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Von Arbeitswelt bis Lebenswert.

Time Cockpit is watching you!

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Wer kennt es nicht – das leidige Thema der Arbeitszeiterfassung, das mit jedem Tag zugleich altmodischer und geschäftskritischer wird? Denn obwohl sich unsere Arbeitsweisen (MultiTasking, MicroProjecting) in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert haben, scheint die Erfassung von Arbeitszeit und –inhalt davon weitgehend unberührt geblieben: Die Person, die über ihre Arbeit aus vielfältigen Gründen Protokoll zu führen hat, unterbricht diese regelmäßig, um Aufzeichnungen zu machen.

Nun sind die software architects rund um Rainer Stropek mTimeCockpitLogoit ihrem neuesten Entwicklungsprojekt Time Cockpit  dabei, diesen ehernen und mühsamen Prozess vom Kopf auf die Füße zu stellen. Was bedeutet, dass der User nicht mehr für die Software arbeitet, sondern die Software für den User.

image „Genau an dieser Stelle setzen wir an und drehen den Spieß um“, bestätigt uns Rainer Stropek. Time Cockpit ‚beobachtet‘ den User bei seiner Arbeit und bietet ihm die Möglichkeit, die notwendigen Zeitaufzeichnungen im Nachhinein sehr exakt durchzuführen, diesen Prozess sogar zu einem großen Anteil zu automatisieren. Entscheidend dabei ist, dass Time Cockpit dabei weitgehend im Hintergrund bleibt und die Arbeit des Benutzers weder beeinflusst noch unterbricht.

Wir sind davon überzeugt, dass gute Technik solange wie möglich unsichtbar bleiben und sich den Arbeitsweisen der User anpassen muss. Erst wenn der Benutzer bereit ist, sich von seinem Arbeitsfluss her explizit dem Thema der Zeiterfassung zu widmen (z.B. am Tagesende, am Ende einer Woche, am Monatsende im Rahmen des Verrechnungsprozesses) tritt Time Cockpit in Erscheinung.“

Technisch gesehen ist Time Cockpit ein Netzwerk aus soft- und hardwarebasierenden Sensoren, die in der Lage sind, verschiedene Aspekte der Tätigkeit einer Person aufzuzeichnen: Geografische Position, Benutzungsverhalten von elektronischen Geräten (PC, Laptop, Mobiltelefon, etc.), Kommunikation (klassisches Telefon, Instant Messaging, IP-Telefonie, Mobiltelefon, etc.) und vieles mehr. Die gesammelten Sensordaten werden mit heuristischen und statistischen Verfahren sowie mit Hilfe von Algorithmen aus dem Bereich des Machine Learnings bereinigt, analysiert und aufbereitet. Moderne Ansätze der Informationsvisualisierung und Benutzerschnittstellengestaltung ermöglichen dem Anwender, die aus den Sensordaten durch das System erkannten Tätigkeiten und Kontextinformationen (Kunde, Projekt, Art der Tätigkeit, etc.) zu verifizieren, anzupassen und schlussendlich in weiter zu verarbeitende Zeitbuchungen umzuwandeln.

Wir wünschen dem Projekt der software architects, das eine Entwicklungskoproduktion mit den Research Studios Austria und der Donau Universität Krems ist und seit Mai 2009 von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit einem Gesamtbudget von ca. 300.000 Euro unterstützt wird, viel Erfolg!

posted by Wolfgang Tonninger

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