Nachdem ich mittlerweile täglich Mails bezüglich der Verfügbarkeit von Windows 7 in der MSDN Academic Alliance erhalte, habe ich bei Julia Maintz nachgefragt. Sie betreut bei uns MSDN AA und sagt:
“Windows 7 RTM wird ab Mitte August verfügbar sein über MSDN AA.”
Natürlich werden die Fragen jetzt nicht abreißen. Wer wissen will, welche Version, Sprache, Anzahl, Lieblingsfarbe meines Haustiers, etc. muss sich noch ein wenig gedulden. Sobald ich Antworten dazu habe, poste ich sie auf dem Blog.
Ab 15. Juli 2009 können Kunden bei einigen Händlern Windows 7 Home Premium E zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 49,99 Euro vorbestellen. Da dieses Vorverkaufsangebot als kleines Dankeschön für Beta-Tester und alle weiteren an der Entwicklung des neuen Betriebssystem Beteiligten gedacht ist, steht nur eine limitierte Anzahl in einem begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Diese sind über Hard- und Software-Händler und E-Tailer verfügbar.
Mit dem günstigen Angebot für die finale Version möchten wir allen danken, die dabei mitgeholfen haben, Windows 7 weiterzuentwickeln.
Aufgrund der limitierten Anzahl der für dieses Vorverkaufsangebot verfügbaren Lizenzen, die auch das Angebot der beteiligten Händler begrenzt, ist es Microsoft leider nicht möglich, alle Händler in das Programm zu integrieren.
Trotzdem sind auch die kleineren und mittelgroßen Händler ein außerordentlich wichtiger Eckpfeiler für unseren Vertrieb und unsere Kundenbeziehungen. Sie können unseren Kunden zum Beispiel über Upgrade-Optionen beim Verkauf neuer Windows Vista-PCs, von Einzelhandels-Produkten oder System Builder-Paketen ebenfalls Windows 7 zu sehr günstigen Konditionen anbieten.
Mehr Informationen dazu gibt es unter www.windows.de/upgrade.
Gastbeitrag von Andreas Kraus, selbständiger .NET Consultant und Entwickler von winmedic.de.
Fenster Management
Eine der attraktivsten Neuigkeiten in Microsoft Windows 7 ist das neue Fenster Managment. Ab sofort ist es möglich, ein Fenster an der rechten oder linken Hälfte des Bildschirms anzudocken, in dem man es einfach mit der Maus dorthin zieht. Weiterhin kann man ein Fenster zur oberen Hälfte des Bildschirms ziehen um es zu maximieren. Ein Doppelklick auf den oberen oder unteren Fensterrand maximiert es vertikal mit der gleichen horizontalen Breite.
Doch es kommt noch besser: Dafür gibt es nun auch Keyboard Shortcuts! Eine übersichtliche Tabelle hat Ralf Schnell in Windows Tastatur-Shortcuts veröffentlicht. Hier ein Auszug:
Außerdem lassen sich alle Fenster bis auf das im Moment aktive Fenster ausblenden indem man die Win+Pos1 Kombination drückt. Ein nochmaliges Betätigen stellt sie wieder her.
Desktop Themes in Rotation
Windows 7 ermöglicht es, personalisierte Desktop-Hintergründe mit einer zufälligen Rotation zu versehen. Man kann zum Beispiel einstellen, dass der Desktop abwechselnd die eigenen Lieblingsbilder anzeigt oder schlichtwegs das komplette Theme geändert wird. Um das “Shuffle Feature” zu aktivieren, klickt man mit Rechts auf den Desktop und wählt “Anpassen” und dann “Desktophintergrund”.
Dort wählt man den Order mit den Lieblingsbildern. Danach muss nur noch “Mischen” aktiviert werden. Ein einfacher Weg den Desktop frisch zu halten.
Der Problem Recorder
Endlich lassen sich z.B. Probleme Situation kinderleicht aufzeichnen und verschicken. Das Windows 7 Programm PSR.exe (”Problem Step Recorder”) zeichnet nach einem Klick auf “Aufzeichnung starten” die Maus und Keyboard Eingaben auf. Zusätzlich macht es Screenshots mit optionalen Kommentaren. Sobald man fertig ist, wird alles als ZIP zusammen gepackt. Es enthält dann eine HTML-basierte Slide Show der einzelnen Schritte. Man findet PSR.exe auch unter “Schritte zum Reproduzieren eines Problems aufzeichnen” in der Systemsteuerung verlinkt.
AeroShake
AeroShake ermöglicht die Bedienung von z.B. Fenstern über sogenannte Gesten. Beispiel: Wenn man ein offenes Fenster kurz mit der Maus hin und her schüttelt wird es minimiert bzw. maximiert. Der oben schon erwähnte Shortcut Win+Pos1 macht diese Funktion auch über die Tastatur erreichbar.
Images brennen
Schluss mit üppigen Brennprogrammen. Wer lediglich ISO Images oder einzelne Dateien brennen will kann das nun bereits mit hauseigenen Windows 7 Tools. Im Falle einer .ISO einfach die Datei doppeltklicken und einen Rohling einlegen.
Taskbar Running
Ein weiteres sehr hilfreiches Feature: Wenn man Win+T eingibt, landet man in der Taskleiste und kann mit den Pfeiltasten nach links und rechts navigieren um das Programm bzw. Fenster zu wechseln.
