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INTERVIEW: SAP und Microsoft, eine Zweckehe - oder: über die Wichtigkeit von Brücken und jene, die sie bauen

INTERVIEW: SAP und Microsoft, eine Zweckehe - oder: über die Wichtigkeit von Brücken und jene, die sie bauen

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ReadyBlog: Herr Pichl, Ihr Vortrag auf der Business Intelligence Konferenz trägt den Titel „Schlagen Sie die BI-Brücke zwischen SAP und Microsoft“. Wie wichtig ist es in Zeiten, in denen sich viele BI-Anbieter gegenseitig aufkaufen, denn noch in Interoperabilität und eben diese „Brücken“ zu investieren?

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RPichl: Interoperabilität ist grundsätzlich immer ein Thema, denn die berühmte „grüne Wiese“ bzw. nur ein einziges System, sowohl operativ als auch datenbankseitig, wird es nie geben. Gerade durch M&A-Aktivitäten entstehen häufig Situationen, in denen heterogene BI-Landschaften einfach Fakt und nicht so leicht abzuschaffen sind. Ganz im Gegenteil, man muss schauen, wie diese zusammengebracht werden können. Damit werden auch Offenheit und Flexibilität sowie anwenderfreundliche Tools immer ein Thema sein.

Im Bild: Ralf Pichl, Geschäftsführer, Cubeware GmbH & Co KG

ReadyBlog: Sowohl Microsoft als auch SAP haben sich in den letzten Jahren zu ernstzunehmenden BI-Anbietern entwickelt. Welche Unterschiede gibt es denn in den jeweiligen BI-Strategien und welche Stärken und Schwächen können Sie erkennen?

RPichl: Beide Unternehmen sind mit ihren Angeboten für den Aufbau von BI-Plattformen und -Lösungen IT-orientiert. SAP geht dabei in Richtung One-Stop-Shop von ERP bis BI, übersieht dabei aber, dass es auch noch andere Systeme in einem Unternehmen geben kann. Microsoft postuliert BI „for the masses“, setzt aber gleichzeitig eine komplexe Systemlandschaft voraus, womit dann aber oftmals kleine und mittelständische Unternehmen und auch Fachabteilungen überfordert sind. Vor diesem Hintergrund sieht sich Cubeware aber keineswegs als Kontrahent, sondern als Katalysator zu Mittelstand und Fachanwender hin sowie als Verbinder beider Welten.

ReadyBlog: Keine anderen Anbieter werden so oft gemeinsam genannt wie SAP und Microsoft. Warum ergänzen sich gerade diese beiden Unternehmen bzw. ihre Technologien so gut? Oder ist es eher eine Zweckehe, die hier eingegangen wird?

RPichl: Viele Unternehmen haben einfach SAP und Microsoft als gesetzte Technologien im Einsatz. SAP kommt dabei mehr aus dem ERP-Segment, Microsoft hingegen aus dem Office-, Frontend- und Server-Bereich. Eine Verbindung ist hier definitiv sinnvoll, denn schließlich kann man das eine nicht einfach durch das andere ersetzen. So werden beispielsweise auch schon Front- und Backoffice beider Häuser miteinander genutzt – also die Microsoft Office-Produkte in Kombination mit SAP ERP. Darüber hinaus ist aber auch ein Zusammenspiel von Anwendungen aus beiden Häusern sinnvoll, wenn beispielsweise die Zentrale SAP im Einsatz hat und die Tochtergesellschaften mit Dynamics NAV arbeiten. Und auch beim Thema SAP BI ist eine Verbindung mit Microsoft sinnvoll. Der Charme von SAP BI liegt zwar ganz klar in der Integration mit dem SAP-ERP-System. Dies birgt aber auch den Nachteil, dass andere Nicht-SAP-Systeme hier nur schwer integrierbar sind – wie etwa Analysis Services oder ein Microsoft-ERP-System. Hier kann Cubeware wertvolle Dienste leisten.

ReadyBlog: Welche Rolle spielen Lösungspartner, wie Cubeware, bei der Integration und Implementierung von BI-Lösungen? Und wie gehen Sie als Cubeware an solche Projekte bei Kunden heran?

RPichl: Cubeware ist die ideale Verbindung der Welten, da unsere Produkte und Lösungen offen und flexibel sind und somit alle Vorsysteme im Griff haben. Dies gilt nicht nur für SAP ERP und Dynamics Produkte von Microsoft, sondern auch für alle anderen. Sie dienen als Daten-Lieferanten für OLAP-Cubes wie zum Beispiel für die SQL Server Analysis Services oder auch für die multidimensionalen Datenbanken von Infor, Cognos, IBM oder Opensource Datenbanken wie Palo. Darüber hinaus bietet Cubeware ein interoperables Frontend für Windows und Web. Dadurch können umfangreiche Funktionen für Analyse, Planung, Reporting und Dashboarding umgesetzt werden. Was unsere Vorgehensweise betrifft, so können wir dadurch, dass wir äußerst fachanwenderorientierte Software bieten, vorgefertigten Business Content liefern und durch Workshops schnelle Erfolge garantieren. Auf diese Weise sind Cubeware Lösungen unter anderem bei PharmaZell und Evenord innerhalb von wenigen Wochen einsatzbereit gewesen. Kurz gesagt baut unser Geschäftsmodell auf Aspekte wie reduzierte Komplexität, schnelle Erfolge, leichte Administration und niedrige Einstiegshürde bezüglich Zeit und Geld. Und der Erfolg gibt uns Recht.

ReadyBlog: Vielen Dank für das Gespräch!

PS: Die Vortragsunterlagen zur Business Intelligence Konferenz 2008 sind online verfügbar in der Eventnachlese >>

Die Fragen stellte Martin Zimmermann

Comments
  • SAP und Microsoft verbindet eine ganz besondere Beziehung, die am besten mit dem Wort Co-opetition charakterisiert

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