Windows 7

Blog von Microsoft Deutschland

Windows 7

  • 1 Woche Windows 7 vs. 20 Jahre Apple Mac OS

    Georg Binder schrieb auf seinem Blog gerade in Windows 7 – Die erste Woche einen umfassenden Bericht über die Markteinführung von Windows 7. Besonders interessant finde ich die Informationen über den Verbreitungsgrad von Windows 7:

    Wenn man sich die Zahlen bei Weblogauswertern ansieht, dann ist das mitunter schon ordentlich beachtlich. Zum Beispiel von StatCounter, die analysieren 45 Millionen PageView bzw. 10 Millionen unique User pro Monat (und dürften damit “repräsentativ” sein).

    Hier die Zahlen von Deutschland:

    StatCounterGlobal

    Quelle: http://gs.statcounter.com/#os-DE-daily-20091029-20091029-bar 

    Es gibt also in Deutschland bereits mehr Anwender, die mit Windows 7 unterwegs sind, als mit MacOSX. Oder anders gesagt: Windows 7 hat gerade mal eine Woche gebraucht, um 20 Jahre Apple Mac OS einzuholen.

    ;-)

  • Windows 7 Editionen

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von vistablog.at, auf dem er seit über zwei Jahren Windows Vista und in Zukunft Windows 7 vorstellt, um sie gemeinsam mit Interessierten zu diskutieren und hinterfragen.

    Aha! Heute sind die SKUs (Stock Keeping Units) von Windows 7 veröffentlicht worden. Und da gibt es durchaus Neuigkeiten.

    Die Windows 7 Editionen bauen aufeinander auf, das heißt die nächst größere Version hat die Features der der “kleineren” drinnen. Das ist eine Änderung zu Windows Vista, wo z.B. Media Center zwar in Home Premium enthalten war, aber nicht in Business. Demnach wird die Business Professional auch Media Center enthalten. Damit ist es eindeutiger. Je mehr desto besser ;)

    Außerdem ein ganz klarer Fokus auf zwei Versionen:

    • Windows 7 Home Premium
    • Windows 7 Professional

    Allerdings gibt es sehr wohl auch andere Editionen, das komplette Lineup unterscheidet sich nicht sonderlich (vom Namen) von Vista:

    • Windows Starter
    • Windows 7 Home Basic
    • Windows 7 Home Premium
    • Windows 7 Professional
    • Windows 7 Enterprise
    • Windows 7 Ultimate

    Ich habe hier absichtlich ein paar Sachen ausgegraut, nämlich die, die nicht im Handel/Regal erhältlich sind. Damit sollte einiges klarer sein, als unter Vista. Im Prinzip reicht mal der Mehrheit der “Privaten” Home Premium.

    Home Basic wird die neue ähm,… jetzt hätte ich beinahe dritte Welt Version gesagt, aber das hat einen Beigeschmack,… ist die Version für “emerging markets”  Nun ja, reihe ich persönlich auch in Kategorie “unnötig” ein. Low Cost, wo jeder Cent zählt,… also bitte schön. Glaube trotzdem, dass man die ruhig ersatzlos streichen hätte können. Daneben gibt es auch noch die Starter Version (ohne 7 im Namen), die man allerdings nur Preinstalled (OEM) erhalten kann, und auch da nur an bestimmte Restriktionen gebunden ist, was die Hardware betrifft. Und die "kleine" Einschränkung, dass nur 3 Applikationen gleichzeitig laufen. Praktisch, wenn man Outlook und Messenger offen hat, dann kann man sich aussuchen ob man den IE8 oder Word startet.

    Professional für alle die bisher XP Professional eingesetzt haben (oder Vista Business). Einer der ersten Kommentare auf dem windowsteamblog spricht davon, dass man die Professional auch “Small Business” nennen hätte können. Jup, aber wollen wir mal nicht überkritisch sein.

    Für alles, was etwas “größer” ist gibts Windows 7 Enterprise. Das bekommt man automatisch wenn man das Client OS unter Volumenslizenzvertrag mit Software Assurance nimmt. Benefits rein mal von Windows 7 her: Bitlocker, AppLocker, DirectAccess, BranchCache,… Gefühlsmäßig wird die Enterprise viel wichtiger, als bisher die Vista Enterprise, weil ziemlich viele "nützliche Neuerungen nur dort zu finden sind. Wenn man das Geschäftsmodell hinter Software Assurance betrachtet, war das aber eh auch überfällig, denn bisher bestanden die Benefits aus SA nur auf dem “drumherum” (eLearning, Ratenzahlung, Version Upgrades,…) aber kaum aus der Software selbst. Das zusammen mit MDOP,… gut so.

    Ultimate ergibt eigentlich nur dann Sinn, wenn man Features aus der Enterprise-Version (z.B. BitLocker) will, allerdings keinen Software Assurance Vertrag hat (z.B. Einzelunternehmen). Vermutlich aber auch wieder wegen Mehrsprachigkeit. Ob es nämlich die SPrachpakete so wie bei Office 2007 auch einzeln gibt, wurde nicht verlautbart, aber vermutlich nicht.

    Mehr Info: Presspass: Windows 7 Lineup Offers Clear Choice for Consumers and Businesses

  • HowTo: Windows 7 Heimnetzgruppen

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von windowsblog.at.

    Es ist so simpel, dass ich mich fast für das nächste Video entschuldigen muss… ein paar Mal auf weiter klicken, PIN auf dem nächsten Rechner eingeben, fertig,…

    Hier in HD Auflösung.

    Damit wird es auch für Normalsterbliche ein leichtes etwas zu erreichen, was IT-Pros nie vor Probleme gestellt hat: Rechner mit einander zu vernetzen, Dateien und Drucker freizugeben,…Übrigens: es scheint hier kein Limit zu geben, auf Social TechNet berichtet ein Benutzer dass er 17 Rechner mittels HomeGroup vernetzt hat. Das dürfte dann auch für die größeren Haushalte ausreichen :)

    Windows 7 only
    Klar, ein Manko (nicht aus Microsoft-Sicht *g* ) bleibt: so einfach ist es nur, wenn man überall Windows 7 hat. Aber immerhin gibt es auch da Abhilfe, Microsoft erklärt in einer (englischen) Anleitung, wie man die neuen Bibliotheken dennoch mit anderen Rechnern (XP, Vista aber auch Mac) teilt. Ich finde das Dokument insofern aber recht anschaulich, denn es zeigt in Wahrheit sehr gut das vorher-nachher. Windows 7 machts leicht (siehe Video), im Dokument verucht man selbiges dann auf vielen Seiten, das selbe für XP zu erklären,…
    Mehr Information dazu hier: Windows 7 & HomeGroup: Sharing with Windows XP, Windows Vista, and other operating systems

    Weitere Windows 7 Videos gibt es hier:

  • [Updated] Windows-Tipp: So gewinnen Sie Speicherplatz

    Festplatte voll? Kein Problem! Dominik Berger, Microsoft MVP und Windows-Profi, zeigt wie Sie nicht benötigte Daten gefahrlos vom System löschen.


    [Stephanus] Um auch den ITPros hier gerecht zu werden hier ein paar weitere Infos zum Cleanup Manager (%systemroot%\system32\cleanmgr.exe):

    Für die Verwaltung eines Windows Systems stellen sich drei Fragen bzgl. des Cleanup Managers:

    1. Wie kann ich eigene Handler erstellen? [Im Bild eine beispielhafte Darstellung einer Handler Liste]
      image
      Das prinzipielle Vorgehen bei der Erstellung eines Cleanup Handlers wird in der MSDN beschrieben:
      http://msdn.microsoft.com/en-us/library/bb776782(VS.85).aspx 
    2. Wie kann ich den Cleanup Manager fernsteuern?
      Da der Cleanmgr.exe auf jedem Windows Client verfügbar ist kann dieser entweder gescriptet, per Scheduled Tasks routinemäßig gestartet oder über entsprechende Methoden der verwendeten Deployment Software angestoßen werden.

      Dazu hier die verfügbaren Parameter für das Executable:

      image

      • /d Laufwerksbuchstabe: - Mit diesem Parameter wird das Laufwerk ausgewählt, das durch die Datenträgerbereinigung bereinigt werden soll. Beachten Sie, dass die Befehlszeilenoption /d nicht mit /sagerun:n verwendet wird.
      • /sageset:n - Dieser Parameter zeigt das Dialogfeld Einstellungen für das Bereinigen des Datenträgers an und erstellt einen Registrierungsschlüssel zum Speichern der ausgewählten Einstellungen. Der Wert n wird in der Registrierung gespeichert und ermöglicht Ihnen das Angeben unterschiedlicher Aufgaben, die die Datenträgerbereinigung ausführen soll. Bei dem Wert n kann es sich um einen beliebigen Integerwert zwischen 0 und 65535 handeln. Um alle verfügbaren Optionen bei der Verwendung des Parameters /sageset verwenden zu können, müssen Sie möglicherweise den Buchstaben des Laufwerks angeben, das die Windows-Installation enthält.
      • /sagerun:n - Dieser Parameter dient zum Ausführen der angegebenen Aufgaben, die dem Wert n mithilfe des Parameters \sageset zugewiesen wurden. Alle Laufwerke des Computers werden aufgelistet, und das ausgewählte Profil wird für jedes Laufwerk ausgeführt.
        Sie können z. B. in Geplante Tasks nach Ausführen des Befehls cleanmgr /sageset:11 den folgenden Befehl ausführen:

        cleanmgr /sagerun:11

      • Die anderen Parameter sind undocumented (und damit nicht supportet) und daher werde ich hier nicht darauf eingehen und rate von der produktiven Verwendung ab!
      • Vgl. http://support.microsoft.com/kb/253597 
    3. Warum finde ich den Cleanup Manager nicht auf einem Windows Server 2008 (R2)?

      Das Cleanmgr.exe ist Bestandteil der “Desktop Experience” und muss daher als Feature hinzugefügt werden.
      http://technet.microsoft.com/en-us/library/ff630161(WS.10).aspx

    Wir hoffen, dass dies für das Thema [auf die Schnelle] genügend Anlass gibt mal damit herumzuexperimentieren – auch, bzw. grade im ITPro Segment.

    Uns würden dazu natürlich “Best Practices” interessieren! Zwinkerndes Smiley

     

    Lars & Stephanus

  • Internet Explorer 9 Release Candidate (RC)

    Nach der Veröffentlichung der Betaversion von Internet Explorer 9 (IE9) im September letzten Jahres folgt nun der nächste große Schritt. Auf dem Weg zur Fertigstellung des neuen Webbrowsers von Microsoft hat Internet Explorer den Status RC (Release Candidate - auf Deutsch: Freigabekandidat) erreicht.

    Internet Explorer 9 RC ist die letzte Testversion vor der endgültigen Fertigstellung des Browser. Er enthält alle Funktionen des endgültigen Produkts (feature complete) und steht ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung:

    IE9RC-1024x768

    Installation

    Internet Explorer 9 RC steht für Windows Vista, Windows 7 und Windows Server 2008 in einer Version für 32- und 64-Bit sowie für und Windows Server 2008 R2 in 64-Bit zur Verfügung. Nach dem Herunterladen des richtigen Installationspakets gestaltet sich die Installation sehr einfach. Internet Explorer 9 RC überprüft die Systemumgebung und lädt bei Bedarf notwendige Updates aus dem Internet direkt herunter:

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    Unter Windows 7 Service Pack 1 kann Internet Explorer 9 auch ohne Reboot installiert werden. Hierzu wird lediglich der Windows Explorer beendet und nach erfolgter Installation automatisch neu gestartet. So läßt sich Internet Explorer 9 RC in weniger als zwei Minuten installieren:

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    Geschwindigkeit

    Schon mit frühen Preview-Versionen des Internet Explorer 9 hat Microsoft aufgezeigt, welche enormen Geschwindigkeitssteigerungen durch die Nutzung eines geeigneten Grafikprozessors (GPU) zum hardwarebeschleunigten Darstellen von Webseiten erreichbar sind. Auch bei der Javascript-Performance liegen mittlerweile Lichtjahre zwischen Internet Explorer 9 und seinen Vorgängerversionen.

    Während Internet Explorer 6, 7, 8 und 9 Beta zum Beispiel lediglich 64 Callbacks/sec in JavaScript unterstützten, ermöglicht Internet Explorer 9 RC gemäß der HTML5-Spezifikation jetzt 250 Callbacks/sec, wodurch Webanwendungen weiter beschleunigt werden. Konnte IE9 erstmals mit der Platform Preview 7 die Führung im populären SunSpider JavaScript Benchmark übernehmen, behauptet IE9 RC diese Stellung und baut sie noch etwas weiter aus:

    SunSpiderResultsPPB8RC

    Man sollte jedoch nicht den Fehler machen, die Geschwindigkeit allein anhand von derartigen synthetischen Benchmarks zu beurteilen. Die JavaScript-Engine ist nur eine von 11 Browser-Subsystemen, die zwischen Internet Explorer 9 Beta und Internet Explorer 9 RC über 2.000 Verbesserungen erfahren haben.

    Dadurch steigern wir die Geschwindigkeit vor allem in realen Kundenszenarien: Internet Explorer 9 RC verkürzt die Startzeit, lädt Webseiten schneller und erlaubt Anwendern schneller mit Webseiten zu interagieren als je zuvor.

    Dynamische GPU-Nutzung

    Mit der Beta-Version haben wir von einigen Kunden das Feedback bekommen, dass die hardwarebeschleunigte Darstellung mit ihrer Kombination aus Hardware und Treiber nicht zufriedenstellend funktionierte. Teilweise stürzte der Browser direkt nach dem Aufruf bei Aktivieren der Hardwarebeschleunigung ab. Abhilfe schuf das Ausschalten der Hardwarebeschleunigung:

    Softwarerendering

    Mit dem RC haben wir Änderungen vorgenommen, so dass die GPU abhängig von Modell und Treiberversion dynamisch ein- oder ausgeschaltet wird.

    Netzwerkcache und Cache Heuristik

    Frühere Versionen von Internet Explorer begrenzten den Speicherplatz für die temporären Internetdateien auf 50MB. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass moderne Webseiten mittlerweile deutlich an Größe zugenommen haben. Daher erhöhen wir mit dem RC die Cachegröße auf 250MB. Zusätzlich haben wir durch die Nutzung durch mehr als 20 Millionen Betatester die Cache Heuristik deutlich verbessern können, so dass der Internet Explorer 9 ein verbessertes Cachehandling zeigen wird.

    Stromverbrauch

    Ein wichtiger Punkt bei der Nutzung eines Computers ist natürlich auch der Stromverbrauch. Während bei Desktop-Computern hier Green IT eine Rolle spielt, sind vor allem mobile Geräte wie Laptops und Netbooks darauf angewiesen, dass Programme möglichst batterieschonend arbeiten. Webbrowser haben hier einen signifikanten Einfluss auf die Batterielaufzeit. Sie sind die mit am häufigsten eingesetzte Anwendung und werden die meiste Zeit von Anwendern auch im Hintergrund laufen gelassen.

    Eine Untersuchung von AnandTech hatte schon vor knapp zwei Jahren deutliche Unterschiede beim gleichem Lastprofil zu Tage gefördert. Einige Browserhersteller setzen den Intervall des System Timers von Windows drastisch herunter, um damit allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit des Browsers zu erhöhen. Dies geht jedoch zu Kosten der Batterielaufzeit. So kann eine Änderung des System Timers von 15,6ms auf bis zu 1ms (wie von Google Chrome am Anfang praktiziert) die Batterielaufzeit um 25% verringern.

    Mit Hilfe von ClockRes kann man selbst überprüfen, wie unterschiedlich Browserhersteller den System Timer verändern. Mit Hilfe von "powercfg /energy" kann man sich unter Windows 7 sogar einen Bericht erstellen lassen, der zum Beispiel auch aufzeigt, welche Anwendungen Einfluss auf die System Timer Auflösung nehmen.

    Internet Explorer 9 verändert im laufenden Betrieb den System Timer nur bei Bedarf. Wir achten dabei auch, ob der Computer mit dem Stromnetz verbunden ist oder ob er auf Batterie läuft und passen den System Timer optimal an:

    Internet Explorer 9 auf Batterie vs. am Stromnetz

    IE9RC-Powermeter-IE9-battery  IE9RC-Powermeter-IE9

    Andere Browser

    IE9RC-Powermeter-Chrome-battery  IE9RC-Powermeter-Firefox-battery  IE9RC-Powermeter-Opera-battery  IE9RC-Powermeter-Safari-battery

    Übersichtlich

    Im Vergleich zur Betaversion haben sich eine Reihe von Änderungen an der Benutzeroberfläche und der Funktionalität des Browsers ergeben, auf die ich im Rahmen dieses Artikels etwas näher eingehen möchte. So haben wir zum Beispiel sehr viel Feedback von Testern bezüglich der Platzierung der Tabs bekommen. Ganz deutlich wurde der Wunsch ausgedrückt, soviel Bildschirmfläche wie möglich für die Webseite zur Verfügung gestellt zu bekommen.