Ein Taschenrechner der es in sich hat
Der Taschenrechner wurde ordentlich erweitert. Hinzugefügt wurde eine Version für Statistik und eine für Programmierer. Außerdem kann man jetzt zahlreiche Konvertierungen vornehmen (Länge, Gewicht, Volumen, etc.) oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführen.
Widescreen Trick
Widescreen Bildschirme sind ideal um z.B. DVDs anzuschauen - doch wie sieht es beim Arbeiten aus? Deutlich effektiver ist es, wenn man die Taskleiste an den linken oder rechten Bildschirmrand zieht. Das ist Anfangs ungewohnt, erhöht jedoch langfreistig die Produktivität. Bisher war das Problem, dass dieser Wechsel nur teilw. von XP oder Vista unterstützt wurde, die Gradients waren verzogen und es sah einfach “falsch” aus. Doch mit Windows 7 gibt es den vollen Support, auch die WIN+T Kombination wird dann von rechts nach links zu hoch und runter konvertiert.
Ordner anpinnen
Wenn man des öfteren mit vier oder fünf bestimmten Ordnern arbeitet, kann man sie ab jetzt direkt in die Taskbar pinnen. Einfach via Rechtsklick in die Taskleiste ziehen und der Ordner wird automatisch in die Jump Liste verschoben.
Bildschirm Kalibrierung
Der “Display Colour Calibration Wizard” unter Windows 7 hilft Ihnen Ihre Helligkeit, den Kontrast und die Farben Einstellungen optimal für Ihren Monitor zu kalibrieren. Einfach im Startmenü DCCW eintippen, Enter drücken und ausprobieren.
Mit besten Grüßen, Andreas Kraus
Die Produkteinführung von Windows 7, Windows Server 2008 R2 und Exchange Server 2010 wirft ihre Schatten voraus. Viele haben mich über mein Blog schon gefragt. Seit heute kann ich auch die Antwort geben.
Unter dem Motto “Effizienz neu definiert” wird Microsoft im Zuge einer Roadshow für Unternehmen in fünf deutschen Städten die neuen Produkte vorstellen.
Als besonderes Highlight präsentiert Steve Ballmer, CEO der Microsoft Corporation, in München persönlich die neue Generation der Microsoft-Produkte. Neben den Keynotes wird es eine Vielzahl an technischen Breakout-Sessions in drei parallelen Vortragsreihen, Live-Demos und Expertenrunden geben.
Im Fokus stehen dabei:
Wer sich sein Ticket für die Veranstaltung in München bis zum 31. August 2009 reserviert, kann von dem Vorteilspreis in Höhe von 159 Euro (zzgl. Mwst.) statt regulär 209 Euro (zzgl. Mwst.) profitieren. Der ermäßigte Preis für alle weiteren Veranstaltungen gilt für Frühbucher bis 12. Oktober 2009.
Teilnehmerspecial
Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erhalten Sie eine Windows 7 Ultimate als Software sowie einen Rabatt von 40 Prozent auf ein TechNet Plus-Abonnement. Das im Eintrittspreis enthaltene Softwarepaket darf nur angenommen werden, wenn dies mit den internen Richtlinien Ihres Arbeitgebers konform ist. Die Software steht Ihrem Arbeitgeber und nicht Ihnen als Privatperson zu.
Microsoft bestätigte heute eine Information der Europäischen Kommission, nach der Anwender in Europa zukünftig leichter einen Webbrowser auswählen und installieren können. Zur Erfüllung der Anforderungen im laufenden Kartellverfahren wegen der Integration von Internet Explorer 8 mit Windows 7 änderten wir zuerst Windows 7 während der Entwicklung, so dass Anwender Internet Explorer 8 aus Windows entfernen können. Dazu wurde Internet Explorer in Windows 7 zu einem Windows Feature, welches Benutzer an- und abschalten können.
Da diese Lösung die Bedenken der EU-Kommission nicht ausräumen konnte, entschied sich Microsoft später, in der europäischen Version von Windows 7 Internet Explorer 8 zu entfernen. Dadurch sollte jeder Anwender die freie Wahl bekommen, welchen Browser er installieren möchte.
Da auch diese Entscheidung keine Zustimmung fand, wollen wir zukünftig Anwender mit dem Einblenden eines 'ballot screens' auf die Möglichkeit der Installation von alternativen Webbrowsern hinzuweisen. Wir warten jetzt eine Antwort der EU-Kommission ab, ob diese Entscheidung zum Lösen der ausstehenden Fragen bezüglich des laufenden Kartellverfahrens ausreicht.
Weitere Informationen und die Vorschläge im Detail wurden auf der Microsoft PressPass Website unter Microsoft Proposal to European Commission veröffentlicht.
Update am 25.07.2009
Georg hat auf windowsblog.at die Eckpunkte übersetzt:
Wie ich Anfang Juli im Artikel Windows 7 Vorverkaufsangebot schrieb, konnten Kunden ab dem 15. Juli 2009 Windows 7 Home Premium E bei einigen Händlern vorbestellen. Bereits nach wenigen Stunden war in Deutschland das limitierte Vorverkaufsangebot für die Vollversion Windows 7 Home Premium E zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 49,99 Euro UVP für Konsumenten bei den meisten beteiligten Händlern ausverkauft.
