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Interview: Herr Sexl macht Excel oder: Wie man Data Mining auf den Desktop bringt

Interview: Herr Sexl macht Excel oder: Wie man Data Mining auf den Desktop bringt

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3 Fragen an Stefan Sexl, pmOne

ReadyBlog: BI hat immer noch den Geschmack von etwas Großem. pmOne verfolgt - laut eigener Website - einen pragmatischen Ansatz beim Aufbau eines Data Warehouse, der auch Einstiegsszenarien für kleinere Unternehmen vorsieht. Auf der anderen Seite gehen Sie sehr stark in Richtung Business Activity Monitoring (BAM) - also Echtzeitanalyse in ihrer aufwendigsten Form. Wie schaffen Sie diesen Spagat?

sexl


SSexl:
So aufwendig ist der nicht – weil die Technologie und damit auch das Skillset für den gesamten „Spagat“ weitgehend gleich sind. Was sich ändert, ist  die Art der Anwendung. Diese inhaltliche Skalierbarkeit ist eine der großen Stärken der Microsoft Plattform. Ich bewerte sie viel höher als die bei Herstellern so beliebte technische Skalierbarkeit und ihre Marketingspielwiese für Giga, Tera und Co. Im Übrigen machen wir als Unternehmen mit knapp 50 Mitarbeitern nur BI. Das können wir dafür auch.

Bild: Stefan Sexl, Chief Marketing Officer, pmOne AG

ReadyBlog: Eine Spielwiese von BI ist Data Mining - eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit. In Ihrem Vortrag versprechen Sie, es auf den Desktop zu bringen. Wie ernst ist es Ihnen damit?

SSexl: Sehr ernst – es wird auch Zeit. Seit 15 Jahren zeigen BI-Hersteller die immer gleichen Demos, bei denen der Manager ein wenig herumklickt und dann herausfindet, dass eine Produktlinie oder Region seines Unternehmens nicht die Ziele erreicht. Und sie verschweigen dabei, dass dafür eigentlich ein Bierdeckel oder eine grün-weiße Liste aus den ERP-Systemen der 80er Jahre reichen würde. Das wirkliche Potential für BI am Beispiel Vertrieb und Marketing liegt viele Ebenen darunter – in Bewegungen, die sich erst zart in den Daten andeuten und die eben nicht durch einen Blick auf den richtigen Report identifiziert werden können. Und genau dafür braucht man Data Mining, und zwar am Desktop des Managers oder Controllers und sonst nirgends. Leider ist in den letzten Jahren mit diesem Begriff viel Unsinn getrieben worden. Marketingseitig ist hier ein überfälliger Sanierungsprozess im Gang.

ReadyBlog: Herr Sexl macht Excel“ - wie gefällt ihnen der Titel für dieses Interview?

SSexl (lacht): Ganz ok - ist ja auch nicht verpönt! Die Versuche mancher BI-Hersteller, dem Markt einzureden, Excel wäre das falsche Front-End für BI oder bestenfalls ein Nischenprodukt, sind gescheitert. Laut OLAP-Survey  benutzt die Mehrzahl der Anwender Excel; sie machen damit in Wirklichkeit alle Alternativen zu Nischenprodukten.

ReadyBlog: Womit wir im Markt angekommen wären. Was sind aus Ihrer Sicht die Trends, die BI derzeit bestimmen?

SSexl: Was jetzt vor allem passiert, ist, dass sich die BI-Hersteller gegenseitig aufkaufen. Das Jahr 2007 ist der Kulminationspunkt einer jahrelangen Akquisitionswelle, und BI wird zu einem integrierten Angebot in der Infrastruktur der Softwaregiganten. Das ist einerseits gut – es macht BI breiter verfügbar und sorgt für mehr Sichtbarkeit. Es macht aber auch Probleme – viele Anbieter sind nun auf Jahre damit beschäftigt, den Zoo an zugekauften Komponenten miteinander zu integrieren. Wir haben uns für die Infrastruktur von Microsoft entschieden, weil hier mit wenigen kleinen Ausnahmen der zunächst aufwendigere Weg der Eigenentwicklung gewählt wurde. Dadurch war man vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein wenig später dran, aber: es passt alles zusammen. Davon profitieren wir heute, wenn wir z.B. klassischen Mittelständlern in kurzer Zeit von Planung über Reporting bis Data Mining einen BI-Maßanzug schneidern.

Danke für das Gespräch.

Die Fragen stellte Wolfgang Tonninger

Comments
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  • Plötzlich lag das Thema KMU auf dem Tisch und mit ihm stand auch die Frage im Raum, was große Themen

  • ReadyBlog: Letztes Jahr hieß es noch Herr Sexl macht Excel – heuer präsentiert pmOne auf der BI Konferenz

  • Die Themen Excel und Business Intelligence kann man zwar voneinander trennen aber Herr Sexl zeigt ja auf wie Unternehmen effizient verwenden können für Reporting, Planung und Analyse. Das Thema Information Design / Visualisierung ist ebenfalls aus Excel nicht mehr wegzudenken. Die pmOne zeigt hier sehr interessante Lösungsansätze für Business Grafiken und Dashboards nach den Prinzipien des „Information Design“, welches von Experten wie Prof. Rolf Hichert und anderen für die Darstellung von Management Reports empfohlen werden.

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