    Bildschirmfläche

    Ich habe mir daher einmal angeschaut, welche Möglichkeiten unsere Wettbewerber anbieten und wie sich Internet Explorer 9 RC im Vergleich dazu schlägt. IE9 RC unterstützt jetzt das Platzieren der Tabs auch unter die URL-Leiste – eine Bitte, die wir sehr oft gehört haben. Chrome (via about:flags), Opera (via rechten Mausklick auf einen Tab) und Firefox (mit dem Add-on Tree Style Tab ) erlauben zusätzlich, Tabs auch seitlich zu platzieren.

    IE9RC-Tabs-nach-unten

    Dadurch erhoffen sich viele mehr Bildschirmfläche zum Arbeiten zu erhalten, da die aktuell üblichen Notebookdisplays mit einer Auflösung von 1366x768 oder auch Netbooks mit 1024x600 in der Höhe stark limitiert sind.

    IE9RC-Tabs-unten

    Ich habe diese Diskussion in der Vergangenheit schon oft geführt und immer wieder festgestellt, dass sich hier Meinungen oft aufgrund subjektiver Wahrnehmung bilden. Um die Diskussion auf eine objektive Grundlage zu stellen, habe ich einmal die aktuellen Browser vermessen und die Ergebnisse ausgewertet:

    1024x768 (Fenster)

    Fenster

    1024x768 (maximiert)

    Vollbild

    Das Ergebnis mag den einen oder anderen überraschen: Der Release Candidate von Internet Explorer 9 bietet gegenüber allen anderen Wettbewerbern in der Standardkonfiguration die größte nutzbare Bildschirmfläche! Selbst gegenüber der seitlichen Anordnung der Tabs bietet IE9 RC mehr Platz sowohl in der Breite, als auch in der Höhe. Wenn man die gesamte nutzbare Fläche berechnet, liegt IE9 RC damit auch an der Spitze:

    1024x768 Breite x Höhe

    Fenster Vollbild

    Wer selber nachschauen will, findet hier die den Berechnungen zugrundeliegenden Screenshots:

    Fenster

    F-IE9 F-IE9-unten F-Chrome F-Chrome-links F-Firefox F-Firefox-links F-Opera F-Opera-links F-Safari

    Maximiert

    M-IE9 M-IE9-unten M-Chrome M-Chrome-links M-Firefox M-Firefox-links M-Opera M-Opera-links M-Safari

    One Box

    IE9RC-Search-Glyph-1 Ebenfalls überarbeitet wurde die sogenannte One Box. Mit diesem Begriff bezeichnen wir die URL-Leiste, die gleichzeitig als Suchleiste dient. Bisher war es schwierig, wenn man eine Suche eingegeben hatte, diese im Eingabefenster nachträglich zu modifizieren oder auch die gleiche Suche an eine andere Suchmaschine zu übergeben. Jetzt gibt es mit der Lupe ein neues Icon, welches nach einem Klick die ursprüngliche Sucheingabe in der One Box wiederherstellt, so dass man sie sehr einfach verändern kann:

    IE9RC-Search-Glyph-2  IE9RC-Search-Glyph-3

    Benachrichtigungen

    Nachdem wir in der Betaversion zum ersten Mal die Benachrichtigungen am unteren Bildschirmrand zusammengefasst haben, wird das Handling im RC weiter verbessert. Weniger wichtige Benachrichtigungen werden zukünftig automatisch ausgeblendet, wenn sie nicht beachtet werden.

    IE9RC-Downloads-1

    Die Darstellung beim Datei herunterladen wurde ebenfalls verändert – hier fängt die Benachrichtigung nach kurzer zeit zu aufzuleuchten, um den Benutzer darauf aufmerksam zu machen.

    IE9RC-Downloads-2

    Wenn der SmartScreen Reputationsdienst eine Datei als gefährlich einstuft, enthält die Benachrichtigung jetzt auch einen direkten Löschbutton. Ich habe dazu zwei kurze Videos aufgezeichnet, die das neue Verhalten am Beispiel der SmartScreen Application Reputation illustrieren:

    SmartScreen Application Reputation bei verdächtigem Download

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    SmartScreen Application Reputation bei unverdächtigem Download

    Video zum Herunterladen: MP4-Format

    Der Downloadmanager wurde ebenfalls überarbeitet und zeigt jetzt auch die Geschwindigkeit beim Herunterladen direkt an.

    Angeheftete Webseiten

    IE9RC-Anheften Eine der großen Neuerungen im Internet Explorer 9 ist die direkte Integration von Webseiten in Windows 7. Die Möglichkeit, Webseiten direkt an die Startseite heften und von dort mit ihnen interagieren zu können, fand sehr großes Interesse. Neu im RC ist die Unterstützung für mehrere Homepages mit einer angehefteten Webseite. Weiterhin kann man nun auch problemlos Webseiten an die Taskbar anheften, wenn diese vom unteren Bildschirmrand zum Beispiel an eine der Seiten verschoben wurde. Bisher kollidierte diese Aktion mit Aero Snap – jetzt hat das Anheften Vorrang.

    Schließlich unterstützt Internet Explorer 9 RC auch angeheftete Webseiten im InPrivate-Modus. Seiten, die in diesem Modus angeheftet werden, werden beim erneuten Aufruf automatisch in InPrivate gestartet.

    Zur kopierter Adresse wechseln

    Eine Kleinigkeit hat noch Eingang in den Release Candidate gefunden. Wer zum Beispiel in einer anderen Anwendung eine URL in die Zwischenablage kopiert, muss diese nicht mehr in die URL-Leiste eingeben, sondern kann einfach mit einem rechten Mausklick über das Kontextmenü das Kommando Zur kopierten Adresse wechseln nutzen (für die Tastaturjunkies STRG+Shift+L):

    IE9RC-Zu-kopierter-Adresse-wechseln

    Sicher und zuverlässig

    Ende letzten Jahres hatte ich im Artikel IE9 Tracking Protection angekündigt, dass Internet Explorer 9 im Release Candidate erweiterte Schutzmaßnahmen für Sicherheit und Privatsphäre mitbringen wird. Tracking Protection , ersetzt InPrivate Filtering und blockiert auf Wunsch Drittanbieter, die möglicherweise das eigene Surfverhalten beobachten wollen. Dazu wird man als Anwender zukünftig Inhalte von jeder Webseite anhand von Tracking Protection -Listen (TPL) automatisiert herausfiltern lassen können. Diese Listen benötigen nicht wie bei der Konkurrenz ein extra Add-on - sie können direkt aus dem Browser heraus abonniert werden. Einfach die gewünschte Liste anklicken. Zum Start des Release Candidate stehen Listen von Abine, TRUSTe, PrivacyChoice und AdBlock Plus (EasyList)  zur Verfügung. Eine interne Liste kann vom Browser zusätzlich auch selbst dynamisch erzeugt werden:

    IE9RC-Tracking-Protection

    Das Prinzip dieser Listen ähnelt in gewisser Weise zum Beispiel der deutschen Robinsonliste für eMail, Mobilfunk und Telefon . Wenn man eine TPL zu seinem Browser hinzufügt, verhindert Internet Explorer 9 zukünftig zuverlässig das Senden von Daten an Webseiten, die auf der Liste stehen. Zur Standardisierung des Aufbaus einer TPL schlagen wir folgendes vorläufige Dateiformat vor. Es enthält sowohl Elemente mit “Do Not Call” (blockieren) und “OK to Call” (erlauben) Charakter:

      1: <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
    
      2: <rss version="2.0" xmlns:wf="http://www.microsoft.com/schemas/webfilter/2008">
    
      3:   <channel>
    
      4:     <title>Demo</title>
    
      5:     <description>Tracking Protection List from ietestdrive.com </description>
    
      6:     <item><wf:blockRegex><![CDATA[msdn\.com/.*\.js]]></wf:blockRegex></item>
    
      7:     <item><wf:allowRegex><![CDATA[strikestrike\.com/.*\.js]]></wf:allowRegex></item>
    
      8:   </channel>
    
      9: </rss>

    Derartige Listen können somit sehr einfach erstellt und somit von verschiedensten Stellen angeboten werden. Wir stellen dafür das vorgeschlagene Format zusätzlich unter Creative Commons Attribution Lizenz und Microsoft Open Specification Promise . Anwender könnten zukünftig sowohl Listen von Datenschutzorganisationen, als auch von Werbefirmen nutzen, um besser selbst bestimmen zu können, welche Daten sie zur Verfügung stellen wollen, um möglicherweise auch im Gegenzug Dienste kostenfrei nutzen zu können.

    ActiveX Filterung

    ActiveX als Technologie erlaubt Webentwicklern einen sehr weitgehenden Zugriff auf den lokalen Computer und ermöglicht damit sehr interaktive Webanwendungen. Allerdings führen fehlerhafte ActiveX-Controls immer wieder zu Sicherheitsproblemen. Als Konsequenz enthält Internet Explorer 9 RC nun einen neuen ActiveX-Filter.

    IE9RC-ActiveX-Filterung

    IE9RC-Neue-Icons Wenn er eingeschaltet wird, surft der Anwender standardmäßig im Internet, ohne dass ActiveX aktiv ist. Wenn auf einer Webseite ein ActiveX-Control aufgerufen wird, erscheint ein neues Icon in der URL-Leiste, mit Hilfe dessen man nur für diese Seite die Verwendung von ActiveX-Controls aktivieren kann:

    IE9RC-Protection-Konfiguration-1

    IE9RC-Protection-Konfiguration-2

    Interoperabilität

    In Internet Explorer 9 Release Candidate sind einige weitere Neuerungen eingeflossen, die die Interoperabilität betreffen. So unterstützt IE9 RC jetzt auch CSS2D Transforms sowie HTML5 Semantic Tags, WebM und Geolocation:

    IE9RC-Geolocation

    Sprachunterstützung

    Internet Explorer 9 Beta unterstützte bisher 33 Sprachen. Mit dem Release Candidate erhöht Microsoft diese Zahl auf folgende 40 Sprachen: Arabisch, Katalanisch, Chinesisch (Hong Kong), Chinesisch (Simplified), Chinesisch (Traditional), Tschechisch, Dänisch, Holländisch, Englisch (US), Finnisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Hebräisch, Hindi (Indien), Ungarisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch(Bokmål), Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Portugiesisch (Portugal), Rumänisch, Russisch, Slowenisch,
    Spanisch (Spanien), Schwedisch, Thai, Türkisch, Ukrainisch, Vietnamesisch, Bulgarisch, Kroatisch, Estnisch, Lettisch, Lithauisch, Serbisch (Latein) und Slowakisch.

  • Umzug auf neue Plattform erfolgreich

    Nachdem wir in der vergangenen Woche die Inhalte von unserer alten Blogplattform auf neue Server mit der neuesten Softwareversion umgezogen haben, steht nun das Blog wieder mit der gesamten Funktionalität zur Verfügung. Während im Rahmen des Umzugs die meisten MSDN- und TechNet-Blogs optisch an das Standardlayout von Microsoft angepasst wurden, habe ich mich entschieden, dieses Blog im bisherigen Design weiterzuführen. Es wurden behutsame Änderungen durchgeführt, die die intuitive Nutzung des Blogs verbessern sollen.

    Ein immer wiederkehrender Wunsch war zum Beispiel der Verzicht auf kryptische Captchas für die Kommentare. Dank eines moderneren Spamfilters habe ich die Captchafunktion auf der neuen Plattform noch nicht aktiviert. Über die nächsten Wochen werde ich sehen, wie effektiv die neue Lösung ist und ob ich beim Captchaverzicht bleiben kann. Weiterhin lassen sich einzelne Blogpostings jetzt sehr einfach auf unterschiedlichen Web 2.0-Plattformen weitergeben. Es gibt eine Reihe neuer RSS-Feeds und die Hauptseite ist übersichtlicher geworden, indem die einzelnen Blogposts als Zusammenfassung dargestellt werden. Die Sortierung erlaubt auf Wunsch auch die Darstellung nach Popularität, so dass die am häufigsten abgerufenen Blogposts ganz oben stehen.

    Die neue Plattform erforderte leider eine Umstellung der URL für alle Einträge. Da auf die Blogs in vielfältiger Weise von extern verlinkt wird, haben wir aber sichergestellt, dass alle alten URLs erhalten geblieben sind und mit einem 301-Redirect ihren neuen Zielort vermelden. Es kann dadurch für eine kurze Zeit zu schlechteren Rankings bei Suchmaschinen kommen, so dass die Informationen des Blogs kurzfristig nicht so wie üblich leicht gefunden werden können. Die Suchfunktion des Blogs selbst ist davon aber nicht betroffen. Wir gehen davon aus, dass die Reindizierung aller Blogs in wenigen Tagen von allen Suchmaschinen durchgeführt wird und überwachen und optimieren aktiv diesen Prozess.   

    Ich hoffe, die Änderungen und die behutsame Renovierung kommt bei allen gut an. Konstruktive Kritik, Wünsche und Lob sind über die Kommentarfunktion ausdrücklich erwünscht.

    Have fun!
    Daniel

  • GPU-powered HTML5 mit Internet Explorer 9, Chrome 7 und Firefox 4

    Nachdem wir in der letzten Woche Internet Explorer 9 als Betaversion vorgestellt haben, drehen sich viele Diskussionen in der Presse und im Netz um die Unterschiede zwischen aktuellen Browserversionen und hierbei natürlich ganz besonders um die Geschwindigkeit bei der Darstellung von HTML5-Webseiten. Microsoft setzt mit Internet Explorer 9 ganz auf den Grafikprozessor (GPU): GPU-powered HTML5 bedeutet die Nutzung moderner Grafikchips (GPU) bei der Berechnung der Darstellung von Internetseiten.

    Ted_FullGPU_1Um zu verstehen, wie die Grafikkarte bei der Darstellung helfen kann, muss man sich einmal die verschiedenen Schritte, die ein Browser zum Darstellen einer Internetseite durchführen muss, genauer anschauen. Mein Kollege Ted Johnson, Program Manager Lead for Web Graphics, erklärte in dem Artikel The Architecture of Full Hardware Acceleration of All Web Page Content auf dem englischsprachigen Internet Explorer Blog sehr ausführlich, welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gibt und wie die Architektur von Internet Explorer 9 ganz auf Geschwindigkeit ausgerichtet wurde. So beschleunigt Internet Explorer 9 alle drei Schritte vollständig, die zum Rendern einer Webseite notwendig sind:

    1. Content Rendering über Direct2D und DirectWrite
    2. Page Composition über Direct3D
    3. Desktop Composition über den Desktop Window Manager (DWM)

    Im Ergebnis fühlt sich Internet Explorer 9 schon in der Beta rasend schnell beim Seitenaufbau an. Unabhängig davon ob es sich um modernste HTML5-Webseiten handelt oder um Klassiker wie Facebook, Ebay, Heise.de oder Spiegel Online - ich habe immer das Gefühl, als wenn eine Handbremse gelöst worden wäre. IE9 beschleunigt gerade nicht nur speziell auf ihn optimierte Seiten. Je nach Struktur und Inhalt spürt man die hohe Geschwindigkeit auch auf allen bisher existierenden Webseiten.

    Aber natürlich schlafen unsere Konkurrenten Marktbegleiter ;-) nicht. Koinzidenz begründet zwar keine Korrelation und ist kein Beweis für Kausalität, aber eine Woche vor dem Veröffentlichungstermin unserer Beta stellte das Mozilla-Team Firefox 4 beta 5 vor, in dem die GPU-beschleunigte Wiedergabe standardmäßig zum ersten Mal aktiviert wurde. Google bloggte wiederum am Vortag unserer Veröffentlichung über den ersten Chrome 7 Canary build, bei dem man die Hardwarebeschleunigung durch Übergabe von Parametern manuell einschalten kann: chrome.exe --enable-webgl --enable-accelerated-compositing --enable-accelerated-2d-canvas.

    Damit stehen mittlerweile drei Browser zur Verfügung, die jeweils mit Hardwarebeschleunigung werben. Allerdings ist Hardwarebeschleunigung keine binäre Funktion wie ein Ein-/Ausschalter. Wie effizient sie ist, kommt ganz auf die gewählte Implementierung an. Ich habe daher einmal alle drei Browser verschiedene Aufgaben durchführen lassen, um die Unterschiede zwischen den neuen GPU-beschleunigtem Rendering-Techniken im Vergleich zum früheren Softwarerendering aufzuzeigen. Als Testmaschine nahm ich einen Demolaptop mit Windows 7 64-bit. Die Hardware umfasst eine Intel Core 2 Duo CPU, 8 GB RAM, NVIDIA Quadro FX 570M Grafikkarte und ein Full HD Display. Installiert wurden Internet Explorer 9 Beta, Firefox 4 beta 6 und Google Chrome 7.0.530.0 (canary build).

    Alle Browserfenster wurden einheitlich auf eine Größe von 1024x768 Pixel eingestellt. Auf den Bildern kann man sehr schön sehen, wieviel Platz davon eine Webseite tatsächlich einnehmen kann. Internet Explorer 9 bietet mit 1008x700 Pixel die größte Fläche gefolgt von Chrome mit 1008x679 und Firefox mit 1008x646.

