Public Sector Blog Microsoft Deutschland

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February, 2012

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    Von Ministerpräsidenten des eigenen Wahnsinns zur Verantwortung der IT-Wirtschaft

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    In keinem Land der Welt wird die „Digitale Debatte“ so intensiv geführt wie in Deutschland – und ich finde das ist der richtige Weg. Diese Meinung teilten auch meine Mitstreiter Constanze Kurz vom Chaos Computer Club und der Philosoph Prof. Peter Sloterdijk auf der Podiumsdiskussion „Digitale Debatte Deutschland – Zukunftstechnologien zwischen German Angst und globalem Leichtsinn?“, die gestern im Umfeld der Hamburger IT Strategietage auf Einladung des Microsoft Executive Circle stattfand.

    Eine besondere Technikfeindlichkeit in Deutschland sieht Sloterdijk indes nicht. Trotz eines andauernden kulturellen Umbruchs durch IT, der in seiner Wirkung vergleichbar mit den Veränderungen durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks sei, sind grundlegende Ablehnungstendenzen nicht zu erkennen. Deutschland sei technisiert wie kaum ein anderes Land; die Menschen verfügten über einen digitalen Machtbereich, der selbst Cäsars Imperium in den Schatten stellen würde. Allerdings sei in dieser Sphäre auch jeder der „Ministerpräsident seines eigenen Wahnsinns“.

    Constanze Kurz kann keine Hysterie in der Digitalen Debatte in Deutschland feststellen. Im Gegenteil würde die Debatte hierzulande so engagiert geführt, dass sie immer wieder Anerkennung im Ausland dafür erfahre. Gerade weil viele Fragen der Digitalisierung nach wie vor unbeantwortet seien, sei die Debatte darüber weiter wichtig. In einigen Punkten, wie etwa beim Cloud Computing, streite sie seit vielen Jahren auch mit Microsoft.

    Mir zeigt es, dass in der Digitalen Debatte bereits der Weg ein Ziel sein kann. Es gibt in vielen Fragen noch keine ultimativen Antworten, und schon das Ringen um Positionen kann zur Lösung beitragen. Auch deshalb haben wir mit dem Konzept der „Corporate Technical Responsibility“ die Felder benannt, in denen wir die Debatte aktiv führen wollen: Datenschutz und Sicherheit, Zugang und Transparenz. Wir müssen als Industrie für mehr Akzeptanz und Vertrauen werben angesichts der großen Aufgaben, die wir mit Hilfe der IT noch lösen wollen – ich denke da an gesellschaftlich relevante Herausforderungen wie E-Democracy und E-Health, aber auch die anstehende Energiewende, die ohne Smart Grids und Cloud Computing nicht zu bewältigen ist. Als Industrie sind wir stolz auf unsere Innovationen und schaffen durch neue Produkte und Technologien ständig neue Tatsachen. Für die gesellschaftlichen Konsequenzen müssen wir als Branche Verantwortung zeigen – auch indem wir das Wort führen.

    Dr. Marianne Janik, Senior Director Public Sector, Microsoft Deutschland

     

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    Microsofts Konzept der Corporate Technical Responsibility

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    Digitale Technologien sind zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres Berufs- und Alltagslebens geworden. Die öffentliche Wahrnehmung scheint dabei aktuell jedoch mehr denn je durch Misstrauen und diffuse Ängste geprägt zu sein: Datenklau und Datenpannen, Spam- und Virenflut, undurchschaubare Funktionen sowie Horrorszenarien von Cyber-Attacken auf sensible Infrastrukturen – kein Tag vergeht ohne entsprechende Nachrichten und mediale Polarisierung.

    Microsoft ist sich der Veränderung in der Gesellschaft, die technische Innovation mit sich bringt bewusst und sieht sich in der Verantwortung für die Folgen unserer Innovationen. Daher hat Microsoft das Konzept einer Corporate Technical Responsibility (CTR) entwickelt. „Als IT-Wirtschaft liegt es an uns, für das notwendige Vertrauen im Sinne einer Corporate Technology Responsibility in unsere Innovationen zu sorgen. Andernfalls wird es keine breite Nutzung neuer Technologien geben – und wir verspielen große Chancen für Gesellschaft und Wirtschaft“, so Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.  

    Corporate Technical Responsibility steht für die freiwillige Verpflichtung von ITK-Unternehmen, Verantwortung für gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen zu übernehmen, die durch Innovationen angestoßen werden und dabei alle Stakeholder dieser modernen Technologien zu berücksichtigen. Die Verantwortung der ITK-Branche im Sinne der CTR stützt sich auf vier Säulen:

    • Datenschutz (Privacy): Verantwortung für den Umgang mit Daten und Identitäten.
    • Sicherheit (Security): Verantwortung für Sicherheit in Anwendung und Bereitstellung neuer IT-Technologien.
    • Zugang (Access): Verantwortung für die Marktzugänglichkeit neuer IT-Technologien.
    • Transparenz (Transparency): Verantwortung für Auskunftsfähigkeit, Aufklärung und Offenlegung.

    Dieses Thema wird auch die diesjährige Paneldiskussion im Rahmen der 10. Hamburger IT-Strategietage am 9. Februar 2012 mit Dr. Marianne Janik (Senior Director Public Sector von Microsoft Deutschland) prägen. Unter dem Titel „Digitale Debatte Deutschland – Zukunftstechnologien zwischen German Angst und globalem Leichtsinn?“ und der Moderation von Steffen Klusmann (Chefredakteur der Financial Times Deutschland), wird sie dort mit Constanze Kurz (ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Club) und Prof. Dr. Peter Sloterdijk (Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe) diskutieren. Anmelden zu der Veranstaltung können Sie sich unter folgendem Link.

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