Windows 7

Blog von Microsoft Deutschland

November, 2008

  • Net Send Ersatz

    In meinem Blogpost über Windows Vista Service Pack 2 schrieb mir computerdoctor einen Kommentar:

    Ich dachte es wird der Nachrichtendienst und net send mal wieder eingebaut. Solange es die nicht gibt und keine einfach handhabbare Alternative existiert, ist Vista in unserer  Firma nicht nutzbar und wir bleiben bei XP.

    Ich hatte mich nie wirklich mit net send beschäftigt. Früher einmal, zu Zeiten von Windows 98, machte ich mir einen Spaß daraus, dem Chef meiner damaligen Freundin damit eine Fehlermeldung des Systems zu simulieren, um ihn ein wenig zu erschrecken. Später las man viel über Spammer, die über diesen Mechanismus aus dem Internet Werbung auf Computern einblendeten, die bei der Einwahl keine Firewall aktiv und/oder die Datei- und Druckerfreigabe am Einwahlinterface aktiviert hatten. Ich schrieb zum ersten Mal 1998 über dieses Thema einen entsprechenden Kommentar in die Anleitung für den Windows NT-Zugang per Modem zum RRZ der Universität Hamburg.

    Aber zurück zum Thema. Der Nachrichtendienst kommt ganz gewiss nicht zurück mit Windows Vista SP2. Was kann man stattdessen nutzen? Am einfachsten ist es, msg.exe zu nutzen.

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    Darüber kann man einzelnen Benutzern auf dem jeweiligen Zielsystem ganz einfach direkt Nachrichten zusenden. Vom Einsatzzweck eigentlich für Terminalserverumgebungen gedacht, funktioniert das auch mit Windows XP, Windows Vista und sogar Windows 7. Einfach mal msg <Anmeldename> Dies ist ein Test! ausprobieren (<Anmeldename> durch den eigenen Namen, mit dem man an Windows angemeldet ist, ersetzen).

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  • Konvertierung von Retail-, KMS- und MAK-Versionen

    Bei früheren Betriebsystemen von Microsoft mußte man als Administrator immer auf der Hut sein, von welchem Installationsmedium eigentlich ein Server eingerichtet war. Da gab es Retail, Evaluation, Volumenlizenz-Programme, MSDN, TechNet, OEM, Checked build, etc. Ich erinnere mich noch sehr genau an meine Zeit als Consultant, wie ich Kunden erklären mußte, dass der Server stündlich rebootet oder keine Anmeldung mehr zuläßt, weil er die falsche CD bei der Installation benutzt hatte. Oder der Kollege hatte es ganz eilig und nahm einfach den Datenträger aus der MSDN, wo manche Produkte durchaus auf nur 10 Verbindungen begrenzt waren. Was für die Entwicklung kein Problem ist, stößt dann im Produktiveinsatz schnell bitter auf. Um das herauszufinden halfen nur Artikel wie How to determine the channel that your copy of Windows Server 2003 was obtained through.

    Mit neueren Windows-Versionen wird hier vieles einfacher. Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008 und die kommende R2-Version benutzen eine neue Technologie zur Produktverwaltung. Es gibt nur noch jeweils einen Datenträger (32- oder 64-bit) für den Retail- oder Volumenlizenz-Kanal. Die Version wird durch die Eingabe eines Product Keys festgelegt. Man braucht während der Installation keinen Schlüssel eingeben (das gilt auch für Windows XP mit slipstreamed SP3) und hinterher sich entscheiden, ob eine Retail- oder Volumenlizenz-Version zum Einsatz kommen soll. Lediglich die verwendete Produktversion (zum Beispiel Home Premium vs. Business, Standard vs. Enterprise oder mit Hyper-V vs. ohne Hyper-V) muss man bei der Installation festlegen - sie ist nur durch Neuinstallation veränderbar.

    Hinterher kann man problemlos die Installation mit dem richtigen Key versehen. Wie geht man dazu vor? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder via GUI oder via Kommadozeile. fangen wir mit der GUI an. Wenn man während der Installation keinen Key eingibt, wird ein Standardschlüssel zur Installation benutzt, der auf den Aktivierungsservern geblockt ist. Bei Windows Server 2008 bedeutet das, dass die Installation 120 Tage als initiale Evaluierungsphase läuft. Wer mehr als 120 Tage braucht, findet in How to extend the Windows Server 2008 evaluation period eine Anleitung zur Verlängerung, die auch auf Windows Vista und Windows 7 funktioniert.