    Zum Testen verwendete ich natürlich den als Windows 7 Beta Hintergrundbild berühmt gewordenen Betta-Fisch, der ein neues Zuhause als Javascript und HTML Canvas Demo in FishIE Tank gefunden hat. Mit Speed Reading als zweiten Test prüfe ich HTML5 Canvas und HTML5 Audio. Da ich bei der Verwendung dieser Beispiele aber schon kritisiert wurde, dass sie für Unternehmen praxisfern wären, kommt mit WebVizbench als dritter Test eine ausgewachsene HTML5-Webanwendung zum Einsatz. WebVizBench visualisiert mit Hilfe von HTML5 ohne jedes Plug-In historische Playlisten aus einer Dekade des Radiosenders KEXP.org in Seattle. Neben den komfortablen Such- und Steuerungsmöglichkeiten kann man die Anwendung gleichzeitig als HTML5-Benchmark nutzen.

    FishIE Tank

    fishie-ie9

    fishie-chrome 

    fishie-firefox

    Bei FishIE Tank erreichen alle Browser in der Standardeinstellung mit 20 Fischen mühelos eine Bildwiederholfrequenz von 60 FPS (englisch für Bilder pro Sekunde). Das ist das Maximum, was der Test erlaubt (Hintergründe dieser Begrenzung sind in Teds oben verlinktem Artikel beschrieben). Auch die Steigerung der Anzahl der Objekte ändert daran erst einmal nichts. Selbst bei 250 Objekten ist der Unterschied in der Bildwiederholfrequenz nur wenige Bilder pro Sekunde.

    Ab 500 Objekten wird jedoch die Leistungsfähigkeit des Laptops langsam erreicht. Auf meiner Demohardware gibt bei 1.000 gleichzeitigen Objekten Internet Explorer 9 Beta leicht auf 45 FPS nach, während Google Chrome mit 27 FPS und Firefox mit 11 FPS deutlich langsamer werden.

    Speed Reading

    speedreading-ie9 

    speedreading-chrome 

    speedreading-firefox

    Speed Reading stellt Text wie die Anzeigetechnik auf Flughäfen und Bahnhöfen im Webbrowser dar. Dabei werden in allen Feldern immer alle Zeichen, Zahlen und Buchstaben rotiert, bis der gewünschte Text angezeigt wird. Im unteren Bereich sieht man aktuelle Daten während des Tests. Gemessen wird in Summe die Zeit, die der Browser zum Anzeigen des gesamten Textes benötigt.

    Auch hier sind deutliche Unterschiede zu erkennen. Internet Explorer 9 Beta liegt hier mit 11s vor Google Chrome (28s) und Firefox (540s). Google Chrome fiel mir übrigens mit einer etwas unsauberen Darstellung auf – einige Zeichen wurden zwischendrin nicht ganz bis zum Ende rotiert.

    WebVizBench

    WebVizBench bietet zum Schluss den meiner Meinung nach bisher praxisrelevantesten Test. Hier kann man sehr schön sehen, was man in einer modernen Webanwendung heute realisieren kann. Die Effekte sind beeindruckend und super flüssig, wenn man sie mit modernen Browsern zu sehen bekommt. Die Auswertung gibt eine durchschnittliche Framerate an und summiert alle Teilergebnisse zu einem Gesamtpunktestand. Diesen Test habe ich in jeweils zweimal durchgeführt, um besonders die Unterschiede zwischen modernem, GPU-beschleunigtem Rendering und klassischem Softwarerendering aufzuzeigen.

    Internet Explorer 9 Beta

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    IE9 rennt auf meiner Demohardware mit 26,93 FPS allen davon und erzielt dabei 5.660 Punkte. Schaltet man die Hardwarebeschleunigung aus, merkt man den Effekt deutlich: Er fällt auf 7,29 FPS (3.120 Punkte).

    Google Chrome 7.0.530.0

    webvizbench-chrome-sw 

    webvizbench-chrome-hw

    Startet man Chrome mit den entsprechenden Parametern zum Einschalten der Hardwarebeschleunigung, rendert er auf meiner Demohardware nur 10,33 FPS und erzielt dabei 3.380 Punkte. Startet man ihn ganz normal, sieht man mit 10,14 FPS (3.180 Punkte) auch nur einen geringfügig schlechteren Unterschied. Entweder bin ich hier auf einen Bug in Chrome gestoßen oder wir sehen, wie auch mein Kollege Ted Johnson in dem oben verlinkten Artikel annimmt, wie sich die Unterschiede zwischen vollständiger und teilweiser Hardwarebeschleunigung in der Praxis auswirken.

    Firefox 4 Beta 6

    webvizbench-firefox-sw 

    webvizbench-firefox-hw

    Da Firefox keine Wiedergabe von H.264-Videos unterstützt, hatte ich mit deutlichen Vorteilen für Firefox gerechnet. Immerhin muss er im Benchmark einen wichtigen Teil nicht berechnen und sollte dadurch eigentlich einen Vorteil haben. Es kam aber ganz anders. Ich habe den Test mehrfach durchlaufen lassen und bin immer wieder auf das gleiche Ergebnis gekommen: Die bisherige Softwarerenderfunktion ist bei Firefox bisher effektiver. Während mit aktivierter Hardwarebeschleunigung lediglich 0,7 FPS und 2.710 Punkte möglich sind, erzielt Firefox nach dem Deaktivieren 1,5 FPS und 2.780 Punkte. Entweder bin ich hier ebenfalls auf einen Bug gestoßen oder der Overhead bei der teilweisen Optimierung ist möglicherweise zu groß. Joe Drew schrieb zu Mozillas Konzept im May dieses Jahres im Artikel Hardware accelerating Firefox:

    “In order to get the sort of benefit that’s possible from GPU acceleration, a lot of analysis of the document needs to be done to identify the parts that need to be separated into their own layers. Some of this is relatively easy, like background images; other parts are much harder. Also, layers is designed to accelerate only portions of the web; this means that, in the common case, we will render most of the web page using software, then do only the hardest/slowest part using the GPU directly.”

    Opera und Safari

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    webvizbench-safari-sw

    Um das Bild abzurunden, habe ich noch Opera und Safari außer der Reihe getestet. Beide verfügen (bisher?) nicht über Hardwarebeschleunigungsfunktionen und nutzen reine Softwarerenderer. Die Ergebnisse sind ebenfalls interessant: Opera erreicht 10,04 FPS und 3.670 Punkte, wobei hier ebenfalls keine H.264-Videos wiedergegeben werden, was natürlich einen Vorteil darstellt. Safari kommt auf 3,7 FPS und 2.910 Punkte.

    Fazit

    Die Implementierung von GPU-powered HTML5 ist keine einfache Aufgabe. Die drei meistverbreitesten Browser arbeiten zwar mit Hochdruck an dieser Baustelle, weisen aber derzeit deutliche Unterschiede auf. Microsoft bietet meiner Ansicht nach mit Internet Explorer 9 Beta bisher das überzeugendste Gesamtergebnis.

  • Virtual WiFi macht Windows 7 zum Access Point

    Wireless Local Area Networks (WLAN) erfreuen sich steigender Popularität. Fast jeder, den ich kenne, hat zu Hause einen WLAN-Router stehen und nutzt die Freiheit, mit dem Laptop auch auf dem Balkon im Internet surfen zu können.

    Ein WLAN kann dabei in zwei unterschiedlichen Modi betrieben werden: Mobile Geräte wie beispielsweise Notebooks können entweder direkt untereinander oder mit einem gemeinsamen Zugriffsknoten verbunden werden. Im ersten Fall spricht man von einem Adhoc-Netzwerk. Diese Variante sieht man aber recht selten, da darüber nur gemeinsam Daten ausgetauscht werden können und kein Internetzugriff hergestellt werden kann.

    Die zweite Variante mit einem gemeinsamen Zugriffsknoten nennt sich Infrastruktur-Netz. Sie wird am häufigsten in Verbindung mit einem drahtlosen Router eingesetzt, der die Verbindung zum Internet (beispielsweise über DSL) allen angeschlossen Clients gemeinsam zur Verfügung stellt.

    Bisher ist es so, dass eine drahtlose Netzwerkschnittstelle unter Windows nur in einem Modus betrieben werden kann. Entweder Adhoc- oder Infrastruktur-Netz. Weiterhin kann man mit nur einem drahtlosen Netzwerk pro WLAN-Karte zur gleichen Zeit verbunden sein. Bis Windows Vista sah die WiFi-Architektur so aus:

    Virtual-Wifi-1

    Seit 2002 arbeitete Microsoft Research unter dem Codenamen MultiNet an einer Virtualisierung der WiFi-Architektur. Die Ergebnisse wurden als Projekt VirtualWiFi der Öffentlichkeit vorgestellt und in mehreren Projekten eingesetzt:

    Entwickelt für Windows XP wurde es bisher über 100.000 mal heruntergeladen und an mehr als 400 Universitäten als Bestandteil des Mesh Academic Resource Toolkits weltweit verteilt.

    VirtualWiFi abstrahiert eine WLAN-Karte, so dass sie als virtueller Netzwerkadapter mehrfach im System erscheint. Jede virtuelle Karte kann dann vom Anwender separat konfiguriert werden und erlaubt damit die Verbindung zu unterschiedlichen drahtlosen Netzwerken zur gleichen Zeit über nur einen physikalischen Netzwerkadapter.

    Wofür kann man das nun gebrauchen? Zum Beispiel kann man gleichzeitig mehrere Rechner drahtlos vernetzen, um darüber spielen zu können und gleichzeitig einen der Rechner mit einem (kostenpflichtigen) Hotspot verbinden, über den dann alle Clients sich den Zugang teilen. Ein anderes Beispiel ist die Heimvernetzung, wenn das Funksignal des WiFi Access Points nicht bis in alle Ecken des Hauses reicht. Mit VirtualWiFi kann ein Computer nun gleichzeitig auch als Repeater arbeiten und die Funkabdeckung erhöhen.

    In Windows 7 griff Microsoft diese Technologie auf und baute sie direkt in das Betriebssystem ein. Im ersten Schritt wurde dafür die generelle WiFi-Architektur verändert, um die Virtual WiFi Infrastruktur zu integrieren:

    Virtual-Wifi-2

    Im nächsten Schritt kamen dann alle notwendigen Funktionen hinzu, um einen Software Access Point (SoftAP) abbilden zu können. Den größten Teil deckt dabei Microsoft ab. Die Hersteller müssen lediglich in ihren Netzwerktreibern SoftAP unterstützen. Zur weitreichenden Untertützung der neuen Technologie wurde die Unterstützung von SoftAP als Bedingung für die Erfüllung des Windows 7 Logotests für die Treiber drahtloser Netzwerkkarten gemacht:

    Virtual-Wifi-3

    In Windows 7 kann Virtual WiFi eine physikalische WLAN-Karte um eine zweite virtuelle Karte erweitern. Wir nennen das neue Feature Wireless Hosted Network – auf Deutsch gehostetes Netzwerk. In der MSDN finden Hersteller eine Dokumentation zur Implementierung von Virtual WiFi in einen 802.11 Miniport-Treiber:

    Die grundlegende Einrichtung, das Netzwerk und der Betrieb werden dabei über die folgende Funktionen gesteuert:

    Für Anwender sind diese Funktionen in Kommandos der Netshell eingeflossen. netsh wlan /? zeigt die grundlegende Bedienung:

    • netsh wlan start hostednetwork
      Startet das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan stop hostednetwork
      Stoppt das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan set hostednetwork [mode=]allowed|disallowed
      Aktiviert oder Deaktiviert das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan set hostednetwork [ssid=]<ssid> [key=]<passphrase> [keyUsage=]persistent|temporary
      Konfiguriert die Einstellungen für das gehostete Netzwerk. Es wird immer WPA2-PSK mit AES zur Verschlüsselung genutzt.
    • netsh wlan refresh hostednetwork [data=] key
      Aktualisiert den Schlüssel für das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan show hostednetwork [[setting=]security]
      Zeigt Informationen über das gehostete Netzwerk an.
    • netsh wlan show settings
      Zeigt die globalen WLAN-Netzwerkeinstellungen an.

    Wie verhält sich das nun in der Praxis? Man benötigt als erstes eine unterstützte Netzwerkkarte. Die mit Windows 7 ausgelieferten WLAN-Treiber unterstützen für fast alle Karten das gehostete Netzwerk. Ich habe es mit Karten von Atheros und Broadcom selbst getestet. Lediglich der Treiber von Intel beherrscht die notwendigen Erweiterungen bisher nicht. Es wird aber von Intel einen aktualisierten Treiber geben, den wir über Windows Update zur Verfügung stellen werden.

    Als nächstes öffnet man eine Eingabeaufforderung als Administrator und gibt folgendes in einer Zeile ein:

    netsh wlan set hostednetwork mode=allow ssid="Virtual WiFi" key="mh29-dyi9-txwt" keyUsage=persistent

    Die SSID und den Key passt man natürlich an die eigenen Wünsche an. Wenn man alles richtig eingegeben hat, bekommt man als Antwort:

    1. Der Modus für das gehostete Netzwerk ist so festgelegt, dass das gehostete Netzwerk zugelassen wird.
    2. Die SSID des gehosteten Netzwerks wurde erfolgreich geändert.
    3. Die Benutzerschlüsselpassphrase des gehosteten Netzwerks wurde erfolgreich geändert.

    Im Gerätemanager erscheint dann eine neue Netzwerkkarte:

    Virtual-WiFi-4

    Sie taucht als Drahtlosnetzwerkverbindung 2 im System auf:

    Virtual-WiFi-5

    Mit netsh wlan start hostednetwork startet man dann das gehostete Netzwerk. Windows 7 wird auf dem Host den neuen Adapter automatisch mit dem neuen Netzwerk verbinden…

    Virtual-WiFi-7

    …und den Anwender fragen, wie er das Netzwerk einstufen möchte. Ich habe im obigen Beispiel “Arbeitsplatznetzwerk” gewählt. Die Standardeinstellung lautet “Öffentliches Netzwerk”:

    Virtual-WiFi-6

    Informationen über den derzeitigen Status erhält man mit netsh wlan show hostednetwork:

    Einstellungen für das gehostete Netzwerk
    -----------------------
        Modus                   : Zugelassen
        SSID-Name              : "Virtual WiFi"
        Maximale Clientanzahl  : 100
        Authentifizierung         : WPA2-Personal
        Verschlüsselung                 : CCMP

    Status des gehosteten Netzwerks
    ---------------------
        Status                 : Gestartet
        BSSID                  : 00:21:00:ed:cb:7b
        Funktyp             : 802.11g
        Kanal                : 1
        Anzahl Clients      : 0

    Man sieht, dass das Netzwerk betriebsbereit ist und sich noch kein Client verbunden hat. Wenn man nun auf einem anderen Client das Netzwerkicon in der Taskleiste rechts unten klickt, erscheint das neue Netzwerk als ganz normales drahtloses Netzwerk und kann entsprechend verbunden werden:

    Virtual-WiFi-8

    Wenn man nun zum Beispiel sich in einen Hotspot eingebucht hat, kann man mit Hilfe des gehosteten Netzwerks ein zweites WLAN eröffnen, das nur für einen selbst zur Verfügung steht. Hier kann man dann weitere Laptops, Spielekonsolen, Musikplayer mit drahtlosem Internetzugang, Smartphones, etc. einbinden und die Internetverbindung über den Hotspot teilen. Mir erspart das zukünftig das Mitschleppen von einem WLAN-Router, wenn ich mal wieder unterwegs bin.

    Damit Mitglieder des gehosteten Netzwerks den Internetzugang gemeinsam nutzen können, muss lediglich in den Eigenschaften der Drahtlosnetzwerkverbindung, die mit dem Hotspot verbunden ist, die gemeinsame Nutzung der Internetverbindung aktiviert und die Drahtlosnetzwerkverbindung 2 als Heimnetzwerkverbindung festgelegt werden:

    Virtual-WiFi-10

    Man könnte darüber natürlich auch andere Arten von Internetzugängen drahtlos teilen. Das können drahtgebundene Zugänge über ein Ethernetkabel, als auch drahtlose Zugänge über UMTS sein, wenn sich die UMTS-Karte als Wählverbindung im System einrichten lässt. Windows 7 agiert dann wie ein Gateway zwischen den Netzen. Das gehostete Netzwerk wird dabei mittels NAT gegenüber Zugriffen aus dem äußeren Netz abgeschottet. Ein DHCP-Server wird durch die Konfiguration der gemeinsamen Nutzung der Internetverbindung automatisch gestartet und vergibt an die Clients IP-Adressen aus einem vordefinierten Segment.

    Zum Anhalten des gehosteten Netzwerks gibt man netsh wlan stop hostednetwork ein. Das gehostete Netzwerk wird dann beendet.

  • Microsoft Security Essentials ist fertig!

    Microsoft Security Essentials

    Da Sicherheitsbedrohungen für heutige PCs immer weiter zunehmen, arbeitet Microsoft aktiv daran, PC-Anwender zu schützen, um ihnen eine sichere und produktive Windows-Umgebung bereitstellen zu können. Zusätzlich zu den Vorteilen der Sicherheitsfunktionen, die für die eigenen Produkte entwickelt und in diese integriert wurden, empfiehlt Microsoft Endkunden einen Echtzeit-Anti-Malware-Schutz, um ihre PCs vor neuen und zukünftigen Bedrohungen zu schützen.

    Es stehen heute viele qualitativ hochwertige Sicherheitsprodukte zur Auswahl (sowohl kostenfrei, als auch im Abonnement); dennoch halten Kosten- und Leistungsgründe viele Anwender davon ab, eine aktuelle Sicherheitssoftware zum Schutz ihrer PCs zu verwenden.