Ich sprach mit Dorothee Ritz, General Manager Consumer und Online bei Microsoft Deutschland über das Angebot:
„Dieser große Erfolg hat uns selbst überrascht. Er zeigt, dass sich Kunden bereits heute unbedingt das neue Betriebssystem sichern möchten. Die große Nachfrage in Deutschland hat sogar unsere bisherigen Erfahrungen in den USA und Japan übertroffen, wo ein ähnliches Vorverkaufsangebot zumindest ein paar Tage lang erhältlich war.“
Wer nicht vom Vorverkaufsangebot profitieren konnte, erhält in Deutschland bereits heute PCs mit einem günstigen Bezugsrecht für Windows 7. Bei der Aktualisierung fallen dann nur geringe Bearbeitungsgebühren an, die je nach Hardware-Hersteller unterschiedlich sein können. Mehr Informationen dazu gibt es unter http://www.windows.de/upgrade.
Zudem stehen bei kleineren Hardware-Herstellern Windows Vista System Builder-Versionen bereit, die einen Gutschein für Windows 7 enthalten.
Ab der generellen Verfügbarkeit am 22. Oktober 2009 stellt Microsoft bis 31. Dezember 2009 in einer Sonderaktion die unterschiedlichen Vollversionen von Windows 7 E ohne vorinstalliertem Internet Browser mit einer unverbindlichen Preisempfehlung wie für eine Upgrade-Version zur Verfügung. Die unverbindliche Preisempfehlung während der Aktion lautet in Deutschland für Windows 7 Home Premium E 119,99 Euro UVP. Da diese Aktion nicht limitiert ist, können alle Kunden in Deutschland davon profitieren. Bei einigen Händlern lässt sich dieses Angebot bereits heute vorbestellen.
Unabhängig von diesen Box-Versionen wird es in Deutschland natürlich auch wieder System Builder-Versionen von Windows 7 geben.
Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von windowsblog.at.
Um den Desktop anzuzeigen, kann man (wie seit Windows 95) natürlich die Tastenkombination “Windows+D” drücken. Oder – neu in Windows 7 – rechts unten ins Eck fahren. Hält man nur die Maus drüber, dann gibt's die Aero Peak Voran- bzw. Durchschau-Optik, klickt man drauf, minimiert man alle Fenster:
Jetzt habe ich aber die Frage bekommen, wie man das “alte” Zeige-Desktop Symbol links hinbekommt. Gar nicht so einfach?! Aber auch nicht so sonderlich kompliziert, nur eine Verknüpfung machen und auf die Taskbar ziehen. Nur da das eine Explorer-Funktionalität ist, will Windows 7 die immer automatisch an den Explorer anheften. Ich habe dazu nun einige Anleitungen gefunden, so etwas wie hier:
How to get the good old ‘Show Desktop’ feature back in Windows 7?
Denke aber, dass das nicht ganz das ist, was man will (weitere Toolbar). Eine IMHO bessere Quelle war dann das:
How to really pin the Show Desktop to Taskbar in Windows 7
Erstelle mit dem Editor eine Text-Datei mit dem Namen “Desktop anzeigen.scf”, folgendem Inhalt:
[Shell] Command=2 IconFile=imageres.dll,105 [Taskbar] Command=ToggleDesktop
und speichere sie unter “%APPDATA%\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch\User Pinned\Taskbar”
Schiebe eine beliebige Anwendung auf die Taskbar. Wir brauchen da nur die Verknüpfung, das heißt das Programm selber ist egal. Hier nur zu beachten: Der Tooltip muss lauten “Anheften an Taskleiste” und nicht “Anheften an Programm”.
Rechtsklick auf die Anwendung in der Taskleiste, dann gleich nochmal Rechtsklick und auf Eigenschaften.
Nun ändern wir das Ziel auf die vorhin erstellte Datei, dazu gleich ein Tipp, Shift-Rechtsklick gibt einem die Möglichkeit, den Datei-Pfad zu kopieren:
Diesen Pfad nun in die Verknüpfung als Ziel. Optional kann man noch Kommentar und Symbol ändern, damit das auch was gleich schaut:
Voilà! Als Refresh den Explorer neu starten und schon habe ich das “alte” Icon an gewohnter Stelle wieder.
Tja, zumindest beim ersten Mal, wie ich das wegen der Screenshots reproduzieren wollte, stellte sich das irgendwie bockig an. FAIL. Weiß auch nicht, wo mein Fehler liegt, aber irgendwie habe ich keine Lust danach zu suchen, denn wie eingangs erwähnt,.. Windows+D tut’s auch :)
Und so schnell kann ein Einbruch geschehen. Während wir am Freitag gemütlich Ripperl essen, hat jemand die Seitenscheibe am Auto eines Freundes (nennen wir ihn N.N.) eingeschlagen. Offenbar hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass die SOKO Ost für mehr Sicherheit sorgt. Dürfte sich ausgezahlt haben:
“Alles von Wert ist weg. Laptop, Videokamera, Aufnahmegerät, Webcam, Zusatzakkus, SD-Karten usw. …”
Der Wert der Hardware ist das eine, VIEL schlimmer sind die Daten, vor allem wenn es sich eben nicht nur um private Daten handelt, sondern auch um Firmendaten, die der Geheimhaltung unterliegen. N.N. kann nur hoffen, dass der Dieb nur am Gerät interessiert ist. Denn sonst hat N.N. ganz andere Probleme, …
Die Erkenntnis kommt,…
“Am neuen Laptop ist BitLocker das erste, was ich aktiviere.”
Gute Idee. Die Enterprise und Ultimate Editionen von Vista/Windows 7 kennen die BitLocker Laufwerksverschlüsselung. Das ist eine Pre-Boot Verschlüsselung im Zusammenspiel mit einem privaten Zertifikat am Mainboard (TPM-Chip), wo der physische Zugriff auf das Gerät noch nicht heißt, dass man auch Zugriff auf die Daten bekommt. Die Standard-Schmähs (Festplatte wo anders einbauen, oder von Alternativ-Medium booten) hauen da nicht hin.