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    Danach muss man in der Systemsteuerung unter System und Wartung > System > Product Key ändern den gewünschten Key eingeben und den Server aktivieren (wem das zuviele Mausklicks sind: Rechter Mausklick > Eigenschaften auf den Eintrag Computer im Startmenü geht auch). Zum Wechsel von Retail- oder MAK-Version zu KMS gibt man den jeweils passenden Standardkey ein.

    Operating System Edition

    Product Key

    Windows Vista Business YFKBB-PQJJV-G996G-VWGXY-2V3X8
    Windows Vista Business N HMBQG-8H2RH-C77VX-27R82-VMQBT
    Windows Vista Enterprise VKK3X-68KWM-X2YGT-QR4M6-4BWMV
    Windows Vista Enterprise N VTC42-BM838-43QHV-84HX6-XJXKV
    Windows Server 2008 Datacenter 7M67G-PC374-GR742-YH8V4-TCBY3
    Windows Server 2008 Datacenter without Hyper-V 22XQ2-VRXRG-P8D42-K34TD-G3QQC
    Windows Server 2008 for Itanium-Based Systems 4DWFP-JF3DJ-B7DTH-78FJB-PDRHK
    Windows Server 2008 Enterprise YQGMW-MPWTJ-34KDK-48M3W-X4Q6V
    Windows Server 2008 Enterprise without Hyper-V 39BXF-X8Q23-P2WWT-38T2F-G3FPG
    Windows Server 2008 Standard TM24T-X9RMF-VWXK6-X8JC9-BFGM2
    Windows Server 2008 Standard without Hyper-V W7VD6-7JFBR-RX26B-YKQ3Y-6FFFJ
    Windows Web Server 2008 WYR28-R7TFJ-3X2YQ-YCY4H-M249D

    Zum Wechslen von KMS auf Reail oder MAK gibt man einfach den jeweils vorhandenen, eigenen Key ein. Als Alternative kann man das auch über die Kommandozeile erldigen. Dieser zweite Weg ist vor allem auf der Server Core-Rolle notwendig, da hier die GUI nicht zur Verfügung steh. Man benötigt dafür eine Kommandozeile mit administrativen Rechten (Start > cmd > Shift+Strg+Enter). Hier gibt man dann ein:

    cscript \windows\system32\slmgr.vbs /ipk <KmsSetupKey>

    Den gewünschten Schlüssel nimmt man aus der obigen Tabelle. Wichtig ist, dass der Schlüssel so wie oben eingegeben werden muss, also auch inklusive der Striche zwischen den fünf Zeichen. Jetzt prüft man nach, ob der KMS auch erreichbar ist:

    nslookup -type=SRV _vlmcs._tcp

    Zum Schluss aktiviert man die Installation bei dem KMS:

    cscript \windows\system32\slmgr.vbs /ato

    Wann braucht man nun so etwas? Ich habe zum Beispiel einmal auf einem Laptop, den ich als Vorserienmodell zum Testen bekommen hatte, Windows Vista Enterprise installieren wollen. Das geht bei Microsoft intern über einen WDS sehr komfortabel. Zum Aktivieren steht ein interner KMS zur Verfügung. Leider bekam ich auf diesem Rechner nur den Error Code: 0xC004F059 bei Aktivieren zurück. Die Ursache erklärt der Artikel You receive an error message when you try to activate Windows Vista on a computer that was obtained from an OEM. Bei meinem Modell fehlten also die Lizenzinformationen im BIOS. Da kein BIOS-Upgrade zur Verfügung stand, konnte ich auf obigem Weg meine Windows Vista Enterprise-Version von KMS auf MAK umstellen und problemlos aktivieren. Ein zweites Beispiel ist ein Kollege, der einen Server Core von Retail-Medien installiert hatte und damit nachträglich auf KMS-Aktivierung umstellen konnte.

    BTW: Wer die Aktivierung für zum Beispiel Testlabs nicht durchführen möchte und wen die Erinnerungen an die fällige Aktivierung während der Livedemos stören, kann die Benachrichtungen via Registry unterbinden. Man kann in der Registry unter HKLM \ SOFTWARE \ Microsoft \ Windows NT \ CurrentVersion \ SL \ Activation einen DWORD (32-bit) mit dem Namen NotificationDisabled anlegen. Setzt man den Wert auf "1", werden keine Benachrichtigungen mehr angezeigt. Das Ende der Testperiode muss man dann natürlich selbst im Auge behalten.

    Weitere Informationen zu diesem Thema findet man auch im Volume Activation 2.0 Deployment Guide.