    Um der Nachfrage von Kunden nach einem qualitativ hochwertigen Anti-Malware-Schutz zu genügen, der einfach erhältlich ist und die Systemleistung nicht ausbremst, stellen wir Microsoft Security Essentials vor – eine kostenlose Anti-Malware-Lösung, welche den Kunden einen qualitativ hochwertigen Schutz unter anderem vor Viren, Spyware, Rootkits und Trojanern bietet.

    Microsoft Security Essentials ist für Anwender einer Original-Version von Windows verfügbar und so entwickelt, dass es den gängigen Anforderungen von Kunden nach einem Sicherheitsprodukt mit folgenden Eigenschaften genügt:

    • Hochwertiger Schutz
    • Einfach zu benutzen
    • Unauffällige Leistungsanforderungen

    Da Microsoft Security Essentials direkt von Microsoft kommt, können Anwender sicher sein, dass es sich um eine rechtmäßige, nicht fehlerhafte Sicherheits-Software handelt, die wiederum bewirken könnte, dass ein PC mit Malware infiziert wird. Laut dem aktuellen Security Intelligence Report Version 6 (SIR v6) befindet sich diese, so genannte Rogue-Software, weltweit auf dem Vormarsch.

    Geografische Verbreitung von Malware, Juli - Dezember 2008

    Hochwertiger Anti-Malware-Schutz

    Mit immer häufiger auftretenden und schwerwiegenderen Malware-Angriffen sowie der Zunahme fehlerhafter Sicherheitssoftware wird ein hochwertiger Anti-Malware-Schutz von einer vertrauenswürdigen Quelle zum Muss für PC-Anwender von heute. Mit Microsoft Security Essentials können Endkunden sicher sein, dass ihre PCs vor Viren, Spyware und anderer schädlicher Software geschützt sind. Diesen Schutz liefert dieselbe Kerntechnologie, die die Basis für andere weltweit anerkannte Sicherheitsprodukte – wie zum Beispiel Forefront - von Microsoft ist und die von Microsofts professionellem Sicherheits-Reaktionscenter gestützt wird.

    Sicherheitsfunktionen in Microsoft Security Essentials umfassen:

    • Echtzeit-Schutz. Microsoft Security Essentials verwendet einen Echtzeit-Schutz, um Bedrohungen abzuwehren, bevor diese zu einem Problem werden können.
    • Dynamischer Signatur-Service. Zusätzlich zu den Vorteilen eines täglichen Signatur-Downloads bietet Microsoft Security Essentials die Fähigkeit, verdächtige Dateien mit neu identifizierter Malware nahezu in Echtzeit über den dynamischen Signatur-Service abzugleichen. Aktionen unbekannter Quellen, beispielsweise unerwartete Netzwerkverbindungen, die privilegierte Teile des Systems modifizieren oder bösartige Inhalte downloaden könnten, lösen eine Anfrage für ein Update über den dynamische Signatur-Service aus.
    • Rootkit-Schutz. Microsoft Security Essentials umfasst eine Reihe von neuen und verbesserten Technolgien, um eine zusätzliche Verteidigunglinie gegen Rootkits und andere aggressive Bedrohungen zu liefern. Diese Technologien umfassen eine Live-Überwachung des Kernel-Verhaltens, um die Integrität der Kernelstruktur zu gewährleisten, Unterstützung von direkter Datei-System-Syntaxanalyse, um im Dateisystem versteckte schädliche Programme und Dateien ausfindig zu machen und zu entfernen. Hinzu kommt eine verbesserte Live-Entfernung von Rootkits, die dynamisch einen neuen Kernel-Mode-Treiber als Teil des Reinigungsprozesses lädt, so dass auch weiterentwickeltere Rootkits erfolgreich entfernt werden können.

    Einfach herunterladen, einfach verwenden

    Während es heute bereits zahlreiche Sicherheitslösungen im Markt gibt, ist das Modell eines bezahlten Abonnements für die Sicherheit von Verbrauchern nicht in Einklang mit ihren Anforderungen zu bringen. Dazu gehören insbesondere Anwender in sich entwickelnden Märkten, wo Kosten, eingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten (beispielsweise per Kreditkarte) und Hardwarebeschränkungen den Einsatz einer umfassenden Sicherheitslösung oftmals verhindern. Um den Forderungen nach einem hochwertigen Schutz ohne den Umstand jährlicher Abonnementerneuerungen oder Kosten und Zahlungsbarrieren nachzukommen, macht Microsoft Microsoft Security Essentials verfügbar. Damit hat auch der Verbraucher die Möglichkeit, mit den neuesten technischen Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit auf dem Laufenden zu bleiben:

    • Kostenfrei erhältlich. Weil Microsoft Security Essentials kostenlos verfügbar ist, sind weder ein langwieriger Registrierungsprozess noch die Übermittlung von Rechnungsdaten erforderlich.
    • Direkter Download. Microsoft Security Essentials ist einfach online direkt bei Microsoft erhältlich. Kunden können so sicher sein, dass sie einen hochwertigen Anti-Malware-Schutz aus einer vertrauenswürdigen Quelle erhalten.
    • Keine Registrierung, Testversion oder Erneuerungen notwendig. Endkunden können durch Testversionen und jährliche Erneuerungen verwirrt sein: In vielen Fällen glauben sie, dass sie über einen aktuellen Anti-Viren-Schutz verfügen, haben aber in Wirklichkeit keinen. Mit Microsoft Security Essentials können Kunden die Software einfach herunterladen, ohne einen komplizierten Registrierungsprozess, und bleiben auch ohne umständliche jährliche Erneuerungen stets geschützt.
    • Immer auf dem aktuellen Stand. Microsoft Security Essentials wird automatisch aktualisiert, um sicherzustellen, dass Signaturen, die Anti-Malware-Enginge und die Anwendungen immer auf dem neuesten Stand sind. Neue Malware-Signaturen werden täglich heruntergeladen und neue Signaturen nahezu in Echtzeit über den dynamischen Signatur-Service verteilt, sobald ein verdächtiges Verhalten bemerkt wird.
    • Ein-Klick-Lösung. Es gibt keine Unsicherheit mehr, ob ein PC eventuell durch zusätzlichen Benutzereingriff geschützt werden muss. Wenn ein Problem die Aufmerksamkeit des Benutzers erfordert, erscheint eine Handlungsaufforderung mit einer entsprechende Schaltfläche und einer vorgeschlagenen Aktion – Anwender können so das Problem einfach mit einem Klick lösen.

    Schutz im Hintergrund

    Microsoft Security Essentials ist so entwickelt, dass es unauffällig und effizient im Hintergrund läuft. Anwender können daher ihren PC mit Windows weiterhin so nutzen, wie sie möchten – ohne sich Gedanken um Unterbrechungen, Pop-up-Fenster oder eine eingeschränkte Systemleistung machen zu müssen. Um PCs ohne Überlastung der Systemressourcen zu schützen, bietet Microsoft Security Essentials folgende Vorteile:

    • Schlankes Design. Weil sich Microsoft Security Essentials auf den Anti-Malware-Kern fokussiert, benötigt es nicht den großen Umfang von gängigen Sicherheitspaketen und verfügt daher über eine kleinere Download-Größe.
    • CPU-Throttling. CPU-Throttling stellt sicher, dass das System des Anwenders schnell auf typische Anwenderaktionen reagieren kann. Dazu gehören Aktionen wie Öffnen von Dateien oder Browserfenstern, Starten von Programmen, Bearbeiten von Dokumenten, Speichern von Dateien etc.
    • Scannen in Leerlaufzeiten. Scans und Updates laufen dann, wenn sich der PC im Leerlauf befindet und als Thread mit geringer Priorität.
    • Cleveres Cachen und aktiver Speicheraustausch. Signaturen, die nicht genutzt werden, nehmen keinen Platz im verfügbaren Speicher ein. Damit ist Microsoft Security Essentials auch sehr gut für ältere PCs und aktuelle Geräte mit geringerer Hardwareausstattung geeignet.

    Microsoft Security Essentials Systemanforderungen

    • Betriebssystem (32bit & 64bit)
      • Windows XP SP2
      • Windows XP SP3
      • Windows Vista
      • Windows 7
    • Windows XP:
      • Prozessor mit einer Taktrate von 500 MHz oder mehr
      • 256 MB Arbeitsspeicher oder mehr
    • Windows Vista und Windows 7:
      • Prozessor mit einer Taktrate von 1,0 GHz oder mehr
      • 1 GB Arbeitsspeicher oder mehr
    • Grafikkarte/Monitor: 800x600 oder höher
    • Festplattenspeicher: 140 MB verfügbaren Festplattenspeicher
    • Eine Internetverbindung wird für die Installation sowie das Herunterladen der aktuellen Viren- und Spyware-Definitionen von Microsoft Security Essentials benötigt.
  • Windows 7 Upgrade Teil 3

    Da die Fragen nicht mehr abreißen fasse ich nochmal die wichtigsten tecnischen Punkte für ein In-Place-Upgrade zusammen.

    Nicht supportete Szenarien

    Nicht unterstützt werden In-Place-Upgrades auf Windows 7 von einem der folgenden Betriebssysteme

    • Windows 95
    • Windows 98
    • Windows Millennium Edition
    • Windows XP
    • Windows Vista® RTM
    • Windows Vista Starter
    • Windows 7 M3
    • Windows 7 Beta
    • Windows 7 RC
    • Windows 7 IDS
    • Windows NT® Server 4.0
    • Windows 2000 Server
    • Windows Server® 2003
    • Windows Server 2008
    • Windows Server 2008 R2

    Nicht unterstützt werden weiterhin:

    • Cross-Architektur In-Place Upgrades (z.B. x86 nach x64).
    • Cross-Language In-Place Upgrades (z.B. von en-us nach de-de).
    • Cross-SKU Upgrades (z.B. Windows 7 N nach Windows 7 K).
    • Upgrades von Windows Vista nach Windows 7 N, Windows 7 K oder Windows 7 KN.
    • Cross-Build In-Place Upgrades (z.B. fre nach chk).
    • Pre-release In-Place Upgrades über Milestones hinweg
      (z.B. Windows 7 RC nach Windows 7 RTM).

    Unterstützte Upgradeszenarien

    Von Windows Vista (SP1, SP2) Upgrade nach Windows 7
    Business Professional, Enterprise, Ultimate
    Enterprise Enterprise
    Home Basic Home Basic, Home Premium, Ultimate
    Home Premium Home Premium, Ultimate
    Ultimate Ultimate

     

    Von Windows 7 Upgrade nach Windows 7
    Enterprise Enterprise
    Home Basic Home Basic
    Home Premium Home Premium
    Professional Professional
    Starter (x86 only) Starter (x86)
    Ultimate Ultimate

     

    From Windows 7 Anytime Upgrade to Windows 7
    Home Basic Home Premium, Professional, Ultimate
    Home Premium Professional, Ultimate
    Professional Ultimate
    Starter Home Premium, Professional, Ultimate

    Quelle: Windows 7 Upgrade Paths

    Von Windows XP kann man übrigens auf Windows Vista In-Place upgraden und nach Installation des Service Packs auf Windows 7 ebenfalls In-Place upgraden. Technisch gesehen geht das aber YMMV (“Your mileage may vary”). Hier kommt es ganz darauf an, ob die bisher bei Windows XP installierte Soft- und Hardware auch unter Windows 7 reibungsfrei funktioniert.

  • Windows 7 Joint Launch Roadshow

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    Die Produkteinführung von Windows 7, Windows Server 2008 R2 und Exchange Server 2010 wirft ihre Schatten voraus. Viele haben mich über mein Blog schon gefragt. Seit heute kann ich auch die Antwort geben.

    Unter dem Motto “Effizienz neu definiert” wird Microsoft im Zuge einer Roadshow für Unternehmen in fünf deutschen Städten die neuen Produkte vorstellen.

    Als besonderes Highlight präsentiert Steve Ballmer, CEO der Microsoft Corporation, in München persönlich die neue Generation der Microsoft-Produkte. Neben den Keynotes wird es eine Vielzahl an technischen Breakout-Sessions in drei parallelen Vortragsreihen, Live-Demos und Expertenrunden geben.

    Im Fokus stehen dabei:

    button_zur_agenda

    Wer sich sein Ticket für die Veranstaltung in München bis zum 31. August 2009 reserviert, kann von dem Vorteilspreis in Höhe von 159 Euro (zzgl. Mwst.) statt regulär 209 Euro (zzgl. Mwst.) profitieren. Der ermäßigte Preis für alle weiteren Veranstaltungen gilt für Frühbucher bis 12. Oktober 2009.

    button_zur_anmeldung

    Weitere Eventtermine

    Teilnehmerspecial

    Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erhalten Sie eine Windows 7 Ultimate als Software sowie einen Rabatt von 40 Prozent auf ein TechNet Plus-Abonnement. Das im Eintrittspreis enthaltene Softwarepaket darf nur angenommen werden, wenn dies mit den internen Richtlinien Ihres Arbeitgebers konform ist. Die Software steht Ihrem Arbeitgeber und nicht Ihnen als Privatperson zu.

  • Windows 7 in Europa doch mit Internet Explorer 8?

    Microsoft bestätigte heute eine Information der Europäischen Kommission, nach der Anwender in Europa zukünftig leichter einen Webbrowser auswählen und installieren können. Zur Erfüllung der Anforderungen im laufenden Kartellverfahren wegen der Integration von Internet Explorer 8 mit Windows 7 änderten wir zuerst Windows 7 während der Entwicklung, so dass Anwender Internet Explorer 8 aus Windows entfernen können. Dazu wurde Internet Explorer in Windows 7 zu einem Windows Feature, welches Benutzer an- und abschalten können.

    Da diese Lösung die Bedenken der EU-Kommission nicht ausräumen konnte, entschied sich Microsoft später, in der europäischen Version von Windows 7 Internet Explorer 8 zu entfernen. Dadurch sollte jeder Anwender die freie Wahl bekommen, welchen Browser er installieren möchte.

    Da auch diese Entscheidung keine Zustimmung fand, wollen wir zukünftig Anwender mit dem Einblenden eines 'ballot screens' auf die Möglichkeit der Installation von alternativen Webbrowsern hinzuweisen. Wir warten jetzt eine Antwort der EU-Kommission ab, ob diese Entscheidung zum Lösen der ausstehenden Fragen bezüglich des laufenden Kartellverfahrens ausreicht.

    Weitere Informationen und die Vorschläge im Detail wurden auf der Microsoft PressPass Website unter Microsoft Proposal to European Commission veröffentlicht.

    Update am 25.07.2009

    Georg hat auf windowsblog.at die Eckpunkte übersetzt:

    • Auswahlbildschirm, mit dem der Anwender einen oder mehrere Lieblingsbrowser auswählen kann.
    • Die Links verweisen auf den Installer des Browsers auf der jeweilige Herstellerseite.
    • Der Internet Explorer kann deaktiviert werden (die APIs/Systemdateien bleiben erhalten).
    • Microsoft wird keine “Installiere den Super-IE jetzt” Links in Anwendungen platzieren und auch keine Icons,… ebenso wird kein Microsoft Browser über Windows Update angeboten, wenn der IE deaktiviert ist (davon ausgenommen sind APIs und Systemdateien).
    • Der Auswahlbildschirm kommt auch für XP und Vista über Windows Update, das heißt auch bestehende Benutzer sehen den Auswahlschirm (sofern sie das Update einspielen,…). Windows 7 wird den Auswahlschirm bereits integriert haben, so sich das zeitlich noch für GA ausgeht, sonst auch über Update. Firmen haben wie üblich die Möglichkeit, dieses Update zu blocken.
    • Das Auswahlbildschirm-Update über Windows Update hat den selben Wichtigkeitslevel wie der IE für das jeweilige Betriebssystem. Also “Important” für Vista/W7 und “High Priority” für XP.
    • Die Reihung der Browser erfolgt nach dem Marktanteil. Die Liste erfolgt horizontal, um hier keinen Browser (weil er “oben” steht) wichtiger zu machen. Die Top 5 sollen auch bei kleiner Auflösung voll sichtbar sein.
    • Maximal 10 Browser.
    • Mindestens 0.5% Marktanteil in Europa um in die Liste zu kommen.
    • Für die Messung des Marktanteils müssen sich die Kommission und Microsoft noch einigen.
    • Nur ein Browser pro Hersteller. Des weiteren keine weiteren IE-basierten Browser (glaube Maxthon z.B. so einer).
  • Windows XP Mode mit Windows 7

    Gastbeitrag von Ralf Schnell, Technical Evangelist in der Developer Platform & Strategy Group und zuständig für Windows Server 2008, ITIL und das Microsoft Operations Framework.

    Sehr häufig wurde ich seit der Veröffentlichung des Release-Kandidaten von Windows 7 gefragt, ob der neue Windows XP-Modus bereits verfügbar sei. Ja, ist er! Sie finden alle Downloads und die Dokumentation dazu auf der Windows Virtual PC-Seite.

    Zunächst wählen Sie Ihre Windows 7-Version (x86 oder x64) und -Sprache aus und laden dann zwei Pakete herunter: Die Beta-Version von Windows Virtual PC und die Beta-Version des Windows XP-Modus. In dieser Reihenfolgen müssen die Pakete auch installiert werden; nach der ersten Installation ist zusätzlich ein Neustart notwendig. Achtung: Für eine erfolgreiche Installation von Windows Virtual PC muss das PC-BIOS Hardware-Virtualisierung unterstützen (z.B. Intel-VT, AMD-V)!

