Laut Gartner Group ist heute für 93% der Unternehmen Virtualisierung bereits ein Thema. "Kein Wunder" denkt sich, wer die aktuelle Studie von Steria Mummert Consulting zur Hand nimmt: Sie zeigt, dass die durchschnittliche Serverauslastung in Unternehmen teilweise nur 5 bis 25 Prozent beträgt.

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Kein Wunder auch, dass angesichts solcher Zahlen der Virtualisierungsmarkt  ordentlich in Bewegung geraten ist - nicht zuletzt dank Hyper-V und dem neuen Windows Server 2008 von Microsoft. Bereits im Herbst hielt das renommierte Marktforschungsunternehmen IDC fest, dass "vor allem Newcomer Microsoft, der erst Ende Juni sein Produkt Hyper-V fertig stellte, mit einem Marktanteil von 23 Prozent erstaunlich schnell Boden auf VMware gutgemacht hat. Der Erfolg von Microsoft geht zwangsläufig zu Lasten des Marktführers VMware, der im zweiten Quartal 2008 mit den Produkten ESX und VMware Server nur noch einen Anteil von 44 Prozent erreicht. In der Vergangenheit kam der Virtualisierungspionier regelmäßig auf Marktanteile von 70 Prozent und mehr." 

Vor diesem Hintergrund hat das Interview mit Gartner-Analyst Andy Butler Ende Jänner 2009 in der Computerzeitung beinahe etwas Trotziges: "Aus Gesprächen mit Kunden wissen wir, dass es bis jetzt nur geringe Verschiebungen weg von VMware und hin zu Microsoft gibt."

Ich denke, 18% Marktverschiebung sind keine Kleinigkeit. Ich denke auch, dass es an der Zeit ist, den Vergleich VMware versus Microsoft zu entideologisieren - zumal die Frage: "Entweder-Oder?" schon in naher Zukunft so nicht mehr gestellt werden wird.

posted by Wolfgang Tonninger