Windows 7

Blog von Microsoft Deutschland

May, 2009

  • Was ist neu im Windows 7 RC aus Endanwendersicht?

    Im Januar 2009 stellten wir die erste Betaversion von Windows 7 der Allgemeinheit vor. Allein in der ersten Woche luden über eine Million Enthusiasten die Betaversion herunter. Seitdem ist die Zahl natürlich stark gestiegen. Über die eingebaute Feedback-Funktion erhielten wir in den ersten sechs Wochen nach Veröffentlichung der Beta >500.000 Antworten mit Verbesserungsvorschlägen. Das sind >500 pro Entwickler. So bekamen wir In der Spitzenwoche aller 15 Sekunden Feedback.

    Damit wurde es uns möglich, nicht nur das Produkt entscheidend zu verbessern und eine Unmenge von Fehlerbehebungen im Release Candidate (RC) zu integrieren, wir erhalten darüber auch wertvolle Informationen über die tatsächlich eingesetzte Hardware weltweit. In den ersten sechs Wochen bekamen wir Informatonen von >10 Mio Geräten mit >2.8 Mio Plug&Play Device Identifiers, von denen 75% direkt durch die mitgelieferten Treiber installiert werden konnten. Auf diese Weise können wir besser entscheiden, welche Treiber zum Beispiel in box (also im Installationsmedium) und welche über Windows Update zur Verfügung gestellt werden können. Zum Beispiel sind für jetzt Treiber für drahtlose und drahtgebundende Netzwerkkarten von Marvell, Atheros und RaLINK integriert.

    Basics

    Während in dem Windows 7 Reviewers Guide die Neuerungen in Windows 7 für die Betaversion beschrieben wurden, haben sich für den Release Candidate natürlich einige Änderungen ergeben. Neben Performanceverbesserungen beim Hoch- und Herunterfahren, Aufwachen aus dem Energiesparmodus, Suche, Indizierung und Plug&Play-Erkennung von Hardware sind viele Änderungen direkt auf das Feedback der Betateilnehmer zurückzuführen.

    Energiesparmodus

    So wird zum Beispiel beim schnellen Wechsel des Energiesparmodus über das Icon im Benachrichtigungsbereich jetzt immer der Energiesparplan Höchstleistung mit angezeigt. Das Feedback deckt sich hier mit meinen eigenen Erfahrungen: Standardmäßig wird Windows 7 im Modus Ausbalanciert betrieben, was einen guten Kompromiss zwischen Akkulaufzeit und Performance darstellt. Immer wenn ich aber einen Vortrag halte, schalte ich auf Höchstleistung. Dieses Umschalten ist jetzt viel einfacher.

    Energiesparmodus

    Entfernen von Geräten

    Eine weitere Änderung betrifft das Verhalten beim Entfernen von Geräten. Bisher wurde zum Beispiel beim Löschen eines Druckers lediglich die Print Queue entfernt. Das Entfernen von Bluetoothgeräten löschte nur die Informationen über das Pairing. Im Release Candidate verhält sich die Aktion Entfernen konsistenter und deinstalliert das jeweilige Gerät komplett.

    Benutzerkontensteuerung

    Eines der meistdiskutierten Funktionen seit Windows Vista ist die Benutzerkontensteuerung, auf Englisch User Account Control (UAC) genannt. Rund um UAC entbrannte in der Betaversion eine Sicherheitsdebatte, die uns zu Änderungen im Release Candidate bewegte. Wen die Hintergründe interessieren, der sollte zum Beispiel den Artikel Windows 7 Beta: Sicherheitsprobleme mit UAC von Nils Kaczenski lesen (mit Nils verbindet mich nicht nur ein längerer Mailthread zu diesem Thema ;-)

    Im Release Candidate steuern wir hier um. Das UAC-Applet in der Systemsteuerung wird jetzt mit Hoher Integrität gestartet. Dadurch verhindern wir, dass dieses Applet durch Programme ferngesteuert werden kann, da diese standardmäßig mit Mittlerer Integrität laufen und dank Mandatory Integrity Control keinen Schreibzugriff auf Objekte mit höherer Integrität haben.

    Weiterhin erfordern jetzt Änderungen an der Konfiguration von UAC immer eine Bestätigung durch den Administrator, unabhängig davon, ob konfiguriert war, dass man keine Bestätigungsdialoge haben möchte, solange man selbst die Aktion initiiert hat (was das Standardverhalten ist).

    AutoPlay

    Mit Blick auf den aktuellen Wurm Conficker änderen wir auch das Verhalten von Windows 7 beim Einlegen von Wechseldatenträgern wie USB-Sticks. Bisher war es so, dass wir seit Windows Vista einen Dialog einblenden, der verschiedene Möglichkeiten beim Umgang mit dem neu eingesteckten (oder eingelegten) Medium anbietet. Conficker nutzt das aus, indem er ein trügerisches Icon einblendet, um Anwender dazu zu verführen, den Wurm zu installieren.

