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Windows 7 Beta 1 auf Acer Aspire iDea 510 Media Center

Windows 7 Beta 1 auf Acer Aspire iDea 510 Media Center

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Der Acer Aspire iDea 510 gehört schon seit dem Vista-Launch zu meinen bevorzugten Multimedia-Geräten. Für mich ist es der bisher gelungenste Kompromiss aus leistungsfähiger Hardware und ansprechendem Design für das Wohnzimmer. Er macht eher den Eindruck eines edlen DVD-Players und entwickelt auch unter Last einen sehr geringen Geräuschpegel.

Technische Spezifikationen

  • Intel® Core™ Duo Prozessor mit Intel® 945GT + ICH7M-DH Chipsatz (Viiv™ Technologie)
  • 2 x 512 MB SODIMM DDR2 533/667 MHz RAM
  • NVIDIA® Go7600 Grafikkarte mit 256MB RAM (HDMI bis zu 1080p mit HDCP Support, DVI bis zu 1920 x 1200)
  • 2 x Hybrid Analog + DVB-T TV Tuner für simultane TV Wiedergabe und Aufnahme (2 x Analog oder 2 x DVB-T)
  • Intel® PRO 10/100/1000 Netzwerkschnittstelle
  • Broadcom 802.11b/g drahtlose Netzwerkschnittstelle
  • Seagate SATA 250GB Festplatte
  • Slot-In DVD-RW Dual, Double Layer Laufwerk

Da Acer in diesem Modell Notebook-Technik verbaut, ist der Energieverbrauch recht niedrig. Nur der hohe Standby-Verbrauch von 14W ist verbesserungswürdig – es macht dabei keinen Unterschied, ob man den Rechner schlafen legt oder herunterfährt. Der Energieverbrauch bleibt gleich.

Die technische Ausstattung der heute verkauften Geräte ist leicht verändert. Mittlerweile sind 2 GB RAM und eine 500 GB Festplatte eingebaut. Da ich ein älteres Gerät mit der obigen Ausstattung besitze, habe ich den Hauptspeicher selbst aufgerüstet (ich hatte noch 2 x 1 GB SO-DIMMS von der Aufrüstung eines Notebooks auf 4 GB RAM übrig).

Die Grafikkarte ist ausreichend performant für die Wiedergabe heutiger Videosignale und auch mit HD-Inhalten nicht überfordert. Das war für mich ein sehr wichtiges Kriterium, das den für meinen Kauf entscheidenden Unterschied zwischen dem ansonsten ebenfalls sehr interessanten Sony VGX-TP1E und dem Acer iDea 510 ausmacht. Das Sony-Modell verfügt nur über eine integrierte Chipsatzgrafik und der traue ich bei HD-Inhalten nicht so recht über den Weg. Der NVIDIA GeForce Go 7600 dagegen unterstützt H.264 und MPEG2 Hardwarebeschleunigung durch die NVIDIA PureVideo Technologie.

Die 250 GB Festplatte ist für meine Ohren störend laut. Die 500 GB-Variante kenne ich persönlich nicht, nach Aussagen im Internet soll diese aber auch recht laut sein. Natürlich fällt das umso mehr auf, umso weniger andere Geräusche man rundherum hat.

Da das Gerät ansonsten sehr leise arbeitet (23dBA Ruhezustand & 28dBA Media Center unter Volllast) und mir selbst 500 GB zu wenig wären, habe ich sie durch eine Samsung SpinPoint F1 1000GB (HD103UJ) ersetzt. Diese Festplatte ist selbst im Betrieb unter Vollast fast nicht zu hören, fantastisch schnell und wird auch nicht so warm wie die Seagate-Modelle. Kurz gesagt: Eine echte Empfehlung.

Die letzte Hardware, die ich ausgetauscht habe, ist die drahtlose Netzwerkkarte. Der Hersteller Broadcom stellt auf seiner Website leider keine aktuelleren Treiber zur Verfügung. Die von Acer mitgelieferten Treiber sind aus meiner Sicht fehlerhaft. Ich habe es nicht geschafft, den Rechner stabil in den Sleepmodus schicken zu können und unter Last führt der Treiber reproduzierbar zu einem Bluescreen. Auch die über Windows Update angebotenen Broadcom-Treiber arbeiteten bei mir nicht zuverlässig.

Da ich noch eine Intel 2200BG Mini-PCI WLAN-Karte herumliegen hatte, sparte ich mir den Aufwand, im Internet aktuellere Treiber bei anderen OEM-Herstellern zu suchen (Dell und HP verbauen ebenfalls die Broadcom-Hardware und bieten teilweise neuere Treiber zum Herunterladen an) und tauschte kurzerhand die Karte aus. Es ist relativ einfach, die alte zu entfernen. Nur beim Entfernen der WLAN-Antenne muss man ein wenig vorsichtig vorgehen.

