Veröffentlichung des Originalartikels: 22.01.2013

Zusammenfassung: Überblick über die Anpassung von Klick-und-Los für Office 365 die Verwendung von AppLocker und AppHelp zur Anpassung auf Anwendungsebene.

Klick-und-Los ist eine Streaming- und Virtualisierungstechnologie, mit der der Zeitaufwand zum Herunterladen und Verwenden von Office-Clientprodukten drastisch reduziert wird. Dank Streaming können die Benutzer ein Klick-und-Los-Produkt verwenden, bevor der Produktdownload abgeschlossen ist.

Klick-und-Los für Office 365-Produkte basieren auf den Kernvirtualisierungs- und Streamingtechnologien von Microsoft Application Virtualization (App-V). Die Klick-und-Los-Ressourcen werden in einer isolierten virtuellen Umgebung auf dem lokalen Betriebssystem ausgeführt.

Administratoren, die sich für Office 365 angemeldet haben, können die Installationseinstellungen für Klick-und-Los für Office 365-Produkte bei einer lokalen Bereitstellung von Office 365 ProPlus mithilfe des Office-Bereitstellungstools anpassen. Das Office-Bereitstellungstool steht auf der Microsoft Download Center-Website zum Download zur Verfügung. Der Download umfasst die Beispielkonfigurationsdatei „Configuration.xml“. Zum Anpassen einer Klick-und-Los für Office 365-Installation können Sie im Office-Bereitstellungstool eine benutzerdefinierte Konfigurationsdatei mit dem Namen „Configuration.xml“ angeben. Das Office-Bereitstellungstool führt die angegebenen Aufgaben auf Basis der optionalen Eigenschaften in der Konfigurationsdatei aus.

Sie können in der Datei „Configuration.xml“ folgende Installationsoptionen für Klick-und-Los angeben:

  • Produkt und Sprachen, die installiert oder entfernt werden sollen
  • Quellpfad
  • Anzuzeigende Benutzeroberflächenebene
  • Protokollierungsoptionen
  • Verhalten von Produktupdates

Weitere Informationen finden Sie unter Anpassen von Klick-und-Los (Übersicht).

Verwalten der Benutzer- und Computereinstellungen für Klick-und-Los für Office 365

Zur Verwaltung der Benutzer- und Computereinstellungen, die Sie in Klick-und-Los für Office 365 durchsetzen möchten, müssen Sie Gruppenrichtlinien verwenden. Diese werden als Methode zur Durchsetzung von Benutzer- und Computereinstellungen sowohl für das Windows Installer-basierte Office 2013 (MSI) als auch für Klick-und-Los für Office 365 empfohlen.

note Hinweis:

Wenn Sie die anfänglichen Einstellungen für MSI-Installationen von Office 2013 mit Volumenlizenz festlegen möchten, können Sie mit dem Office-Anpassungstool (OAT) die Features anpassen und die Benutzereinstellungen konfigurieren. Die Benutzer können die meisten Einstellungen nach der Installation ändern.

In einer Active Directory-Umgebung wenden Administratoren Richtlinieneinstellungen auf Gruppen von Benutzern und Computern an einem Standort, in einer Domäne oder in einer Organisationseinheit an, mit dem bzw. der ein Gruppenrichtlinienobjekt verknüpft ist. Die tatsächlichen Richtlinieneinstellungen werden an den genehmigten Registrierungsschlüssel-Speicherorten für die Richtlinie gespeichert, und für diese Einstellungen gibt es Beschränkungen für Zugriffsteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs), die verhindern, dass ein anderer Benutzer als ein Administrator sie ändert. Administratoren verwenden Gruppenrichtlinien, um stark eingeschränkte oder leicht verwaltete Desktopkonfigurationen zu erstellen. Dies hängt jeweils von den speziellen Unternehmens- und Sicherheitsanforderungen ab. Die Gruppenrichtlinieneinstellungen haben Vorrang vor den Office-Anpassungseinstellungen für einzelne Benutzer. Das OAT wird zur Anpassung von Windows Installer-basierten Installationen verwendet.

Informationen zu den Gruppenrichtlinien und administrativen Vorlagen für Office 2013 finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Administrative Vorlagen können Sie hier herunterladen: Administrative Vorlagendateien (ADMX/ADML) und Office-Anpassungstool für Office 2013 Preview. Der Download umfasst eine Excel-Tabelle (office2013grouppolicyandoctsettings.xslx), die alle Richtlinien- und OAT-Einstellungen beschreibt.

Anpassungen für Klick-und-Los-Installationen auf Anwendungsebene

Eine Anpassung von Klick-und-Los auf Anwendungsebene ist nicht möglich. Ihnen stehen jedoch einige Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Administratoren können mithilfe von AppLocker verhindern, dass eine Anwendung ausgeführt wird. Weitere Informationen zu AppLocker finden Sie unter Windows 7 AppLocker im Überblick, unter AppLocker (Windows 7, Windows Server 2008 R2) und unter AppLocker: Übersicht (Windows 8, Windows Server 2012).
  • Erwerben Sie nach Möglichkeit eine Office 2013-Produktversion, die nur die Anwendungen umfasst, die Sie bereitstellen möchten. Weitere Informationen zu den Office 2013-Versionen erhalten Sie unter Office 365 Preview.
  • Löschen Sie die Verknüpfungen für die Anwendungen, die Sie auf den Clientcomputern installieren möchten.
  • Kaufen Sie die Windows Installer-basierte Version (MSI) von Office 2013. Weitere Informationen finden Sie im Volume Licensing Service Center.

