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Was man gegen krankhaften Informationshunger tun kann

Was man gegen krankhaften Informationshunger tun kann

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Seien Sie nicht enttäuscht! Dieser Post ist eine bloße Übersetzung. Lesen Sie ihn trotzdem oder lesen Sie das Original, wenn Sie wollen. Kein Problem. Aber lesen Sie! Und sie werden sehen, dass eine kleine, aber bedächtige Wiederholung im richtigen Moment viel mehr bringen kann als das Neues, das inspirationslos bleibt und nur den Blick auf das verstellt, was wichtig sein könnte.

Doch beginnen wir mit der Geschichte, die mir Gerry McGovern erzählte.

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Der Erfolg im Web beginnt damit, dass man aufhört, mit organisatorischer Information das zu verstellen, was der Kunde wirklich will.

Diese Einsicht dämmerte mir vor vielen Jahren. Ich erinnere mich an den Moment als wäre es gestern. Mein Freund Tom und ich wollten eine Kollegin besuchen, die im Beaumont Spital in Nord-Dublin lag. Sofort, als wir die Eingangshalle betraten, sah ich dieses Schild. Es war groß und blau und betörend; es schien mich anzulächeln, mir katzenhaft zuzuzwinkern. Dabei bestand es nur aus einem Wort. In Großbuchstaben: INFORMATION.

Was für ein großes Wort! Ich war seit Jahren im Web-Business und immer schon viel von Information umgeben. Leute brauchen Information. Leute lieben Information. Sie sehnen sich nach ihr und träumen von ihr. Weil wir in einer Informationsgesellschaft leben, hecheln Menschen auf der ganzen Welt nach Information.

Ich war begeistert von diesem blauen Schild. Es rief nach mir und ich näherte mich ihm, ohne nachzudenken. Bis Tom nach mir rief: „Gerry, ich weiß, in welchem Zimmer Ann liegt. Du brauchst nicht zu fragen!“

Aber ich war taub in diesem Moment, blind und verblödet. Ich reihte mich in die Schlange vor dem Informationsschalter ein und ignorierte Toms Rufen. Als ich an der Reihe war lächelte ich die Rezeptionistin an, die zurücklächelte. Das war der Moment der Wahrheit.

„Können Sie mir ein paar Informationen geben,” sagte ich zu ihr.
„Wie bitte?“, antworte sie leicht irritiert. „Sie kommen, um jemanden zu besuchen?“
„Ja“, antwortete ich geradezu begeistert.
„Dann brauchen Sie wohl die Zimmernummer. Wie ist der Name des Patienten?“

“Danke. Mein Freund Tom weiß, in welchem Zimmer Ann liegt.“ Dabei drehte ich mich um und suchte meinen Freund, der vergeblich versuchte, sich hinter einer Säule zu verstecken. Ich wendete mich wieder der Rezeptionistin zu: „Ich möchte nur ein paar Informationen von Ihnen. Irgendwelche. Sachen wie … wann dieses Spital gebaut wurde? Oder … welches Holz bei dieser Empfangstheke hier verwendet wurde. Informationen dieser Art, verstehen Sie?“

Die Empfangsdame starrte mich an. Eine geraume Zeit lang, wie es schien.

Dann lächelte sie wieder und sagte: „Ich glaube, ich weiß ganz genau, was sie brauchen, mein Herr. Warten Sie einen Moment ...“ Sie erhob sich und ging in den angrenzenden Raum.

Ich wartete.

Nach wenigen Minuten erschienen zwei sehr freundliche Herren in weißen Mänteln.

„Hallo Gerry”, sagte einer zu mir.
„Hallo.”
„Du suchst nach Informationen?“
“Ja, so ist es.”
„Komm mit uns, Gerry, wir haben eine Menge Information für dich!“

Ich war sehr aufgeregt.

Bis sie mir eine sehr enge, sehr schlecht-designte Jacke überzogen und mich in einen weißen Raum mit Gummiwänden sperrten. Dann kamen die Injektionen.

Es dauerte seine Zeit und viele Therapiesitzungen. Ich hatte auch Rückfälle. Die Ärzte erklärten mir, dass ich wohl zu viel Zeit mit irgendwelchen Web-Teams verbracht hatte, die nicht in der realen Welt lebten. Web-Teams, die Web-Sites vollstopften mit Information, ohne zu verstehen, was die Besucher dieser Seiten eigentlich suchten. Sie glaubten, dass sie auf Information aus waren, während sie eigentlich nur kamen, um ganz bestimmte Aufgaben oder Probleme zu lösen. Für die Besucher war Information nur ein Mittel, um etwas zu erreichen. Mittel und kein Endzweck.

Heute fühle ich mich besser.

posted by Wolfgang Tonninger

Comments
  • mir ist gerade aufgefallen, dass ich diesen Artikel nicht sharen kann?! Hab ich auch schon zu lange Zeit in Webteams verbracht ...

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