    Beim erstmaligen Start des Windows XP-Modus wird die virtuelle XP-Maschine konfiguriert. Zunächst müssen Sie dem Lizenzvertrag zustimmen, danach können Sie das Paßwort für den Benutzer ‘User’ in der XP-Installation festlegen:

    image

    Nun kommt noch die Abfrage zur Aktivierung von automatischen Updates, und das war’s dann auch schon. Wohlgemerkt: das sind alles Einstellungen für die virtuelle XP-Maschine, nicht für den Windows 7-Host!

    Jetzt wird Virtual XP gestartet, was beim ersten Mal ein paar Minuten dauert, da im Hintergrund noch die XP Konfiguration fertiggestellt werden muß:

    image

    Danach hat man zunächst mal ein virtualisiertes Windows XP, wie man es z.B. von Virtual PC her gewohnt ist:

    image

    Dass man in diesem Fenster die Warnung bezüglich der nicht installierten Antivirus-Applikation sieht, weißt nochmal darauf hin, dass hier wirklich ein zusätzliches Betriebssystem läuft. Firewall und Antivirus-Applikation des Windows 7-Host sind für das virtualisierte Windows XP nicht wirksam!

    Einstellungen für die Virtuelle Maschine kann man im Menü unter ‘Extras’ - ‘Einstellungen’ vornehmen. Auch dieser Dialog ist aus Virtual PC bekannt. Unter ‘Netzwerk’ kann man hier auch eine der Host-NICs auswählen und so auf ein externes Netzwerk zugreifen. Die Einstellungen sind übrigens auch direkt im Ordner ‘Virtuelle Computer’ (im Benutzer-Profil) verfügbar, und zwar mit einem Rechts-Klick auf die entsprechende Virtuelle Maschine.

    image

    Besonders interessant dürfte für viele der Menüpunkt ‘USB’ sein. Die dort aufgeführten Geräte sind innerhalb der Virtuellen Maschine verfügbar, sobald man auf ‘Anfügen’ klickt. Es können z.B. Webcams, USB-Laufwerke, MP3-Player, Drucker, Smartphones und PDAs umgeleitet werden. Drucken können Sie natürlich auch auf einen Netzwerk-Drucker.

    image

    Applikationen, die man im Virtual Windows XP-Modus benutzen möchte, installiert man innerhalb der Virtuellen Maschine. Die startet man z.B. direkt aus dem Start-Menü – ‘Windows Virtual PC’ - #Virtual Windows XP’. Hat man bei der Erst-Konfiguration das Speicher des Passworts angegeben, wird die Anmeldung in der Virtuellen Maschine automatisch durchgeführt.

    Jetzt installiert man entweder vom Netzwerk, von einer ISO-Datei oder vom Host-CD/DVD-Laufwerk (letztere kann man in den Einstellungen der Virtuellen Maschine im Punkt ‘DVD-Laufwerk’ verbinden). Die Applikationen tauchen dann automatisch im Start-Menü des Windows 7-Host auf (Start-Menü – ‘Windows Virtual PC’ – Virtual Windows XP-Anwendungen’).

    Vorinstalliert ist hier als Beispielanwendung der ‘Windows Katalog’. Startet man die Applikation, so erscheint auf dem Windows 7-Desktop ein Internet Explorer 6-Fenster mit der entsprechenden Seite. Von der im Hintergrund laufenden Virtuellen Maschine ist für den Benutzer dann nichts mehr zu sehen:

    image

    Mit freundlichen Grüßen!
    Ralf M. Schnell

  • Windows 7 Upgrade Teil 1

    Nachdem ich im Urlaub vom Systemadministrator eine Warnmeldung bekommen habe, dass mein Postfach vollzulaufen droht, habe ich mal den Emailordner gesichtet, der die Bloganfragen und Kommentare enthält. Neben der Frage, wann Windows 7 in MSDN AA enthalten sein wird, stellen viele Fragen zum Windows 7 Upgrade. Ich schreibe dazu gerade einen Artikel, der aber noch ein wenig Überarbeitung benötigt. Daher teile ich die Infos einfach in zwei Teile und veröffentliche den ersten Teil jetzt.

    Folgende Frage wird mir immer wieder gestellt:

    Ist es möglich innerhalb von Windows 7 ein Upgrade auf eine höhere Version durchzuführen?

    Als Hintergrundinformation habe ich bekommen:

    Konkret geht es darum, dass ich über mein MSDN-Abo Windows 7 Professional erhalte. Im Oktober würde ich mir aber Windows 7 Ultimate kaufen und würde dann gerne einfach nur durch Eingabe des neuen Lizenzschlüssels die Windows 7 Ultimate Edition freischalten. Ist das so möglich oder ist eine (komplette) Neuinstallation erforderlich?

    Windows 7 läßt sich, genauso wie Windows Vista, von Versionen mit geringerem Funktionsumfang (z.B. Home Premium) auf eine Version mit höherem Funktionsumfang durch Eingabe eines entsprechenden Produktschlüssels umstellen. Einzige Ausnahme: Man kann keine Ultimate zur Enterprise-Version umstellen.

    Bei Windows 7 geht das sogar noch einfacher als bei Windows Vista. Es reicht die Eingabe des Produktschlüssels und ein nachfolgender Reboot. Ein Datenträger wird nicht mehr benötigt, da die notwendigen Bits schon mit der Installation einer beliebigen Windows 7-Version auf der Festplatte sind. Jede Version mit höherem Funktionsumfang enthält alles, was eine Version mit niedrigerem Funktionsumfang schon beinhaltet. Das Prinzip ist mit den russischen Matroschkas vergleichbar. So ist zum Beispiel in der Professional-Version auch das Media Center enthalten.

    In Teil 2 beschreibe ich dann eine Upgrade-Matrix, um die verschiedenen Wege des technischen Upgrades aufzuzeigen.

    Have fun!
    Daniel

  • UMTS unter Windows 7 auf dem Sony VAIO P

    Zur Einrichtung der UMTS-Karte im Sony VAIO P braucht man ein paar Hintergrundinformationen. Die Installationsreihenfolge ist dabei extrem wichtig. Man braucht vor allem den Sony Firmware Extension Parser, damit man mit den Network Tools das UMTS-Interface einschalten kann:

    1. Sony Shared Library 5.3 – Download
    2. VAIO Setting Utility Series 4.3 – Download
    3. VAIO Control Center 3.3 – Download
    4. VAIO Event Service 4.3 – Download
    5. Sony Firmware Extension Parser 8.0 – Download
    6. VAIO Power Management 3.3 – Download
    7. VAIO Smart Network 2.3 - Download

    Möglicherweise finden sich auf den Sony VAIO-Supportseiten auch aktuellere Treiber und Software. Bei meinem VAIO P haben obige Treiber auf jeden Fall genau so funktioniert. Die richtige Installationsreihenfolge ist folgende:

    1. Sony Shared Library
    2. Setting Utility Series
    3. VAIO Control Center
    4. VAIO Event Service
    5. Firmware Extension Parser (manuelles Updaten des unbekanten Geräts im Gerätemanager)
    6. VAIO Power Management
    7. VAIO Smart Network

    Die restlichen Treiber für die eingebaute Hardeware bekommt man über Windows Update. Danach kann man das UMTS- und/oder GPS-Interface im VAIO Setting Utility aktivieren. Wichtig: Während andere VAIO-Modelle eine Gobi-Karte einsetzen, ist die UMTS-Karte in der P-Serie von Option.  Man braucht daher die IMEI, die sich als Aufkleber unter dem Akku befindet und kann dann die Globetrotter Treiber und den Connection Manager herunterladen und einrichten.

    Beim Connection Manager MSI-Setup hatte ich noch eine Eigenart bemerkt: Ich musste die UAC komplett ausschalten, rebooten und erst dann ging der Installer. Nach der Installation sollte man UAC dann wieder einschalten.

    Mein Dank für die Hilfe bei der Einrichtung geht an Georg Binder, Martin Spona, drsky und G.Incog.

    Ich habe übrigens die Festplatte noch durch eine PHOTOFAST G-Monster V2-1,8“32GB ZIF2 ersetzt. Jetzt rennt das Vaio förmlich :-)Geholfen dabei haben folgende Artikel:

    und folgende Bilder, wo man sehen kann, welche Schrauben zu lösen sind, damit man an die Festplatte herankommt:

  • Wer trinkt schon fast 10 Jahre alte Milch?

    Obwohl der Marktanteil von Internet Explorer 6 (IE6) stetig sinkt, bewegen sich heutzutage immer noch zu viele Anwender mit der veralteten Version des Internet Explorers im Netz. Oftmals sind sie sich der zusätzlichen Gefahr, der sie sich dadurch aussetzen, nicht bewusst. Unsere australischen Kollegen hatten in diesem Jahr eine geniale Werbekampagne gestartet, die Nutzer des veralteten Internet Explorer 6 zum Umstieg auf Internet Explorer 8 bewegen sollte. Das Motto lautete: Sie trinken keine neun Jahre alte Milch, warum also einen neun Jahre alten Browser nutzen?

    IE8-Milk

    Internet Explorer 6 ist rund 10 Jahre alt, was in der IT-Brache mehr als eine Ewigkeit darstellt. Ihm folgten bereits die Versionen Internet Explorer 7 (IE7) und Internet Explorer 8 (IE8, ist derzeit die aktuelle finale Version für den Produktiv- und Heimeinsatz). Derzeit ist sogar deren Nachfolger, der Internet Explorer 9 (IE9) in der Beta-Phase.

    Microsoft ermutigt alle Anwender von IE6 und IE7 insbesondere auf Grund der Sicherheit und Standardkonformität, auf eine aktuelle Version des Internet Explorers zu aktualisieren. Internet Explorer 8 enthält modernste Sicherheitstechnologien, stellt aktuelle, moderne Webseiten korrekt und besser dar als IE6 oder IE7 und bietet ein deutlich höheres Schutzniveau als alle vorangegangenen Versionen.

    Um eine möglichst breite Unterstützung bei der Ansprache von Anwendern der alten Browserversionen zu erreiche, unterstützt Microsoft Webseitenbetreiber mit einem Detection Script, so dass diese auf einfache Art und Weise ihre eigenen Besucher darauf aufmerksam machen können, wenn sie noch die veralteten Browserversionen IE6 oder IE7 einsetzen.

    Das Microsoft Developer Network (MSDN) entwickelte ein Script, das der eine oder andere in den letzten Wochen vielleicht hier auf diesem Blog schon im Einsatz gesehen hat. Es gibt Webseitenbetreibern eine einfache, schnell umsetzbare und gezielte Möglichkeit, Besucher auf die Nutzung veralteter Internet Explorer-Versionen hinzuweisen. Das Script erkennt und unterscheidet die unterschiedlichen Internet Explorer-Versionen nicht wie eine klassische Browserweiche anhand des User Agent Strings, sondern ermittelt, die Versionsnummer aufgrund der Funktionsunterschiede der jeweiligen JavaScript-Engines (Nutzer von Browsern anderer Hersteller werden von dem Script nicht berührt).

    Erkennt das Script eine veraltete Internet Explorer-Version, erzeugt es eine Hinweis-Meldung, die ausschließlich Internet Explorer-Benutzern angezeigt wird. Die Einblendungsfrequenz wird dabei über einen Cookie zeitlich gesteuert, so dass der Hinweis nur einmal pro definierten Zeitraum dargestellt wird. Die Einbindung dieses Scripts in die eigene Webseite kann sehr einfach innerhalb weniger Sekunden umgesetzt werden.
    Das Script ist zur Zeit schon auf verschiedenen Blogs und Webseiten aktiv.

    Details zur Implementierung, die Bedingungen für den Einsatz und natürlich das Script selbst sind auf dem Blog meines Kollegens Kay Giza in dem Blogartikel IE6 und IE7 Detection Script zur Einbindung auf der eigenen Webseite zu finden. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Webseiten-Betreiber und Blogger das Script in ihren Webauftritt integrieren, um uns dabei zu helfen, den Nutzungsanteil der veralteten Browserversionen zu senken.

  • Internet Explorer 9 Platform Preview 7 mit neuem Geschwindigkeitsrekord!

    Nur drei Wochen nach der Veröffentlichung von Internet Explorer 9 Platform Preview 6 (IE9 PP6) auf der PDC legt Microsoft heute mit der Platform Preview 7 (PP7) nach. Wir veröffentlichen neue Platform Preview-Versionen immer dann, wenn wir größere Schritte in der Weiterentwicklung von Internet Explorer 9 erreicht haben. Mit PP7 haben wir jetzt weitere, signifikante Geschwindigkeitsverbesserungen insbesondere im Hinblick auf die Performance unserer JavaScript-Engine “Chakra” implementiert.

    IE9 Platform Preview 7 herunterladen

    Microsoft legt bei der Weiterentwicklung des Internet Explorers schon seit langem Wert auf die Geschwindigkeit beim Darstellen echter Webseiten. Die JavaScript-Engine ist zwar nur eines von vielen Subsystemen eines Browsers, die in Summe das Geschwindigkeitserlebnis des Internetnutzers beeinflussen. Die Messung der JavaScript-Geschwindigkeit mit synthetischen Benchmarks ist jedoch sehr populär und wird von vielen fälschlicherweise als alleiniger Gradmesser für die Beurteilung der Gesamtgeschwindigkeit eines Browsers benutzt.

    Die Geschwindigkeit wird jedoch von vielen weiteren Dingen beeinflusst, die jenseits der einzelnen Browsersubsysteme liegen. Wie gut schützt ein Browser Internetnutzer vor langsamen Add-Ins? Vor schlecht entwickelten Webseiten, die zum Crash neigen? Wie sehr integriert ein Browser Webanwendungen zukünftig in das Betriebssystem? Muss man erst den Browsers starten und zu der gewünschten Webseite navigieren oder kann man Webseiten direkt an die Startleiste anzuheften und mit einem Klick auf die Webseite wechseln? Die Geschwindigkeitsvorteile, die man durch die Nutzung des Grafikprozessors zur Hardwarebeschleunigung sowie mehrerer Prozessorkerne moderner Multi-Core-CPUs erzielen kann, sind immens.

    Geschwindigkeit für echte Webseiten

    Echte Webseiten nutzen JavaScript, um zum Beispiel Benutzereingaben zu verarbeiten, Zeichenketten zu manipulieren oder Objekte auf dem Bildschirm zu steuern und zu bewegen. Wir konzentrieren uns daher bei der Weiterentwicklung unabhängig von synthetischen Benchmarks besonders auf die am häufigsten verwendeten Funktionen von echten Webseiten. Im Rahmen der Internet Explorer 9 Platform Preview-Veröffentlichungen haben wir deshalb eine Test Drive-Seite unter www.ietestdrive.com bereitgestellt. Diese Test Drive-Seite umfasst Webseiten und Anwendungen, die insbesondere Funktionen, die in echten Webseiten oft genutzt werden, in einem realistischen Szenario darstellt.

    Diese Seiten zeigen besonders deutlich die Unterschiede zwischen aktuellen Browsern wie zum Beispiel in der letzten Beta 7 von FireFox 4 oder einer aktuellen Version von Google Chrome. Man sieht dabei die Unterschiede im Zusammenspiel aller Subsysteme eines Browsers. Welche Geschwindigkeit am Ende des Tages auf realistischen Webseiten zu erwarten ist, kann man darüber viel besser beurteilen als als das alleinige Messen der Geschwindigkeit einzelner Subsysteme mit Microbenchmarks es erlaubt.

    Wir haben mit der Veröffentlichung von IE9 PP7 neue Beispiele hinzugefügt:

    • In Shakespeare’s Tag Cloud kann man die Geschwindigkeitsvorteile von kompiliertem JavaScript und ECMAScript5 bei scriptintensiven Operationen sehen. IE9 kann viel schneller eine sehr große Menge an Text zu einer Tag Cloud verarbeiten.
    • ECMAScript5 kombiniert mit HTML5 Canvas ermöglicht ein HTML5 Sudoku Lösungsprogramm, mit dem IE9 PP7 derartige Rätsel viel schneller lösen kann als andere Browser.
    • Mit Galaxy kombinieren wir die schnelle Ausführung von JavaScript mit Hilfe der hardwarebeschleunigten Grafikausgabe zu einer interaktiven 3D Experience. Die Bildwiederholrate ist dabei in IE9 PP7 viel höher als bei allen anderen existierenden Browsern.
    Geschwindigkeitsrekord mit IE9 im Sunspider Benchmark

    Trotzdem werden Webbrowser am häufigsten durch einen Microbenchmarks bewertet: Webkit SunSpider. Wir haben seit der Vorstellung unsere neue JavaScript-Engnie “Chakra” daher jedes Mal auch die Steigerung der Geschwindigkeit veröffentlicht, die wir bei diesem vielzitierten Benchmark errreichen. Gegenüber der ersten veröffentlichten Version von “Chakra” beschleunigten wir IE9 um >300%. Wir holten nicht nur Firefox 3 und 4 ein, sondern sind heute mit IE9 PP7 die #1 in Sachen JavaScript Performance im Webkit SunSpider-Test.

    SunSpider_Benchmark image

    Mittlerweile liegen die Unterschiede zwischen den einzelnen Browsern in diesem Microbenchmark nur noch im Bereich von Microsekunden. Das ist viel kürzer, als ein einzelner Wimpernschlag. Man muss die Tests schon viele, viele Male wiederholen, um überhaupt noch Unterschiede messen zu können. IE9 erreicht die deutlichen Performanceverbesserungen insbesondere durch einen optimierenden JavaScript Compiler, welcher JavaScript in native Maschinensprache umsetzt und dabei optimiert. Optimierungen können für viele Code-Muster Performancegewinne bis zum 100fachen der ursprünglichen Geschwindigkeit ermöglichen. Derartige Compilertechniken werden bisher zum Beispiel von C++ Entwicklern für native Windows-Anwendungen benutzt. Mit IE9 PP7 können zukünftig Webentwickler auch optimiert kompiliertes JavaScript nutzen.

    Nun wird vorgeschlagen, diesen Benchmark als obsolet anzusehen und auf die Entwicklung neuerer Microbenchmarks zu setzen. Gerade als aktueller “Gewinner” in diesem Benchmark möchten wir die Gelegenheit nutzen, um an dieser Stelle wieder auf unsere Position hinzuweisen, dass synthetische Benchmarks der Subsysteme kein geeigneter Weg sind, generelle Aussagen über die Geschwindigkeit eines Browsers bei echten Webseiten zu machen. Sie helfen Entwicklern bei der Beurteilung der einzelnen Komponenten - sie sagen aber nichts aus über das Verhalten eines Browsers bei der täglichen Nutzung. Wenn man sich zu sehr an Microbenchmarks orientiert, kann das möglicherweise auch zu einer ungesunden Form des Wettbewerbs führen, bei dem es nur noch darum geht, ein Produkt auf bessere Benchmarkergebnisse hin zu optimieren.

    Diesen Weg halten wir für falsch. Das Beurteilen eines Browsers anhand der Messungen eines Subsystems allein ist zu ungenau und kann daher kontraproduktiv sein. Es entspricht auch nicht dem Verhalten von echten Webseiten und bietet daher keinen Mehrwert.

    IE9 verbindet jetzt die schnellste JavaScript-Performance mit branchenführenden Innovation rund um die Hardwarebeschleunigung im Browser. Die Vorteile von IE9 liegen in seinem einzigartigem Ansatz:

    • Optimieren auf die Hardware vs. Abstrahieren der Hardware durch Softwarelayer
      • Nutzen aller Vorteile, die moderne Hardware unter Windows bietet.
      • Massiver Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zu anderen Browsern, die jetzt anfangen, die Idee von Hardwarebeschleunigung auch zu adaptieren  (Firefox & Chrome).
    • Fokussieren auf echte Szenarien, nicht auf Microbenchmarks
      • Verstehen der Muster echter Webseiten.
      • Sicherstellen der besten Zusammenarbeit aller Subsysteme eines Browsers.
    Geschwindigkeit + Webstandards + Dynamik = Neue Möglichkeiten für Entwickler

    Diese Fortschritte bei der Geschwindigkeit eines Browsers nützt Entwicklern und am Ende des Tages Endanwendern gleichermaßen. Entwickler können zukünftig durch die Unterstützung von den neuen, sich gerade etablierenden Webstandards mit IE9 darauf setzen, Code nur noch einmal schreiben zu müssen, der dann auf allen aktuellen Browsern läuft. IE9 ist unser am schnellsten vom Markt angenommene Webbrowser mit mittlerweile über 13 Millionen Downloads in nur 2 Monaten.

    Daher der Aufruf an alle Webentwickler: Wer noch nicht mit IE9 Beta an Bord gegangen ist, sollte jetzt bei der neuen Platform Preview den Zug nicht verpassen!

    1. Holt das Beste aus der Unterstützung von Internet Explorer 9 mit HTML5, CSS3, SVG, DOM, ES5 und mehr heraus.
    2. Schaut Euch das Entwicklerhandbuch für IE9 an! Vermeidet Browserweichen, die auf Versionsnummern basieren und testet auf die benötigten Funktionen!
    3. Testet Eure Seiten in IE9 Standards Mode für die beste Performance und Interoperabilität und nutzt mit nur wenigen Zeilen Code die Vorteile für Eure Webseiten in Windows 7 mit der Integration in die Taskbar und die Nutzung von Sprunglisten!

    Auf www.internet-explorer9.de stellt Microsoft eine Produktübersicht zur Verfügung. Weiterführende Informationen rund um den Internet Explorer 9 finden Administratoren auf Microsoft TechNet und Entwickler auf MSDN.

    Daniel Melanchthon
    Senior Technology Evangelist
    Microsoft Developer & Platform Evangelism Group (D&PE)

  • Willkommen zur Internet Explorer 9 Beta

    Es gibt heute über eine Milliarde Windows-Anwender auf der Welt. Für sie haben wir mit Windows Internet Explorer 9 einen Browser entwickelt, der die moderne Betriebssystemumgebung komplettiert. Internet Explorer 9 sorgt dafür, dass Websites und Anwendungen so funktionieren und aussehen, als befänden sie sich direkt auf dem PC.

    IE9-Beta

    Da das Internet Explorer Entwicklungsteam auf das Feedback von Millionen unserer Kunden bauen konnte, die uns tagtäglich ihre Erwartungen an Windows und das Internet vermitteln, haben wir bei der Entwicklung des Browsers folgende grundlegenden Dinge priorisiert:

    1. Internet Explorer 9 wird auf mehr Standards basieren als unsere bisher entwickelten Browser .
    2. Internet Explorer 9 muss ungenutzte Rechenleistung gewinnbringend einsetzen.
    3. Internet Explorer 9 muss die Arbeit mit dem Browser vereinfachen und gleichzeitig Web-Inhalte herausstellen.
    4. Internet Explorer 9 muss auch weiterhin ein sicheres und zuverlässiges Browsen garantieren.

    Neue Anforderungen an das Internet der Zukunft

    In den letzten Jahren gab es im Browserbereich und im Internet mehr Veränderungen als jemals zuvor. Das Internet hat sich für unsere Kunden von einem großen Werkzeug zu einer personalisierten Arbeitsumgebung gewandelt. Die steigende Nutzung sozialer Netzwerke, die zunehmende Verbreitung von Videos und die steigende Anzahl von umfangreichen Webanwendungen und mobilen Anwendungen, mit denen die Benutzer online sind, haben dafür gesorgt, dass die Menschen mehr vom Umgang mit dem Internet erwarten. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für Sicherheit und Datenschutz.

    Da die Kunden auf Computern und mobilen Geräten immer mehr mit Webanwendungen arbeiten, steigt auch ihre Erwartungshaltung an diese Anwendungen. Die umfangreiche Grafik und die interaktiven Funktionalitäten, die die Benutzer früher exklusiv mit dem PC oder mit mobilen Anwendungen verbunden haben, werden sie bald auch von ihren bevorzugten E-Mail-Anwendungen im Internet, ihrer Foto-Website oder von jedem sozialen Netzwerk erwarten.

    Das heutige Internet bietet solche Dinge jedoch nicht. Noch haben die Menschen höhere Erwartungen an Anwendungen, die auf ihren Computern installiert sind im Vergleich zu niedrigeren Erwartungen an Webanwendungen. Das Internet wird als „flach“ empfunden: Den Browser verbinden die Benutzer mit eingeschränkter Leistung und Navigationsmöglichkeit. Inhalte werden normalerweise in einem einfachen Format präsentiert. Das heutige Internet ist nicht so schnell, umfangreich oder intuitiv wie es sein könnte.

    Das Nutzen des Internets ist jedoch Menschen beim Umgang mit ihrem Computer am wichtigsten. Als Antwort auf den Bedarf unserer Kunden für ein schnelleres, umfangreicheres und intuitiveres Arbeiten im Internet entwickeln wir Internet Explorer 9.

    Ein moderner Browser kann jedoch die Anforderungen an das Internet von morgen nicht allein erfüllen – es braucht eine moderne Betriebssystemumgebung als Basis. Beides zusammen definiert die Arbeitsumgebung des Benutzers im Internet der Zukunft, welches auf HTML5 und anderen modernen Webstandards basiert und das auf die gesamte Leistung der Hardware und des Betriebssystems zugreifen kann.

    Einführung von Internet Explorer 9

    Unsere Vision für Internet Explorer 9 basiert auf ein folgenden Thesen:

    1. HTML5 und andere moderne Webstandards müssen im Zentrum von Internet Explorer 9 stehen. Unsere Vision zu interoperablen Anwendungen durch einheitlichen Code kann anders nicht realisiert werden. Die Entwickler müssen die Möglichkeit haben, davon wegzukommen, eine Seite zwei oder drei Mal zu erstellen oder spezielle Browser unterstützen zu müssen. Wir hatten daher die Aufgabe, eine Führungsrolle bei der Realisierung dieses Standards über das W3C einzunehmen. Internet Explorer 9 ist der standardkonformste Browser, der jemals von uns entwickelt wurde.
    2. Um das heutige „flache“ Internet zu wandeln, muss die Leistung moderner Hardware für das Internet verfügbar werden. Umfangreiche Anwendungen benötigen eine robuste Computerleistung – und zwar in Bezug auf die Software und die Hardware. Da Webanwendungen immer komplexer und grafischer werden und die Kunden immer mehr Zeit mit diesen Anwendungen verbringen, muss der Browser in der Lage sein, die Leistung moderner Hardware und Betriebssysteme zu nutzen – genauso, wie es native Windows-Anwendungen schon seit langer Zeit machen. Der moderne Durchschnittscomputer nutzt beim Browsen im Internet nur zehn Prozent der möglichen Leistung. Internet Explorer 9 befasst sich auch mit den restlichen 90 Prozent.
    3. Niemand öffnet einen Browser nur um des Öffnens willens. Ein Browser soll die Websites und Anwendungen anzeigen, für die sich die Menschen interessieren – beispielsweise Nachrichten zum Lieblingssport, Informationen zu interessanten Veranstaltungen und Verbindungen zu den Menschen, die unser Leben bereichern. Der Browser kann zwar ein Element sein, dass die Online-Erfahrung erweitert – idealerweise sollte er sich jedoch im Hintergrund halten und den Websites und Anwendungen, die der Benutzer wirklich sehen will, das Rampenlicht überlassen. Im Moment werden die meisten Inhalte im Internet noch immer sehr stark auf den Browser ausgerichtet präsentiert. Internet Explorer 9 richtet sich an den Websites aus und holt die Benutzer da ab, wo sie sich befinden.
    4. Unser Augenmerk auf Sicherheit und Datenschutz muss auch weiterhin eindeutig an erster Stelle stehen. Da das Internet noch immer nicht so sicher und privat ist, wie es sein sollte, setzt die Entwicklung von Internet Explorer 9 seine Marktposition als vertrauenswürdiger Browser fort.

    Ein offener und transparenter Ansatz

    Mit Internet Explorer 9 hat unser Entwicklungsteam ein neues Modell für das Design und die Einführung von Internet Explorer in der Öffentlichkeit entworfen. Im März 2010 haben wir im Rahmen der Konferenz MIX10 die Internet Explorer Test Drive-Website (engl.) gestartet und die Internet Explorer 9 Platform Preview eingeführt. Seitdem haben wir alle acht Wochen eine aktualisierte Version der Internet Explorer 9-Plattform für interessierte Entwickler und die Browser-Community veröffentlicht.

    Die Platform Preview stellt hierbei nur die zugrundeliegende Komponente des Browsers dar. Sie zeigt den Entwicklern die unterstützten Standards auf und demonstriert einige der neuen Funktionalitäten von Internet Explorer 9. Am wichtigsten ist es für uns, während der Arbeit an Internet Explorer 9 ein Feedback zu erhalten.

    Dieses neue Platform-Preview-Modell wurde sehr gut aufgenommen. Die offene und transparente Entwicklung von Internet Explorer 9 hat zu viel Begeisterung geführt. Entwickler, Partner und die Browser-Community freuen sich über unsere frühzeitigen Veröffentlichungen, den konsistenten Veröffentlichungszeitplan, die klaren Informationen zur geplanten und laufenden Entwicklung und unser Engagement bei der Berücksichtigung des eingehenden Feedbacks. Seit der ersten Platform Preview im März 2010 gab es:

    • 2,5 Millionen Downloads der Platform Preview.
    • 20 Millionen Besucher auf der Internet Explorer Test Drive-Website.
    • mehr als tausend Feedback-Mitteilungen über MS Connect.

    Mit der Veröffentlichung von Internet Explorer 9 Beta verschiebt sich die Diskussion nun von der neuen Internet Explorer 9-Plattform und seinen Funktionalitäten hin zu den Vorzügen für die Benutzer: Das bestmögliche Browsen unter Windows.

    Die wichtigsten neuen Funktionen

    Internet Explorer 9 wurde so entworfen, dass die Hardware von Windows-Computern voll ausgenutzt wird. Den Benutzern steht daher eine grafisch umfangreiche und tiefgreifende Webumgebung zur Verfügung, die so schnell ist und so direkt reagiert wie Anwendungen, die lokal auf dem Computer installiert sind. Die folgenden neuen Funktionen sorgen dafür, dass Internet Explorer 9 so schnell ist.

    Hardwarebeschleunigte Grafik: Ein gutes Beispiel dafür, dass Internet Explorer 9 die Leistung des gesamten Computers nutzt, ist die Darstellung von Grafiken und Text. Sie wird nicht mehr vom Prozessor, sondern stattdessen über Direct2D und DirectWrite von der Grafikkarte bearbeitet. Die Hardwarebeschleunigung für Text, Videos und Grafiken sorgt dafür, dass sich Ihre Websites so wie direkt auf dem Computer installierte Anwendungen verhalten.

    Neues DOM und neue JavaScript-Engine Chakra: Das neu optimierte Document-Object Model (DOM) von Internet Explorer 9 sorgt durch eine effizientere Interaktion mit der neuen JavaScript-Engine für drastische Geschwindigkeitsvorteile. Das Interpretieren, Kompilieren und Ausführen von Programmcode durch die neue JavaScript-Engine Chakra funktioniert parallel und nutzt so die Vorteile von Mehrkernprozessoren.

    Schnellere Installation: Im Vergleich mit Internet Explorer 8 stellt Internet Explorer 9 den Benutzer bei der Installation vor weniger Entscheidungen und steht viel schneller bereit. Zur Installation von Internet Explorer 9 sind nur vier Mausklicks erforderlich – während bei der Installation von Internet Explorer 8 noch 13 Klicks notwendig waren (mit Anpassung der Einstellungen waren es sogar bis zu 23 Mausklicks).

    IE9-1 IE9-3 IE9-5

    F12-Entwicklertools:

    Internet Explorer 9 stellt integrierte Entwicklertools für das Prototyping, Testen und Debuggen von Webseiten im Browser bereit. Der Code kann direkt im Browser geändert und dann auch direkt wieder angezeigt werden. Neu in dieser Version sind ein User Agent Switching Tool, ein Network Traffic Inspector, ein verbesserter JavaScript-Profiler und die integrierte Unterstützung neuer, mit Internet Explorer 9 eingeführter Webstandards.

     

    F12

    Aufgeräumte und direkte Benutzeroberfläche: Die neue Benutzeroberfläche des Browsers lenkt den Blick auf die Inhalte durch einen vergrößerten Anzeigebereich auf Ihre Websites und Anwendungen. Standardmäßig finden sich im Browserfenster nur noch die Elemente, die für das Browsen von grundlegender Bedeutung sind – nämlich die, die für die Benutzer am wichtigsten sind und am häufigsten genutzt werden. Da es weniger Elemente gibt, wird im Vergleich mit anderen Browsern weniger wertvoller Platz auf dem Bildschirm verbraucht. Die Benutzer können so mehr von dem sehen und nutzen, was die Websites anzubieten haben.

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    Benachrichtigungsleiste: Wenn Benachrichtigungen in Internet Explorer 9 angezeigt werden müssen, dann wird der Benutzer nicht durch diese unterbrochen. Er muss nicht mit seiner Arbeit im Internet aufhören, um sich erst mit den Benachrichtigungen zu befassen. Alle Nachrichten werden jetzt in der Benachrichtigungsleiste ganz unten im Browser angezeigt. Die Nachrichten in der Benachrichtigungsleiste sind außerdem klarer und aussagekräftiger. Statt der allgemeinen Nachricht „Internet Explorer reagiert nicht“ wird beispielsweise die Nachricht „Die Website reagiert nicht“ angezeigt.

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    Kombinierte Eingabeleiste: Mit der kombinierten Eingabeleiste steht den Benutzern ein Ort zur Verfügung, über den sie eine bestimmte Website aufrufen oder nach einer Website suchen können. Die kombinierte Eingabeleiste bezieht die Suchfunktionalität in die Adressleiste mit ein.

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    Mit der kombinierten Eingabeleiste können die Benutzer: zu einer Website navigieren, nach einer Website suchen, zwischen verschiedenen Suchanbietern wechseln und auf den Verlauf, die Favoriten oder auf Vorschläge von Suchanbietern zugreifen.

    08_02_search_in_addressbarEin wichtiger Teil von Internet Explorer 9 ist der Datenschutz in Bezug auf die Eingaben der Benutzer in die kombinierte Eingabeleiste. Der Benutzer behält die Kontrolle darüber, welche Informationen an den Suchanbieter weitergegeben werden. Er kann beispielsweise festlegen, ob er direkt bei der Eingabe von Text in die kombinierte Eingabeleiste Vorschläge von einem ausgewählten Suchanbieter erhalten möchte. Wenn er diese Funktion aktiviert, dann wird der eingegebenen Text direkt während der Eingabe an den Suchanbieter gesendet – und nicht erst dann, wenn der Benutzer abschließend die Eingabetaste drückt.

    page_16_orange_backbuttonsAnheften von Sites: Mit dem Anheften von Websites können die Benutzer direkt über die Windows-Taskleiste auf ihre Lieblingswebsites zugreifen – ohne das vorherige Öffnen von Internet Explorer. In Internet Explorer 8 gab es die Möglichkeit, über die Web Slices der Favoritenleiste schnell und einfach auf Websites zuzugreifen. Da diese Zugriffsmöglichkeit den Benutzern jedoch nicht ausgereicht hat, haben wir das Anheften von Sites in Internet Explorer 9 entwickelt.

    So können die Benutzer ihre Lieblingswebsites direkt an der Windows-Taskleiste anheften und noch effizienter auf sie zugreifen. Das Anheften kann über das Ziehen des Website-Symbols aus der kombinierten Eingabeleiste in die Taskleiste durchgeführt werden. Wenn eine solche Website über die Taskleiste geöffnet wird, dann werden das Symbol der Website und ihre primäre Farbe in das Browserfenster und in die Navigationselemente einbezogen.

    Navigation unter Windows 7: Mit Internet Explorer 9 wird die Navigation im Internet durch in die Navigation von Windows 7 integrierte Funktionen einfacher (beispielsweise Sprunglisten, Aero Snap und Vorschau-Steuerelemente).

    Sprunglisten: Sprunglisten sind eine schnelle Möglichkeit, regelmäßig besuchte Websites ohne Öffnen des Browsers aufzurufen. Um die Internet Explorer 9 Sprungliste zu öffnen, klickt der Benutzer einfach mit rechts auf das Symbol von Internet Explorer in der Taskleiste. Er bekommt die angehefteten Websites und die häufig besuchten Websites angezeigt. Er hat außerdem die Möglichkeit, das InPrivate®-Browsen zu starten, neue Registerkarten zu öffnen oder ein Fenster zu schließen.

    Abtrennbare Registerkarten und Windows Aero Snap: Oft benötigt der Benutzer für eine Aufgabe mehr als eine Website und ein Fenster. Websites aus dem Browser herausziehen und sie mit Windows Aero Snap positionieren zu können, eröffnet eine neue Möglichkeit, mehrere Websites Seite an Seite anzuzeigen – beispielsweise, um Produkte auf unterschiedlichen Websites zu vergleichen, gleichzeitig ein Video anzusehen und E-Mails zu lesen oder einen Stadtplan anzuzeigen und gleichzeitig eine Reiseroute nachzulesen. Um eine Registerkarte aus dem Browser herauszuziehen, klickt der Benutzer auf die Registerkarte und zieht sie an den Rand des Bildschirms. Die Inhalte der entsprechenden Website werden während dieses Vorgangs ohne Unterbrechung weiter dargestellt. Ein Video wird also beispielsweise auch beim Ziehen der Registerkarte weiter abgespielt.

    Vorschau-Steuerelemente: Die Vorschau-Steuerelemente aus der Taskleiste von Windows 7 ermöglichen eine schnelle Navigation zu den gewünschten Websites. Über die Internet Explorer 9-Sprunglisten können die Benutzer auf regelmäßig besuchte Websites zugreifen und Aktivitäten wie das Starten einer InPrivate-Browsersitzung und das Öffnen einer neuen Registerkarte durchführen. Wenn eine Website an die Windows-Taskleiste angeheftet wird, dann können die Benutzer ganz einfach auf die Vorschau der Website klicken und so ohne das Öffnen des Browsers auf die Website zugreifen.

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    Verbesserte Registerkartenseite: Internet Explorer 9 umfasst Verbesserungen für neue Registerkarten und die Möglichkeit, eine Registerkarte aus einer Browsing-Sitzung herauszuziehen.

    Seite für neue Registerkarten: Internet Explorer 9 nutzt Windows Direct User Interface (DUI) zur Erstellung einer grafisch neu gestalteten Registerkartenseite, die schnell geladen ist und mit aussagekräftigen Grafiken arbeitet. Uns ist bewusst, dass die Benutzer neue Registerkarten öffnen, um zu einer gewünschten Website zu navigieren. Internet Explorer 9 macht diesen Vorgang durch das visuelle Vorschlagen von Websites schneller. Die Seite für neue Registerkarten zeigt Kacheln für die Websites an, die der Benutzer regelmäßig besucht. Sie unterstützt die Benutzer so darin, schnell und ohne Verzögerung an ihr Ziel zu gelangen. Jede Website wird durch eine Kachel mit dem Symbol und dem Titel der Website angezeigt. Der Benutzer kann außerdem über eine Anzeige auf den einzelnen Kacheln sehen, wie oft er die jeweilige Website besucht. Über die Seite für neue Registerkarten kann der Benutzer außerdem geschlossene Registerkarten erneut öffnen, die letzte Browsersitzung wiederherstellen und eine InPrivate-Browsersitzung starten.

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    Top-Ergebnisse der kombinierten Eingabeleiste: Die Top-Ergebnisse der kombinierten Eingabeleiste unterstützen die Benutzer, die sich die Adressen alltäglicher Websites nicht merken können – beispielsweise die ihrer Bank oder ihres E-Mail-Anbieters. Die entsprechenden Websites werden direkt über den Suchergebnissen angezeigt. Damit diese Funktion verfügbar ist, muss der entsprechende Dienst vom Suchanbieter aktiviert werden.

    Download-Manager: Immer mehr Benutzer laden Dateien aus dem Internet herunter. Sie wünschen sich eine Möglichkeit, dies zu vereinfachen und die heruntergeladenen Daten besser zu verwalten. Internet Explorer 9 stellt daher einen integrierten Download-Manager mit einer vereinfachten Benutzeroberfläche und einer hervorragenden Sicherheit für die heruntergeladenen Inhalte bereit. Der neue Download-Manager ersetzt das Öffnen, Speichern, Abbrechen-Dialogfenster aus den bisherigen Versionen von Internet Explorer. Mit der neuen Benutzeroberfläche können die Benutzer den Fortschritt des Downloads anzeigen lassen, bereits heruntergeladene Inhalte öffnen oder aber einen laufenden Download beenden. Zur Speicherung der heruntergeladenen Inhalte wird ein Standardordner genutzt. Natürlich haben die Benutzer die Möglichkeit, diesen Standardordner zu ändern und im Ordner nach bereits heruntergeladenen Inhalten zu suchen.

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    Da Dateidownloads das hauptsächliche Einfallstor für schädliche Malware auf den Computern der Benutzer darstellen, führt der Download-Manager verschiedene sicherheitsbezogene Prüfungen für die Downloads durch:

    • Integrierte Virenprüfung
    • Überprüfung via WinVerifyTrust (engl.), ob eine ausführbare Datei von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt
    • Bewertung heruntergeladener Dateien durch SmartScreen Download Reputation (Dienst wird kurze Zeit nach der Veröffentlichung der Beta später aktiviert)

    Zuverlässigkeitsfunktionen: Die Zuverlässigkeitsfunktionen wie das Wiederherstellen von nicht reagierenden Registerkarten und der Add-On-Leistungsratgeber stellen sicher, dass keine Informationen verloren gehen und das Browsen auch bei nicht korrekt funktionierenden Websites möglich bleibt.

    • Wiederherstellung nach Hängen der Registerkarte: Diese Funktion ist neu in Internet Explorer 9. Es isoliert die Auswirkungen durch eine nicht reagierende Registerkarte auf die jeweilige Registerkarte. Die anderen Registerkarten und der Browser als Ganzes werden somit nicht beeinflusst. Wenn eine Registerkarte nicht reagiert, dann kann der Benutzer nicht mit ihr interagieren. Er kann die anderen Registerkarten jedoch ganz normal nutzen.
    • Add-On-Leistungsratgeber: Aufbauend auf der Anzeige der Add-On-Ladezeit von Internet Explorer 8 benachrichtigt der Add-On-Leistungsratgeber die Benutzer bei Add-Ons, die die Browser-Sitzung verlangsamen. Internet Explorer 9 legt den entsprechenden Grenzwert standardmäßig auf 0,2 Sekunden fest. Der Benutzer hat jedoch die Möglichkeit, diesen Wert zu ändern. Der Add-On-Leistungsratgeber zeigt die Ladezeiten für alle Add-Ons an. Der Benutzer kann so feststellen, wie sich die einzelnen Add-Ons beim Starten des Browsers oder beim Öffnen einer neuen Registerkarte auswirken.

    Kompatibilitätsansicht: Genau wie Internet Explorer 8 erkennt auch Internet Explorer 9 Websites ohne Angabe eines Anzeigemodus. In diesem Fall wird eine Schaltfläche für die Kompatibilitätsansicht direkt neben der Aktualisieren-Schaltfläche in der kombinierten Eingabeleiste angezeigt. Klickt der Benutzer auf diese Schaltfläche, dann wechselt Internet Explorer 9 in den Kompatibilitätsmodus. Dieser Vorgang wird für die entsprechende Website gespeichert. Der Benutzer muss daher bei einem erneuten Besuch der Seite nicht noch einmal auf die Schaltfläche klicken. Die Benutzer können außerdem eine Liste mit Websites abrufen, die am besten in der Kompatibilitätsansicht angezeigt werden. Wenn eine Website aus der Liste aufgerufen wird, dann wechselt Internet Explorer 9 automatisch in die Kompatibilitätsansicht – ohne dass der Benutzer auf die entsprechende Schaltfläche klicken muss.

    Automatische Updates: Die aktuellsten Browser-Updates sorgen dafür, dass die Benutzer auch langfristig geschützt sind. Die Benutzer können wichtige Updates automatisch installieren lassen, sobald diese verfügbar sind. Zu den automatisch installierten Updates gehören Sicherheitsupdates, kritische Updates, Updates der Definitionen und Service Packs aus Windows Update.

    Gruppenrichtlinienunterstützung: Internet Explorer 9 bietet auch weiterhin eine hervorragende Unterstützung von Gruppenrichtlinien für IT-Experten. Mit über 1.500 Einstellungen – inklusive neuer Einstellungen für die Funktionen von Internet Explorer 9 – steht IT-Experten die zur Verwaltung der Installation von Internet Explorer erforderliche Kontrolle zur Verfügung.

    HTML5: Internet Explorer 9 baut auf der Arbeit an der Implementierung von HTML5-Funktionen aus Internet Explorer 8 auf und implementiert verschiedene neue, interessante Funktionen. Die Unterstützung der Elemente video und audio ermöglichen native hardwarebeschleunigte Video- und Audio-Inhalte auf Webseiten – und zwar ohne dass ein Plug-in erforderlich ist. Die Entwickler können Videos und Audio-Clips jetzt genau so einfach wie beispielsweise ein Bild in ihre Webseite integrieren. Die Unterstützung des canvas-Elements ermöglicht dynamisch dargestellte Grafiken inklusive einer Hardwarebeschleunigung durch Windows und die Grafikkarte.

    Die Unterstützung der Selection-APIs sorgt des Weiteren für die programmgesteuerte Auswahl von Text in Webseiten, und die Verbesserungen des HTML-Parsers gestalten die Erstellung von HTML-Code vielfältiger.

    DOM Level 2 und Level 3: Internet Explorer 9 verbessert die Unterstützung von DOM L2 (Document Object Model Level 2 und DOM L3 (Level 3) gegenüber bestehenden Implementierungen. Die entsprechenden Verbesserungen wurden aus verschiedensten DOM-Spezifikationen abgeleitet (unter anderem DOM L2 und L3 Core, DOM L2 Views, DOM Element Traversal, DOM L2 und L3 Events, DOM L2 HTML, DOM L2 Style, DOM L2 Traversal and Range und WebIDL).

    SVG: Seit der Entwicklung des SVG-Standards (Scalable Vector Graphics) wünschen sich die Entwickler eine native Unterstützung durch Internet Explorer. Diese steht nun in Internet Explorer 9 zur Verfügung und ermöglicht leistungsstarke und spannende grafische Elemente, ohne dass ein separates Plug-in erforderlich ist. Wie die neuen Media-Funktionen von HTML5 nutzt auch SVG in Internet Explorer 9 die Vorteile der Hardwarebeschleunigung.

    CSS3: Aufbauend auf der Arbeit in Internet Explorer 8, die eine vollständige Unterstützung der CSS2.1-Spezifikationen (Cascading Style Sheets, Level 2.1) implementierte, führt Internet Explorer 9 eine Unterstützung vieler CSS3-Komponenten ein. Dies sorgt für mehr Flexibilität und Funktionalität für Webdesigner und Entwickler. Internet Explorer 9 implementiert Funktionen aus verschiedensten CSS3-Modulen (unter anderem aus den Modulen Backgrounds & Borders, Color, Fonts, Media Queries, Namespaces, Selectors und Values and Units).

    ECMAScript 5: Die JavaScript-Implementierung in Internet Explorer 9 wurde um viele Funktionen aus der aktuellsten Version des ECMAScript-Standards erweitert. Die neuen ECMAScript 5-Funktionen fördern die Standardisierung vieler erheblicher Verbesserungen der Sprache JavaScript und sorgen für produktivere Entwickler. DOM in Internet Explorer 9 unterstützt ECMAScript 5 und bietet so ein konsistentes und natürliches Programmiermodell zur Programmierung des Internet Explorer 9-DOM über JavaScript.

    Fazit

    Internet Explorer 9 wurde entwickelt, um die Vorteile des Betriebssystems und der modernen Hardware voll auszunutzen und so neue Möglichkeiten für das Internet zu schaffen. Mit Windows und Internet Explorer 9 haben wir die Rolle des Browser neu definiert. Das Internet fühlt sich nun genauso an wie Anwendungen direkt auf dem PC. Internet Explorer 9 sorgt für eine attraktivere, tiefgreifendere und faszinierende Webumgebung und wendet sich an die Benutzer, die sich umfangreiche Webanwendungen wünschen, und die Entwickler, die diese Anwendungen erstellen möchten. Internet Explorer 9 ermöglicht ein Internet, das schneller, übersichtlicher und zuverlässiger ist, und bildet die Basis für eine Welle von tiefgreifenden und attraktiven Websites und Anwendungen, die sich für die Benutzer genau so darstellen wie Anwendungen, die direkt unter Windows ausgeführt werden.

  • Netzwerkpfade und-Laufwerke in Bibliotheken

    Über mein Blog erreichte mich folgende Frage eines Anwenders:

    Ich frage mich nur, wie Netzlaufwerke in Bibliotheken einzubinden sind. Macht man es über die Bibliothek, bekommt man eine Fehlermeldung, dass nur indizierte Orte dort aufgenommen werden können (unter Vista konnte man per Patch UNC Pfade indizieren unter Win 7 bisher nicht). Fügt man die Netzorte über den Mediaplayer hinzu, werden die Orte zwar in die Bibiliothek aufgenommen, die Haupt-Features werden jedoch deaktiviert und man hat nur noch die Möglichkeit, die Ansicht nach Ordner zu wählen aber nicht z.B. nach Interpret, Album etc.

    Die Bibliotheken in Windows 7 basieren auf indizierten Daten. Nur mit einem Index lassen sich so schnell die Sortierung und Ansichten nach z.B. Interpret, Album, Bewertung, Aufnahmedatum, Tags, etc. umstellen, wie das bei Windows 7 geht. Das simple Crawling über alle Daten beim Umstellen der Ansicht, wie man das früher mit reinen Dateiordnern machte, ist lokal schon nicht besonders performant, wenn man nicht nur sehr wenige Daten in dem Ordner speichert. Es unterstützt auch keine Unterordner und über das Netz kann man damit erst recht keinen Blumentopf gewinnen.

    capture

    Netzwerklaufwerke kann man daher nur dann einer Bibliothek zuordnen, wenn sie indiziert werden. Das kann entweder serverseitig durch einen Indexdienst auf dem Computer, von dem die Freigabe stammt, erfolgen. Hier unterstützt Windows 7 als Schnittstelle Windows Desktop Search 4.0.

    Oder man indiziert die Netzlaufwerke am Client, was sich durch das Offline Caching von Netzwerkordnern bewerkstelligen lässt. Dazu muss man manuell in den Eigenschaften des Netzwerklaufwerks am Client (erreichbar über den rechten Mausklick auf das Netzlaufwerk) die Option "Always Available offline" einstellen. Danach wird die Netzwerkfreigabe lokal zwischengespeichert und der Indexdienst von Windows 7 kann seine Arbeit verrichten.

    Windows Desktop Search steht für Windows XP und Windows Vista sowie für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 zur Verfügung. Da der Windows Home Server auf Windows Server 2003 basiert, kann Windows Desktop Search 4.0 auch dort installiert werden. Windows Server 2008 R2 und Windows 7 beinhalten schon die Windows Desktop Search Technologie mit der Version 4.0.

    Hier kann man die Windows Desktop Search zum Nachinstallieren für die jeweils verwendete Plattform herunterladen:

    Für Windows Desktop Search gibt es ein Multilingual User Interface Language Pack zur Lokalisierung in 33 Sprachen (darunter auch auf Deutsch):

    Einen kleinen Tipp noch zum Schluss: Wer einen Dateiserver einsetzt, der keine Indizierung unterstützen kann, kann eventuell auch clientseitig die Indizierung der Daten auf dem Server durchführen. Dazu dient das Windows Desktop Search add-in for Files on Microsoft Networks. Allerdings hat dieses Vorhaben drei gewaltige Nachteile:

    1. Die Geschwindigkeit ist unbefriedigend, da die Indizierung über das Netz erfolgen muss.
    2. Das Netzwerk wird durch die entfernte Indizierung stark belastet.
    3. Sobald mehr als ein Client diese Möglichkeit nutzt, potentieren sich 1. und 2.
    4. Das notwendige Plugin gibt es nur für 32bit-Systeme.
  • Internet Explorer Crash oder Fehlfunktion nach Installation von MS10-090?

    Nach der Veröffentlichung des letzten kumulativen Sicherheitsupdates für Internet Explorer MS10-090 beobachten wir Kundenberichte, in denen beschrieben wird, dass nach der Installation Internet Explorer mit der Fehlermeldung “Internet Explorer hat ein Problem festgestellt und muss beendet werden” abstürzt oder die Fehlermeldungen “Seite kann nicht angezeigt werden” oder “Zeitüberschreitung” beim Browsen im Internet auftreten.

    Achtung: Dies ist nach unseren bisherigen Erkenntnissen NICHT auf einen Fehler in dem Sicherheitsupdate zurückzuführen!

    Unsere sofortigen Untersuchungen haben ergeben, dass alle Kunden, die bisher diese Probleme im Zusammenhang mit dem Update gemeldet haben, die Yahoo! Toolbar installiert haben. Unsere Zusammenarbeit mit Yahoo ergab schnell, dass das Problem eine veraltete Version der Yahoo! Toolbar ist, welche einen Fehler enthält, der nun zu Tage tritt. Wir haben diesbezüglich jetzt auch eine offizielle Antwort von Yahoo bekommen:

    ” Yahoo is aware of the reported issues with older versions of the Yahoo! Toolbar and we apologize to those who have been affected. To quickly remedy this issue, please uninstall the Yahoo! Toolbar and restart your browser. The latest, optimized version of the Yahoo! Toolbar which is compatible with IE is available for download at toolbar.yahoo.com. This version contains many new features that keep you up to date with the latest news, email and much more.”

    Übersetzt auf Deutsch in etwa:

    “Yahoo sind die beschriebenen Probleme im Zusammenhang mit einer älteren Yahoo! Toolbar-Version bekannt und wir entschuldigen uns bei allen Betroffenen. Um das Problem schnellstmöglich zu beheben, deinstallieren Sie bitte die Yahoo! Toolbar und starten dann den Browser neu. Die aktuellste, optimierte Version der Yahoo! Toolbar für den Internet Explorer kann unter toolbar.yahoo.com heruntergeladen werden. Diese Version enthält viele neue Funktionen, welche Sie mit den aktuellsten Neuigkeiten, Emails und vielem mehr immer auf dem Laufenden hält.”

    Unabhängig von dem aktuellen Problem beobachten wir bei kumulativen Updates des Internet Explorers manchmal ähnliche Schwierigkeiten im Zusammenspiel mit Sicherheitssoftware von Drittanbietern. Da bei Updates des Internet Explorers Kernbestandteile wie zum Beispiel iexplore.exe, mshtml.dll, wininet.dll, etc. ausgetauscht werden, ändern sich dadurch die Signaturen der jeweiligen Dateien.

    Viele Sicherheitsprogramme arbeiten mit Dateisignaturlisten, um ungewollte Veränderungen an diesen Dateien durch Malware zu überwachen und mögliche falsche Alarme durch eine Whitelist zu vermeiden. Dabei prüfen sie möglicherweise jedoch nicht die kryptografische Signatur. Deshalb schlägt diese Überwachung dann mit einem Fehlalarm zu buche, wenn diese Dateien offiziell aktualisiert werden.

    Wir haben dieses Problem in dem Artikel Error message after you install a Windows Internet Explorer 7 update from Windows Update or from Microsoft Update: "Webpage cannot be displayed" näher beschrieben. Abhilfe kann hier nur eine Aktualisierung der Sicherheitssoftware von Drittanbietern oder eine Rekonfiguration durch den Anwender schaffen.

    Generell möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass solche Probleme durch eine ganze Reihe von Dingen verursacht werden können, die oftmals nicht direkt von Microsoft verursacht oder gelöst werden können. Microsoft stellt hierfür die schrittweise Problembehandlung Internet Explorer 8: Websites werden nicht richtig angezeigt oder funktionieren nicht ordnungsgemäß zur Verfügung. Hier werden einige Fragen gestellt und die Schritte empfohlen, die zur Problembehebung am besten ausgeführt werden sollten.image

    In den meisten Fällen kann man nicht kompatible Add-Ons oder Toolbars ausschließen, indem man den Browser ohne Add-Ons startet. Genau dieses Vorgehen hat in dem vorliegenden Fall gezeigt, dass der Fehler nicht im Browser, sondern in einem Zusatzprogramm zu suchen war. Manuell geht das, indem man im Startmenü Internet eingibt und den Menüeintrag Internet Explorer (ohne Add-Ons) wählt oder mit Hilfe des Kommandos iexplore.exe –extoff.

    imageUm in der Vergangenheit verstellte Einstellungen des Internet Explorers auf die Standardeinstellungen zurückzustellen und alle Add-Ons zu deaktivieren, kann man in der Systemsteuerung in den Internetoptionen auf der Registerkarte Erweitert auch die Internet-Explorer-Einstellungen zurücksetzen.

    Weiterhin habe ich sporadisch Probleme auf einigen Laptops mit umschaltbaren Grafikkarten im Zusammenhang mit Internet Explorer 9 Beta gesehen. Hier wird, abhängig von Lastprofil, Stromversorgung und Batterieladestand entweder ein in den Chipsatz integrierter Grafikchip oder ein dezidierte Grafikprozessor verwendet. Die Umschaltung geschieht dabei automatisch.

    Hier sollte man sicherstellen, dass man die aktuellste BIOS-Version des Notebookherstellers sowie den neuesten Grafikkartentreiber im Einsatz hat (insbesondere für ATI-Grafikchips hier). Sollte das Problem weiterhin auftreten, kann man im BIOS das automatische Umschalten An-/Ausschalten oder die Hardwarebeschleunigung beim Rendern in deaktivieren und das Softwarerendering einschalten:

    Softwarerendering

  • Testsieger: Internet Explorer 9

    Wenige Tage, nachdem Microsoft Internet Explorer 9 vorgestellt hatte, wurde auch Mozilla mit Firefox 4.0 fertig. Google hatte mit Chrome 10 schon vorgelegt. Da ist es natürlich (nicht nur) für viele Journalisten Zeit, die neuen Browserversionen miteinander zu vergleichen.

    So auch die Computerbild, welche im aktuellen Heft 9/2011 in einem Artikel mit dem martialische Titel "Das Imperium schlägt zurück" genau diese Browser durch einen komplexen Parcours auf Desktops, Notebooks und Netbooks jagt. Getestet wurden dabei jeweils:

    • Voraussetzungen
    • Seitendarstellung / Geschwindigkeit
    • Sicherheit / Datenschutz
    • Weitere Funktionen
    • Bedienung
    • Service

    Wir freuen uns natürlich sehr, dass Internet Explorer 9 mit der Schulnote 2,04 den Test gewinnt und dabei alle anderen Browser klar in den Schatten stellt. In dem Artikel kommt die Computerbild zu dem Ergebnis, dass "der von vielen längst abgeschriebene Internet Explorer … sicher und oft auch schneller als die Konkurrenz" ist. 16 von 30 Geschwindigkeitstest entscheidet IE9 dabei für sich. "Der IE9 ist derzeit der Top-Browser. Wer hätte das gedacht?"

    Ein anderer Vergleich ist der regelmäßig von Tom's Hardware durchgeführte Web Browser Grand Prix. Viele aussagekräftige Einzelprüfungen werden hier zu einem komplexen Test kombiniert, um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Schon beim Web Browser Grand Prix 3 ging Internet Explorer 9 als klarer Sieger hervor:

    "Internet Explorer 9 manages to pull ahead, regardless of whether you look at individual categories or the overall placing. IE9 comes out on top in seven categories".

    Allerdings brach damals ein Sturm der Entrüstung los, weil viele Mozilla-Fans Firefox benachteiligt sahen. Tom's Hardware zog nur die damals aktuelle Version 3.6.15 zum Vergleich heran:

    "The comment section has absolutely exploded regarding the absence of Firefox 4 in WBGP3".

    Zwar testet Tom's Hardware im Web Browser Grand Prix nur stabile Browserversionen, allerdings sahen sie sich aufgrund der Anzahl der Kommentare und der Intensität der Diskussion veranlasst, in einem Update noch einmal im Artikel darauf hinzuweisen:

    "First, we only test final builds in this series. Alphas, betas, release candidates, the dev channel, canary builds, etc. are not tested, and certainly not compared to stable final products ... For a long time, it looked like the release of Firefox 4 was going to be right for WBGP3. After several failures to launch on time, it became apparent that Internet Explorer or Safari could see a major release before Firefox ... Many of you commenting on the absence of Firefox 4 seem to be under the assumption that it would have won had this build been included. We managed to grab the file before the site redirected to Firefox 3.6.15 and tested it completely. If this is the final code, Firefox fanatics are going to be disappointed. But it's not the final code, so we'll have to wait and see how Firefox 4 really compares to IE9 when it is released.".

    Im nachfolgenden Web Browser Grand Prix 4 war es dann soweit. Die fertige Version von Firefox 4 wurde mit der Konkurrenz verglichen. Aber auch hier hieß am Ende der Gewinner Internet Explorer 9 :-)

    "If we look at the results by category, Internet Explorer 9 still has the edge. This makes Microsoft's browser the winner by category, as well as by the performance and total placing. There's simply no getting around it, Microsoft Internet Explorer 9 is still the champion."

  • Facebook: IE9 als einziger gegen XSS Angriffe gerüstet

    Nachdem die Cross-Site Scripting (XSS) Angriffe auf Facebook zunehmen, hat Facebook letzten Donnerstag die Zusammenarbeit mit Web of Trust bekannt gegeben:

    https://www.facebook.com/notes/facebook-security/keeping-you-safe-from-scams-and-spam/10150174826745766

    Wichtig für jeden “Surfer” ist dabei folgender Hinweis:

    “We are also working with the major browser companies to fix the underlying issue that allows spammers to do this. Internet Explorer 9 has already put some protections in place, and we are talking with others about providing similar protections.”

    Unter diesem Aspekt sieht Facebook den Internet Explorer 9 derzeit unangefochten an der Spitze der sicheren Browser, da in anderen Browsern (mit Ausnahme von Safari 5.0, der aber nur JavaScript filtern kann) derzeit keine Mechanismen gegen diese Form der Bedrohung implementiert worden sind.
    Wenn man nun noch zusätzlich sinnvolle Einstellungen bei der Tracking Protection vorgenommen hat, so reduziert sich das Angriffspotential noch mal zusätzlich!

    Technische Anmerkung dazu noch von meiner Seite: die XSS Mechanismen sind auch in Internet Explorer 8 schon enthalten und in IE9 noch weiter verbessert worden:

    http://blogs.msdn.com/b/ie/archive/2008/07/02/ie8-security-part-iv-the-xss-filter.aspx
    http://blogs.msdn.com/b/ieinternals/archive/2011/01/31/controlling-the-internet-explorer-xss-filter-with-the-x-xss-protection-http-header.aspx
    http://windows.microsoft.com/en-US/internet-explorer/products/ie-9/features/cross-site-scripting-filter

     

    Für die Tracking Protection auch mal einen Blick in die IE Gallery werfen: http://iegallery.com/de/trackingprotectionlists/default.aspx und eine der Tracking Protection Lists integrieren.

    Übrigens: neben Facebook sieht auch der TÜV Trust IT den IE als sehr sicheren Browser: http://www.it-tuv.com/internet-explorer/

     

    Cheers

    Stephanus

  • Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier….

    Damit das Warten auf den Weihnachtsmann nicht zu langweilig wird, versüßt Microsoft die Zeit bis Weihnachten in diesem Jahr mit dem Internet Explorer 9 Beta Adventskalender!

    img_ie9_advent_367x242_ihnen

    Jeden Tag gibt es Preise wie Windows Phone 7, Xbox 360 mit Kinect und Netbooks. Zur Teilnahme braucht man einfach nur fünf versteckte Features des Internet Explorer 9 Beta im Adventskalender aufdecken. Schon nimmt man an der Verlosung des Tagespreises teil. Welcher Preis sich hinter welchem Türchen versteckt, das weiß nur der Weihnachtsmann. Das Beste: Man kann jeden Tag neu mitmachen und sein Glück versuchen!

    Have fun!
    Daniel

  • BITS Internet Explorer Plug-In zum Herunterladen nutzen

    Auf der Microsoft OEM System Builder Website habe ich vor längerer Zeit ein interessantes Plug-In für den Internet Explorer gefunden, welches das Durchführen von Downloads via BITS (Background Intelligent Transfer Service, intelligente Hintergrundübertragungsdienst) erlaubt. Diese Technik ist den meisten im Zusammenhang mit Windows Update ein Begriff: Der intelligente Hintergrundübertragungsdienst hilft, große Datenmengen ohne Beeinträchtigung der Netzwerkleistung zu übertragen.

    Dabei wird adaptiv die gerade nicht verwendete Bandbreite der Netzwerkverbindung genutzt, um Daten in Abschnitte zerlegt zu übertragen und am Zielort wieder zusammenzuführen. So müssen auch bei einer Unterbrechung des Downloads einmal übertragene Daten nicht erneut heruntergeladen werden, was bei unterbrochenen HTTP-Downloads sehr sinnvoll ist. 

    Nach der Einrichtung des Plug-Ins kann über einen rechten Mausklick auf einen Link im Kontextmenü den neuen Eintrag Background Download as auswählen. Nach dem Eingeben des Zielpfades und des gewünschten Dateinamens bekommt man eine Downloadanzeige mit integrierten Steuerungsmöglichkeiten. Man kann die Priorität (Low, Normal, High) verändern und den Download anhalten, um ihn später wieder fortzusetzen.

    image

    Das BITS Internet Explorer Plug-In findet man unter http://oem.microsoft.com/downloads/bitsfiles.exe (Windows Live ID für Microsoft Partnerprogramm erforderlich). Es unterstützt Windows 2000, Windows XP, Windows Vista und Windows 7 mit Internet Explorer 6, 7 und 8. Nach dem Herunterladen der selbstextrahierenden Installationsdatei führt man die Datei install.js durch einen Doppelklick aus. Nach einem Neustart des Internet Explorers steht dann das Plug-In zur Verfügung.

  • Windows 7 Multi-CPU Unterstützung

    Gastbeitrag von Georg Binder, selbständiger IT-Dienstleister und Autor von windowsblog.at.

    Windows 7 unterstützt ja bis zu 256 Cores (Logical Processors) und skaliert wunderbar. So weit so gut, aber wie viele physische Sockel bzw. Sockets (CPUs) werden unterstützt?

    image

    Simon schreibt:

    “Ein Kollege von mir ist gerade über eine Sache gestolpert welche vielleicht einen Artikel wert wäre. Und zwar ist es aus den offiziellen Marketing Unterlagen bzw. Produkt Guides von Microsoft nicht ersichtlich, welche Windows 7 Edition wie viele physikalische Prozessor Sockel unterstützt. Sicherlich wird dies nur einem kleinen Benutzerkreis, Enthusiasten, Gamern, etc. auffallen, bei meinem Kollegen ist es halt sein Ultra Spiele PC mit Dual QuadCore CPU, der hat sich eine Windows 7 Home Premium x64 zugelegt, leider musste er dann feststellen, dass die Home Premium nur einen Prozessor Sockel unterstützt. Gut war schon bei früheren Home Versionen so, schön wärs trotzdem wenn’s mal irgendwo festgehalten würde.”

    So, jetzt wird es etwas seltsam: ich konnte tatsächlich keine offizielle Seite finden. Trotz mehrere Stunden (!) Suche. Auf meine eigenen PowerPoints kann ich ja schlecht referenzieren (da hatte ich eine Übersicht,…) Jetzt könnte man sich schon aufregen und sagen “hey, das steht ja nirgends”. Aber auf der anderen Seite, … wenn bei Software nicht ausdrücklich steht, dass sie etwas kann,.. dann kann sie es meistens nicht :)

    Diese Tabelle von WinSuperSite dürfte stimmen:

    image

    Warum das nicht auf Microsoft Seiten leicht auffindbar ist, kann ich nicht beantworten, habe es aber weitergeleitet. Für den Server gibt es öffentlich zugängliche und über Suchmaschine auffindbare Specs: http://www.microsoft.com/windowsserver2008/en/us/scalability-ent.aspx