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Die vernetzungsfalle

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Es gibt Dinge, die möchte man unter keinen Umständen teilen - sei es aus hygienischen Gründen (Zahnbürsten) oder weil man einfach eine emotionale Verbindung (Vernetzung) hergestellt hat, die dem gemeinsamen Gebrauch und damit auch der Virtualisierungsidee im Wege stehen.

Denn zunächst bedeutet Virtualisierung nichts weiter als Ressourcenteilung. Und wenn man sich etwas teilt, dann wird es - wie ich neulich irgendwo aufschnappte und notierte (fragen sie mich nicht wo) - im günstigen Fall billiger und macht weniger Arbeit. Das ist beim Car-Sharing so, wenn sich mehrere Menschen ein Auto teilen oder beim Haushaltsplan in einer WG, dass nicht einer alles putzen muss. In der IT ist die Teilung freilich komplexer, im Kern aber ähnlich.

Womit wir auch schon beim Kern des Problems angekommen wären: Wer von IT-Infrastrukturen spricht, denkt an Komplexität. Und wer von Virtualisierung spricht, denkt an Vereinfachung - die Voraussetzung, um IT-Systeme schnell und günstig an laufend sich ändernde Business-Anforderungen anpassen zu können.

Hier stößt Vernetzung an seine Grenzen, wenn sie nicht zur Krankheit werden will, deren Heilung sie vorgibt zu sein. Vernetzung ist die Voraussetzung für Virtualisierungsprozesse. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Denn Virtualisierung bedeutet in einem gewissen Sinn auch, dass man aufhört, auf jedes Problem mit der Vernetzungskeule einzuschlagen. Sie verlangt, dass man Dinge wieder auseinanderklaubt. Sie verlangt auch die Zerschlagung von Verbindungen. Sie verlangt Entkoppelung - eine logische Schicht, die zwischen der Anwendung und der Ressource eingezogen wird. Das Entscheidende dabei: Wenn man dann etwas verändern muss, schaut man sich nur mehr das Service (oder virtuelle Middle-Tier) an, das zwischen den Ebenen vermittelt. Man modifiziert sozusagen das Ampelsystem, ohne bei jeder Änderung eine neue Straße oder neue Autos bauen zu müssen.

Nur so kann der Schritt weg von einer gerätebasierten in Richtung einer servicebasierten Architektur gelingen, wie Hans Berndl im lesenswerten Interview zum Windows Server 2008 betont.

posted by Wolfgang Tonninger

Comments
  • Mit dem Release Candidate zum Windows Server 2008, der seit wenigen Tagen verfügbar ist, beginnt der

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