BUSINESS INTELLIGENCE: 4 Fragen an Reinhard Schlossar, Active Business Consult

Foto_ReinhardSchlossar ReadyBlog: Auf Ihrer Website ist zu lesen, dass Sie für Ihre Kunden „zielorientierte, leistungssteigernde und wirtschaftliche“ Lösungen entwickeln und einführen. Das heißt also, dass Performance Management-Lösungen Leistung nicht nur managen, sondern auch gleich steigern sollen – wie kann PerformancePoint Server (PPS) dabei helfen?

Im Bild: Reinhard Schlossar, Senior BI Consultant, Active Business Consult

RSchlossar: Bei Business Intelligence dreht sich ja alles um die Verwertung von Informationen zur Steuerung des Unternehmens. Nur wer das Steuer fest in der Hand hat, kann Leistung erbringen und letztendlich diese auch steigern. Deshalb auch die Metapher des „Cockpits“ als wesentliche Komponente von PerformancePoint, um zielgerichtet und maßgeschneidert Informationen für das Management, aber auch für Mitarbeiter anbieten zu können. PerformancePoint ist hier flexibel genug, um für detaillierte Analysen Lösungen auf Knopfdruck anbieten zu können.

ReadyBlog: In Ihrer Session auf der Business Intelligence Konferenz behandeln Sie das Thema Deployment von PerformancePoint Server 2007: Welche Herausforderungen sehen Sie und wie können Sie als Partner beim Deployment helfen?

RSchlossar: Deployment wird oft zu eng und nur aus technischer Sicht betrachtet. Wo doch die große Herausforderung organisatorischer Natur ist und im Brückenschlag zwischen IT und Fachbereich besteht: Werden überhaupt die richtigen Werkzeuge von den dafür vorgesehenen Personen verwendet? Können die vorhandenen IT-Lösungen mit den neuen Produkten integriert werden? Die Microsoft SQL Server BI-Plattform bietet eine durchgängige Lösung, um wie aus einem Werkzeugkasten die benötigten Komponenten auszuwählen und gleichzeitig ein gutes Zusammenspiel zu garantieren. Wie man die einzelnen Komponenten maximal nutzbringend einsetzt, davon handelt der Vortrag.

ReadyBlog: Was ist Ihrer Meinung nach DER wichtigste Trend im BI-Markt?

RSchlossar: Wir sind davon überzeugt, dass man Business Intelligence-Lösungen nicht mehr als Insellösungen betrachten darf. Zu BI gehört heute viel mehr, als aus Rohdaten konsolidierte Informationen zu generieren. Weil sich BI immer mehr in und mit sämtlichen Unternehmensebenen verzahnt, geht es letztlich um das gesamte, IT-gestützte Management eines Unternehmens. Ausgehend von einer konsolidierten und bereinigten Datenbasis (DWH) etablieren sich über relativ einfach einzuführende Reporting- und Analyseplattformen hinaus immer mehr die sogenannten Kennzahlen- und Performance Measurement-Systeme. Es geht einerseits darum, Beziehungen klassischer, betriebswirtschaftliche Kennzahlen (Umsätze, Cash Flow, etc.) zueinander und einer Betrachtung anderer, "weicher" Einflussgrößen (Leistung/Verhalten von Mitarbeitern, Kundenzufriedenheit, etc.) im Unternehmen herzustellen. Andererseits sollen diese zahlenmäßigen Ergebnisse auch in den Kontext der täglichen Abläufe und Prozesse gebracht werden. Nur so sind sie leicht interpretierbar und daraus konkrete Maßnahmen zur Kurskorrektur und -verbesserung abzuleiten. Zielsetzung von Performance Management ist eine systematische, mehrdimensionale Leistungsmessung, -steuerung und -beurteilung eines Unternehmens. Unter Betrachtung all dieser Faktoren sehen wir Performance Management als den Trend im BI Markt!

ReadyBlog: Für welche Unternehmen ist der PerformancePoint Server denn überhaupt interessant? Wie sieht ein "typischer" PPS-Kunde aus?

RSchlossar: Der Bedarf an Unternehmenssteuerung und -kontrolle ist unabhängig von der Größe eines Unternehmens. Daher glauben wir, dass nicht nur große, sondern auch mittelständischen Betriebe ein Softwareinstrument wie den PPS sinnvoll einsetzen und mit ihm wachsen können. 

ReadyBlog: Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Martin Zimmermann