Laut Gartner Group meinen 88% der Unternehmen Server-Virtualisierung, wenn Sie von Virtualisierung sprechen. Weit abgeschlagen sind Desktop- und Anwendungsvirtualisierung mit 7% respektive 4%, obwohl gerade letztere, die dynamische Bereitstellung von Anwendungen entscheidend erleichtern könnte.

Dass allfällige Berührungsängste unbegründet sind, davon ist Hans Berndl, Microsoft Österreich, überzeugt: "Der Trick dabei ist immer der gleiche - egal, ob es sich um die Virtualisierung von Servern, Desktops oder Anwendungen handelt: Zuerst wird getrennt, dann wird ein File erstellt und am Ende wird eine Zwischenschicht (Virtual Layer) eingezogen, der dieses File flexibel verteilen kann. Dadurch kann zum Beispiel eine verstreute Anwendung, die normalerweise überall im System Spuren (wie zb Registry-Einträge) hinterlässt, auf ein konsolidiertes File herunter gebrochen und flexibel per Drag&Drop bereitgestellt werden, ohne Unvereinbarkeiten mit anderen Anwendungen fürchten zu müssen."

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Dazu gibt es auch ein Video vom Microsoft Management Summit 2009 in Las Vegas, das Matt McSpirit wie folgt erläutert: "The thing I love about App-V, is the power it gives the IT Admin to deploy applications, without going through a huge regression testing period, as each application exists within it’s own little sandbox, isolated from other applications that would normally conflict.  This means that you overcome app to app incompatibilities, but you also gain an extra level of control over the OS, as it can be quickly replaced, yet when the user logs in to their new OS, the same applications are streamed down to them, on demand."

Matt McSpirit ist es auch, der in seinen episodes@virtualboy tv die einzelnen Spielarten der Virtualisierung für Sie auf den Punkt bringt. Zum Thema Anwendungsvirtualisierung hält er folgendes fest: "Incompatibilities between an application and its operating system can be addressed by either Server Virtualisation or Presentation Virtualisation; but for incompatibilities between two applications installed on the same instance of an OS, you need Application Virtualisation. Microsoft Application Virtualisation (App-V) transforms applications into centrally-managed virtual services that are never installed and don’t conflict with other applications."

Wir halten fest: Klassische Anwendungsbereiststellung bedeutet Installation. Und Installation ist nur ein anderes Wort für Verflechtung. Mit allen "möglichen und unerwünschten Nebenwirkungen". Virtualisiert bereitgestellte Anwendungen werden nicht mehr installiert, sondern lose als Files angeboten.

posted by Wolfgang Tonninger