  • Windows 7 Highlights: Bibliotheken

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework

    Die Ordnerstrukturen für Dokumente, Bilder, Musik, Videos usw. sind in Windows Vista und früheren Windows-Versionen sehr einfach organisiert: Jeder Benutzer hat eigene Ordner, zusätzlich gibt es jeweils öffentliche Ordner. Das ist zwar übersichtlich, solange man nur in seinen eigenen lokalen Ordnern speichert bzw. sucht, aber auch sehr wenig flexibel. In Windows 7 wird nun eine Neuerung eingeführt, die die Arbeit mit diesen Ordner erheblich vereinfacht: Bibliotheken.

    Eine Windows 7-Bibliothek funktioniert ähnlich wie ein virtuelles Dateisystem (z.B. DFS): In einer virtuellen Ordnerstruktur werden verschiedene physikalische Ordnerstrukturen zusammengefaßt. Betrachten wir z.B. den Ordner 'Persönliche Dokumente':

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    Auf den ersten Blick sieht das aus wie gewohnt. Die Änderungen werden sichtbar, sobald man auf den Pfeil links neben 'Dokumente' klickt: hinter dem virtuellen Verzeichnis 'Dokumente' verbergen sich mehrere physikalische Ordnerstrukturen.

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    Klicken wir auf 'Dokumente', so sehen wir eine konsolidierte Ansicht physikalischen Ordnerstrukturen, für die wir berechtigt sind. Wählen wir einen der Unterordner, so sehen wir nur noch die dort vorhandenen physikalischen Pfade und Dokumente.

    Die Anzahl der konfigurierten physikalischen Ordnerstrukturen in einer Bibliothek wird rechts oben angezeigt:

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    Mit einem Klick auf diese Schaltfläche kann man zusätzliche Pfade hinzufügen (oder vorhandene entfernen):

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    Der Haken links neben dem Eintrag bezieht sich auf den Speicherpfad für neue Objekte in einer Bibliothek. Navigiert man zu einem bestimmten physikalischen Pfad, wird natürlich dort gespeichert. Speichert man aber auf der obersten Ebene, d.h. direkt in der Bibliothek, dann wird das neue Objekt in diesem 'Default Save Folder' erstellt.

    Besonders wichtig und nützlich: Es können hier beliebige UNC-Pfade ausgewählt werden, und zwar sowohl lokal als auch im Netzwerk! Und natürlich kann man auch neue Bibliotheken anlegen - so könnten Sie z.B. eine Bibliothek für ein Team oder ein Projekt anlegen und so eine konsolidierte Übersicht über alle relevanten Dokumente erhalten. Und: ist ein Ordner für mehr als eine Bibliothek relevant, dann fügen Sie ihn einfach mehreren Bibliotheken hinzu!

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • HTTP/1.1 401 Unauthorized mit Fiddler

    Zur Analyse von HTTP- und HTTPS-Verbindungen nutze ich besonders gern als HTTP Debugging Proxy die Freeware Fiddler. Unter manchen Umständen bekommt man beim Einschalten von Fiddler jedoch Schwierigkeiten, Webservices mit NTLM-Authentifizierung ansprechen zu können. Man bekommt nur eine 401 Fehlermeldung zurück:

    HTTP/1.1 401 Unauthorized
    Content-Length: 83
    Content-Type: text/html
    Server: Microsoft-IIS/6.0
    WWW-Authenticate: NTLM
    Date: Sat, 15 Nov 2008 10:19:37 GMT

    <html><head><title>Error</title></head><body>Error: Access is Denied.</body></html>

    Nach einigen Suchen im Internet stieß ich in dem Artikel Fiddler and TFS don't play nicely auf einen Kommentar von Eric Lawrence:

    The issue here is that TFS is throwing exceptions because it expects a Connection: close header when Fiddler isn't sending one. You can easily fix this in Fiddler. Click Rules > Customize Rules. Scroll down to the bottom of OnBeforeResponse. Uncomment the lines:

    // Uncomment to reduce incidence of "unexpected socket closure" exceptions in .NET code.
    // Note that you really should also fix your .NET code to gracefully handle unexpected connection closure.
    //
    // if (!(((oSession.responseCode == 401) && oSession.oResponse["WWW-Authenticate"].Length > 9) ||
    // ((oSession.responseCode == 407) && oSession.oResponse["Proxy-Authenticate"].Length > 9))) {
    // oSession.oResponse["Connection"] = "close";
    // }

    Gestoßen bin ich auf das Problem, als ich mit Internet Explorer 8 Beta 2 auf Windows 7 Pre-Beta versuchte, Fiddler wie gewohnt zur Analyse einer HTTP-Verbindunng zu nutzen. Der Tipp hilft auch hier.

