Wir sprachen mit Christoph Moser, Head of Professional Services bei der Infoniqa Informationstechnik GmbH.

ReadyBlog:
Herr Moser, Sie realisierten mit Infoniqa in den letzten Jahren zahlreiche Projekte im Bereich Server-Virtualisierung. Ist die Virtualisierungstechnologie mittlerweile in der Praxis angekommen oder gibt es noch große Berührungsängste von Seiten der Kunden?

CMoser: Es mag vielleicht überraschend klingen, aber ich kenne kaum Kunden, die beim Betrieb Ihrer imageIT-Infrastrukturen ganz ohne Virtualisierung auskommen. Das war vor 4 oder 5 Jahren anders. Da war man mit einem solchen Projekt noch bei den Early Adoptern.

ReadyBlog: Von welchen Unternehmensgrößen sprechen Sie?

CMoser: Unsere Erfahrung zeigt, dass Virtualisierung kein Größenpickerl hat. Und ab 100 Mitarbeiter aufwärts kommt man um das Thema kaum mehr herum.

ReadyBlog: Von woher nähern sich Ihre Kunden dem Thema?

CMoser: Definitiv geht es bei den meisten Kunden zunächst um Fragen rund um Verfügbarkeit und Konsolidierung. Aber eigentlich geben sich hier sehr viele Aspekte die Hand. Das ist ja auch die Stärke des Themas. Wenn ich im Rechenzentrum aufräumen will und damit Strom- und Hardwarekosten spare, dann werde ich die Virtualisierungstechnologie natürlich auch nutzen, um Serverinstanzen dynamisch bereitzustellen. Auch dem Thema Ausfallsicherheit kann ich mich durch den Virtualisierungsansatz ganz anders nähern.

ReadyBlog: Mit Virtualisierung steigt die Komplexität. Ist das ein Einwand, den sie öfter hören?

CMoser (schmunzelt): Auch wenn ich Sie enttäuschen muss: eigentlich gar nicht. Ich denke, dass die Werkzeuge, die einem heute für das Management von IT-Infrastrukturen zur Verfügung stehen, sehr einfach und simple sind. Ich sehe da weder ein Kluft noch einen gravierenden Unterschied. Nehmen Sie Aufgaben wie Monitoring, Alerting, Patch-Management – die gibt es da wir dort und sind unabhängig davon, ob ein es sich um einen virtuell oder physisch bereitgestellten Server handelt. Beim „Deployen“ werde ich mir aber wesentlich leichter tun, denn hier kommt die Hardwareunabhängigkeit richtig zum Tragen.

ReadyBlog: Da geht es ja auch um ganz neue Entwicklungsperspektiven für Infrastrukturen.

CMoser: Genau! Ein Beispiel: Durch den Hardware-unabhängigen Betrieb virtueller Maschinen können Sie diese bei einem Serverausfall einfach mitnehmen. Wie ein File, das Sie von einem auf den anderen Rechner ziehen. Wenn Sie sich die enormen Entlastungen für den Admin-Bereich vorstellen, werden Sie sich nicht wundern, dass Kunden auf solche Themen besonders gerne aufspringen.

ReadyBlog: Danke für das Gespräch

Die Fragen stellte Wolfgang Tonninger