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How to backup a virtualized Small Business Server– READY for DISCUSSION

How to backup a virtualized Small Business Server– READY for DISCUSSION

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Wie sichert man einen unter Hyper-V Server 2008 R2 virtualisierten Small Business Server 2008 R2 mit Bordmitteln ?

Um diese Frage zu klären, versammelte sich gestern eine sehr nette Runde bei Microsoft:

SNC00034

  • Peter Forster – base-it – der einzige MVP für Virtualisierung – als Meister des Hyper-Vs
  • Paul Scholda – ehouse – genialer Erbauer von Kleinkundeninfrastrukturen – als Meister des SBS
  • Christoph Wilfing – Hatahet Productivity solutions – der Mann der von allem Ahnung hat – als Scripting Meister
  • (nicht am Bild: Christian Decker – als Ideenbringer, Hardwarespender und Protokollführer)

Ziel war folgendes:

  • Backup eines unter Hyper-V Server 2008 R2 virtualisierten Small Business Server 2008
  • das integrierte Small Business Server Backup sollte verwendet werden
  • alles möglichst mit Bordmittel ohne Einsatz von 3rd Party Tools
  • Konzentration auf den typischen Kleinkunden – d.h.
    • relativ wenig Daten (zwischen 200 und max. 500 GB)
    • 1 Hardwareserver – auf dem aber mehrere virtuelle Server laufen können
  • Backup und Restore sollte einfach und unkompliziert laufen

 

****************************************************************************************
Die nachfolgende Beschreibung ist der unmittelbare Output des gestrigen Abends.
Diese Beschreibung stellt keine Best Practice von Microsoft dar und ist keine offizielle Empfehlung
Dieses Dokument ist in diesem Status eine reine Diskussionsgrundlage und eine Einladung an alle Partner, die hier vorgestellten Methoden zu testen und zu diskutieren
Auch wir werden die gestern erarbeiteten Schritte im “real life” testen, um mit den Erfahrungen eine finale Version dieses Dokumentes zu gestalten
Bitte keine Supportanfragen: “Wie geht das genau”, bitte keine “Aber Microsoft hat gesagt, wir sollen das so tun”-Mails
Bitte sehr wohl um Feedback, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Fehler und ähnliches – dies soll ein Community-Dokument werden
******************************************************************************************

Vorab : Diskussionen, was und wie sichern wir

Zu Beginn stand die Aufgabe, wie und was wir überhaupt sichern – nur vom Hyper-V Hosts aus, USB-Festplatten dem SBS als Pass-Through Disk zur Verfügung stellen und dort SBS Backup machen, …

Nach einer langen und intensiven Diskussion (weil es hier kein definitives FALSCH oder RICHTIG gibt, sondern nur mehr oder weniger Vor- und Nachteile) haben wir uns für folgendes Szenario entschieden:

  • Der virtuelle Small Business Server bekommt eine Backup-VHD als zweite Platte (die idealerweise auf einem anderen Plattensystem liegt) – auf diese Platte erfolgt das “normale” SBS-Backup jeden Tag, von dieser Platte erfolgen auch Restores von einzelnen Dateien. Die Größe der Platte entscheidet über die Anzahl der Historien-Daten, die ich restoren kann.
  • Vom Hyper-V Host aus sichere ich alle Laufwerke, auf denen virtuelle Festplatten/Maschinen liegen, auf eine USB Platte

Über Anzahl der USB-Festplatten muss in der jeweiligen Kundensituation entschieden werden. Es sollten MINDESTENS 2 sein, von denen eine immer ausser Haus gelagert sein soll (sprich täglich gegen die aktuelle ausgetauscht) – ob ich 5 Platten (MO-Fr) habe, 4 Platten (Mo-Do) und 4 Freitagplatten habe oder auch zusätzlich jeweils am 1. jeden Monats eine Monatsplatte nehme, hängt einfach von den Anforderungen und dem Sicherheitsbedürfnis und den Restore-Anforderungen historischer Daten ab.

Vorbereitung

  • Das Feature BACKUP ist am Hyper-V 2008 R2 Server nicht standardmässig enabled. Erfolgt sehr einfach – einloggen am Hyper-V Server, in die Commandline wechseln, dort folgenden Befehl eingeben:

    start /w ocsetup WindowsServerBackup (Case Sensitiv!)

Backup am SBS einrichten

    • Hier gehe ich davon aus, dass jeder Partner in der Lage ist, eine virtuelle Harddisk zu erstellen, diese dem SBS als zusätzliche Platte zuzuordnen und das SBS-Backup auf diese Platte zu konfigurieren
    • Idealerweise liegt die SBS-Backup Platte NICHT am Plattensystem, wo die SBS HD liegt…

