ReadyBlog: Herr Zeiler, die Microsoft BI Konferenz findet dieses Jahr zum dritten Mal statt und Sie waren mit actinium consulting immer mit dabei. Wie fühlen Sie sich als „Veteran“ – oder anders gefragt: was erwarten Sie sich von der Veranstaltung?

gregor-zeilerGregor Zeiler (Geschäftsführer actinium consulting, im Bild): Nicht nur die Teilnahme an den bisherigen BI-Konferenzen, sondern auch  die langjährige Partnerschaft verbindet uns mit Microsoft. Da schwingt für mich auch viel Erfahrung mit dem Wort „Veteran“ mit – das ist durchaus ein gutes Gefühl. So wie in den letzten Jahren freue ich mich natürlich wieder auf viele interessante Gespräche mit den Teilnehmern.

ReadyBlog: Dieses Jahr sind Sie ja gleich mit zwei Vorträgen vertreten - und auch in der Mittagspause haben Sie ein besonderes Programm. Was erwartet die Teilnehmer?

GZeiler: Neu ist heuer der BI-Experten Talk mit Mark Bench, unserem Chef-Analysten. Mark wird mit BI-Experten von Austria Tabak, ÖBB und voestalpine Trends, Entwicklungen und Kostenpotentiale im Bereich Business Intelligence diskutieren. Der Experten-Talk wird in der Mittagspause im Rahmen unseres Ausstellungsstandes mitten in der Cateringzone stattfinden. D.h. die Interessenten haben gleichzeitig die Möglichkeit den Hunger und den Wissensdurst zu stillen. Mein Tipp: Einfach nur nach Mark Bench Ausschau halten, zuhören und genießen, oder auch mitdiskutieren.

Mit unseren Vorträgen wollen wir anhand von konkreten Beispielen zeigen, wie mächtig die BI-Plattform Microsoft SQL Server 2008 geworden ist. Damit meine ich den zur Verfügung stehenden Funktionsumfang und auch die Skalierbarkeit hinsichtlich großer Datenmengen. Das ist oberste Liga, die wir hier spielen können. Einen Datenbestand von mehreren Millionen Datensätzen täglich à jour zu halten bedeutet schon eine große Herausforderung, die wir mit den Datenintegrations-werkzeugen des SQL Server meistern können. Die Highlights dazu hören die Teilnehmer im Vortrag zu unserem Projekt bei SOS-Kinderdorf und im Vortrag zur Datenintegration und Datenqualität gemeinsam mit Microsoft.

ReadyBlog: Große Datenmengen und deren Integration scheint eine Leidenschaft von Ihnen zu sein! Können Sie kurz erklären, warum für Sie eine integrierte, konsistente Datenbasis so wichtig ist?

GZeiler: Ja in der Tat, an diesen Themen hängt unsere große Leidenschaft, aber nicht zum Selbstzweck, sondern weil eine funktionierende Datenintegration für Business Intelligence-Lösungen lebensnotwendig ist. Stellen Sie sich doch einmal eine Auswertungsbasis vor, die 3 Monate alt ist oder sogar noch älter. Niemand fängt mit derartigen Daten etwas Sinnvolles an, wenn z.B. krisenbedingt der Hut zu brennen beginnt. Noch schlimmer das Szenario, wenn diese Daten dann auch noch falsch oder inkonsistent sind. Dann hat man nämlich auch noch die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit verloren. Da hilft auch das hübscheste Auswertungstool nicht mehr darüber hinweg. Die integrierte Datenhaltung im Data Warehouse ist das Herzstück der Business Intelligence-Lösung. Wir kümmern uns ums gesunde Herz.

ReadyBlog: Sie präsentieren ein Projekt, das Sie bei einem sehr namhaften Kunden – SOS-Kinderdorf – durchgeführt haben. Schon etwas überraschend, dass ein Non-Profit Unternehmen sich mit Business Intelligence und Data Warehousing beschäftigt, oder nicht?

GZeiler: Nein, ganz im Gegenteil. Gerade Organisationen wie SOS-Kinderdorf sind bestrebt, die zur Verfügung stehenden Mittel in Form von Spenden und öffentlichen Beiträgen so effizient wie möglich bis zum gewünschten Einsatzort und -zweck zu bringen. Für diese Aufgabenstellung ist Business Intelligence ein „Klassiker“. SOS-Kinderdorf geht da noch einen Schritt weiter. Mit dem „Österreichischen Spenden-Gütesiegel“, hat man sich selbst harte Kriterien zur Nachvollziehbarkeit und Transparenz auferlegt, sodass jeder Spender sicher sein kann, was mit seinem Beitrag passiert. Governance ist zwar in aller Munde, aber welches privatwirtschaftliche Unternehmen kann schon diese Tiefe der Transparenz vorweisen!

Das Gespräch führte Martin Zimmermann.