Über die unglaubliche Geschichte von Bill Gates und Microsoft wurde in den letzten Wochen bereits viel geschrieben (und über seinen letzten Arbeitstag viel gelacht - wer es noch nicht sah, sollte sich dieses Video nicht entgehen lassen). Ich hätte es eigentlich dabei belassen, wäre ich nicht gestern über einen Artikel in der TechRepublic gestolpert, der ein paar Dinge, die uns Bill lehrte, sehr schön auf den Punkt bringt.

5. Geeks can be businessmen, too

Bill Gates hat die Zunft der Programmierer mit einem neuen Image ausgestattet und salonfähig gemacht (an die amüsanten Rollenverschiebungen erinnert sich seine erste Sekretärin in diesem Kurzvideo). Also: nicht mehr schämen, stolz sein! Wie alles begann - daran erinnern sich Steve Jobs (Apple) und Bill Gates 24 Jahre später in diesem denkwürdigen Gespräch.

4. You don’t have to be first to win

Gates und Microsoft waren nícht immer die Ersten. Aber sie verstanden es, die Innovationen zum Anwender zu bringen und damit das revolutionäre Potenzial auszuschöpfen. Gates sollte mit seiner utopischen Prophezeiung vor 20 Jahren, dass zu Beginn des neuen Jahrtausends ein Computer an jedem Arbeitsplatz stehen wird, Recht behalten.    

3. Computing will spread everywhere

Gates sollte mit seiner utopischen Prophezeiung vor 20 Jahren, dass zu Beginn des neuen Jahrtausends ein Computer an jedem Arbeitsplatz stehen wird, Recht behalten. Die Visionen von Gates in Sachen User-Experience (Smartphone, Tablet PC, Speech Recognition) haben nicht nur Microsoft, sondern die gesamte IT-Branche inspiriert - und inspirieren sie noch immer (Surface). 

2. Arrogance breeds failure

Dass Erfolg blind machen kann, hat Bill Gates durch seinen IBM-Deal am Beginn seiner Laufbahn eindrucksvoll bewiesen. Vielleicht war das ein Schlüsselerlebnis, warum Gates auch im  Erfolg unruhig und wachsam geblieben ist - und die Konkurrenz (Apple, Netscape, Linux, Google) immer im Visier behalten hat. Apropos Google: Mit der Aquisition von Powerset, einer neuartigen Suchmaschine, die auf der natürlichen Sprache basiert (vgl. dazu den gestrigen Weblog-Eintrag von Don Dodge)  macht Microsoft große Schritte in Richtung Web 3.0.

1. Software matters

Als Gates in den 70-er Jahren Microsoft gründete, sprach man über Hardware, wenn man von Computern sprach, und über nichts anderes. Gates ganzes Interesse galt jedoch von Anfang den Anwendungen, die darauf liefen und den Menschen, die sie einsetzten. Sein Credo "Software matters" stand am Beginn der IT-Revolution und ist bis heute der Motor geblieben, der den Markt vorantreibt.

0. There is something beyond IT

Verzeihen Sie, wenn ich die Aufzählung der TechRepublik um einen persönlichen Punkt ergänze, der mir besonders wichtig ist. Mit der „Bill and Melinda Gates Foundation“ zeigt Gates eindrucksvoll, dass es ein Leben außerhalb der IT-Branche gibt. Mitte 2007 war diese Stiftung "38 Milliarden Dollar schwer, sie fördert weltweit medizinische Forschung, um Impfstoffe gegen Malaria, Aids, Tuberkulose und andere infektiöse Krankheiten zu entwickeln. Derzeit fließen mehr Mittel aus ihr in die Forschung als aus Amerikas wichtigster Behörde für biomedizinische Forschung (National Institute of Health, Jahresetat 28 Mrd. Dollar)", wie in der Tageszeitung Die Presse zu lesen ist.

posted by Wolfgang Tonninger