Veröffentlichung des Originalartikels: 09.08.2012

Dieser Beitrag wurde von Makoto Yamagishi verfasst, einem Program Manager im Office Solutions Management-Team

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir den modernen Office-Kompatibilitätsprozess und das Office-Telemetriedashboard vorgestellt. Darüber hinaus haben wir gezeigt, wie Sie die wichtigsten Dokumente und Lösungen identifizieren. In diesem Beitrag werden wir uns näher damit befassen, wie Sie mit dem Telemetriedashboard feststellen können, wie optimal diese wichtigen Lösungen in Office 2013 ausgeführt werden.

Testen und Überwachen Ihrer Lösungen

In diesem Abschnitt werden die letzten beiden Schritte des modernen Office-Kompatibilitätsprozesses behandelt:

Schritt 3 Starten einer Pilotbereitstellung und dabei Konzentrieren auf die wichtigsten Lösungen: Überwachen Sie proaktiv, wie sich die unternehmenskritischen Dokumente und Add-Ins beim Testen verhalten. Entwickeln Sie schnell Lösungen für Probleme.

Schritt 4 Bereitstellen von Office und weiterhin Überwachung Ihrer Lösungen: Stellen Sie die neue Office-Version bereit, und suchen Sie nach Fehlern oder Leistungsbeeinträchtigungen, die behoben werden müssen.

Nachdem Sie nun die beliebtesten Lösungen in Ihrem Unternehmen kennen, kann Office 2013 einen Bericht zur Stabilität und Leistung einzelner Dokumente und Add-Ins erstellen. Bitten Sie zu Beginn der Pilotbereitstellung von Office 2013 die Endbenutzer, Office 2013 mit den gewohnten Dokumenten und Add-Ins zu verwenden. Die Office-Telemetrie erstellt dann einen entsprechenden Bericht. Falls Sie über wichtige Dokumente verfügen, die nur saisonal ausgeführt werden, vielleicht beim Erstellen der Steuererklärung oder am Jahresende, sollten Sie diese ebenfalls im Rahmen der Pilotbereitstellung testen. Durch die Verwendung von Office 2013 durch die Benutzer werden die Datenspalten in den Ansichten des Office-Telemetriedashboards allmählich aufgefüllt. Sie können dann feststellen, wie sich die kritischen Dokumente und Add-Ins verhalten.

Die folgenden Spalten auf der rechten Seite der Ansicht spielen bei der Pilotbereitstellung eine besonders wichtige Rolle:

  • Erfolg (%) (Success (%))zeigt die Stabilität der Dokumente/Add-Ins an. Hierbei handelt es sich um den Prozentsatz der Sitzungen, bei denen das Dokument ordnungsgemäß geladen wurde oder ohne schwerwiegenden Fehler oder Absturz ausgeführt wurde. Dieser Wert wird kleiner, falls Ladefehler auftreten oder falls Makros im Objektmodell Methoden oder Eigenschaften aufrufen, deren Funktionsweise im Vergleich zu früheren Versionen komplett geändert wurde.
  • Trendzeigt an, ob die Erfolgsrate im Laufe der Zeit besser oder schlechter wird.
  • Kritisch (Critical)zeigt die Anzahl der Benutzer an, bei denen Ladefehler, Abstürze oder sonstige Probleme mit hohem Schweregrad aufgetreten sind.
  • Ladezeit (Load time) zeigt an, wie lange in Sekunden Office-Anwendungen durchschnittlich zum Laden der einzelnen Add-Ins benötigen.

Im folgenden Screenshot des Arbeitsblatts Lösungen (Solutions) sind die soeben beschriebenen Spalten dargestellt:

Wenn Dokumente und Add-Ins mit niedrigen Erfolgsraten vorhanden sind, sollten Sie untersuchen, welche Probleme auftreten. Dazu können Sie die folgenden Hyperlinks verwenden.

Durch Klicken auf Critical (Kritisch) können Sie einen Drillthrough für die Ansicht ausführen, um Details zu jedem kritischen Problem, das Benutzer melden, anzuzeigen. Kritische Probleme sind jene Probleme, durch die Dokumente oder Add-Ins unbrauchbar werden, wie z. B. Ladefehler, Abstürze und die Verwendung veralteter Objektmodellelemente. Sie können einen weiteren Drillthrough ausführen, um das Sitzungsprotokoll für jedes Problem anzuzeigen.

