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HP Mini 2140 im Test

HP Mini 2140 im Test

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Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von vistablog.at.

Für kurze Zeit hatte ich das HP Mini 2140 zum Ausprobieren. Vorher hatte Christian Decker damit gespielt. Fast – aber eben nur fast – hätte ich mich in das Ding verliebt (den HP, nicht Christian). Glück für meine Frau, dass da doch noch etwas gefehlt hat.

Technische Spezifikation laut Hersteller:
(Wobei Hersteller relativ ist, das ist ja auch “nur” ein gebrandeter Quanta, oder?)

  • Inhp-mini-2140-notebook-pc_400x400tel Atom N270 1.60GHz
  • 2048MB RAM
  • 160GB Fstplatte
  • kein optisches Laufwerk
  • Intel GMA950 (IGP) shared memory
  • 2x USB 2.0/
  • Gigabit LAN/WLAN 802.11abgn
  • Bluetooth
  • ExpressCard/54 Slot
  • SD-Card Slot
  • Webcam
  • 10.1" WXGA LED TFT (1024x576) Li-Ionen-Akku (3 Zellen)
  • 1.19kg

Windows 7 Installation
Da Christian den Mini bereits fertig aufgesetzt hatte, konnte ich mal mal im installierten Zustand drauf stürzen, habe aber dann dennoch auch frisch aufgesetzt. Also das Windows 7 Setup – Piece of Cake, von USB Stick den Build (7057) installiert, Treiber waren (bis auf HP 3D Drive Guard, der auch bei XP und Vista fehlte, sich aber schnell finden ließ) alle an Bord. Der Drive Guard Treiber ist übrigens glaube ich bei netbooks etwas besonderes, weiß gar nicht ob andere netbooks auch diesen - bei Notebooks der gehoberenen Preisklasse üblichen - Festplattenfallschutz haben. Na jedenfalls gibt es hier nichts zu berichten, und das finde ich bei einer OS Installation prinzipiell mal gut.

Windows 7 fühlt sich übrigens pudel wohl auf dem Ding. Flott, fesch, mit Aero,…

Die Größe
Hier mal ein paar Bilder zum Größenvergleich mit meinem Lenovo T61p (mein mobiles Hauptarbeitsgerät, 15.4” Display, 1920x1200), meine TabletPC Acer C204 (12.1”, 1024x768). Man sieht eh, wo wie viel von der Webseite draufgeht:

2009-04-08 HP Mini 001

Oder hier über- und nebeneinandergelegt, der T61p und der HP mini:

2009-04-08 HP Mini 009 2009-04-08 HP Mini 011

Schon ein Unterschied ;)

Die Tastatur ist übrigens gut zu bedienen, sowohl die Tastatur als auch die Geräteunterseite sind angenehm rutschfest, die Verarbeitung ist bestens.Die Tastatur kommt mir übrigens um einiges besser bedienbar vor als beim Q10 Air – jedenfalls hab ich da schon deutlich mehr Tasten getroffen. Da ich die beiden nicht nebeneinander vor mir stehen habe, kann ich nur vermuten, dass die Tastatur beim Mini deutlich größer ist. Der Alu-Deckel des Geräts und das rahmenlose Display machen auch was her. Womit wir beim Display wären,…

Die Sache mit dem Bildschirm
Also das Display ist hinter einem Anti-Kratzglas untergebracht – welches zwar rahmenlos ist (hübsch) aber spiegelt (nicht hübsch). Ich versteh es auch nicht. Bei 17” Notebooks – bitte schön, wenn man das wirklich als DVD-Abspiel-Display verwenden will, dann mag das im komplett abgedunkelten Raum ok gehen. Aber bei einem 10 Zoll Display? Wo liegt da der Sinn, außer dass es vielleicht im Mediamarkt Regal hübsch aussieht (bei indirekter Beleuchtung ohne Sonnenlicht, also eher unrealistischem Szenario, es sei denn man hält sich meisten nur im Keller auf)? Schnell mal eben rasieren im Auto (nö, da hätte man ja den Rückspiegel,..).

ABER: das Ding ist so derart hell, dass ich problemlos auf der Terrasse oder im Cafe sitzen konnte. Dabei hat es in Punkto Helligkeit mein T61p mit Leichtigkeit geschlagen! (Den Hinweis zum Akku dann aber auch betrachten,…)

2009-04-08 HP Mini 005

Die Sache mit der Auflösung
Das Gerät hat eine recht ungewöhnliche Bildschirm-Auflösung von 1024x576. Und jetzt mal davon abgesehen, dass das in der Vertikalen eher wenig ist und für’s lesen von Webseiten (die erfahrungsgemäß oft nach unten scrollen, seltener zur Seite) eher schade ist, dass hier gespart wird,… gab’s da ein anderes Problem.

Die A1/Mobilkom Software (identisch, meist jedoch eine ältere Version des Vodafone Dashboards) ließ sich problemlos installieren. Beim Start prangt jedoch eine Fehlermeldung: Mindestanforderung für die Bildschirmauflösung sind 800x600.

Lol. Es fehlen 24 Pixel, denn das Gerät hat nun mal keine 600 sondern 576. Daher kann man derzeit zumindest mit der A1/Mobilkomsoftware nicht online gehen. Das kann durchaus ein “Issue” sein, oder? Für den technisch versierteren Nutzer kein Problem, die Vodafone Software braucht man ja nicht, eine Dial-Up Verbindung tut es ja auch. Ist ja auch schwer zu erklären, warum eine Software, die gerade mal dazu da ist, eine Verbindung herzustellen, überhaupt eine Mindestauflösung braucht. Für meinen Geschmack kann die auch auf einem 1x1 Pixel Display laufen. Tut sie aber nicht.

Übrigens: Christian hat bei der Mobilkom Hotline angerufen und gefragt was denn da zu tun sei. Stille auf der anderen Seite, der 2nd Level Helpdesk hat dann folgenden “Tipp” gegeben: “DPI Settings herunter stellen”. War vielleicht lieb gemeint, aber löst das Problem nicht. Haben aber sehr gelacht. DPI Settings,.. klar.

Sonstige Software hab ich nicht drauf gehabt, die ebenso eine völlig blödsinnige Mindestanforderung erfordert, kann allerdings nicht garantieren, dass das nicht auch bei anderen Software-Meisterstücken eine Falle darstellen kann. Wie zum Beispiel HP Druckertreibern. Wo der Workaround übrigens der ist, einen externen Monitor dranzuhängen, der die Mindestauflösung hat. Was aber im mobilen Fall für den UMTS Stick auch .. naja irgendwie blöd ist, oder? Also 24 Pixel mehr hätten nicht geschadet.

Die Sache mit dem Akku
Der mitgelieferte Akku hält unglaublich “lange” - zuerst dachte ich, dass der Akku kaputt ist, aber nach etwas Recherche,… nö ist so, nach etwas über 2,5 Stunden ist Schluss. Beheben lässt sich das mit einem ca. 100 EUR teuren 6 Zellen Akku. Der das Gerät allerdings “etwas” verdickt. Beim Notebookjournal kann man einen “echten” (bin ja kein professioneller Tester) Test nachlesen, da wird das Problem auch beschrieben: Notebookjournal.de

Die Sache mit dem 3G/UMTS
Eigentlich ist der HP Mini sehr anschlussfreudig. Gigabit-LAN, Draft-N WLAN, Bluetooth,.. aber kein UMTS. Finde ich extrem schade, denn das gehört (für mich!) doch recht zwingend dazu. Ist kein Showstopper, aber dann muss man erst wieder die Datenkarte bzw. den USB-Stick immer dabei haben, bzw. zwischen den Geräten wechseln. Dann ist das Ding wieder in der falschen Notebooktasche,… oder so. Angeblich kommt aber auch von HP ein Mini (irgendwann) mit 3G Modem drin.

Damit hätte folgende Argumente für und gegen das HP Mini

Pro:

  • Größe – Siehe meine Fotos, das ist schon “süß”.
  • Bildschirm/Helligkeit – Trotz Rasierspiegel, die Helligkeit reicht aus um draußen zu sitzen.
  • Verarbeitung – das Ding macht einen guten Eindruck, da wackelt nichts.
  • Design – schlicht, aber mir hat’s gefallen.

Contra:

  • Akkulaufzeit – sehr lange bin ich da nicht mobil.
  • Gewicht – also sooo leicht ist das Ding nicht. Habs nicht nachgemessen, aber die 1,19 kg sind glaub ich ohne Akku und vor allem Netzteil.
  • UMTS Modem – fehlt! Soll zwar irgendwann kommen, aber ohne braucht man wieder ein Teil extra. So etwas gehört fix eingebaut.
  • Bildschirm/Auflösung – Unabhängig von Software, die seltsame Mindestanforderungen hat – 576 ist zu wenig, mit den 1024 horizontal könnte ich leben.

Fazit:
Ich bin glaube ich kein netbook User, ich weiß einfach immer noch nicht, was ich mit den Dingern soll. Damit ich sinnvoll arbeiten kann, bräuchte ich ein eingebautes UMTS Modem und den stärkeren Akku. Dann bin ich aber preislich, von der Größe und vom Gewicht aber eh wieder bei “normaleren” Notebooks…. Auf der anderen Seite… ich war damit ein paar mal auf einen Kaffee und bin gemütlich im Freien gesessen, zwar mit extra USB-UMTS. Und da war das schon recht angenehm. Aber “angenehm” mit diesen – für mich persönlich – Kompromissen passt nicht ganz mit dem Preis von 550 EUR (netbook) + 100 EUR (Akku) + xxx EUR (UMTS Modem eingebaut, wenn es dann kommt) zusammen,… also ich würde dem Durchaus eine Empfehlung aussprechen, wenn man prinzipiell ein Netbook mag und eventuell mal günstig an dieses HP rankommt, dann kann man sicher sofort zuschlagen, denn die meisten meiner Kritikpunkte sind ja in Wahrheit keine Mängel an diesem netbook, sondern an der Geräteklasse an sich.

Weitere Informationen

PS: Sollte sich wer wundern, dass ich keine Screenshots vom Gerät selber da gepostet habe,.. ich hatte welche. Vom Leistungsindex über die lustige 800x600 Fehlermeldung. Offenbar zu viel Sonne,.. ich habe vergessen sie vom Gerät zu kopieren,… und nun ist es schon formatiert und zurückgegeben. Peinlich,…

Comments
  • Bei mir hat's geklappt ;-) die Trennung vom MSI U100 war kurz und schmerzlos ... und das HP 2140 gefällt sogar meiner Frau.

    Seit 3 Wochen ist das 2140 (aufgerüstet auf 2GB RAM) mein Begleiter, seit 3 Tagen mit DualBoot und Windows 7 RC auf der zweiten Partition.

    Motiviert durch die Tipps hier im Blog habe ich die Installation zum Test direkt vom USB Stick durchgeführt, ein SanDisk Cruzer Titanium 4GB wartete ohnehin auf sinnvolle Wiederverwendung.

    Windows 7 war flott aufgesetzt, auf meinem Thinkpad T60 ging es von DVD auch nicht schneller.

    Das System läuft perfekt, nach dem ersten Start noch ein paar Treiber upgedated, u.a. für das Synaptics Touchpad, die HP Quicklaunch Buttons und die integrierte Sonix Webcam und Kaspersky Anti-Virus installiert - fertig!

    Fazit: Jetzt muß HP eigentlich nur noch das Modell mit dem HD-Display (1366x768 Pixel) auf den europäischen Markt bringen und meine neue mobile Zweitkonfiguration wäre perfekt.

  • Also ich hab mir das drüben in den staaten gekauft das mit dem HD Screen und gleich mal windows 7 draufgetan. Super Sache es läuft super....  kann ich jedem empfehlen.

    auch die helligkeit ist ok. reicht aus um auch mal draussen zu schaffen.

    hat sich zu meinem liebsten Spielzeug entwickelt.

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