden Bereiche werden in Internet Explorer 9 interoperabel gehandhabt:
Eines der wichtigsten neuen Funktionen von Internet Explorer ist die Unterstützung von SVG (Scalable Vector Graphics). SVG bietet die Möglichkeit, optisch hervorstechende Elemente jeder Größe zu Websites hinzuzufügen – ohne dass ein Plug-in oder ein separater Viewer erforderlich ist.
Mit Internet Explorer 9 führen wir die Unterstützung für die SVG-Elemente ein. Sie basiert auf der SVG 1.1 (Second Edition) Draft-Spezifikation (engl.) für Desktop-Browser. Wie die neuen HTML5-Funktionen nutzt auch SVG die Hardwarebeschleunigung.
In Internet Explorer 9 wurden die folgenden Funktionalitäten implementiert:
SVG ermöglicht viel mehr unterschiedliche Szenarien, als hier beschrieben werden könnten. Die folgende Liste enthält ein paar Beispiele zum Einsatz der SVG-Technologien, die nun mit Internet Explorer 9 möglich sind:
Internet Explorer 8 führte einen Kompatibilitätsmodus für Dokumente ein, über den die Entwickler einen bestimmten Darstellungsmodus festlegen konnten – Internet Explorer 7 oder Internet Explorer 8. Internet Explorer 9 fügt einen neuen Modus hinzu: Den Standardmodus des Internet Explorer 9, über den die höchstmöglichste Leistung zur Verarbeitung moderne Webanwendungen und die aktuellsten Standards verfügbar sind. Dieser aktualisierte Kompatibilitätsmodus bietet Entwicklern mehr Flexibilität bei der Anwendungsmigration und -aktualisierung. Solange durch die Website oder den Webserver kein anderer Modus angegeben wurde, wird Internet Explorer 9 standardmäßig im Internet Explorer 9 Dokument-Modus ausgeführt.