Neben der Ankündigung von RemoteFX und Dynamic Memory in meinem Blogposting Erste Informationen zum Service Pack 1 möchte ich noch auf weitere Neuerungen rund um das Thema Desktop-Virtualisierung hinweisen. Passend dazu bekam ich vor ein paar Tagen eine Anfrage von einem Kunden zum Thema Windows XP Mode:

Neuer PC mit Windows 7 und XP Mode hat ein defektes Motherboard. Nach Motherboardtausch (gleiches Modell) geht der XP Mode nicht mehr - Virtual PC funktioniert!? Der Fehler, welcher angezeigt wird ist definitv falsch - HT wird vom Board unterstützt.

Voraussetzung für die neue Version von Windows Virtual PC, welches die Basis des Windows XP Mode liefert, ist die Unterstützung für hardwarebasierende Virtualisierung (Intel VT oder AMD-V). Diese Voraussetzung hat bei vielen Kunden für Probleme gesorgt. So habe ich selbst erlebt, dass das Einschalten dieser Option im BIOS eines Rechners erst tatsächlich wirksam wurde, als man den Rechner physikalisch aus- und wieder eingeschaltet hatte. Zukünftig wird es hier einfacher, da Windows XP Mode so verändert wird, dass er auch auf Computern ohne Unterstützung für hardwarebasierende Virtualisierung laufen wird. Ein Update für Windows Virtual PC sorgt dafür, dass eine solche Unterstützung nicht mehr notwendig ist (sollte sie aber vorhanden sein, wird sie natürlich auch genutzt):

Installieren Sie dieses Update, um die für das Ausführen von Windows Virtual PC und XP-Modus erforderlichen Voraussetzungen zu entfernen. Zu den Voraussetzungen gehört ein Prozessor mit Unterstützung für hardwaregestützte Virtualisierung (Hardware Assisted Virtualization, HAV), die auch im BIOS aktiviert ist. Nach der Installation dieser Komponente müssen Sie den Computer möglicherweise neu starten.

Weitere Veränderungen gibt es im Hinblick auf die Lizenzierung für virtuelle Windows Desktops. Ab 1. Juli 2010 müssen Windows Client Software Assurance Kunden keine separaten Lizenzen mehr erwerben, um ihr Windows-Betriebssystem in einer Virtual Desktop Infrastructure-Umgebung betreiben zu können. Virtual Desktop Access wird Bestandteil von Software Assurance. Ebenfalls ab 1. Juli 2010 können Windows Client Software Assurance- und neue Virtual Desktop Access License-Kunden die virtuellen Windows-Desktops und ihre Microsoft Office-Anwendungen, welche in einer VDI-Umgebung bereitgestellt werden, von einem zweiten Computer, der nicht zur Firma gehört, nutzen. Das können zum Beispiel private Home-PCs oder Kiosk-PC aus Internet Cafes sein.