Dass E-Mail kein oder zumindest ein fragwürdiges Collaboration-Tool ist, ist oft noch ein gut gehütetes Geheimnis. Obwohl es offensichtlich ist, wenn Leute das Getuschel fördern (Stichwort: blind copies), sich hinter E-Mail-Prozessen verstecken oder endlose Forward-Ketten produzieren.

Dass E-Mail auch als Communication-Tool scheitern kann, zeigt diese Geschichte aus Wales, wo die Gemeindeverwaltung von Swansea versuchte, im Bezirk Morriston LKWs davon abzuhalten, eine Nebenstraße zu benutzen. Weil in Wales alle offiziellen Verkehrszeichen zweisprachig sein müssen, wurde per E-Mail vom Übersetzungsbüro eine Übersetzung der Aufschrift: “No entry for heavy goods vehicles. Residential site only” ins Walisische angefordert.

Wie BBC berichtet, kam die Antwort prombt und die Zuständigen machten sich unverzüglich an die Umsetzung - und zwar ohne die Übersetzung zu prüfen! Es sorgte für ziemliche Aufregung, als die ersten, des Walisischen kundigen Passanten an dem Schild vorbeikamen und den Fehler entdeckten. Denn als Übersetzung stand dort zu lesen: "I am not in the office at the moment. Send any work to be translated."

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In seinem Vortrag "Thinking outside the inbox" spricht Luis Suarez über alternative Kommunikationswerkzeuge im Licht der neuen sozialen Medien und wie man sich aus der E-Mail-Geiselhaft befreien kann.

Den wunderbaren Film Lost in Translation gibt's heute abend übrigens im arte TV.

posted by Wolfgang Tonninger