  • Neue Musikbibliothek in Windows 7

    Mit Windows 7 halten zentrale Bibliotheken Einzug in das neueste Betriebsystem von Microsoft. Mein Kollege Ralf Schnell hat in Windows 7 Highlights: Bibliotheken die neuen Funktionen, die mit Bibliotheken möglich sind, vorgstellt.

    Libraries

    Da ich ein besonderes Interesse an Digital Home-Themen habe und selbst meine gesamte CD-, DVD-, Fernseh- und Videoaufnahmen mit dem PC verwalte, möchte ich auf die neue Musikbibliothek und die dazugehörigen Programme etwas näher eingehen. Mit einem rechten Mausklick auf den Ordner Musik in der Explorer-Bibliothek kann man alle Pfade zu Musikdateien, die auf dem lokalen Rechner, auf entfernten Rechnern oder auf Wechselfestplatten gespeichert sind hinzuufügen. In diesem Beispiel füge ich den Ordner Personal Music von Laufwerk F: hinzu, was eine 2,5"-Festplatte im mobilen Wechselrahmen ist, auf der ich meine Musik gespeichert habe:

    Libraries_3

    Danach wird nicht nur einfach der Ordner mit in die Bibliothek eingehängt, sondern der Explorer baut automatisch aus den Inhalten eine zentrale Musikbibliothek auf, auf die andere Anwendungen direkt zugreifen können:

    Libraries_4

    So sieht die gleiche Bibliothek dann in der Zune-Software aus, mit der ich die Musik mit meinem mobilen Musikplayer synchronisiere:

    Zune

    So sieht die Bibliothek im Mediacenter aus:

    MCE_5

    Wer sich über die farbig hinterlegten Coverbilder wundert - das ist eine neue Funktion in Media Center, auf die ich im nächsten Post näher eingehen werde.

  • Windows Desktop Search Sidebar Gadget

    SidebarSearch_1 In der Vergangenheit bin ich während der verschiedensten Präsentationen oft nach einem Gadget gefragt worden, welches ich in der Sidebar-Leiste benutze. Es handelt sich dabei um ein Steuerungsgadget für die Windows Desktop Search, welches intern entwickelt wurde. Als wichtigste Aufgabe zeigt es den aktuellen Stand des Indexers an. In der Regel sieht das Bild so aus wie links im Screenshot dargestellt, nur die Anzahl der Elemente wird auf jedem Rechner abweichen.

    Der Indexer arbeitet nicht in Echtzeit, da das die Geschwindigkeit des Dateisystems zu sehr beeinträchtigen würde. Er ist als Dienst ausgelegt, um im Hintergrund für alle Anwender des Systems einen zentralen Index zur Verfügung stellen zu können. Zum Indizieren wird ab Windows Vista low priority I/O genutzt. Alle normalen I/O-Anforderungen des Systems werden dabei bevorzugt; der Indexer bekommt Ressourcen nur mit geringerer Priorität zugewiesen, hält sich bei Benutzeraktivität zurück oder stellt bei hoher Systemauslastung den Dienst vorübergehend ein. Auf Basis des NTFS Journals wird der Indexer über jeden Schreibvorgang im Dateisystem informiert und ist damit in der Lage, als echter Pushdienst mit sowenig Aufwand wie möglich die Änderung zu übernehmen. Diese Mechanismen erhalten die Reaktionsgeschwindigkeit des Rechners und balancieren die beiden Gegensätze Aktueller Index vs. Performance gut aus.

    SidebarSearch_2

    Trotzdem kann es sein, dass man in bestimmten Situationen das Verhalten des Indexers selbst steuern möchte. Ich halte ihn zum Beispiel bei jeder Livedemo an, bei der ich die Suche nicht brauche. Es hat zwar noch nie negative Auswirkungen gehabt, ihn weiterlaufen zu lassen - trotzdem gehe ich bei Livedemos immer auf Nummer sicher und arbeite eine kleine Liste von Vorbereitungen ab. Man hat viele Chancen, eine Livedemo zu verhauen aber nie eine zweite Chance für eine fehlerfreie Livedemo. Ausserdem erwarten meine Teilnehmer immer etwas Aussergewöhnliches :-)