    Infected USB AutoPlay

    Beginnend mit dem Release Candidate werden für nicht-optische Wechseldatenträger Autorun-Einträge deaktiviert. Weitere Informationen dazu wurden auf Englisch in dem Artikel Improvements to AutoPlay auf dem Engineering Windows 7 Blog veröffentlicht.

    Infected USB AutoPlay after AutoPlay changes

    Taskbar

    Weitere Veränderungen haben wir auch an dem User Interface (UI) vorgenommen. Die Taskbar stellt eine Liste aller aktiven Fenster oder Tabs einer Anwendung zusammen, wenn mehr Fenster offen sind, als in der Vorschau live angezeigt werden können. Auch Taskbar Thumbnail Overflow unterstützt auch Aero Peek und blendet jetzt einen Schalter zum Schließen des jeweiligen Fensters oder Tab ein.

    Taskbar

    Man kann ja einzelne Programme auf die Taskbar pinnen. Mit dem Release Candidate passen bei gleicher Bildschirmauflösung jetzt wesentlich mehr Programme auf die Taskbar. So werden zum Beispiel bei 1024x768 15 große Programmicons darstellbar, was eine Verbesserung um 25% gegenüber der Betaversion bedeutet. Wem die Icons zu groß sind und wer deshalb auf die kleinere Darstellung umschaltet, wird sogar eine Verbesserung um 38% bemerken. Es passen jetzt 22 kleine Programmicons auf die Taskbar. Dadurch erhöhen wir deutlich die Funktionalität der neuen Taskbar und hoffen, die Akzeptanz des Standardverhaltens noch weiter steigern zu können.

    Eine Verbesserung erfährt auch das Verhalten, wenn man Dateien auf die Taskbar per Drag & Drop zieht. Bisher konnte man einzelne Dateien auf Programmicons in der Quickstartleiste ziehen und fallen lassen. Daraufhin startete Windows das entsprechende Programm und öffnete darin die Datei. Mit dem Wegfall der Quicklaunchleiste ist dieses Verhalten in der Betaversion nicht mehr möglich gewesen. Wer eine Datei oder eine Verknüpfung auf ein Programmicon zieht, sorgt dafür, dass diese Datei oder die Verknüpfung in die Sprungliste mit aufgenommen und das Programm auf die Taskleiste gepinned wird. Im Release Candidate kann man, wenn man zusätzlich die Shift-Taste gedrückt hält, das alte Verhalten nutzen. Es wird dann das Programm, auf das man die Datei fallen läßt, gestartet (selbst dann, wenn das Programm nicht für den Dateityp registriert ist).

    Neu installierte Programme können sich selbst nicht automatisch auf die Taskleiste pinnen. Das darf nur der Anwender selbst entscheiden. Damit wollen wir verhindern, dass Installationen von Programmen ungewollt die Taskleiste “zupflastern”. So wie wir die übermäßige Anzahl an Icons im Benachrichtigungsbereich links neben der Uhr ebenfalls minimiert haben. Dafür hebt das Startmenü neu installierte Programme hervor. In bisherigen Windowsversionen konnte man das nur sehen, wenn man im Startmenü navigierte. Mit dem Release Candidate stellt Windows neu installierte Programme direkt am Ende des Startmenüs in der ersten Hierarchieebene dar, so dass man mit einem Klick auf den Windows Pearl (den alten Startknopf) Zugriff auf das neue Programm hat.

    Tastatur-Shortcuts

    Windows 7 enthält weiterhin eine Reihe von neuen Tastatur-Shortcuts. Wer die Windowstaste gedrückt hält und dann eine Zahl von 0 bis 9 eingibt, startet das jeweilige Programm aus der Startleiste. Also <Win> + <1> startet das erste gepinnte Programm, <Win> + <2> das zweite und <Win> + <0> das zehnte. Ist das Programm schon gestartet, wechselt der Focus zu dem Programm und das Fenster kommt in den Vordergrund. Laufen schon mehrere Fenster oder Tabs von dem Programm, wird eine Vorschau des ersten Fensters mit Aero Peek angezeigt und mit jedem wiederholten Drücken auf die Zahl zwischen den einzelnen Fenstern oder Tabs hin- und hergewechselt. Ein <Alt> + <Tab> für Programme sozusagen.

    Sprunglisten

    Die Sprunglisten wurden auch überarbeitet. Standardmäßig werden pro Programm bis zu zehn Einträge vorgeschlagen, um die Navigation zu vereinfachen.

    Sprunglisten

    Die Systemsteuerung unterstützt jetzt auch Sprunglisten und innerhalb von Sprunglisten kann man auch Dateien hinterlegen, die nicht mit dem Programm selbst referenziert sind. So lassen sich zum Beispiel auch HTML-Dateien auf dem Notepad-Icon ablegen, so dass bei einem Klick auf den Dateinamen in der Sprungliste dann auch Notepad anstelle des Standardwebbrowsers zum Öffnen der Datei benutzt wird.

