Gestern (18.10.2010) kam von der Number Resource Organization (NRO) eine sehr wichtige Meldung: Der IPv4-Adressraum ist bald aufgebraucht. Es sind jetzt weniger als 5% freie Adressen verfügbar. Und die NRO geht davon aus, daß im Kalenderjahr 2011 endgültig keine IPv4-Adressen mehr verfügbar sein werden.
Natürlich wird das Internet nächstes Jahr nicht einfach aufhören zu funktionieren. Die Nichtverfügbarkeit neuer IPv4-Adressen wird jedoch erzwingen, daß immer mehr Internet-Resourcen nur noch per IPv6-Adresse erreichbar sein werden.
Nun kommt das in etwa so überraschend wie der erste Schnee im Winter. Sehr viele IT-Abteilungen sind dennoch nicht darauf vorbereitet, ihre Infrastruktur auf IPv6 umzustellen. Gründe, das jetzt zeitnah anzugehen, gibt es reichlich, zum Beispiel:
Was ist notwendig, um IPv6 intern vollständig zu konfigurieren und einzusetzen?
Und was spricht dagegen? Eigentlich sehr wenig. Wenn Ihre aktiven Netzwerkkomponenten IPv6 nicht unterstützen, ist an dieser Stelle eine Investition fällig. Abgesehen davon ist die Einführung von IPv6 nicht sehr aufwändig. IPv4 und IPv6 können problemlos koexistieren, daher ist eine stufenweise Einführung ohne weiteres möglich. Es macht Sinn, zunächst ein rein administratives Subnet zu adressieren und dann die Server-Infrastruktur (Rechenzentren und ggf. Zweigstellen-Server). Danach sollte ausreichend Routine vorhanden sein, um die dynamische Konfiguration der Endgeräte in Angriff zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen!
Ralf M. Schnell