    Zum Stoppen des Indexers muss man den Dienst Windows Search beenden. Über die GUI ist das ein ziemlicher Weg. Natürlich kann man sich einen kleinen Batch erzeugen, der den Dienst auf einen Doppelklick stoppt. Besser geht es aber mit dem Gadget. Es bietet kleine Schaltflächen zum Anhalten und Starten der Suche. Weiterhin kann man auch die Priorität der Suche erhöhen, wenn man mehr Systemressourcen opfern möchte, weil man viele ausstehende Elemente in der Queue hat und den Index schneller aktuell bekommen möchte:

    SidebarSearch_4 SidebarSearch_3
    SidebarSearch_6 SidebarSearch_5

    Intern stehen bei Microsoft tausende solcher kleiner Helfer für mehr oder weniger spezielle Situationen zur Verfügung. Die besten finden irgendwann den Weg an die Öffentlichkeit. Das kann in Form eines freien Downloads auf microsoft.com/downloads sein. Das kann in Form eines Ressource Kit Tools sein. Das kann am Ende sogar der Sprung in ein Produkt als essentielles Feature bedeuten. Das Windows Desktop Search Gadget steht in der Windows Live Gallery als Indexer Status Gadget zum freien Herunterladen zur Verfügung.

    Weitere Informationen rund um die Windows Desktop Search:

  • Windows 7: ISO Burner inkludiert

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von vistablog.at, auf dem er seit über zwei Jahren Windows Vista und in Zukunft Windows 7 vorstellt, um sie gemeinsam mit Interessierten zu diskutieren und hinterfragen.

    Eben durch Zufall bemerkt, Windows 7 kann direkt ISOs auf Datenträger schreiben.

    ISO_burn

    Unter Vista und XP braucht es dafür ein eigenes Program (ISO Recorder, Magic ISO, CD BurnerXP,..). Noch besser wäre es, wenn Windows 7 ISO direkt mounten kann, ohne Zusatzprogramm, aber das habe ich nicht gefunden...

  • Windows Media Player 12 Miniansicht

    Nach dem Media Center-Artikel wurde ich von einigen gefragt, ob auch der Media Player 12 grundlegend überarbeitet wurde. Das ist nicht der Fall. Das Design wurde leicht verändert, um die neue Bibliothekenfunktion besser integrieren zu können. Auffallend ist vor allem die neue Miniplayer-Ansicht. Im PDC-Build ist sie noch nicht fertig zu sehen, man bekommt aber eine Idee, in welche Richtung es zukünftig gehen wird.

    MediaPlayer_1 MediaPlayer_2

  • Media Center in Windows 7

    Media Center ist seit Windows Vista Bestandteil des Betriebsystems geworden und steht nicht mehr als eigenständige Version wie bei Windows XP MCE 2005 und früher zur Verfügung. Mit den Editionen Home Premium und Ultimate kann man damit seinen PC zur Medienzentrale umbauen. Ich nutze Media Center seit mehreren Jahren und kann mir kaum noch vorstellen, wie man vorher fern gesehen oder Musik gehört hat. Musik aus allen meiner CDs einfach auf Knopfdruck auswählen zu können oder Fernsehen was und wann man will mit Timeshift und Pausetaste ist wirklich schon genial.

    Mit Windows 7 wird das Media Center sowohl technisch, als auf funktional überarbeitet. Bekannt ist schon, dass Windows 7 eine Reihe weit verbreiteter Codecs mitbringt, so dass ich zum Beispiel keine Codecs mehr nachinstallieren musste, um meine Daten abspielen zu können. Zu den bisher in Windows integrierten Abspielmöglichkeiten und Codecs wie MP3, WMA, WMV, MPEG-2, etc. kommen AAC, MPEG-4, H.264, AVCHD sowie XviD und DivX hinzu.

    Die optischen Überarbeitungen orientieren sich an der zunehmenden Popularität von höher auflösenden und größeren Bildschirmen und sollen die Balance zwischen stylischem Aussehen, guter Bedienbarkeit, umfangreichen Funktionen guter Platzausnutzung zur Darstellung so vieler Informationen wie möglich halten.