    Systemsteuerung

    Aero Peek

    Weitere Verbesserungen umfassen das Wechseln zwischen einzelnen Anwendungen. Ich habe ja schon Aero Peek als Funktion erwähnt. Beim Wechsel zwischen einzelnen Anwendungen mit <Alt> + <Tab> wird jetzt das jeweilige Programm in der Originalgröße und am Originalplatz dargestellt und alle anderen Fenster transparent geschaltet.

    Aero Peek

    Weiterhin nutzen wir Color Hot-tracking nicht nur zum Einfärben der aktiven Programmicons, wenn man mit der Maus über das Programicon selbst gleitet, sondern auch bei den einzelnen Fenster in der Vorschau.

    Color Hot-track stays active when the mouse hovers over taskbar thumbnails

    Windows Explorer

    Im Windows Explorer wurde uns vor allem Feedback zur einfacheren Navigation gegeben. Viele wünschten sich den Nach oben-Schalter wieder, der in Windows XP in den jeweiligen Elternordner eine Ebene höher wechselt. Wir wollen jedoch die UI nicht durch noch mehr Schalter verkomplizieren. Die Adressleiste bietet schon seit Windows Vista die Möglichkeit, auf den Elternordner direkt zugreifen zu können. Darüber hinaus kann man auch zwei oder drei Ebenen sowie auch in die jeweiligen Unterebenen mit einem Mausklick zurück schalten.

    Windows Explorer

    Allerdings war das immer eine Frage des zur Verfügung stehenden Platzes. Mit dem Relese Candidate wird der Elternordner immer angezeigt werden, so dass ein zusätzlicher Schalter nicht mehr notwendig sein wird.

    Bibliotheken

    Die Navigation in Bibliotheken wird ebenso vereinfacht wie die Nutzung der neuen Ansichtsoptionen. Dateien lassen sich aufgrund von Metadaten sortiert darstellen. Damit kann man durch die Ablage in verschiedenen Ansichten navigieren. Der Wechsel zwischen den einzelnen Ansichten ist jetzt über das Kontextmenü möglich.

    Während die Ansicht nach Monat oder Tag jetzt Bilder und Videos auch zusammen darstellt, werden in der Musikbibliothek bei der Ansicht nach Interpret oder Genre mehr Alben gleichzeitig angezeigt und die Ansicht der Videos um die eine Sortiermöglichkeit nach der Länge der Filme erweitert. Der Windows Explorer unterstützt darüber hinaus jetzt auch die Multi-touch Zoomfunktion.

    Wer einmal Ordner in eine Bibliothek per Drag & Drop gezogen hat, wird im Release Candidate noch eine Änderung merken. Diese Funktion ist nicht mehr unterstützt, da sie zu Verwirrung und Datenverlust führen kann. Wer per Drag & Drop Ordner in die Bibliothek verknüpft hat, glaubt vielleicht, dass die Daten kopiert wurden und löscht danach die Quelle. Das ist bei Bibliotheken aber gerade nicht der Fall. Daher wurde die Funktion herausgenommen.

    Suche

    Zusätzlich überarbeitet wurde der Suchdialog. Neben einer besseren grafischen Darstellung der Suchergebnisse enthält die Ansicht jetzt auch alle vergebenen Labels und längere Auszüge aus den gefundenen Dokumenten.

    Suche

    Geräteunterstützung

    Device Stage ist eine neue Funktion in Windows 7. Bisher war die Unterstützung nur für wenige Geräte in Windows 7 implementiert. Mit dem Release Candidate machen wir es Hardwareherstellern einfacher, zumindest Basisinformationen für jedes Gerät zur Verfügung stellen zu können.

    Baseline device stage experienceAuch Computerhersteller können jetzt Device Stage nutzen, um Informationen zu dem Computer insgesamt einfacher anzeigen lassen zu können.

    Device Stage experience for a PC

    Internet Explorer

    Windows 7 RC enthält nicht nur den finalen Internet Explorer 8, sondern auch einige Windows 7-spezifische Erweiterungen. So unterstützt der Internet Explorer jetzt direkt Aufgaben aus der Sprungliste. Die Multi-touch-Steuerung wurde ebenfalls verbessert.

    Internet Explorer

    Windows Touch

    Auf der CeBIT 2009 übernahm ich unter anderem auch die Vorbereitung der Multi-touch-fähigen Hardware. Die Geräte waren die ganze Woche immer von einer Menschentraube umlagert. Ganz klar: Multi-toch weckt Begeisterung bei jedem Publikum. Vielleicht liegt meine eigene Begeisterung an Mutli-touch auch daran, dass ich die Fähigkeiten mit meinem Tablet-PC HP tx2 unter Windows 7 direkt nutzen kann.