Im folgenden Screenshot sind die kritischen Probleme dargestellt, die bei Verwendung von DocStatusTracker.xlsx aufgetreten sind.

Selbst nach Abschluss der Pilotbereitstellung können Sie mithilfe dieser Ansichten weiterhin Ihre Dokumente und Add-Ins überwachen. Dadurch können Sie Bedenken zerstreuen, wenn Ihre Umgebung durch neue Hardware, Treiber, Anwendungen oder Sicherheitspatches geändert wird. Sie können aber auch überwachen, um das Eindringen nicht autorisierter Add-Ins in das Unternehmensnetzwerk zu verhindern. Eine Übersicht über den Status und Trends bei den Erfolgsraten finden Sie im Arbeitsblatt Übersicht (Overview), das wir in einem zukünftigen Blogbeitrag behandeln werden.

Wie funktioniert die Office-Telemetrie?

Bisher haben wir uns mit den Vorteilen im Zusammenhang mit der Bereitstellung der Office-Telemetrie und der Einbindung in Ihre Bereitstellungspläne beschäftigt. Lassen Sie mich kurz erklären, welche Komponenten im Hintergrund ausgeführt werden, um Daten zu erfassen und die Berichtsansichten zu ermöglichen.

Die Office-Telemetrie besteht aus fünf wichtigen Komponenten:

  • Office-Telemetrieprotokollierung
  • Office-Telemetrie-Agent
  • Office-Telemetrieprozessor
  • Office-Telemetriedashboard
  • Office-Telemetrieprotokoll

Die folgende Abbildung veranschaulicht den Datenfluss zwischen einigen Komponenten der Office-Telemetrie.

Die Telemetrieprotokollierung ist zwar in der obigen Abbildung nicht dargestellt, aber dennoch in Office 2013-Clientanwendungen integriert (Word, Excel, PowerPoint und Outlook). Nach der Aktivierung der Telemetrieprotokollierung werden die Dateien und Add-Ins, die geladen werden, sowie ungewöhnliche Ereignisse protokolliert. Beispiele für solche Ereignisse sind erfolgreiche/fehlgeschlagene Ladevorgänge, Abstürze, die Verwendung veralteter ActiveX-Steuerelemente und Aufrufe von Objektmodellen mit bekannten Kompatibilitätsproblemen.

Der Telemetrie-Agent sendet lokale Telemetriedatendateien an einen freigegebenen Ordner in Ihrem Netzwerk. Beim Telemetrieprozessor handelt es sich um eine Windows-Dienstanwendung, die die Datendateien aus dem freigegebenen Ordner abruft, die Informationen extrahiert und die Telemetriedaten einer SQL Server- oder SQL Server Express-Datenbank hinzufügt. Wie bereits im vorherigen Blogbeitrag erwähnt, kann der Telemetrie-Agent auch in Office 2003, Office 2007 und Office 2010 bereitgestellt werden. Informationen zu Kompatibilitätsproblemen, Ladefehlern und sonstigen Ereignissen werden nur von Office 2013-Clients gemeldet.

Das Telemetriedashboard ist eine Excel 2013-basierte Lösung, mit der die Telemetriedaten angezeigt werden und die mehrere Ansichten durch Herstellen einer Verbindung mit einer SQL Server-Datenbank aufweist. Ein mit dem Telemetriedashboard vergleichbares Tool ist das Office-Telemetrieprotokoll, mit dem Sie auf Daten der Telemetrieprotokollierung zugreifen können. Hierbei handelt es sich um eine weitere Excel 2013-basierte Lösung, mit der lokale Office-Ereignisse einschließlich Kompatibilitätsproblemen angezeigt werden. Hiermit können Sie die Probleme auf dem lokalen PC schneller behandeln.

Im folgenden Screenshot sind das Office-Telemetrieprotokoll und die Ereignisse, die auf dem Computer aufgetreten sind, auf dem das Telemetrieprotokoll ausgeführt wird, dargestellt.

Wünschen Sie weitere Informationen?

Weitere Informationen zu jeder in diesem Blogbeitrag beschriebenen Komponente finden Sie in dem TechNet-Artikel, in dem die Bereitstellung des Office-Telemetriedashboards beschrieben wird. Informationen zum Telemetrieprotokoll finden Sie auch unter Problembehandlung von Office-Dateien und benutzerdefinierten Lösungen mithilfe des Office-Telemetrieprotokolls.


 

Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Using Office Telemetry Dashboard to see how well your Office solutions perform in Office 2013