    Schauen wir uns Media Center der Reihe nach an. Als erstes der Startscreen:

    MCE_1

    Die Auswahl der aufgenommen Fernsehfilme in der großen Ansicht:

    MCE_2

    Die Ansicht auf Liste umgestellt:

    MCE_3

    Aufruf der Eigenschaften eines Filmes erzeugt ein Overlay, in dem man sich mit den Cursortasten bewegen kann:

    MCE_4

    Während man Filme oder Fernsehaufnahmen abspielt und in das Menü auf die Hauptebene wechselt, laufen Bild und Ton im Hintergrund weiter. Die Menüanimation ist sehr weich gestaltet und das Vorschaufenster größer und im 16:9 dargestellt:

    MCE_6

    Aufruf der Musikbibliothek zeigt alle Musikalben mit ihren Covern an. Fehlt ein Cover, wird es jetzt farbig hinterlegt, was einen optisch besseren Gesamteindruck erzeugt:

    MCE_5

    Hier meine Musikbibliothek in der optional einstellbaren kleineren Übersicht, die ich persönlich angenehmer finde, weil damit deutlich mehr CDs gleichzeitig dargestellt werden können. Hier habe ich auch wieder alle Cover eingebaut :-)

    MCE_7

    Sobald man Musik abspielt und das Media Center eine Weile nicht benutzt, wird auf Coverflow umgeschaltet. Im Hintergrund fliessen dann weich animiert alle Alben über den Bildschirm. Der aktuell laufende Song samt Cover des Albums wird in einem Overlay darüber gelegt:

    MCE_8

    Klasse finde ich die neue Turbovorspulfunktion. Wenn man die Weiter-Taste länger gedrückt hält, kann man sehr schnell durch die Musikbibliothek scrollen (man könnte auch sagen "fliegen"). Da Media Center wie das ganze Windows 7 auch auf Touchbedienung optimiert wurde, freue ich mich schon darauf, es auf meinem HP TouchSmart zu installieren und dann mit einem Fingerschnippen durch die Bibliothek browsen zu können:

    MCE_9

  • Windows 7 Highlights: Ordner-Ansichten

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework

    Das ist einer dieser Kleinigkeiten, die einfach gelungen sind und die Arbeit ein klein wenig einfacher machen: Windows 7 enthält eine neue Ordner-Ansicht: "Inhalt". Die gewohnten Ansichten - Liste, Kacheln, Details usw. - sind immer noch vorhanden und für manche Ordner sicher auch die beste Alternative. Insbesondere für Dokumente ist die neue Ansicht jedoch viel besser geeignet.

    Mein Ordner 'Persönliche Dokumente' sieht z.B. in der Listenansicht so aus:

    image

    Dokumenten-Eigenschaften sind jeweils nur für das ausgewählte Dokument sichtbar. Wenn ich z.B. eine bestimmte Präsentation suche, ist es jedoch sehr hilfreich, bestimmte Eigenschaften wie den Author, Tags oder den Titel für alle Dokumente im Vergleich sehen zu können. In der Inhalts-Ansicht sieht der gleiche Ordner so aus:

    image

    Jetzt habe ich die wichtigsten Informationen im Blick. Zusätzlich habe ich mir noch die Fußleiste etwas vergrößert, so daß ich für das ausgewählte Dokument noch mehr Informationen erhalte und natürlich auch gleich an Ort und Stelle editieren kann.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • Windows 7: Suche

     

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von vistablog.at, auf dem er seit über zwei Jahren Windows Vista und in Zukunft Windows 7 vorstellt, um sie gemeinsam mit Interessierten zu diskutieren und hinterfragen.

    Für den ersten “richtigen” Windows 7 Eintrag nehme ich mir gleich ein Zuckerl, nämlich die Suche. Hatten wir das nicht auch schon bei Windows Vista? Ja, schon aber,… es ist einfach in jeder Hinsicht eine neue Version ;)

    search2

    Das fängt bei den Kleinigkeiten an, wie z.B. der Highlight der Suchbegriffe (gelbe Hervorhebung) oder dass die Filter gleich im Suchfeld angezeigt werden, Daniel Melanchthon hat dazu bereits einen Artikel geschrieben: Besser Suchen mit der Sieben. Oder das Startmenü, das nun z.B. auch gleich die Systemsteuerung mitindiziert (sehr angenehm, wieder ein paar Klicks gespart).