Ich hab mir die Mühe gemacht und über Nacht mein Gerät wieder entschlüsselt, damit ich die Screens machen kann und verschlüssle derzeit wieder. Hier die “Anleitung” (Weiter, Weiter, Fertig,…)
BitLocker aktivieren Dazu gibt man im Startmenü “BitLocker” ein, klickt auf die Laufwerksverschlüsselung und aktiviert den BitLocker.
Jetzt wählt man noch optional ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal wie einen USB – Schlüssel oder einen PIN. Ich geb’s zu: hab ich nicht. Ohne PIN kommt der Angreifen bis zum Login – wenn er die Bootreihenfolge einhält, das sollte genau genommen gar nicht helfen. Und der USB-Schlüssel wäre sowieso in der selben Notebooktasche,…
Dann muss noch der Widerherstellungsschlüssel gespeichert werden. Schließlich brauchen wir ja auch eine Strategie wenn z.B. der TPM Chip bzw. das Motherboard eingeht.
Zusätzlich – je nach dem was der Administrator für Einstellungen getroffen hat – muss auch eine Verbindung mit der Domain bestehen, damit der Recovery-Key auch im Active Directory gespeichert werden kann. Wenn man das nicht ist,… dann darf man die Einstellungen noch mal machen. Für die Ultimate Variante, die man ja auch als Einzelperson und ohne AD betreiben kann, gilt umsomehr, dass man den Key am besten auch ausdruckt und sicher verwahrt um dann im Desasterfall (mangels Administrator,…) die Verschlüsselung selbst aufheben zu können. @Microsoft: Hier fehlt der “Try again”-Button
Damit’s auch wirklich funktioniert, wird vorab ein Test gemacht, …
Dazu ist dann ein Reboot notwendig:
Nach dem Hochfahren (wenn der Test erfolgreich war), beginnt die eigentliche Verschlüsselung. Und dann dauert es. Der Rechner kann in der Zwischenzeit weiter benutzt werden, was auch gut ist, denn das kann schon mal 6 Stunden dauern (nicht gestoppt, aber es dauert ewig,…).
Tja, und dann würde es mich immer noch ärgern, würde mir wer den Laptop stehlen. Aber ich müsste mir keine Sorgen machen, dass meine Daten in fremde Hände gelangen.
Noch eine Anmerkung: ja, den BitLocker gibt es nur für Enterprise und Ultimate. Bevor wer jetzt wieder trollt, dass die Ultimate so teuer ist (und dabei sein Nicht-Wissen augenscheinlich präsentiert, in dem die FPP Preise statt der Systembuilder Preise genannt werden) hier nur die Frage: wie hoch ist der Schaden, wenn die Daten tatsächlich missbraucht werden?
Lenovo kündigte vor kurzem drei neue Notebook-Modelle an - das IdeaPad U350, das IdeaPad S12 und das Lenovo G550. Die Geräte bieten ansprechendes Design gepaart mit neuesten Technologien und Funktionen zu erschwinglichen Preisen.
Für einen Test mit Windows 7 RTM habe ich von Lenovo das IdeaPad S12 zur Verfügung gestellt bekommen. Das IdeaPad S12 bietet dem Nutzer einen 12,1" WXGA Bildschirm sowie eine Tastatur in Standardgröße und bis zu sechs Stunden Akkulaufzeit. Mit einer Höhe von weniger als 25 mm ist es das schlankste unter allen 12-Zoll-Netbooks am Markt und wiegt nicht einmal 1,36 kg. Lenovo hat das IdeaPad S12 Netbook speziell für Kunden entwickelt, die nach einem sehr schlanken, mobilen und erschwinglichen Gerät suchen, das vor allem unterwegs seine Stärken voll ausspielt. Dank Multi-Touch-Technologie auf dem Touchpad kann sich der Nutzer außerdem sehr leicht durch seine Dokumente navigieren.
Das IdeaPad S12 gibt es in verschiedenen Hardwareversionen. Grundsätzlich unterscheiden sich die Modelle in der verwendeten CPU: Es gibt eine Ausführung mit VIA Nano ULV 2250 (1,3 Gigahertz) und VIA Chrome9 HC3 Onboard Grafikchip sowie zwei mit dem Atom-Prozessor N270 von Intel (Taktfrequenz 1,6 Gigahertz). Die beiden Intel-basierenden Variante unterscheiden sich in dem verwendeten Grafikprozessor. Zum Test stand mir die Version mit dem aus anderen Netbooks bekannten Grafikbeschleuniger GMA 950 zur Verfügung. Das IdeaPad S12 wird es zusätzlich als erstes Netbook weltweit auch auf Basis der Ion-Plattform mit dem Geforce 9400M von NVIDIA und HDMI-Ausgang geben.
Technische Daten
Upgrade Features
Den Artikel habe ich auf dem S12 geschrieben. Die Tastatur ist klasse verarbeitet und sitzt in einer Art Wanne, die Schutz gegenüber kleinen Mengen Spritzwasser bieten kann. Das Chassis ist sorgfältig verarbeitet und macht einen sehr soliden Eindruck. Die verwendete Bildschirmauflösung ist mit 1280x800 deutlich größer als ich von bisherigen Netbooks gewohnt bin. Die Akkulaufzeit wird von Windows 7 mit knapp 6h angegeben, wenn man den Energiesparmodus ‘Ausbalanciert’ nutzt.