    Mit dem Release Candidate gibt es eine Reihe von Verbesserungen bei der Bedienung mit Multi-touch. So kann man jetzt mit dem Finger über die Taskbar fahren und bekommt mit Thumbnail Peek das gleiche Ergebnis wie mit der Maus. Zoom wird vom Windows Explorer unterstützt und kann zum Wechsel zwischen verschiedenen Ansichten genutzt werden (kleine Symbole vs. extra große Symbole). Auch läßt sich jetzt Text aus Webseiten markieren, kopieren und einfügen, wenn der Browser horizontales und vertikales Scrollen aktiviert hat.

    Die Bildschirmtastatur unterstützt jetzt auch Multi-touch. Es liegt nahe, dass man darauf vielleicht auch mehrere Tasten gleichzeitig drücken möchte. <Shift> +  ein Buchstabe zum Schreiben von einem Großbuchstaben ist eine natürliche Geste.

    Daneben wurde aber auch eine Funktion wie die Simulation des rechten Mausklicks verbessert. Musste man bisher noch den Finger eine Weile auf das Objekt gedrückt halten, gibt es jetzt eine Zwei-Finger-Geste. Einfach mit einem Finger das Objekt auswählen und mit einem zweiten gleichzeitig antippen.

    Windows Touch

    Windows Media Player

    In Windows 7 ist Windows Media Player in der Version 12 enthalten. Verbesserungen im Release Candidate sieht man zum Beispiel im Now Playing Mode, in dem die grafische Umsetzung optimiert wurde.

    Media Player

    Neben der direkten Unterstützung für .MOV Dateien, die von vielen digitalen Kameras erzeugt werden, filtert der Media Player jetzt Dateien heraus, die er nicht wiedergeben kann. So können zum Beispiel Apples lossless .M4A oder H.263 MPEG-4 nicht direkt abgespielt werden. Derartig kodierte Dateien werden zukünftig nicht mehr in der Übersicht mit angezeigt.

    Weiterhin lässt sich der Media Player auch aus der Ferne steuern, wenn man die entsprechende Funktion aktiviert hat. Darüber kann man quasi Windows 7 als Fernbedienung nutzen.

    Remote_Stream_2

    Remote Media Streaming

    Für den Schluss des Artikels habe ich mir dann noch eine Neuerung aufgehoben. Remote Media Streaming im Windows Media Player 12 erlaubt die Nutzung der eigenen Musik, Bilder und Videos als Stream direkt über das Internet.

    Remote_Stream_4

    Dazu muss man einmalig das Medienstreaming aktivieren, damit in den Firewalleinstellungen des lokalen Systems die entsprechenden Ports freigeschaltet werden.

    Remote_Stream_3

    Danach kann man dann den Internetzugriff auf die eigenen Mediendateien aus dem Internet erlauben.

    Remote_Stream_1

    Das war erst einmal ein Überblick über die Änderungen für Endanwender. In meinem nächsten Posting gehe ich dann auf die Änderungen für Administratoren ein. Bis dahin noch drei Links zu englischsprachigen Artikel vom Engineering Windows 7 Blog, die weitere Änderungen beschreiben:

  • Windows 7 RTM vielleicht schon im Sommer?

    windows7

    Kennt jemand die 10 häufigsten Fragen, die man als Evangelist zu Windows 7 bekommt? Mein Kollege Keith Combs schrieb Anfang des Jahres  intern einem anderen Kollegen auf die Frage nach einer Top 10-Liste lapidar als Antwort:

    1. When is Windows 7 going to ship?
    2. When is Windows 7 going to ship?
    3. When is Windows 7 going to ship?
    4. When is Windows 7 going to ship?
    5. When is Windows 7 going to ship?
    6. When is Windows 7 going to ship?
    7. When is Windows 7 going to ship?
    8. When is Windows 7 going to ship?
    9. When is Windows 7 going to ship?
    10. When is Windows 7 going to ship?

    Also wann kommt nun Windows 7? Nachdem wir mit dem Release Candidate einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Windows 7 erreicht haben, beginnt jetzt die Phase der Verlangsamung des Änderungsprozesses. Zur Finalisierung des Produkts werden immer weniger Codeänderungen pro Tag durchgeführt. Neue Funktionen oder Features sind tabu. Wir schauen insbesondere darauf, dass wir Regression Bugs vermeiden. Die Telemetriedaten der Windows RC-Nutzer werden intensiv ausgewertet, um Windows 7 zu perfektionieren.

    Sollten die Telemetriedaten unsere Erwartungen in den nächsten Wochen bestätigen, ist es realistisch, dass in möglicherweise drei Monaten Windows 7 RTM-Status erreichen kann.