    Überhaupt: beim neuen Explorer gibt es wieder eine Menge zu “entdecken”. So kann man z.B. mit einem Knopfdruck die Preview Pane aktivieren (das war ja wirklich super versteckt in Vista).

    explorer

    Libraries
    Neu sind auch die Libraries, das sind quasi Sammlungen von Ordnern. So kann die Library “Dokumente” aus dem Standard-Benutzer-Ordner bestehen und zusätzlich aus einem (oder mehreren) Netzwerklaufwerken, einem Ordner auf D: , usw…

    image_7[1] image_8[1]

    Die sind auf einmal durchsuchbar, egal, welche Ordner drin sind, oder wo diese physisch liegen.

    library

    Es lassen sich beliebige Sammlungen anlegen, wobei ein Ordner der Default-Speicher Ordner ist (also wenn ich eine Datei in eine Library reinziehe oder kopiere, dann landet sie physisch in dem Default Speicher Ort):

    image_9

    Dazu mehr unter (und von dort habe ich mir auch die Screens geborgt):

    Unterstützt:

    • Lokale NTFS Laufwerke (fix und Wechseldatenträger)
    • Freigaben, die einen Index haben (Server, Windows 7 oder Vista PCs)
    • Freigaben, die Offline verfügbar sind (z.B. die Benutzerordner bei Folder Redirection)

    Nicht unterstützt:

    • FAT (USB Sticks)
    • Andere nicht-NTFS Wechseldatenträger (z.B.DVD)
    • Shares, die weder einen Remote Index noch Offline verfügbar sind
    • NAS Laufwerke

    Search Federation
    Damit aber nicht genug, es lassen sich auch direkt im Explorer Ergebnisse von anderen Quellen als NTFS Ordnern einbauen. Wie z.B. SharePoint!

    image

    Dabei wird auf die integrierte Windows Authentication zurückgegriffen (d.h. jeder sieht auch nur das was er sehen darf), man hat Previews, Metadaten, Drag & Drop, Thumbnails, Treffenhervorhebung,… und das ganze bei offenen Standard-Protokollen (OpenSearch 1.1, RSS und ATOM). Kein Client Code, im Prinzip jegliche Serverplattform,…

    connector

    Nun meint Long Zheng, dass SharePoint nicht cool sei (!?). Womit er für Private schon recht hat, das ist ja doch etwas für Firmen. Deswegen hat er sich die offenen Schnittstellen hergenommen und hat mal eben eine Flickr Suche in den Explorer integriert:

    flickrsearchconnectr

    Nicht schlecht, oder? Long schreibt:

    “What federated search is about is the ability to search remote file repositories on the local network or web. In Windows 7, this feature is implemented natively in the shell. And because Microsoft is the evil monopoly it is, it’s implemented using open standards OpenSearch and RSS2 so it’s simple for developers to take advantage of.”

    Mehr dazu hier: Flickr Search Connectr for Windows 7 Search Federation

    Fazit:
    Killerfeature.

    Mehr Information:

  • Windows 7: Snap und Shake it!

     

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von vistablog.at, auf dem er seit über zwei Jahren Windows Vista und in Zukunft Windows 7 vorstellt, um sie gemeinsam mit Interessierten zu diskutieren und hinterfragen.

    Fenster positionieren, vergrößern, verkleinern, diesbezüglich gibt es bei Windows 7 eine praktische Neuerung:

    Video: Windows 7 - Snap & Shake

    Fazit: Das links/rechts finde ich praktisch, das nach oben schieben auch. Ja klar, gibt x andere Methoden das auch zu erreichen (Rechtsklick auf die Taskbar "Fenster nebeneinander anzeigen" oder der Doppelklick auf die Titelleiste zum Maximieren). Man gewöhnt sich aber sehr schnell dran. Bei Shake bin ich mir noch nicht so sicher, ob das nur ein Effekt ist, oder auch wirklich nützlich. Also ähnliche Fragestellung wie bei Flip-3D.

    AeroSnap
    Was ist ein untrügliches Zeichen, dass eine Funktion eines neuen Betriebssystems "ankommt"? Es wird sofort kopiert ;) Und so gibt’s von Andre Bellen mit AeroSnap ein kleines Programm für XP und Vista, dass die Funktion nachbildet. Nachdem ich mich an das bei Windows 7 schon gewöhnt habe, hab ich mir AeroSnap gleich unter Vista auch installiert. Danke an "Erop" für den Tipp!

