BUSINESS INTELLIGENCE: 3 Fragen an Tobias Schmidt, SKYTEC AG

ReadyBlog: Auf Ihrer WebSite ist zu lesen, dass heute das Thema Planung für Unternehmen wichtiger wird. Kann man diese Einschätzung auch so verstehen, dass viele Unternehmen bislang Ihre Hausaufgaben im Bereich BI vernachlässigt haben und diese jetzt nachholen? Mit anderen Worten: Kennzahlen taugen nichts, wenn man nicht im Vorfeld formuliert hat, wohin es gehen soll.

TSchmidt: Der BI-Markt durchläuft seit mehreren Jahren eine Art Daten-Evolution: Die letzten Jahre waren geprägt von Datawarehouse-, Reporting- und Analyse- Projekten. Jetzt, wo die Unternehmensdaten in konsolidierter und qualitativer Art vorliegen, ist es möglich, die Daten nicht nur auszuwerten, sondern auch für die operative Steuerung in Geschäftsprozessen zu verwenden. Und ja: Wenn man dem Navigationssystem nicht mitgeteilt hat, wohin die Reise gehen soll, nützen einem die schönsten Wegweiser nichts.

Im Bild:
Tobias Schmidt, Manager Solution Center Microsoft, SKYTEC AG

ReadyBlog: Herr Schmidt, in Ihrem Vortrag bei der BI-Konferenz geht es vor allem um Business Performance Management. Wie kann dieses zur Wertsteigerung im Unternehmen beitragen?

TSchmidt: Die angesprochene Daten-Evolution zeigt sich auch in den Geschäftsprozessen der Unternehmen: Entscheidungen müssen heute schneller gefällt werden. Früher konnte ein Unternehmer die Auswirkungen z.B. einer Umstrukturierung über Wochen hinweg beobachten und diese notfalls nochmals anpassen, heute bleiben dafür oft nur wenige Tage oder Stunden. Genau hier hilft die Verzahnung von IT- und Geschäftsprozessen: die Analysen und Simulationen der im BPM-Werkzeug abgebildeten Unternehmensmodelle helfen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen und deren Auswirkungen zu verfolgen.

ReadyBlog: Worin liegen für Sie die entscheidenden Vorteile des neuen PerformancePoint Server 2007 (PPS) von Microsoft?

TSchmidt: Neben der Tatsache, dass sich PPS nahtlos in bestehende Komponenten der Microsoft-Infrastruktur integriert, sind zwei weitere Aspekte von zentraler Bedeutung: In Planungsprozessen ist stets mehr als nur eine Person beteiligt; wichtig ist hierbei, dass die Plattform Kommunikations- und Kollaborationsfunktionalitäten bietet, um Abstimmungen zu unterstützen. Die Integration in Office SharePoint Server ist hier einfach ideal. Des Weiteren spricht Microsoft mit dem PPS eine neue Zielgruppe an, die ganz wesentlich ist: Denn nun können nicht nur IT-Spezialisten Planungsprozesse anpassen und steuern, sondern auch die Vertreter der Fachbereiche.  

Danke für das Gespräch.

Die Fragen stellte Wolfgang Tonninger