    In verschiedenen Posts auf dem Windows Team Blog und dem Engineering Windows 7 Blog haben Steven Sinofsky und Brandon LeBlanc deshalb erste Hinweise auf die voraussichtliche Fertigstellung (RTM) von Windows 7 veröffentlicht:

    “If the feedback and telemetry on Windows 7 match our expectations then we will enter the final phases of the RTM process in about 3 months.  If we are successful in that, then we tracking to our shared goal of having PCs with Windows 7 available this Holiday season.” (Steven Sinofsky)

    “With early RC testing and extensive partner feedback we’ve received, Windows 7 is tracking well for holiday availability.” (Bill Veghte, TechEd North America 2009).

    “I want to underscore that our top priority remains QUALITY. This guidance does not alter that principle.” (Brandon LeBlanc) und “…but our focus remains on a high quality release.” (Steven Sinofsky).

    RTM steht dabei für die Abkürzung Release to Manufacturing. Hardwarehersteller – auch OEMs genannt – bekommen ab diesem Zeitpunkt die fertigen Bits und können damit ihre Produkte gestalten. Bis es dann neue Rechner mit Windows 7 im Laden gibt, dauert es erfahrungsgemäß noch weitere zwei bis drei Monate.

    Leider verliere ich damit eine Wette, wenn Windows 7 wirklich im Zeitraum Ende August/Anfang September fertig wird: Ich selbst hatte auf Mitte September getippt. Andererseits kann ich den Einsatz locker verschmerzen, wenn dafür Windows 7 im Weihnachtsgeschäft 2009 der Renner wird!

  • Windows 7 Release Candidate zum Herunterladen freigegeben

    Win7-Download 

    Seit heute morgen bestücken wir weltweit die Downloadserver mit Windows 7 Release Candidate (RC) , damit jeder Interessent die Bits sich selbst herunterladen kann. Wir stellen dabei die 32bit- und 64bit-Versionen auf Deutsch, Englisch, Japanisch, Spanisch und Französisch zur Verfügung.

    Für die Installation müssen zuerst alle Daten gesichert werden. Danach kann man entscheiden, ob man ein Upgrade installieren (nur unterstützt von Windows Vista – nicht direkt von Windows 7 Beta) oder eine Neuinstallation des Windows 7 Release Candidates vornehmen möchte. Letzteres macht das Nachinstallieren aller Anwendungen und Wiederherstellen der Daten erforderlich.

    Bitte den RC nicht auf dem Haupt-PC zuhause oder im Büro testen, sondern auf einem separaten Gerät oder in einer Dual Boot-Umgebung. Das lässt sich relativ leicht bewerkstelligen, indem man die Installation bootet und auf dem Bildschirm, wo man die Festplattenkonfiguration festlegen kann, <Shift> + <F10> drückt, diskpart.exe startet und mit dem Shrink-Kommando die vorhandene Partition verkleinert. Achtung: Für wen das wie bömische Dörfer klingt, der sollte wirklich nur einen eigens für das Testen zur Verfügung stehenden PC nutzen ;-)

    Die minimalen Systemanforderungen für Windows 7 lauten:

    • 32-bit oder 64-bit Prozessor mit 1 GHz (oder schneller)
    • 1 GB RAM (32-bit) / 2 GB RAM (64-bit)
    • 16 GB verfügbaren freien Platz (32-bit) / 20 GB (64-bit)

    Bei Installation auf einem Notebook mit SSD muss die SSD mindestens 16 GB groß sein. Modelle mit zwei SSDs (1x4 und 1x8) werden nicht unterstützt, weil darauf nicht genügend freier, zusammenhängender Speicherplatz verfügbar ist.

    Die Installation muss nicht zwingend über eine DVD erfolgen. Wer einen halbwegs modernen Computer hat, kann auch direkt von USB booten. Dazu bereitet man einen 4 GB USB-Stick entsprechend vor und entpackt die DVD darauf komplett. Die genaue Vorgehensweise habe ich in Windows 7-Installation vom USB-Stick beschrieben.

    Weitere Informationen:

    Eine gute Nachricht zum Schluß: Es gibt keinen Grund zur Eile! Der RC wird bis mindestens Ende Juni  zum Download bereitstehen, und es gibt keine Beschränkungen im Hinblick auf die Anzahl der Downloads oder Product Keys. Es ist lediglich eine Anmeldung mit einer Windows LiveID notwendig.

    Win7-Anmeldung

    P.S.: Bitte das Ablaufdaten nicht vergessen! Windows 7 Beta startet ab 1. Juli 2009 automatisch alle zwei Stunden neu, Windows 7 RC ab 1. März 2010. Am 1. August 2009 läuft die Beta dann vollständig ab, Windows 7 RC am 1. Juni 2010. Mit dem Ablauf der Software stellt der PC die Arbeit vollständig ein, und es kann ggf. schwierig werden, die Daten wiederherzustellen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber den regelmäßig wiederkehrenden Erinnerungen, die man erhält, wenn man das Betriebssystem nicht aktiviert.

    Win7-Ablauf

  • Windows XP Mode mit Windows 7

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework.

    Sehr häufig wurde ich seit der Veröffentlichung des Release-Kandidaten von Windows 7 gefragt, ob der neue Windows XP-Modus bereits verfügbar sei. Ja, ist er! Sie finden alle Downloads und die Dokumentation dazu auf der Windows Virtual PC-Seite.

    Zunächst wählen Sie Ihre Windows 7-Version (x86 oder x64) und -Sprache aus und laden dann zwei Pakete herunter: Die Beta-Version von Windows Virtual PC und die Beta-Version des Windows XP-Modus. In dieser Reihenfolgen müssen die Pakete auch installiert werden; nach der ersten Installation ist zusätzlich ein Neustart notwendig. Achtung: Für eine erfolgreiche Installation von Windows Virtual PC muss das PC-BIOS Hardware-Virtualisierung unterstützen (z.B. Intel-VT, AMD-V)!

    Beim erstmaligen Start des Windows XP-Modus wird die virtuelle XP-Maschine konfiguriert. Zunächst müssen Sie dem Lizenzvertrag zustimmen, danach können Sie das Paßwort für den Benutzer ‘User’ in der XP-Installation festlegen:

    image

    Nun kommt noch die Abfrage zur Aktivierung von automatischen Updates, und das war’s dann auch schon. Wohlgemerkt: das sind alles Einstellungen für die virtuelle XP-Maschine, nicht für den Windows 7-Host!

    Jetzt wird Virtual XP gestartet, was beim ersten Mal ein paar Minuten dauert, da im Hintergrund noch die XP Konfiguration fertiggestellt werden muß:

    image

    Danach hat man zunächst mal ein virtualisiertes Windows XP, wie man es z.B. von Virtual PC her gewohnt ist:

    image

    Dass man in diesem Fenster die Warnung bezüglich der nicht installierten Antivirus-Applikation sieht, weißt nochmal darauf hin, dass hier wirklich ein zusätzliches Betriebssystem läuft. Firewall und Antivirus-Applikation des Windows 7-Host sind für das virtualisierte Windows XP nicht wirksam!

    Einstellungen für die Virtuelle Maschine kann man im Menü unter ‘Extras’ - ‘Einstellungen’ vornehmen. Auch dieser Dialog ist aus Virtual PC bekannt. Unter ‘Netzwerk’ kann man hier auch eine der Host-NICs auswählen und so auf ein externes Netzwerk zugreifen. Die Einstellungen sind übrigens auch direkt im Ordner ‘Virtuelle Computer’ (im Benutzer-Profil) verfügbar, und zwar mit einem Rechts-Klick auf die entsprechende Virtuelle Maschine.

    image

    Besonders interessant dürfte für viele der Menüpunkt ‘USB’ sein. Die dort aufgeführten Geräte sind innerhalb der Virtuellen Maschine verfügbar, sobald man auf ‘Anfügen’ klickt. Es können z.B. Webcams, USB-Laufwerke, MP3-Player, Drucker, Smartphones und PDAs umgeleitet werden. Drucken können Sie natürlich auch auf einen Netzwerk-Drucker.

    image

    Applikationen, die man im Virtual Windows XP-Modus benutzen möchte, installiert man innerhalb der Virtuellen Maschine. Die startet man z.B. direkt aus dem Start-Menü – ‘Windows Virtual PC’ - #Virtual Windows XP’. Hat man bei der Erst-Konfiguration das Speicher des Passworts angegeben, wird die Anmeldung in der Virtuellen Maschine automatisch durchgeführt.

    Jetzt installiert man entweder vom Netzwerk, von einer ISO-Datei oder vom Host-CD/DVD-Laufwerk (letztere kann man in den Einstellungen der Virtuellen Maschine im Punkt ‘DVD-Laufwerk’ verbinden). Die Applikationen tauchen dann automatisch im Start-Menü des Windows 7-Host auf (Start-Menü – ‘Windows Virtual PC’ – Virtual Windows XP-Anwendungen’).

    Vorinstalliert ist hier als Beispielanwendung der ‘Windows Katalog’. Startet man die Applikation, so erscheint auf dem Windows 7-Desktop ein Internet Explorer 6-Fenster mit der entsprechenden Seite. Von der im Hintergrund laufenden Virtuellen Maschine ist für den Benutzer dann nichts mehr zu sehen:

    image

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • Windows 7 RC Remote Server Administration Tools

    Immer wieder wurde ich in der Vergangenheit gefragt, wie man von einem Windows 7 Betarechner nun Server im lokalen Netzwerk administrieren kann. Bisher war das nicht so ganz einfach. Insbesondere die Nutzung von Servern mit der Server Core-Rolle, als auch reine Hyper-V-Server möchte man schon komfortabler administrieren. Mit der Freigabe von Windows 7 RC für den Client, Windows Server 2008 RC für *Überraschung* den Server und den Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 RC werden bestimmt viele Kunden alle Produkte gemeinsam testen wollen.