    Bis auf den Umstand, dass die transparenten Flächen fehlen (die schon recht gutes Feedback geben) ist das schon mal ganz praktisch. Und Shake fehlt noch :)

    Download: http://www.aerosnap.de.vu/

  • Besser Suchen mit der Sieben

    Manchmal sind es Kleinigkeiten wie die neue Ordneransicht, die einem erst nach einer Weile auffallen. Bei mir gab es jetzt ein Aha-Erlebnis beim Benutzen der Suche. Anbei ein Screenshot von der neuen Ergebnisliste einer Suchabfrage. Einfach oben rechts im Suchfeld anfangen zu tippen und die Ergebnisse werden blitzschnell angezeigt:

    Search

    Was fällt als erstes auf? Natürlich das Syntaxhervorhebung in der Ergebnisliste. Die Darstellung wirkt sehr aufgeräumt und durch die zweizeilige Ansicht, die ich schon bei Outlook bevorzuge, bekommt man genügend Informationen unter, ohne das es zu gedrängt wirkt. Sehr praktisch ist auch die Auswahlfunktion nuterhalb des Eingabefelds, in dem man passend zur Art der Suche entsprechend vordefinierte Filter einfach hinzufügen kann. Nicht jeder kennt die Advanced Query Syntax der Windows-Suche auswendig :-)

  • Windows 7 auf dem Technical Summit

    Das Technical Summit 2008 ist nun schon fast eine Woche her. Man findet im Internet eine ganze Menge Feedback zu dem Event an sich und natürlich auch den einzelnen Session. Der Höhepunkt für mich war natürlich meine Windows 7 Session am Freitag Nachmittag, 15:15 Uhr.

    Wer mich auf der Bühne gesehen hatte, hat vielleicht an meiner Stimme gemerkt, dass ich da schon mit einer heftigen Erkältung zu kämpfen hatte. Die steigerte sich danach kolossal und setzte mich nicht nur das letzte Wochenende außer Gefecht. Geschätzt eine halbe Stunde nach der Session war die Stimme endgültig weg.

    Der Vorbereitungsaufwand für die Session sprengte für mich alle Dimensionen. Neben dem etwas schwierigen Umgang mit Pre-Beta-Software und Treibern mußten zusätzliche Aufgaben aufgrund der örtlichen Gegebenheiten gelöst werden. So hatte ich zum Beispiel keinen Fernsehempfang im Konferenzsaal. Damit entfiel ein Teil der Media Center Demo. Weiterhin bietet der HP MultiTouch keinen Bildausgang. Dieser Teil der Demo war mir aber so wichtig, dass wir als Workaround eine Kamera positionierten, die mich dann bei der Bedienung des Geräts abfilmte, damit das Publikum alle Aktionen gut sehen konnte. Danke schön an dieser Stelle nochmal für die (wie immer) tolle Zusammenarbeit mit dem e-team.

    Ein Highlight war natürlich auch das Thema "Sensoren". Frank hat in seiner unnachahmlichen Art Begeisterung versprüht und buchstäblich die Sache zum fliegen gebracht. Vielen Dank an Frank für das Engagement und Opfern seiner Pausen zum Coden der Sensor-Demo.

    Die ganze Session wurde, wie viele andere auch, auf Video aufgezeichnet. zur Zeit läuft noch die Nachbearbeitung - als Vorgeschmack verlinke ich mal ein paar "unauthorisierte" Mitschnitte von YouTube ;-)

    Windows 7 Sensor Steuerung

    Windows 7 Touch

    Windows 7 Media Center

     

    Sobald unsere eigenen Mittschnitte, die qualitativ natürlich deutlich besser sein werden, online gehen, schreib ich einen neuen Blogpost.

    Have fun!

  • Windows Application Quality Cookbook

    Gastbeitrag von Michael Kalbe, Manager Technical Evangelism in der Developer Platform & Strategy Group bei Microsoft Deutschland.

    msdn_logoWindows 7 basiert auf dem Kernel von Windows Vista. Trotzdem müssen Software-Entwickler mit einigen Kompatibilitätsproblemen rechnen. Microsoft hat deshalb ein "Windows Application Quality Cookbook" zum kostenlosen Download bereit gestellt, das darüber informiert, welche Teilanwendungen und Bestandteile von Windows 7 inkompatibel zu Programmen sein können, die für Windows Vista entwickelt wurden.

    Download: http://code.msdn.microsoft.com/Windows7AppQuality

    cu
    //.<

  • Inside Windows 7: Video von Mark Russinovich

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework

    Allen, die an einer technischen Erklärung der Veränderungen im Windows 7-Kernel interessiert sind (und allen, die immer noch bezweifeln, daß Windows 7 mehr ist als nur ein Service Pack für Vista), sei ein Video-Beitrag von und mit Mark Russinovich empfohlen. Produziert wurde das Video im Rahmen der Professional Developers Conference. Mark erklärt unter anderem, welche Arbeiten notwendig waren, damit Windows 7 bis zu 256 Prozessor-Kerne nutzen kann (bislang war Windows auf 64 Kerne begrenzt).


    Mark Russinovich: Inside Windows 7

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell