3 Fragen an Mario Schmalzl, ascention

ReadyBlog: Herr Schmalzl, Sie schreiben in der Ankündigung ihres Vortrags auf der BI-Konferenz 2008, die am 27. November im Leopold Museum über die Bühne gehen wird, dass Analyse und Reporting mittlerweile „commodity“ sind und keinen echten Wettbewerbsvorteil bieten. Damit legen Sie sich ziemlich weit aus dem Fenster. Was sind die Gründe für diese Einschätzung?

image MSchmalzl: Heute haben Analyse- und Reporting-Anwendungen einen so hohen Reifegrad, die nötige Massentauglichkeit und einen niedrigen Preis, dass man sich durch deren Einsatz als Steuerungsinstrument nicht mehr vom Mitbewerb absetzen kann.

Das heißt: Die saubere Nutzung dieser Techniken ist Grundlage für die verlässliche und fundierte Steuerung eines Unternehmens. Aber erst über den Einsatz standardisierter DWH-Konzepte und Data Mining-Methoden lassen sich versteckte Details und solche Informationen aus den Daten ziehen, die zu einer wirklichen Steigerung der Datenqualität beitragen. Wer das verstanden hat und beherrscht, kann die Dynamik heiß umkämpfter Märkte für sich nutzen.

Im Bild: Mario Schmalzl, Managing Consultant und Prokurist bei der
ascention information management gmbh

ReadyBlog: Durch die Betonung von Data Mining könnte der Eindruck entstehen, dass sie das Thema Business Intelligence, das gerade erst am Front-End angekommen ist, wieder ans Back-End verbannen? Da werden viele Endanwender enttäuscht sein …

MSchmalzl: Wir und unsere Know-how-Partner in diesem Bereich setzen schon sehr lange auf die Vorzüge und Konzepte von Data Mining. Und ich gebe Ihnen recht, dass wir lange im Dunkeln operiert haben und die konkreten Vorzüge v.a.  mittelständischen Kunden und Endanwendern nur mühsam vermitteln konnten. 

Microsoft hat es jetzt allerdings geschafft, uns ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem der Mehrwert von Data Mining sehr anschaulich vermittelt werden kann. Durch die Integration in Office 2007, die sehr einfache Umsetzung bewährter DM-Methoden mit fachbereichstauglichen Wizards und ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Thema nicht mehr Universitäten oder Konzernen vorbehalten, sondern auch für kleinere Unternehmen interessant geworden.

ReadyBlog: Wie findet man die dabei die Mitte, wenn man einerseits die Daten auspressen will, bis sie alles preisgeben, was in ihnen steckt, auf der anderen Seite jedoch schnelle Informationen benötigt und auf die Analyseergebnisse nicht warten kann?

MSchmalzl: Entscheidend sind hier eine saubere Datenbasis und ein gewisser Automatisierungsgrad. Momentan sind wir in einer Phase, in der die Technik mehr kann, als wir damit anzufangen wissen und das macht selbst exponentiell wachsende Datenmengen unproblematisch.

Für eine integrative und nachhaltige BI-Architektur ist es wichtig, vorhandene Technik mit bewährten Konzepten zu verbinden, langfristig skalierbar zu bleiben und neueste BI-Technologien (wie z.B. In-Memory OLAP oder Data Mining) sinnvoll einzusetzen. Dieser Ansatz ermöglicht tagesaktuelle Ergebnisse, echte Wettbewerbsvorteile und damit verbunden eine Investitionssicherheit, auf die man bauen kann.

ReadyBlog: Danke für das Gespräch!

Hier geht´s zur Anmeldung für die BI-Konferenz.

Das Interview führte Wolfgang Tonninger