Interview: 3 Fragen an Thomas Heinzmann, NAVAX Consulting AG

Ready Blog: Herr Heinzmann, in Ihrem Vortrag bei der BI-Konferenz sprechen Sie über die Verbindung von CRM- und BI-Werkzeugen. Das ist insofern interessant, als BI gerade für kleine Unternehmen oft mit dem Thema CRM beginnt. Wie sehen Sie das?

THeinzmann: Die Frage, ob Unternehmen zuerst eher CRM- oder eine ERP-Lösung brauchen, hängt davon ab, ob der Schwerpunkt in der Produktion, im Handel oder Thomas_Heinzmann2 in der Beratung liegt. Die Praxis zeigt, dass kleinere Unternehmen im Endkundengeschäft eher mit CRM-Lösungen beginnen. Möglichkeiten und Szenarien sind heute vielfältig, weil man BI-Lösungen sehr flexibel schnüren kann. So ist es durch die Zusammenarbeit mit Excel 2007 heute auch für kleinere Unternehmen wesentlich leichter geworden, BI-Anwendungen zu nutzen.


Bild: Thomas Heinzmann,
Senior Developer NAVAX Consulting AG

Ready Blog: Sind die Schwerpunkte, die Unternehmen setzen, größenabhängig?

THeinzmann: Relevante und präzise verteilte Information ist für jeden interessant. Während jedoch kleinere Betrieben vor allem das Reporting in den Mittelpunkt stellen, nutzen Konzerne BI vor allem, um bei strategische Entscheidungen das Risiko zu minimieren und auf Basis fundierter Datenanalysen die richtigen Schlüsse ziehen zu können. 

Ready Blog: Wie machen Sie Ihren Kunden die Vorteile von Business Intelligence schmackhaft?

THeinzmann: Im Moment arbeiten wir an Basisversionen, die noch schneller und einfacher  bei Kunden installiert werden können. Derzeit benötigen kleine Projekte noch einen Workshop, Analyse und Installationszeit. Mit den Basisversionen für die am meisten gefragten Bereiche wie Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung, Einkauf und Verkauf können wir in Zukunft zum Kunden gehen und ihm nach zwei, drei Stunden Einrichtung mit seinen echten Daten zeigen, was BI alles kann. Die Kunden können alle Möglichkeiten austesten und entscheiden, ob sie die BI-Lösungen behalten möchten oder nicht. Entscheiden sie sich dafür, können sie die kostenfreie Basisversion behalten. Lediglich der Installationsaufwand wird verrechnet. Diese Basisversion kann in der Folge von uns um die Kunden-Bedürfnisse erweitert und angepasst werden kann.

Ready Blog: Das ist natürlich nur möglich, wenn Sie dem Kunden alles aus einer Hand bieten können.

THeinzmann: Exakt. Denn nur wenn er einen koordinierenden Ansprechpartner  hat, kann garantiert werden, dass an den Schnittstellen von ERP, CRM und Business Intelligence die Daten nahtlos weitergegeben werden. In Summe heißt das für den Kunden: Eine bessere Lösung in weniger Zeit um weniger Geld. Weil wir alle Systeme kennen und jederzeit wissen, welches System was benötigt.

Danke für das Gespräch.

Die Fragen stellte Wolfgang Tonninger