    Microsoft hat dafür die notwendigen Remote Server Administration Tools für Windows 7 RC bereitgestellt. Sie laufen auf Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate (sowohl 32-bit, als auch 64-bit).

    Mein Kollege Ralf Schnell schreibt dazu auf seinem Blog:

    Die Remote Server Administration Tools gab es schon für Windows Vista; sie sind der Nachfolger des AdminPak und enthalten die gleichen MMC Snap-Ins, die auch als Feature im Windows Server 2008 (R2) enthalten sind und die mit den jeweiligen Server-Rollen bzw. Features automatisch mit installiert werden. Der Funktionsumfang ist der gleiche, z.B. funktioniert nun auch Server Manager Remoting, also das Verbinden des Server Manager auf einen Server, von der Wndows 7-Konsole aus.

  • Windows 7 e-Learning

    Win7_portal_630x200

    Mein Kollege Michael Epprecht blogged auf dem Schweizer IT Professional und TechNet Blog über ein kostenloses e-Learningangebot rund um Windows 7. Wer gut Englisch kann, sollte hier einmal reinschauen:

    Daneben stehen kurze Einführungen zu weiteren Windows 7-Themen zur Verfügung:

  • Windows 7 New Features
  • Troubleshooting Platform in Windows 7
  • Using the DISM tool for Servicing Windows 7 Images
  • Implementing UAC in Windows 7
  • Desktop Experience in Windows 7
  • Introducing BitLocker and AppLocker in Windows 7
  • Setting up a Home Network
  • Es gibt auch Buch-Kapitel des bevorstehenden MS Presse Bücher und andere Ressourcen zur Verfügung auf dem Windows 7 – Learning Portal.

    Viele Dank an Dennis für den netten Hinweis.

  • Language Packs/Updates ausblenden

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von windowsblog.at.

    Nur eine Kleinigkeit, aber ungemein praktisch. Es sind ja gerade neue Language Packs über Windows Update verfügbar. Diese werden als optionale Updates angeboten, allerdings wird man die eher loswerden wollen. Und das geht so:

    Einfach alle Einträge markieren:

    image

    Und dann rechtsklick und “Updates ausblenden”:

    image

    Fertig, alle auf einmal ausgeblendet. Das ging unter Vista nicht, oder? Aus der Erinnerung her musste ich das bei Vista einzeln abwählen, was irgendwie nervig war.

  • Microsoft IT Showcase: DirectAccess

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework.

    Einen guten Überblick über die Implementierung von DirectAccess gibt Ihnen der vor kurzem veröffentlichte Microsoft IT Showcase zu DirectAccess. Wie bei allen Microsoft IT Showcase-Dokumenten geht es auch hier nicht um die theoretische Betrachtung einer Funktionalität, sondern um die tatsächliche Implementation in unserer internen, produktiven Infrastruktur. Alle relevanten Überlegungen und Entscheidungen werden ausführlich erläutert, so daß Sie nicht nur die Details unserer eigenen internen Implementierung nachvollziehen können, sondern vor allem eine Grundlage für die Entscheidungsfindung in einem eigenen DirectAccess-Projekt bekommen.

    Informationen zu Microsoft IT Showcase und viele weitere Showcase-Dokumente finden Sie unter folgendem Link: http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb687780.aspx.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • Probleme mit Sysprep in Windows 7 RC?

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework.

    Während der Neuinstallation meiner Demo-Umgebung mit dem Release-Kandidaten von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 bin ich gerade über ein Problem gestolpert: Das ‘System Preparation Tool’ (Sysprep) scheint nicht mehr zu funktionieren. Jeder Versuch bricht mit der Meldung ‘Schwerwiegender Fehler’ ab.

    Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sich Sysprep an dem Windows Mediaplayer-Netzwerkfreigabedienst stört. Wie auch Holger Schweitzberger feststellte, funktioniert das Tool jedoch ohne Probleme, wenn man vor der Ausführung von Sysprep den Dienst anhält. Das geht zum Beispiel von einer administrativen Kommandozeile aus mit ‘net stop wmpnetworksvc’.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • Windows 7 Upgrade Advisor

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von vistablog.at.

