ReadyBlog: Herr Blazicevic, Sie haben mit CORPORATE PLANNER ein BI-Tool entwickelt, das vor allem im Bereich Planung und Controlling hervorragende Arbeit leistet. Was sind die Stärken dieses Tools?

MBlazicevic: CORPORATE PLANNER ist ein flexibles Management-, Planungs- und Informationssystem, das im Gegensatz zu vielen datengetriebenen BI-Werkzeugen über eine integrierte BWL-Logik verfügt, die flexibel eingesetzt werden kann. Dadurch kann es für Analyse, Planung und aktive Steuerung gleichermaßen herangezogen und indivduell an Unternehmensbedürfnisse angepasst werden.

ReadyBlog: Stichwort Individualisierung vs. Standardapplikation: Wohin geht der BI-Trend? Der Anwender wünscht immer mehr Vorfertigungsgrad und gleichzeitig immer mehr Individualität. Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

MBlazicevic: Die Kunst liegt genau darin, diesen vermeintlichen Konflikt im Kontext der Ziele unserer Kunden aufzulösen. Für uns stehen die imageAnforderungen der Fachabteilungen im Vordergrund. Hier helfen Standards im Bereich Logik, Schnittstellen und Funktionen dabei, die Realisierung der fachlichen Lösung zu beschleunigen und den Weg dorthin einfach zu machen. Individualität kommt dort ins Spiel, wo es um Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit dieser Funktionen und Lösungen geht. Die Flexibilität des CORPORATE PLANNER erlaubt es, individuelle Business Intelligence-Anforderungen von der Analyse bis zum Reporting auf einer konsistenten Plattform bereitzustellen.

Ing. Mag. (FH) Michael Blazicevic, Leiter Competence-Center Wien, CP CORPORATE PLANNING AG

ReadyBlog: ... auch wenn ich Excel integrieren will?

MBlazicevic: Natürlich auch dann! Controller lieben und hassen Excel gleichermaßen. Warum? Weil sie in der Excel-Umgebung betriebswirtschaftliche Formeln, Datenhaltung sowie ein individuelles Layout vermeintlich gut kombinieren können. Das funktioniert auch meist anfangs recht gut. Mit steigender Komplexität und den Anforderungen dynamischer Bereitstellung für mehrere User, wird eine solche Umgebung zunehmend unsicher, inkonsistent und schwer zu warten. 

Wenn es gelingt, die Vorteile einer Excel-Umgebung (Layout, Handhabbarkeit für Endanwender, sowie Einbindung der Excel-Funktionen) mit der konsistenten Datenhaltung, Sicherheit und Multiuserfähigkeit eines zentralen Serversystems zu verbinden, dann entsteht eine Anwendung, welche die Controller nachhaltig lieben. Um diese "Win-Win-Situation" zu erreichen, hat CP eine Excel-Integration entwickelt, die genau diesen Anspruch erfüllt.

ReadyBlog: Wohin geht der Trend für Planungswerkzeuge im Mittelstand und wie können Sie diesen Trend mit der Unterstützung von MS Produkten untermauern?

MBlazicevic: Der Trend geht eindeutig weg von BI-Bastelecken und hin zu Standardlösungen. Auch die Ansprüche in den Bereichen Darstellung und Kombinatorik werden weiter steigen. Microsoft bietet uns eine Produkt- und Entwicklungsplattform (SQL Server, .NET Framework, SSIS, AS), mit der wir sehr schnell auf solche Trends reagieren und die Synergien an den Anwender weitergeben können.

ReadyBlog: Danke für das Gespräch.

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Die Fragen stellte Wolfgang Tonninger