Windows Azure 

Diese Ankündigung scheut keine Vergleiche. Bob Muglia verglich sie mit der Ankündigung der Windows NT-Plattform 1992. Microsofts neues Betriebsystem für Services in the Cloud trägt den Namen Windows Azure.

Windows Azure stellt die unterste Eben der Microsoft Cloud Computing-Plattform dar. Es bietet eine extrem skalierbare, lastverteilte und gegen doppelte Fehler ausfallsicher gestaltete  Hostingumgebung für Webanwendungen. Microsoft startet die Plattform für .Net-basierende Webanwendungen, wobei eine Erweiterung auf zum Beispiel PHP-basierende Anwendungen in der Zukunft nichts im Weg steht.

Windows Azure nutzt jetzt Hypervisor-basierende virtualisierte Systeme auf tausenden von Servern in Rechenzentren in den Vereinigten Staaten. Zukünftig sollen Server in Datacentern weltweit für diesen Dienst zur Verfügung stehen, so dass Kunden möglichst lokale Hostingquellen für maximale Performance zur Verfügung stehen. bestandteil der Windows Azure Services Platform sind die Life Services, .Net Services, SQL Services, SharePoint Services und Dynamics CRM Services.

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Windows Azure übernimmt sämtliche Management-Aufgaben über einen Fabric Controller und trennt dabei das Betriebssystem von den Webanwendungen. Anwendungsmodelle werden mit Hilfe von XML sehr einfach realisiert. Sie können dadurch mit jedem beliebigen Werkzeug bearbeitet werden.

Windows Azure stellt nahezu unlimitierte Computerpower und Speicherplatz für Webanwendungen zur Verfügung. Azure kümmert sich dabei im Hintergrund um die Verwaltung des kompletten Lifecycles einer Webanwendung. Das Hinzufügen von zusätzlichen Resourcen wie zum Beispiel weitere Instanzen einer Anwendung zur Abfederung von Lastspitzen kann dabei einfach durch simples Ändern der Instanzanzahl im webbasierenden Verwaltungsfrontend erledigt werden. Azure sorgt dann für die Provisionierung der dafür notwendigen Server automatisch im Hintergrund.

Die Nutzung von Windows Azure ist dabei absolut simple. Aus Visual Studio heraus kann eine Webanwendung entwickelt und sehr einfach sowohl auf eine lokale Ablaufumgebung, als auch in the Cloud veröffentlicht werden. Lokal stehen dabei alle APIs der Cloudplattform zur Verfügung, so dass das Debugging der Anwendung komplett lokal erfolgen kann. Mit einem simplen Klick läßt sich dann die Anwendung lokal paketieren und danach auf Windows Azure hochladen.

Während der Keynote wurden mehrere Beispiele von Kunden gezeigt, die diese Technik heute schon nutzen. Bluehoo.com zum Beispiel kann als Startup Windows Azure als skalierbare Hostingumgebung nutzen, ohne große Investitionen in eigene Hardeware durchführen zu müssen. Wenn das Startup erfolgreich ist, kann es mit Windows Azure nahezu unlimitiert wachsen.

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Windows Azure steht ab jetzt als Community Technology Preview (CTP) zur Verfügung. Wir starten dabei mit einem Basisset von Funktionen, welches nur einen Bruchteil der zurünftig möglichen Funktionen abbildet. Die Kosten für die zukünftige Nutzung von Windows Azure werden natürlich absolut konkurrenzfähig sein. Die Abrechung soll auf zwei simplen Kriterien beruhen: Ressourcenverbrauch und gewünschtes Service Level Agreement.

Weitere Informationen zu Windows Azure finden sich auf der Website http://azure.com.