Die Belohnung ist jetzt ein stabiles System, dass auch mehrere Wochen Media Center-Betrieb mit mehrfachem Aufwachen und Schlafenlegen am Tag klaglos mitmacht. Ab und zu reboote ich jetzt per Hand, wobei der Rechner manchmal nach dem Herunterfahren nicht wieder automatisch hochfährt und man kurz den Strom ziehen muss. Ein unschönes Detail, welches von mir verschmerzt wird. Alles auf der Welt ist ein Kompromiss ;-)

Schauen wir als nächstes auf die Anschlüsse. Man kann von vorn (dezent hinter einer Klappe verborgen) und von hinten jede Menge Zubehör anschließen. Eine solche Auswahl ist mit einem selbst zusammengebauten Mediacenter nur schwer zu erreichen.

Anschlüsse

  • 4 x USB Port (2 vorn)
  • 2 x IEEE-1394 Port (vorn 4 PIN, Rückseite 6 PIN)
  • Memory Card Reader (Compact Flash, Compact Flash II, Micro Drive, Secure Digital, MMC, Memory Stick, Memory Stick Pro)
  • 1 x HDMI Ausgang mit HDCP-Support
  • 1 x DVI-I Ausgang (VGA Out mit DVI zu VGA Adapter)
  • 2 x S-Video: Ein "Eingang" (Front), ein " Ausgang" (Rückseite)
  • 2 x Composite RCA: Ein "Eingang" (Front), ein "Ausgang" (Rückseite) 
  • 1 x Component (Y Pb Pr)
  • 2 x SCART: Ein "Eingang" (S-Video, CVBS, Stereo), ein "Eingang/Ausgang" (System’s CVBS, Stereo out und zweiter S-Video, CVBS, Stereo in)
  • 2 x S/PDIF: (1 x coaxial und 1 x optisch)
  • 7.1 Channel Audio Output (8 x RCA)
  • Kopfhörerausgang, Mikrofoneingang und Stereo Eingang RCA (vorn)
  • TV Antenne Input und Output
  • FM Antennen Eingang
  • Wireless LAN Antenne (IEEE 802.11g)
  • 2 x IR Blaster

Installation

Die Installation von Windows 7 ist sehr einfach. Ich habe für den Test auf die Internetverbindung verzichtet, so dass man wirklich die Out of the box (OOBE) Experience bekommt. Das BIOS unterstützt auch in der aktuellsten Version R02-C2 (welches man vor der Installation von Windows Vista oder Windows 7 eingespielt haben sollte) leider nicht das Booten von USB, so dass ich nicht von einem USB-Stick oder einer externen USB-Festplatte aus installieren konnte. Im Vergleich zur Installation von DVD sind diese beiden Methoden deutlich schneller (Beschreibung in Windows 7-Installation vom USB-Stick).

Mit dem Booten von der Installations-DVD geht es aber auch und nach der Sprachauswahl kann man sich entscheiden, ob man ein Upgrade, oder eine Neuinstallation durchführen möchte. Bei der Neuinstallation werden die bisherige Windows-Version und die eigenen Daten aus Dokumente und Einstellungen in Ordner mit der Endung .old verschoben, so dass sie erhalten bleibe. Mann kann diese Daten, wenn man sie nicht mehr benötigt, nachträglich mit der Datenträgerbereinigung (cleanmgr.exe) komfortabel entfernen.

Während des Setups kann man übrigens mit SHIFT+F10 ein cmd-Fenster öffnen, was einem auch komplexere Arbeiten wie die Verkleinerung von bestehenden Partitionen auf der Festplattte mit Hilfe von diskpart.exe erlaubt.

Nach der Installation ist die Mehrzahl der Geräte erkannt und einsatzbereit. Im Gerätemanager findet man aber noch einige Geräte, für die Treiber fehlen. Der Windows Experience Index ist auch noch nicht berauschend und dank dem Einsatz des generischen Grafikkartentreibers geht auch noch kein Aero Glass.

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Da zumindest der kabelgebundene Netzwerkadapter erkannt und erfolgreich eingerichtet wurde, kann ich mit einem langen Kabel den PC im Wohnzimmer mit dem DSL-Router im Flur verbinden und Kontakt zu Windows Update aufnehmen.

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Die verbliebenden, noch nicht erkannten Geräte erfordern dann etwas Handarbeit. Als erstes schauen wir uns die beiden nicht erkannten Multimedia Video Controller an. Es handelt sich dabei um die Fernsehkarten, für die Windows 7 keinen Treiber auf dem Installationsmedium mitbringt.

Der Hersteller Yuan stellt auch keinen Treiber für Windows Update zur Verfügung. Von Acer gibt es aber gleich drei Treiberpakete (TVTuner.zip, Yuan MPC718 TV Tuner Card 2.13.10.1016.zip und MPC718_install_V6_13_32_1026_Oscar.msi), aus denen man die MSI-Version nehmen sollte, weil sie die neueste Treiberversion 1026 installiert und den Treiber für beide Karten gleichzeitig einrichtet.

Die Treiberversion ab 1019 und höher wird auch für das Tool AV Input Selection benötigt, welches man optional installieren sollte, um im Media Center die verschiedenen Anschlüsse als Eingangskanäle auswählen zu können. Schliesslich empfiehlt sich noch die Installation des VFD Transcoder Driver, damit das LCD-Display an der Frontseite auch angesteuert werden kann.

