"Vom papierlosen Büro zu träumen ist heute noch immer so abwegig wie von der papierlosen Toilette. Trotz Bluetooth stolpern wir täglich über Kabel. Software kommt immer noch nicht aus der Steckdose. Und "Cloud Computing" ist bestenfalls etwas für Technopoeten."

Das schrieben wir an dieser Stelle vor mehr als einem Jahr. Nun gut: Das mit "Cloud Computing" nehmen wir zurück - zu konkret die Fortschritte der letzten Zeit -, aber seien wir uns ehrlich: Sind wir nicht alle müde von diesen Schlagwörtern, die von Marketing-Abteilungen ausgedacht scheinen, nur um die Marketing- Community bei Laune zu halten?

Robert McDowell, seines Zeichens Vice President for the Information Worker und Business Value Division bei Microsoft, geht es offenbar nicht anders. Auf der CIO-Konferenz sprach er mit Marc Chillingworth über die neue Fokussierung der IT, der es heute darum gehen muss, ihren Business-Wert zu beweisen und die anstehenden Business-Probleme zu lösen: "The industry is so young and it has been silly until now, concentrating on silly things like office automation. I mean, the paperless office ... it's about as useful as the paperless bathroom."

imageBeispielhaft sagt McDowell in diesem Zusammenhang über Unified Communications  folgendes: "If you don't look at this technology, as well as business intelligence, it is financially irresponsible. It is powerful stuff ... It allows organisations to seriously question the value of attending meetings."

Dass McDowell bereit ist, mit gutem Beispiel voran zu gehen, zeigt er bei seiner eigenen Abteilung, wo er durch den Einsatz virtueller Konferenzsysteme bereits US$ 98 Millionen einsparen konnte.

Kein Wunder, dass die anwesenden CIOs ob dabei hellhörig wurden.

Übrigens: Wenn Sie wissen wollen, wie es mit Cloud-Computing wietergeht, dann schauen Sie sich die Keynote von Bob Muglia an, die er gerade eben auf der Microsoft Partnerkonferenz gehalten hat. Sie ist übrigens auch in Twitter über den Hashtag #WPC09 abrufbar.

posted by Wolfgang Tonninger