Auch wenn Touchscreens in den letzten Jahren bereits unseren Umgang mit Computern dramatisch revolutioniert haben und eine Vielzahl von modernen Endgeräten – vom Smartphone über das Tablet bis zum Microsoft Surface – undenkbar wären, so nutzen wir doch weiterhin hierbei unsere Sinne zur Interaktion nur eingeschränkt. Wir sehen, was auf dem Bildschirm passiert und wir hören, was aus dem Lautsprecher kommt. Aber wenn wir den Bildschirm mit dem Finger berühren, reduziert sich unsere Wahrnehmung auf ein Minimum. Wir spüren eine kalte, glatte Oberfläche, egal, was auf dem Bildschirm gezeigt wird. Die bislang einzige Rückmeldung unserer Fingerspitze ist „ich habe Kontakt mit einer Oberfläche“. So wird es nicht bleiben.

Meine Kollegen von Microsoft Research erforschen verschiedene Möglichkeiten, die Berührungs-Interaktion zwischen einem menschlichen Finger und einer Computer-Oberfläche aussagekräftiger zu machen. Mit dem aufkommenden Internet der Dinge, ganz neuen Materialien, weiter fortschreitender Miniaturisierung und drahtloser Energieversorgung kann in Zukunft nahezu jede Oberfläche – von der Tischplatte über die Schranktür bis zum Fenster –Möglichkeiten zum Zugang zur digitalen Welt bieten. Umso wichtiger ist es, diese Oberflächen nicht nur berührbar sondern fühlbarer zu machen.

Hong Tan von Microsoft Research Asien zeigt in diesem kurzen Clip mit deutschen Untertiteln, der im März in Redmond auf dem Microsoft TechFest 2014 gedreht wurde, aktuelle Forschungsansätze, um Oberflächen zum Leben zu erwecken und dem Anwender natürlichere Interaktionen zu ermöglichen.

Ein ausführlicher, englischer Blog-Beitrag "Beyond Tapping and Sliding" zu Hong Tan und ihrer Forschung findet sich hier auf der Seite von Microsoft Research.