Backup am Hyper-V Host einrichten

  • Einloggen am Hyper-V Server
  • Mit Notepad eine Datei c:\sicherung.cmd erstellen:
    C:\windows\system32\wbadmin start backup –backuptarget:XXX -include:YYY –quiet
    C:\windows\system32\wevtutil.exe qe Microsoft-Windows-Backup /f:text /c:5 > ZZZ:\ergebnis.txt
  • Zur Erklärung:
    XXX – Laufwerksbuchstaben der Sicherungsplatte (Ziel) – z.b. e:
    YYY – Welche Laufwerke sollen gesichert werden ? – z.b. c:,d:
    ZZZ – beliebiges Laufwerk am Hyper-V Host (für die Ergebnis-LogDatei)
  • Zum Testen kann diese CMD-Datei direkt händisch am Hyper-V Server ausgeführt werden – für Testzwecke kann der Switch –quiet auch entfernt werden, dann redet Backup mehr mit mir
  • Wenn Testbackup erfolgreich, bitte –quiet wieder einbauen
  • Von der Remoteverwaltungskonsole in die Computerverwaltung gehen und zum Hyper-V Server verbinden
  • Dort wählen: Aufgabe erstellen (nicht: Einfache Aufgabe erstellen)
  • Allgemein-Tab
    Nach belieben ausfüllen – bitte einen Domainuser anlegen, der Backup-Operator Rechte am Hyper-V Server hat und diesen als Benutzer eintragen – NICHT den DomainAdmin nehmen
    Unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen
  • Trigger-Tab
    Dieser Task startet idealerweise NACH Beendigung des SBS Backups
  • Aktionen-Tab
    Neu, Aktion: Programm starten, Programm/Skript: \\Servername\c$\sicherung.cmd
    Neu, Aktion, E-Mail senden: Von, An, Betreff, Text und SMTP Server nach belieben ausfüllen, Anlage:\ZZZ:\ergebnis.txt

    Damit wird das Ergebnis der Sicherung (die letzten 5 Events) als Textanhang per Mail verschickt

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Derzeitige Nachteile:

  • VSS Backup am Hyper-V Host funktioniert nicht für virtuelle Maschinen, die Pass-Trough Disks haben
    Mal sehen, ob wir dafür eine Lösung finden

Restore:

  • Wie schon beschrieben, die “normale” Datenrestore erfolgt aus dem SBS-Restore Prozess
  • Die Backup-Platte beinhaltet für jedes gesicherte Volume ein VHD-File, dieses kann ich mir auf jedem Win7/Server 2008 System als Laufwerk mounten und einzelne Dateien zurücksichern – will ich Daten aus gesicherten VHDs auf diesem Laufwerk zurücksichern, muss ich diese halt wieder mounten.
  • Eine Anleitung für ein komplettes Desaster Recovery (“Hyper-V Hardware stirbt komplett”) folgt

 

Damit stelle ich dieses Prozedere mal zur Diskussion – Anmerkungen dringenst erwünscht.

Und zur Sicherheit noch mal: Dies ist keine offizielle Microsoft-Anleitung, wie man virtualisierte SBS-Server sichert – dies ist ein Community-Projekt um dieses Thema zu optimieren. Jeder Partner (und Kunde), der den hier beschriebenen Weg verwendet ist DRINGENDS dazu angehalten, nicht nur das Backup, sondern auch die unterschiedlichen Restore-Anforderungen zu TESTEN – nicht erst im Ernstfall !

Danke für eure Kommentare

Christian

Christian.Decker@microsoft.com

Comments
  • Nur damit ich das richtig verstehe:

    Ihr sichert also die VM (SBS) mit Windows Server Backup auf eine USB Platte, die ihm als PassThrough durchgereicht wird. Das muss aber im Windows Server Backup Plan immer die gleiche Platte bleiben wenn ich mich nicht täusche oder, man kann die also nicht wechseln? Ich kann da ja nur einen Zeitplan hinterlegen und somit nur eine Platte oder?

    Schafft da dann z.B. die Methode Abhilfe, die Ihr am Hypervisor (Parent) einsetzt mit den getríggerten Tasks? Da müsste ich dann ja "nur" drauf schauen dass die USB Platten immer den gleichen Buchstaben zugewießen bekommen wenn sie angesteckt werden...

  • Hallo Michael !

    Nein, wir sichern nicht auf PassThrough.

    1.) Der (virtuelle) SBS sichert sich über das SBS Backup auf eine (virtuelle) Festplatte (VHD)

    2.) Vom Hyper-V Host sichern wir alle virtuellen Maschinen und virtuellen Festplatten über Windows Backup auf eine angesteckte USB-Platte

    ad 1.) machen wir, damit einerseits im täglichen Zustandsbericht das Ergebnis des backups feststellbar ist und auch der Restore-Prozess von einzelnen Dateien schnell und über SBS Bordmittel funktioniert

    ad 2.) machen wir, um einerseits ein Desaster-Recovery schneller durchführen zu können und andererseits um Daten ausser Haus lagern zu können (was ja fast wichtiger ist)

    Damit gibt es auch kein Problem mit Laufwerksbuchstaben

    Das mit dem PassThrough von USB Platten zum virtuellen SBS haben wir wieder verworfen - die notwendigen Scripts, eine am Host angehängte USB Platte dem SBS zu "schenken", dort dann das Backup zu machen und dann aus dem SBS ein Script am Host zu triggern, um die Platte wieder abzuhängen war uns zu komplex und fehleranfällig...

  • Aha, danke für die Info.

    Zu 2.):

    Ich wusste gar nicht dass man mit Windows Server Backup ganze VMs (und deren Festplattendateien) im laufenden Betrieb sichern kann, dass ist allerdings ein hilfreicher Ansatz für ein Desaster - Recovery - Szenario. Jetzt muss ich nur noch Zeit finden um das auch zu testen.

    Danke

  • Hallo!

    Wir schlagen uns derzeit mit dem selben Thema herum (nur inzwischen mit dem 2011er SBS). Die Lösung klingt gut, gibt es schon eine Anleitung zum Desaster recovery?

    danke und lg

  • Es gäbe ja noch die Möglichkeit, eine NAS Box zu nehmen, die per i-SCSI eingebunden werden könnte. Viele NAS-Boxen bieten dann auch die Möglichkeit an, das ganze auf eine externe USB Platte zu spiegeln/sichern. Damit könnte die Sicherung des SBS und oder Hyper-V Host direkt auf die NAS-Box erfolgen. Damit spart man sich Festplatten-Platz auf dem Server LG AlexJ

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