    Kann ich meinem PC Windows 7 gönnen? Wer es VOR der Installation wissen will, kann sich ja mal ein paar Hinweise vom Windows 7 Upgrade Ratgeber holen. Dazu installiert man ein kleines Programm:

    captured_Image.png

    Und führt dieses auch so gleich aus:

    captured_Image.png[5]

    Was natürlich etwas dauert,..

    captured_Image.png[7]

    Und wenig später kommt dann auch schon der Report:

    captured_Image.png[9]

    Der Report dürfte ziemlich genau sein, denn auf MagicDisk hab ich gewartet, dass das kommt, die hier installierte Version verträgt sich mit Windows 7 nicht, was mir aber relativ egal ist, da eine neuere bereits verfügbar ist. Die Ultimate Extras fallen weg. Windows Mail verschwindet ebenso, genau so wie das WebFiltering der ParentalControls (alles in Windows Live ausgelagert) Bei Interesse kann man noch in die Details klicken, so z.B. bei den Systemvoraussetzungen:

    captured_Image.png[13]

    Bei den Devices dürfte alles klar sein, auch wenn ich zumindest für die Beta einige Berichte über Probleme mit nVidia Karten gelesen habe.

    captured_Image.png[11]

    Wer es selber probieren will, hier ist der Download:

  • Windows Server 2008 R2 RC auf TechNet

    image

    Neben dem Windows 7 Release Candidate steht seit gestern auch Windows Server 2008 R2 als Release Candidate für TechNet Plus- und MSDN-Abonnenten zur Verfügung:

    • Windows Automated Installation Kit (WAIK) für Windows 7 RC & Windows Server 2008 R2 RC (x86/x64/ia64) - DVD (German)
      de_windows_automated_installation_kit_x86_x64_ia64_dvd_349520.iso
      SHA1: 9A6A66F833684961FB873538950E68B87F50BFB2
      ISO/CRC: 7253A2A6
    • Windows Server 2008 R2 Datacenter, Enterprise, Standard & Web RC (x64) - DVD (German)
      de_windows_server_2008_r2_datacenter_enterprise_standard_web_rc_x64_dvd_347819.iso
      SHA1: 809A5E230A84CFD685EBB186A4E7AD0FF85B17E9
      ISO/CRC: 68FD3C5A
    • Windows Server 2008 R2 RC for Itanium Based Systems (ia64) - DVD (German)
      de_windows_server_2008_r2_rc_for_itanium_based_systems_ia64_dvd_347816.iso
      SHA1: EA5219647E99580CBEE6303475AD73581F4E8225
      ISO/CRC: 5D1D7EC8
    • Windows Server 2008 R2 RC Language Pack (ia64) - DVD (English, French, German, Japanese, Spanish)
      en_fr_de_ja_es_windows_server_2008_r2_rc_language_pack_ia64_dvd_347831.iso
      SHA1: 0D73B882CEC6806BE9DE09D95101F8F09C838DCE
      ISO/CRC: B97F1C07
    • Windows Server 2008 R2 RC Language Pack (x64) - DVD (English, French, German, Japanese, Spanish)
      en_fr_de_ja_es_windows_server_2008_r2_rc_language_pack_x64_dvd_347839.iso
      SHA1: B99431D26B45F27CD7917CFE9679596409D084BD
      ISO/CRC: 4BF229CE

    Zum nachträglichen Verifizieren des ISO-Images hatte ich zur Beta schon einen Artikel geschrieben. In Wie verifiziere ich einen SHA1-Hash oder den ISO/CRC? zeige ich die genaue Vorgehensweise. Wer die Dateien mit dem Downloadmanager von TechNet/MSDN heruntergeladen hat, muss sich darum nicht kümmern. Die Integrität des Downloads wird dabei geprüft.

  • Neu in Windows Server 2008 R2: Remote Desktop Services

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework.

    Sie haben sich vielleicht gewundert, daß es auf meinem Blog in den vergangenen Wochen recht still war. Das lag vor allem daran, daß ich mich intensiv mit einer der spannendsten Neuerungen in Windows Server 2008 R2 beschäftigt habe: den Remote Desktop Services.

    Daß die Terminal Services nun Remote Desktop Services heißen, hat einen guten Grund: Neben Terminal Server Sessions und Remote Applications sind nun auch Hosted Desktops als Ressourcen verfügbar. Dafür gibt es einen neuen ‘Role-Service’ namens ‘RD Virtualization’, den Sie auf Hyper-V-Hosts zusätzlich installieren können. Dieser Dienst integriert Hyper-V mit dem Connection Broker, wo Sie aus den auf Hyper-V laufenden virtuellen Maschinen ‘Virtual Desktop Pools’ bilden können. Ihre Benutzer greifen darauf entweder über Web Access zu, oder – falls sie Windows 7 verwenden – über ‘RemoteApp and Desktop Connections’, einer neuen Funktion in Windows 7, über die Remote Appplications und Hosted Desktops automatisiert direkt im Start-Menü Ihrer Benutzer angezeigt werden.

    Zur Einführung in die Konfiguration der Remote Desktop Services habe ich auf Technet Edge ein kurzes Video für Sie bereitgestellt:

    Get Microsoft Silverlight

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell