Diese Frage machte IBM zur Grundlage einer Studie, in deren Zuge weltweit rund 2600 CIOs befragt wurden. Die Ergebnisse dieser Studie sind seit heute in der aktuellen Computerwoche nachzulesen.

Es wundert wenig, dass dabei nicht nur die Rolle der IT, sondern auch die Rolle der CIOs verhandelt und klargemacht wurde, dass vor dem Hintergrund der sich anbahnenden Fusionierung von Business und IT heute weniger der klassische Tech-Experte gefragt ist als vielmehr ein IT-Stratege modernen Zuschnitts, der mit den Unternehmensprozessen vertraut ist und diese vielfältig zu nutzen weiß.

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Martin Jetter, der Deutschland-Chef von IBM, hält jedoch nichts davon, die Sache künstlich aufzuheizen: "Es geht nicht darum, den CIO abzuschaffen. Im Gegenteil. CIOs sind heute Führungskräfte, die Visionen realisieren und eine entscheidende Rolle für die Innovationskraft und das Wachstum des Unternehmens spielen."

Dies unterstreichen auch die konkreten Ergebnisse der Studie, nach der CIOs heute mehr als die Hälfte (55 Prozent) ihrer Zeit in Aktivitäten investieren, die den Innovationen im Unternehmen gelten. Die verbleibenden 45 Prozent arbeiten sie an klassischen CIO-Aufgaben wie Infrastruktur-Management, Kostenreduzierungen und das Minimieren von Unternehmensrisiken.

Der moderne CIO, so Jetter, muss "drei Rollenpaare in sich vereinen, die auf den ersten Blick widersprüchlich scheinen." Er muss gleichzeitig "scharfsichtiger Visionär und kompetenter Pragmatiker, kluger Wertschöpfer und konsequenter Kostensenker, sowie kooperative Führungskraft und inspirierender IT-Manager sein."

Was wiederum voraussetzt, dass er - wenn er in diesem Anforderungsgeflecht nicht zerrissen werden will - in der Lage sein muss, entsprechend der wirtschaftlichen Situation die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Kennen Sie Ihre?

posted by Wolfgang Tonninger