Installation von Windows 7
Die Installation von Windows 7 selbst ist sehr einfach. Ich habe für den Test auf die Internetverbindung verzichtet, so dass man wirklich die Out of the box (OOBE) Experience bekommt. Das BIOS unterstützt das Booten von USB, so dass ich von einem USB-Stick aus installieren konnte. Im Vergleich zur Installation von DVD ist diese Methode deutlich schneller. Ich habe das genaue Vorgehen in dem Artikel Windows 7-Installation vom USB-Stick beschrieben.
Nach dem Einschalten des Geräts muss man nur F12 für die Auswahl des Bootmediums drücken. Die Zeit zum Finden der Taste ist aber recht kurz bemessen - vor allem, da F12 nur über das Drücken der Tastenkombination Fn+F11 zu erreichen ist. Beim ersten Mal brauchte ich daher zwei Versuche, um das Bootmenü zu erreichen. In der Praxis spielt das aber keine große Rolle – mir ist eine schnellere Bootzeit hier eh lieber.
Nachdem man die erste Klippe erfolgreich umschifft hat, startet die Windows-Installation. Bei der Neuinstallation (Clean Install) werden, solange man die Festplatte nicht formatiert, die bisherige Windows-Version und die eigenen Daten aus Dokumente und Einstellungen in Ordner mit der Endung .old verschoben, so dass sie erhalten bleiben.
Daraus lassen sich nach der Installation die eigenen Daten problemlos wiederherstellen.
Später entfernt man die Reste der alten Windowsversion und der eigenen Daten, wenn man sie nicht mehr benötigt, mit der Datenträgerbereinigung (cleanmgr.exe).
Während des Setups kann man übrigens mit SHIFT+F10 ein cmd-Fenster öffnen, was einem auch komplexere Arbeiten wie die Verkleinerung von bestehenden Partitionen auf der Festplattte mit Hilfe von diskpart.exe erlaubt.
Da die Installation auch die drahtlose Netzwerkkarte automatisch erkennt, bietet das Windows 7 Setup eine Liste aller gefundenen, drahtlosen Netzwerke an und man kann die WLAN-Konfiguration gleich vornehmen.
Nach der Installation ist dann bis auf ein Gerät die gesamte Hardware erkannt und einsatzbereit. Im Gerätemanager finden man nur noch ein unbekanntes Gerät, für das ein Treiber fehlt. Zuerst schließe ich das Netbook an das Internet an und lasse über Windows Update prüfen, ob es noch aktuellere Treiber gibt.
In der Tat steht ein Update für den Broadcom Netzwerkadapter…
…und ein komplettes Paket für den Intel Chipsatz zur Verfügung.
Allerdings bietet Windows Update keinen Treiber für das weiterhin unbekannte Gerät an. Man kann jetzt im Gerätemanager nach der Hardware ID des nicht erkannten Geräts nachschlagen und unter pcidatabase.com die Geräte ID suchen lassen. Darüber findet man in der Regel den Hersteller und sehr oft auch das Modell heraus, so das die Treibersuche sehr einfach wird.
In diesem Fall handelt es sich um eine Komponente des Energiesparmanagements, die durch das Einspielen des Lenovo Energy Management Drivers auch in Windows 7 unterstützt wird. Nachdem dieser erfolgreich eingespielt wurde, ist das Netbook einsatzbereit. Die gesamte Hardware des Lenovo IdeaPad S12 wird von Windows 7 RTM unterstützt und das Netbook ist betriebsbereit. Der Windows Experience Index für den Rechner ist dann 2,0.
BTW: Wer andere Lenovo- oder IBM-Computer mit Windows 7 installieren möchte, sollte unbedingt auf der Windows 7 Beta Site von Lenovo vorbeischauen. Dort finden sich folgende aktualisierte Tools und Treiber:
Eine der öfter gestellten Fragen zur Vorschau in der Taskleiste von Vista bzw. Windows 7:
“Warum sieht man manche Office Applikationen in der Taskbar Preview nicht richtig?” (bzw. auch per ALT-TAB oder WIN+TAB nicht)
Nämlich so:
Bei anderen (meistens Outlook, Word) sieht man es:
Die Antwort: nun, wenn ich’s mal kurz beantworten darf… weil Office 2007 das nicht richtig macht. Eine etwas umfassendere Beschreibung lässt sich bei ArsTechnica nachlesen.
Zusätzlich wird in dem Artikel erklärt, was das Dock von Apple deutlich von der Windows 7 Taskbar unterscheidet, auch wenn beide ähnlich aussehen – und der schreibt auch, was an dem Apple Dock nicht so super ist – IMHO ein guter Artikel.
Die schlechte Nachricht
Und wird meinen Informationsstand keinen Patch für 2007 geben – wenn (weil kein Vista/Windows7 Problem), dann müsste der von Office kommen – wohl nicht mehr für die alten Applikationen.
Die gute Nachricht
Sogar in der TechPreview von Office 2010 funktioniert das bestens :)
Weiß schon, das ist jetzt keine Lösung, aber “that’s the way it is”. Danke an cmoser für diesen Artikeltipp.
Microsoft hat angekündigt, am Dienstag, 28. Juli 2009, gegen ca. 19 Uhr deutscher Zeit außerplanmäßig zwei Sicherheitsupdates zu veröffentlichen, von denen eines als kritisch eingestuft ist. Betroffen sind neben Visual Studio (Microsoft Visual Studio .NET 2003, 2005 und 2008 sowie Microsoft Visual C++ 2005 und 2008) vor allem der Internet Explorer in den Versionen 5,6, 7 und 8 auf Windows 2000, XP und Vista sowie auf Windows Server 2003 und 2008.