Blockieren von Klick-und-Los-Anwendungen mithilfe von AppLocker

Mit AppLocker können Sie steuern, welche Anwendungen und Dateien die Benutzer ausführen bzw. aufrufen dürfen. Hierzu zählen etwa ausführbare Dateien, Skripts, Windows® Installer-Dateien, DLLs, App-Pakete und Installer für App-Pakete. So können Sie beispielsweise mit AppLocker verhindern, dass Benutzer Access 2013 Klick-und-Los ausführen.

Wenn Sie in einer Active Directory-Umgebung Gruppenrichtlinien zur Verwaltung von Benutzereinstellungen verwenden, eignet sich AppLocker ideal für die Verwaltung Ihrer Windows-basierten Computer. AppLocker benötigt Gruppenrichtlinien für die Erstellung und Bereitstellung. Eine Liste der unterstützten Windows-Betriebssysteme und der Systemanforderungen finden Sie unter Versionen, Interoperabilität und funktionelle Unterschiede in Technische Übersicht über AppLocker. AppLocker ist Bestandteil der Enterprise-Versionen von Windows.

Ausführliche Informationen zur Verwendung von AppLocker finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Ressource

Betriebssystem(e):

Schrittweise Anleitung für AppLocker

Windows 7, Windows 8, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012

Leitfaden zur Erstellung von AppLocker-Richtlinien

Windows 7, Windows 8, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012

Handbuch zur AppLocker-Richtlinienbereitstellung

Windows 7, Windows 8, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012

Verwalten von AppLocker

Windows 8, Windows Server 2012

Verwalten von App-Paketen mit AppLocker

Windows 8, Windows Server 2012

Verwenden der AppLocker Windows PowerShell-Cmdlets

Windows 8, Windows Server 2012

AppLocker

Windows 7, Windows Server 2008 R2

Verwenden der AppLocker Windows PowerShell-Cmdlets

Windows 7, Windows Server 2008 R2

AppLocker-Betriebshandbuch

Windows 7, Windows Server 2008 R2

Verwenden der AppLocker Windows PowerShell-Cmdlets

Windows 7, Windows Server 2008 R2

Video: AppLocker-Demo

Windows 7

Blockieren von Meldungen in Compatibility Administrator mithilfe von AppHelp

Organisationen ohne Enterprise-Versionen von Windows können mithilfe von AppHelp Meldungen dauerhaft blockieren, um die Ausführung einzelner Office 365 ProPlus-Anwendungen zu verhindern. Mit diesem internen Mechanismus blockiert Windows den Start von bekannten inkompatiblen oder anderweitig problembehafteten Anwendungen. Sie können mit dem Compatibility Administrator-Tool, das Teil des Anwendungskompatibilitäts-Toolkits ist, dauerhafte Blockierungen einrichten.

Mithilfe von Compatibility Administrator können Sie potenzielle Probleme mit der Anwendungskompatibilität beheben, bevor Sie eine neue Windows-Version in Ihrer Organisation bereitstellen. Compatibility Administrator bietet Ihnen Folgendes:

  • Fehlerkorrekturen für Kompatibilitätsprobleme, Kompatibilitätsmodi und AppHelp-Meldungen, mit deren Hilfe Sie bestimmte Kompatibilitätsprobleme beheben können. Eine AppHelp-Textmeldung ist eine blockierende oder nicht blockierende Meldung, die angezeigt wird, wenn ein Benutzer eine Anwendung startet, von der Sie wissen, dass sie unter dem Windows®-Betriebssystem größere funktionelle Probleme aufweist.
  • Tools zur Erstellung von benutzerdefinierten Fehlerkorrekturen für Kompatibilitätsprobleme, Kompatibilitätsmodi, AppHelp-Meldungen und Kompatibilitätsdatenbanken.
  • Abfragetool, mit dem Sie auf Ihren lokalen Computern nach Fehlerkorrekturen für Kompatibilitätsprobleme suchen können.

Eine blockierende AppHelp-Meldung verhindert, dass die Anwendung gestartet werden kann, und zeigt eine Meldung für den Benutzer an. Sie können eine URL bestimmen, unter der der Benutzer einen aktualisierten Treiber oder eine anderweitige Fehlerkorrektur zur Behebung des Problems herunterladen kann. Wenn Sie eine blockierende AppHelp-Meldung verwenden, müssen Sie auch Informationen für Dateiübereinstimmungen festlegen, um die Version der Anwendung zu identifizieren und zuzulassen, dass die korrigierte Version ausgeführt werden kann.

Informationen zu Compatibility Administrator und zum Erstellen von AppHelp-Meldungen finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Weitere Informationen zu Office 365 ProPlus finden Sie unter Office 365 ProPlus

Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter How to customize Click-to-Run for Office 365 products.