Laut Computerwoche waren die von den Analysten der Gartner Group beim diesjährigen BI Summit in Amsterdam vorgestellten Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter IT-Managern doch eher ernüchternd. Laut Gartner sind viele BI-Projekte zu wenig an den Unternehmensstrategien ausgerichtet und liefern Messgrößen, mit denen das Management oft nicht viel anfangen kann. Denn was nützen die besten und aktuellsten Kennzahlen, wenn daraus keine strategischen Entscheidungen abgeleitet werden können?

Gartner Research Vice President Andreas Bitter berichtet, dass BI-Tools für die meisten Anwender zu schwierig sind.Dass viele BI-Projekte immer noch abteilungsbezogen umgesetzt werden, ist ein weiteres erschreckendes Symptom dafür, dass BUSINESS INTELLIGENCE nicht so richtig erwachsen werden will. Die Situation ist schwierig: Denn die Funktionsvielfalt heutiger BI-Produkte schreckt Anwender, deren Annäherung nicht systematisch und strategisch abgesichert erfolgt, eher ab. Das unterstreicht auch die Aussage des Gartner-Analysten Andreas Bitterer (im Bild): "Für 80 Prozent der Benutzer ist BI zu schwierig. Sie wissen gar nicht, was sie mit solchen Produkten fragen sollen."

Es ist zwar eine Binsenweisheit, aber an dieser Stelle sinnvoll zu wiederholen: Die Qualität der Antworten, die BI-Lösungen liefern, ist abhängig von der Qualität der Fragen, die gestellt werden.

posted by Wolfgang Tonninger