Wir empfehlen, die Sicherheitsupdates umgehend nach deren Veröffentlichung am Dienstagabend zu installieren. Weitere Infos dazu auf der englischsprachigen Microsoft TechNet-Website und im Blog des Microsoft Security Response Center.
Windows 7 befindet sich nun auf dem Weg zum letzten großen Meilenstein: Release to Manufacturing (Produktionsfreigabe). Ab dem 22. Oktober werden alle Kunden das Betriebssystem auf PCs und in den Regalen finden. Während wir uns nun darauf vorbereiten, wird es Zeit, das Testprogramm für den Release Candidate allmählich auslaufen zu lassen.
Wer den Release Candidate noch herunterladen möchten, hat dafür bis zum 20. August 2009 noch Zeit, danach wird der Download eingestellt. Wer die Software bis dahin jedoch bereits heruntergeladen hat, kann den RC auch danach noch installieren und einen Key auf der Download-Seite erhalten.
In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder Mails erhalten, in denen Kunden nach einer Möglichkeit, Feedback einreichen zu können, gefragt haben. Dazu haben wir eine eigene Website unter http://input.microsoft.com auf Englisch aufgesetzt. Dort kann man uns Feedback zu verschiedenen Aspekten des Betriebssystems geben.
Wer den Release Candidate einsetzt und Fragen dazu hat oder Hilfe braucht, kann dafür mit Experten im Windows 7-Forum auf Englisch diskutieren. Das Forum ermöglicht auch, Erfahrungen mit anderen Anwendern zu teilen. Microsoft bietet darüber hinaus noch weitere Informationen auf dem Windows Zone Blog und den 14 tägigen Windows Newsletter an.
Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework.
In Windows Server 2008 wurde NTBackup durch Windows Backup ersetzt. Konfiguration und Durchführung von Sicherungen mit Hilfe des Kommandozeilen-Tools ‘wbadmin’ ist ziemlich einfach – wenn aber das Laufwerk für die Sicherung voll ist, wie löscht man dann eigentlich ältere Sicherungen?
Man muß hier zwischen System State-Sicherungen und allen anderen Sicherungen unterscheiden:
System State: Hierfür hat ‘wbadmin’ ein eigenes Kommando
Andere Sicherungen: Hier wird der Volume Shadow Copy Service (VSS) für die Administration der Sicherungen benutzt.
Sehr ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in einem Blogbeitrag unseres Storage-Teams.
Mit freundlichen Grüßen! Ralf M. Schnell
Gastposting von WindowsZone:
Rich Reynolds, General Manager für Windows bei Microsoft, hat die Fertigstellung von Windows 7 verkündet. Der Nachfolger von Windows Vista ist nun – ebenso wie Windows Server 2008 R2 - in Produktion ("release to manifacturing", RTM) gegangen. Für Endkunden ändert sich nichts, Windows 7 wird ab dem 22. Oktober im Handel erscheinen. PC-Hersteller, MSDN und Technet Abonnenten und einige andere können jedoch schon vorher auf die finale Version zugreifen.
In einem englischen Blog-Eintrag hat ein US-Kollege Details zum genauen Release-Plan veröffentlicht. Demnach erhalten die großen OEM-PC-Hersteller wie Acer, Dell, HP & Co. die finale Version (zunächst nur auf Englisch) ungefähr zwei Tage nach der Fertigstellung. Am 6. August steht die Version dann für MSDN- und Technet-Abonnenten sowie für Hard- und Software-Hersteller mit connect-Zugang bereit. Wer weitere Details wissen möchte, sollte hier nachlesen.
Long Zheng schreibt:
“Just between you and me, I’ve heard that one could obtain copies of Windows 7, including builds newer than the public betas, from some not-so-sanctioned sources. “
Was für ein Zufall! Auch ich habe schon davon gehört. Muss wohl was wahres dran sein. Und spätestens wenn die RTM leaked und die Torrent-Tracker heiß laufen, dann wird man sich wieder die Frage stellen, wie viele Leute sich über infizierte ISOs etwas anderes als Windows eingefangen haben. Deswegen hat Long gemeinsam mit Sven Groot ein für bedienbares Prüftool geschrieben. Dieses erstellt aus dem heruntergeladenen ISO File einen Fingerabdruck/Hashwert und vergleicht den mit einer Liste aller bekannten Hashwerte von legalen wie geleakten Versionen.
Da die Liste online liegt, braucht man die Applikation nicht nochmal herunterladen, wenn die RTM da ist. Nebeneffekt: auch MSDN/TechNet Versionen lassen sich so überprüfen. In diesem Fall natürlich nicht, ob sie “echt” sind, sondern ob der Download fehlerfrei geklappt hat. Je nachdem gibt der ISO Verifier dann ein OK – oder eben nicht.
Quelle/Download: Windows 7 ISO Verifier
Wie es mit Microsoft-Werkzeugen auf der Commandline geht, hat Daniel Melanchthon hier geschrieben: Wie verifiziere ich einen SHA1-Hash oder den ISO/CRC?
Der obligatorische Satz darf natürlich nicht fehlen: Der Bezug von Software aus unbekannter Quelle ist nicht empfehlenswert. Für jene, die Microsoft Software (inklusive der RTM von Windows 7) zeitnahe testen wollen, gibt es mit TechNet und MSDN entsprechende Bezugsquellen.