Das nächste, fehlende Gerät hat die Hardware IDs ACPI\AWY0001 und *AWY0001. Es handelt sich dabei um den Away Mode-Treiber von Intel. Früher gab es auch hierfür einen Treiber über Windows Update, der aber aus mir nicht bekannten Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Bei Intel bin ich auch nicht fündig geworden – allerdings muss man auch sagen, dass bei mir der Rechner auch unter Windows Vista klaglos ohne einen Treiber für dieses Gerät funktioniert. Dort habe ich das Gerät einfach deaktiviert. Für Windows 7 machen wir aber alles nach Vorschrift und installieren den Treiber aus der Datei Intel QRT Driver 1.6.0000.0.zip.

Das letzte, noch fehlende Gerät ist die von mir eingesetzte drahtlose Netzwerkkarte von Intel. Ich war ganz erstaunt, dass dafür kein Treiber in Windows 7 enthalten ist und auch Windows Update keinen automatisch angeboten hatte.

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Wenn man im Intel Download Center nach dem Begriff 2200BG sucht, bekommt man obiges Ergebnis. Damit steht der Kunde ein wenig im Regen. Das einzig sinnvolle Angebot von Intel ist folgender Dialog, der sich im Anschluss an die Suche direkt einblendet.

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Und ob ich das will ;-) Mal schauen, ob das irgendetwas ändert. An dieser Stelle kann ich jetzt aber die Antwort auf eine oft gestellte Frage geben: Wie geht man eigentlich generell vor, wenn man einen Treiber für ein unbekanntes gerät finden möchte? Als erstes schaut man auf den Reiter Details in den Eigenschaften des unbekannten Geräts im Gerätemanager.

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In dem Dialog kann man mit einem rechten Mausklick übrigens die Einträge herauskopieren – sie abzuschreiben ist ein wenig mühsam. CTRL+C funktioniert genauso und man bekommt den Inhalt als Text in die Zwischenablage. Der nächste Schritt führt einen zu pcidatabase.com – eine Datenbank im Internet, in der man Hersteller- und Geräte-IDs nachschlagen kann.

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Über die Suche nach der Geräte-ID 4220 kann man den Hersteller und die Modellbezeichnung ermitteln. Es handelt sich um die Intel PRO/Wireless 2200BG Karte von Intel Corporation. Mit diesen Informationen sucht man als nächstes im Windows Update Catalog nach einem passenden Treiber und fügt ihn dem Auswahlkorb hinzu.

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Als nächstes lässt man sich den Auswahlkorb anzeigen und kann dort alle gewählten Treiber in einem Rutsch als Paket herunterladen.

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Dann nur noch den Zielort auswählen, wohin die Daten gespeichert werden sollen…

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…und das Herunterladen kann beginnen.

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Die heruntergeladenen Treiberdateien landen in einem eigenen Verzeichnis, welches wie der Name des Treibers heißt und bündelt alle Dateien in einer CAB-Datei.

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Diese kann man mit Boardmitteln auspacken und hat dann alle notwendigen Treiberdateien zur Installation des Geräts zur Verfügung.

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Nun kann man im Gerätemanager mit einem rechten Mausklick auf das unbekannte Gerät den Treiber manuell installieren:

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Es führt einen ein Assistent durch die Installation. Hier die Dokumentation für mein Beispiel:

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Damit ist die gesamte Hardware des Acer Aspire iDea 510 von Windows 7 Beta 1 erkannt und betriebsbereit.

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Der Windows Experience Index liefert für den Rechner dann eine 4,4.

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Comments
  • Windows 7 Beta 1 wird von Steve Ballmer, Chief Executive Officer und Robbie Bach, President, Entertainment

  • Bereits kurz nach dem Release der �ffentlichen Beta tauchten im Internet jede Menge Erfahrungsberichte von Anwendern auf, die das System auf ihren Computern installiert haben. An dieser Stelle m�chte ich einige davon zusammenfassen, damit man sich einen

  • Um die iDea Serie aus dem Hause Acer war es in letzter Zeit doch sehr ruhig geworden [LINK]. Daniel Melanchthon haucht dem iDea 510 neues Leben ein: Er hat seinem 510er Media Center die aktuelle "Windows 7 Beta 1" gegönnt und ist damit äusserst zufriede

  • Danke für die Anleitung. Sie funktioniert auch mit einem Idea 500 perfekt mit dem Unterschied, dass die Wlan Karte automatisch erkannt worden ist und alles pefekt funktioniert hat.

  • Danke Daniel,

    ich habe exakt die gleich Konstellation wie du und kann grundsätzlich die gleichen pos. Erfahrungen berichten.

    Nur habe ich es leider bis dato trotz vieler, vieler Versuch nicht geschafft, meine auf NAS und Netzlaufwerken liegenden Media-Dateien in die lokale Library einzulesen. Angeben ist es sowohl im MP12 als auch MC.

    Woran kann das liegen? Danke, für dein Feedback und deinen Top-Report

    lg, Juergen

  • mklink.exe kann Dir hier weiterhelfen.

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