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Du vastehst mi ned...die Hürden auf dem Weg zum Semantic Web

Du vastehst mi ned...die Hürden auf dem Weg zum Semantic Web

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Der User sitzt vor dem Laptop und tippt seine Frage ein: "Wie muss ich Medikament XY einnehmen?". Sein Rechner antwortet nach einigen Sekundenbruchteilen: "Bitte dreimal täglich 15 Tropfen, eine Stunde vor den Mahlzeiten.".

Dieses Beispiel aus dem letzten brand eins (Artikel: Mein Computer versteht mich!) zeigt, dass die Suche über Google oder Live Search noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Denn das Semantische Web, das den Inhalt der Seiten im Internet verstehen würde und eben auf eine so gestellte Frage antworten könnte, scheitert just an dem, was es ausmacht: HTML. Während Menschen den Inhalt von HTML-Seiten verstehen und zuordnen können, scheitern Maschinen daran nach wir vor großteils.

Doch was wäre überhaupt der Nutzen eines Semantischen Webs (kurz: SemWeb)? Ein anderes Beispiel aus dem Artikel zeigt das recht anschaulich - die Endvision ist die Schaffung eines "Internet der Dienste":

Schon heute können Sie etwa bei einem Umzug viele Amtswege und Ummeldungen online erledigen. Aber Sie müssen den einzelnen Domänen (Meldeamt, Post, Stromversorger, etc.) immer wieder aufs Neue erklären, was Sie vorhaben...nämlich von A nach B umzuziehen. Im Internet der Dienste erkennt der SemWeb-Client Ihr Vorhaben, die unterschiedlichen Domänen verstehen es ebenso und setzen die jeweils nötigen Formalitäten um.

Trotz des erkennbaren Nutzens des SemWeb mangelt es an Investitionsbereitschaft - sowohl finanzieller als auch personeller Natur. Denn selbst wenn das nötige Budget vorhanden ist, wer will schon seine Webseiten einer vorgegebenen Taxonomie entsprechend neu überarbeiten "nur" damit sie auch von Maschinen verstanden werden...

In der Realität geht das Netz in die andere Richtung - statt einheitlicher Taxonomie herrscht wildes "Tagging" von Inhalten vor. Jeder Web 2.0-User taggt seine Urlaubsfotos, Videos, Dokumente individuell. So auch dieser Blog...

posted by Martin Zimmermann

Comments
  • Ein kleines Gedankenexperiment zum Thema Tagging: Setzen Sie sich in einen Park, auf eine Terrasse, irgendwohin - wo sie eine schöne Aussicht haben. Am besten mit einem Freund, einem Partner. Und dann listen Sie im Kopf die Tags auf, die den Weltausschnitt, der vor Ihrem Auge sich auftut, beschreiben. Ihr Freund/Partner macht das Gleiche. Und dann vergleichen Sie die Listen. Sie werden staunen!

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