Ein wichtiges Thema für Firmen: welche Software läuft denn auf den Rechnern, was dürfen die Benutzer, was sollen sie nicht dürfen? Selbst wenn die Benutzer nur “Standard Benutzer” sind, dürfen sie schon eine Menge,… einfach ein exe doppelklicken und schon läuft die Software. Solange die Software nicht installiert werden muss,… das kann von “unerwünscht, aber harmlos” gehen (ein Spiel, sol.exe, mohrhuhn.exe) bis sicherheitsrelevant (Google Chrome z.B. installiert sich ähnlich wie Malware im Usermode, da möchte man im Unternehmen vielleicht auch wissen, mit welcher Software Internetverbindungen aufgebaut werden,…) bis superkritisch (echte Malware) sein. Außerdem untergraben unauthorisierte Anwendungen natürlich auch Compliance Bemühungen. Dass hierdurch Helpdesk Cases nicht gerade sinken,.. eh klar.
Windows 7 bietet die Möglichkeit mit “AppLocker” genau zu definieren, was (nicht) laufen darf. Das ganze natürlich per Policy / Gruppenrichtlinien für das Unternehmen steuerbar. AppLocker kann als Weiterentwicklung der Software Restriction Policies gesehen werden, die es aus Kompatibilitätsgründen allerdings noch gibt.
Hier ein kleines HowTo. AppLocker arbeitet mit Regelsets, von denen es drei verschiedene Gruppen gibt, “Ausführbare Regeln”, Installer und Script-Regeln.
Ich lege hier mal eine “Ausführbare Regel” an:
Im ersten Schritt lassen sich nun die Active Directoy Gruppen und Benutzer auswählen, für die man etwas zulassen oder verbieten möchte. Im Normalfall wird man hier mal für alle alles verbieten und nachher mit Whitelist die Ausnahmen definieren. Mit Blacklisting wird man angesichts von mehr als 2 Stück Schadsoftware nicht weit kommen.
Dann wählt man das Kriterium, wie man die gewünschte Software identifiziert:
Liest sich von unten schlecht bis oben gut, im Detail, fangen wir unten an:
Hier das Beispiel mit “Herausgeber”. Man wählt eine Referenzdatei, hier im Beispiel den Acrobat Reader:
Mit dem Schieberegler kann nun noch der Detailgrad verändert werden, z.B. benutzerdefinierte Werte, erlaube alles ab Vesion 9 und höher, womit ich quasi einen “Mindeststandard” festgesetzt habe. User die sich bisher erfolgreich gewehrt haben, den Reader zu aktualisieren, werden nett darauf hingewiesen, es nun zu tun (weil alles vor Version 9 nicht geht):
Oder, anderes Beispiel: ich will alles erlauben, was von Microsoft ist und zum Betriebssystem gehört (im übrigen eine recht empfehlenswerte Regel, erleichtert die Bedienung des OS nach einem Policy Update nicht unwesentlich):
Und so weiter,… und damit man nicht alle 1532 verschiedenen Programme händisch hinzufügen muss, kann man auch “Regeln automatisch generieren” wo dann ein Verzeichnis auf Executables gescannt wird und alles gefundene wird dann zur Liste hinzugefügt:
Sicher praktisch um schneller voranzukommen. Ist das alles? Nein, bevor man mit der Regelerzwingung auf scharf schaltet, wird man das mal ein paar Tage im Audit Modus beobachten und die Logfiles auswerten (nicht, dass man gerade die produktion lahm gelegt hätte,…)
Aber ist das alles? Nein, natürlich nicht, da gäbe es noch einiges zu erzählen, wie z.B. dass man AppLocker auch mit PowerShell managen kann, siehe: Getting Started with AppLocker management using Powershell Definitiv ein Thema, mit dem man sich als Firma beschäftigen sollte. AppLocker ist eine Funktion der Windows 7 Enterprise Edition.
Weitere Informationen:
Bei der Konfiguration einer Demo für BranchCache Hosted Caching bin ich heute über eine fehlende Information im ‘Early Adopters Guide’ gestolpert. Im Abschnitt ‘Hosted Cache Server Setup’ werden alle erforderlichen Schritte korrekt und gut verständlich beschrieben – bis auf den zweiten: ‘Enable the BranchCache feature and enable Hosted Cache server mode’.
Die Lösung ist eine Kommandozeile:
NetSh BranchCache set service mode=HOSTEDSERVER
Damit funktioniert BranchCache in meiner Demoumgebung problemlos. Ich habe den HostedCache Server auf einem Read-Only Domain Controller eingerichtet, der gleichzeitig noch als Printserver für die Zweigstelle dient; diese verschiedenen Rollen und Dienste vertragen sich ohne weiteres miteinander.
Gastbeitrag von Michael Korp, Senior Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für die Windows Plattform, Systems Management und Virtualisierung.
Eben bin ich indirekt über den Artikel Windows 7 alluring, but XP is the migration X factor in Networkworld gestolpert, der sich mit Windows 7 beschäftigt. Auch wenn er in englisch ist, kann ich jedem, der sich mit dem Thema für sein Unternehmen beschäftigt, nur empfehlen, sich mit den dort vertretenen Gedanken vertraut zu machen.
Viele Artikel beschäftigen sich mit dem “Was ist neu?”-Thema. Man findet dort Desktop Fähigkeiten wie Aero Peek, Sprunglisten, Heimnetzwerkgruppe, Bibliotheken, etc. – alles Fähigkeiten, die das Arbeiten mit Windows einfacher und effizienter gestalten. Manche Fähigkeiten, wie die Heimnetzwerkgruppe, Medienfreigabe oder “Play to” wenden sich aber eher an den privaten Anwender, als an Unternehmen. Dort zählen andere Werte: Deployment, Verwaltbarkeit, Kompatibilität zu Anwendungen, Sicherheit und manches mehr.
Interessanterweise merkt man gerade an den für Unternehmen wichtigen Punkten, dass Windows 7 eine Weiterentwicklung auf Basis von Windows Vista ist. Wer jetzt denkt, das wäre schlecht, da viele Leute eher unzufrieden mit Vista sind, irrt allerdings. Der erwähnte Artikel sagt sogar, dass Unternehmen, die auf Vista migriert haben, überwiegend sehr zufrieden sind.
Gerade für Unternehmen ist der Wechsel auf ein neues Betriebssystem ein Prozess, der überlegt und geplant werden will. Es gibt viele Einflussfaktoren, zu beachtende Randbedingungen und auch ein zeitliches Fenster, das günstig ist. Gerade in diesem komplexen Umfeld beleuchtet der Artikel die verschiedenen Aspekte und Möglichkeiten, angefangen bei der Sicht von Analysten bis hin zu den Werkzeugen zur Umsetzung.
Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Remote Desktop Services (RDS, vormals ‘Terminal Services’) gibt es offensichtlich Klärungsbedarf. Von mehreren Seiten habe ich gehört, die Grenze der Belastbarkeit sei bei 50-100 Benutzern erreicht. Das wäre ja dann nicht wirklich viel …
Ich habe sicherheitshalber nochmal bei der Produktgruppe nachgefragt, und meine Informationen wurden ausdrücklich bestätigt: Remote Desktop Services skalieren deutlich besser! Um zu verstehen, wo die Grenzen sind, muß man die einzelnen Komponenten verstehen:
Broker: Der RDS Broker konsolidiert die verschiedenen Ressourcen (RemoteApps und Hosted Desktops) zu einer Liste, die den Benutzern – gefiltert nach Berechtigungen! – präsentiert wird. Der Broker wird z.B. kontaktiert, wenn ein Benutzer auf die RDS Web Access-Seite zugreift, er hat aber mit dem Verbindungs-Aufbau zu den Ressourcen nichts zu tun (das übernimmt der Redirector). Der Broker kann je nach Hardware bis zu einigen hundert neuen Verbindungen pro Minute skalieren.
Redirector: Der RDS Redirector nimmt Verbindungs-Anfragen von RDS-Clients entgegen und leitet sie an die Session Hosts bzw. Virtualization Hosts weiter. Ist die Verbindung aufgebaut, hat der Redirector damit nichts mehr zu tun. Daher ist hier ebenfalls die Anzahl von neuen Verbindungen pro Minute ausschlaggebend, und der Redirector skaliert hier genauso gut wie der Broker. Außerdem ist es natürlich möglich, mehr als einen Redirector zu verwenden, so daß auch noch umfangreichere Infrastrukturen ohne weiteres implementierbar sind.
Session Host: Der RDS Session Host stellt RemoteApps oder auch den klassischen Terminal Server Desktop zur Verfügung. Wichtig ist hier die mögliche Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen, und die hängt ausschließlich von der verwendeten Hardware ab. Jede Session benötigt Arbeitsspeicher, die Menge hängt von den verwendeten Applikationen ab. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich, in typischen Implementationen sind jedoch einige hundert gleichzeitige Benutzer ganz normal. Reicht die Kapazität der Session Hosts nicht aus, fügt man in die RemoteApp-Farm einfach neue Hosts hinzu. Die Lastverteilung übernimmt der Redirector, wobei die Gewichtung der einzelnen Session Hosts individuell festgelegt werden kann, um unterschiedlich leistungsfähige Hardware auszugleichen. Zusätzlich sorgt das ‘Fair Share CPU Scheduling’ dafür, daß eine Session nicht die gesamte CPU-Leistung des Host blockieren kann.
Virtualization Host: Der RDS-Virtualization Host ist ein Hyper-V Host oder Cluster (oder eine beliebige Kombination aus beidem) und stellt virtuelle Maschinen (VM) als Hosted Desktops zur Verfügung. Der Verbindungsaufbau der RDS Clients erfolgt direkt mit der VM, der Host hat damit nur insofern zu tun, als daß ggf. per PowerShell-Kommando an den Host vom Redirector eine VM hochgefahren und nach Ende der Verbindung wieder gespeichert wird. Der Host benötigt also lediglich genügend Arbeitsspeicher, um die VMs betreiben zu können, die Skalierbarkeit hängt also wiederum ausschließlich von der verwendeten Hardware ab. Ein typischer Hosted Desktop mit Windows 7 als Gastbetriebssystem sollte 1GB RAM bekommen, ein Host mit 1TB RAM kann also 999 Hosted Desktops gleichzeitig betreiben. Und eine Hosted Desktop-Farm kann beliebig viele Virtualization Hosts enthalten!
Bereits die Schnellstartleiste von Vista konnte es, aber richtig nutze ich persönlich die Funktion erst mit Windows 7. Und zwar folgendes. Man kann ja einfach Programme in die Taskleiste runterziehen und dort verschieben:
So weit so gut. Starten oder wechseln kann man jetzt auf die Anwendung mit der Windows-Taste + Zahl, so startet z.B. ein Windows + 1 den Internet Explorer, Win+2 Media Player usw…
Und wieder ein paar Sekunden gewonnen.